| REHADAT-Newsletter 1/2012 | |
| Köln, 26. Januar 2012 | |
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Inhalt: |
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Urteil: Falsche Antwort bei Schwerbehinderung |
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Eine schwerbehinderte Arbeitnehmerin hatte bei der Einstellung die Frage nach einer Schwerbehinderung verneint und diese erst offen gelegt, als sie betriebsbedingt einer Abfindung und einer Auflösung ihres Arbeitsvertrages zustimmen sollte. Daraufhin focht der Arbeitgeber den Arbeitsvertrag wegen arglistiger Täuschung an. Warum der Arbeitgeber nicht Recht bekam, die Arbeitnehmerin aber auch keinen Anspruch auf Entschädigung wegen einer Diskriminierung hatte, können Sie in der REHADAT-Datenbank Recht mit dem Aktenzeichen 2 AZR 396/10 nachlesen Alle Urteile zum Thema "Bewerbungsverfahren" in Zusammenhang mit Schwerbehinderung finden Sie mit dem entsprechenden Schlagwort. |
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LVR prämiert vier junge Menschen mit Behinderung |
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Der Landschaftsverband Rheinland (LVR) hat vier junge Menschen mit unterschiedlichen Behinderungen für ihre gelungene Teilhabe am Arbeitsleben prämiert. Überzeugen konnten sie durch ihren persönlichen Werdegang, ihre Leistungen, Kompetenzen und Qualifikationen. Eine der Prämierten ist Carmen Kerzinger: sie ist sehr stark schwerhörig und als Hörakustikerin beschäftigt. Aufgrund ihrer Meister-Ausbildung, die vom Betrieb finanziert wurde, ihres Einfühlungsvermögens und des Beherrschens der Gebärdensprache erleichtert sie dem Betrieb die Kommunikation mit den Kunden. Carmen Kerzinger hat auch das Qualitätsmanagement in ihrem Betrieb übernommen und bildet sich aktuell zusätzlich für die Behandlung von Kindern zur Pädakustikerin fort. Mehr Informationen - auch zu den anderen Preisträgern - finden Sie auf den Internetseiten des Landschaftsverbands Rheinland: www.lvr.de. |
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NRW: Integratives IT-Unternehmen startet Ausbildung von Werkstatt-Beschäftigten |
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In Düren hat ein als Integrationsunternehmen anerkannter IT-Dienstleister sein Projekt "Werkstatt-Ausbildung-Beruf" zur beruflichen Qualifizierung von jungen Menschen mit Behinderung gestartet. Im Rahmen des Projektes werden Frauen und Männer mit Handicap, die bisher in Werkstätten für Menschen mit Behinderung gearbeitet haben, zum "Fachpraktiker/in für IT-Systemelektronik" ausgebildet. Damit erhalten sie eine berufliche Perspektive auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt. Mehr Informationen finden Sie auf den Internetseiten des Landschaftsverbands Rheinland: www.lvr.de. |
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Auszeichnung vorbildlicher Arbeitgeber in Rheinland-Pfalz |
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Der rheinland-pfälzische Landespreis für beispielhafte Beschäftigung schwerbehinderter Menschen ist verliehen worden. Fünf Betriebe wurden ausgezeichnet: je einer aus der Kategorie nicht beschäftigungspflichtiger Betrieb, Betrieb unter 100 Beschäftigte, Betrieb über 100 Beschäftigte, öffentlicher Dienst und einer mit einem Sonderpreis. In der Kategorie Betriebe unter 100 Beschäftigte erhielt zum Beispiel das Unternehmen getlogics GmbH aus Trier den Zuschlag. Es hat eine Beschäftigungsquote von 12,5% erreicht, damit zweieinhalb Mal so viel wie vom Gesetz gefordert. Mehr Informationen und alle Preisträger finden Sie hier: www.lsjv.rlp.de. |
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Kooperationsvereinbarung zur beruflichen Integration von Schülern mit Lernschwierigkeiten in Rheinland-Pfalz |
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Die Chancen junger Menschen mit Behinderungen auf einen Einstieg in den ersten Arbeitsmarkt erhöhen, das ist Ziel einer Kooperationsvereinbarung, die das Land Rheinland-Pfalz mit der Bundesagentur für Arbeit geschlossen hat. Die darin vereinbarten Maßnahmen richten sich an Schüler mit kognitiven Einschränkungen und erheblichen Lernschwierigkeiten an Förderschulen. Kern der Vereinbarung ist, dass Schüler an Förderschulen künftig die Chance auf ein berufliches Orientierungsverfahren erhalten sollen, das unter Mitwirkung der Integrationsfachdienste deutlich früher durchgeführt wird. Die Fachkräfte der Integrationsfachdienste und die Lehrer werden für die gemeinsame Maßnahme speziell geschult. Für die Umsetzung der Vereinbarung nutzt das Land Rheinland-Pfalz Bundesmittel in Höhe von 1,8 Millionen Euro. Mehr Informationen finden Sie auf den Internetseiten des Landes Rheinland-Pfalz: www.rlp.de. |
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Neuer Studiengang "Inklusive Pädagogik und Kommunikation" |
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An der Universität Hildesheim hat der berufsbegleitende Master-Studiengang "Inklusive Pädagogik und Kommunikation" begonnen. In diesem bundesweit bislang einzigen derartigen Studiengang sollen Lehrkräfte im Bereich der inklusiven Pädagogik aus- und fortgebildet werden, um die UN-Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderungen umzusetzen. Zu den inhaltlichen Schwerpunkten zählen der Umgang mit Heterogenität und Konflikten sowie Diagnostik und Kommunikation. Lehrkräfte sollen systematisch in die Formen eines inklusiven Unterrichts eingeführt werden. Ein wichtiges Thema ist die Implementierung des inklusiven Gedankens in das Schulsystem. Mehr Informationen finden Sie auf den Internetseiten der Universität Hildesheim: www.uni-hildesheim.de. |
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Veranstaltungsdokumentationen: Behinderung und Studium |
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Das Dortmunder Zentrum Behinderung und Studium (DoBuS) führt jährlich einen Absolvierendentag durch. Teilnehmer werden dabei informiert über Arbeitssuche, Bewerbungsprozess, Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben für schwerbehinderte Arbeitnehmer, über Weiterbildung und Promotion mit Behinderung oder chronischer Krankheit. Hier finden Sie die Dokumentation der letzten Veranstaltung: www.dobus.tu-dortmund.de. Die Fachtagung „Studieren mit nicht-sichtbaren Behinderungen“ (im November 2011) zeigte die heterogenen Belange von Studierenden mit nicht-sichtbaren Behinderungen auf und konkretisierte ihren Anspruch auf angemessene Vorkehrungen. Sie beschäftigte sich mit Fragen der Wahrnehmung nicht-sichtbarer Behinderungen, rechtlichen Grundlagen für die Gewährung von Nachteilsausgleichen und deren Ausgestaltung, mit Praxisberichten zum Thema Studieren mit Legasthenie und psychischen Erkrankungen sowie mit Erfahrungen aus dem Ausland. Hier gibt es die Dokumentation der Fachtagung: www.studentenwerke.de. Sie wollen mehr zum Thema Behinderung und Studium wissen? In REHADAT finden Sie mit dem Schlagwort "Studium" aktuell 330 Literaturhinweise, 473 Adressen, 192 Urteile und 23 Forschungsprojekte. |
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Barrierefreiheit: EU-Gesetz und neues Portal
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Die Europäische Kommission plant ein Europäisches Barrierefreiheitsgesetz. Um die Meinung der Öffentlichkeit dazu einzuholen, hat die Kommission bis zum 29. Februar 2012 eine Online-Umfrage freigeschaltet. Teilnehmen können alle Bürger der EU, aber auch Unternehmen sowie öffentliche und private Organisationen der Zivilgesellschaft. Hier finden Sie mehr Informationen und den Link auf die Umfrage: www.barrierefreiheit.de. Welche Aspekte Bauherren, Planer und Architekten beim barrierefreien Planen, Bauen und Gestalten von Gebäuden und Einrichtungen berücksichtigen sollten, erklärt die Unfallkasse Nordrhein-Westfalen im neuen "Portal Barrierefreiheit". Neben Fachbegriffen werden Rechtsgrundlagen erläutert und Videos mit Planungshinweisen zum Beispiel für die Gestaltung von Aufzügen und Fluren zur Verfügung gestellt. Hier finden Sie das Portal: www.unfallkasse-nrw.de/portal-barrierefreiheit. |
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Unbesetzte Pflichtarbeitsplätze werden ab dem Anzeigejahr 2012 teurer |
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Das Bundesministerium für Arbeit und Soziales hat eine Anpassung der Beträge, die für unbesetzte Pflichtarbeitsplätze entrichtet werden müssen, angekündigt. Nach § 77 Abs. 3 SGB IX erhöht sich die Ausgleichsabgabe, wenn sich die Bezugsgröße nach § 18 Abs. 1 SGB IV seit der letzten Neubestimmung um wenigstens 10 Prozent erhöht hat. Dies ist nun seit dem Jahr 2002 erstmalig der Fall. Für das Anzeigeverfahren 2011 gelten noch die alten Sätze. Ab 2012 sollen dann bei einer Erfüllungsquote von 3 bis unter 5 Prozent 115 Euro (statt bisher 105 Euro), von 2 bis unter 3 Prozent 200 Euro (statt bisher 180 Euro) und von 0 bis unter 2 Prozent 290 Euro (statt bisher 260 Euro) fällig sein. |
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REHADAT auf der Werkstätten-Messe |
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Wenn Sie sich über die Leistungen und Produkte der Werkstätten für behinderte Menschen informieren wollen, sollten Sie die Werkstätten:Messe 2012 in Nürnberg vom 8. bis 11. März 2012 nicht verpassen. Ergänzt wird die Messe durch vielfältige Fachvorträge. Auch REHADAT ist hier mit einem eigenen Stand vertreten. Sie finden uns in Halle 12 mit der Standnummer 124. Wir freuen uns auf Ihren Besuch! |
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