REHADAT-Neuigkeiten in Leichter Sprache 1 / 2026
Das sind Neuigkeiten von REHADAT in Leichter Sprache.
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Nummer 1 / 2026
Inhalt
- REHADAT-Wissen: Neues Heft zum Thema Down-Syndrom
- REHADAT: Neues Erklär-Video zur Fachpraktiker-Ausbildung
- Das Niedersächsische Behinderten-Gleichstellungs-Gesetz
-
Film-Tipp:
Nico Mackert: Trotz Hindernissen unterwegs -
Lese-Tipp in Leichter Sprache:
Bundes-Ministerium für Arbeit und Soziales:
Der Mindest-Lohn - Wörter in Schwerer Sprache
1. REHADAT-Wissen: Neues Heft zum Thema Down-Syndrom
Bei REHADAT-Wissen gibt es ein neues Heft
zum Thema Down-Syndrom.
Das neue Heft heißt in Schwerer Sprache:
Ausgabe 17:
Obenauf statt Down
Wie sich die berufliche Teilhabe
von Menschen mit Down-Syndrom gestalten lässt.
In dem Heft Obenauf statt Down geht es darum:
Wie können Menschen mit Down-Syndrom
an ihrem Arbeits-Platz gut arbeiten?
Das Down-Syndrom ist eine Beeinträchtigung.
Manche sagen dazu auch Behinderung.
Es ist keine Krankheit.
Menschen werden mit dem Down-Syndrom geboren.
Der Name kommt von einem englischen Arzt.
Er hieß: Dr. John Langdon Down
Er hat viel mit Menschen mit Down-Syndrom gearbeitet.
Und sie im Jahr 1866 zum ersten Mal genauer beschrieben.
Ein anderes Wort für Down-Syndrom ist: Trisomie 21
In Deutschland leben ungefähr 50 Tausend Menschen mit Down-Syndrom.
Menschen mit Down-Syndrom haben meistens
einen Grad der Behinderung zwischen 50 und 100.
Das bedeutet:
Sie haben meistens eine Schwer-Behinderung
Und können einen Schwer-Behinderten-Ausweis bekommen.
In dem Heft wird erklärt:
- Was ist das Down-Syndrom?
- Und welche Probleme können Menschen mit Down-Syndrom haben?
Menschen mit Down-Syndrom können
- leichte oder schwere Körper-Beeinträchtigungen
- Und leichte oder schwere Lern-Probleme
haben.
Das ist bei jedem Menschen mit Down-Syndrom anders.
Bestimmte Krankheiten treten bei Menschen mit Down-Syndrom
häufiger auf als bei Menschen ohne Down-Syndrom.
Zum Beispiel:
- körperliche Fehlstellungen an der Hüfte oder an der Wirbelsäule
- Herz-Erkrankungen
- Magen-Darm-Erkrankungen
- Oder Augen-Erkrankungen
Kinder mit Down-Syndrom besuchen häufig eine
Förder-Schule für Menschen mit geistiger Behinderung
Oder eine inklusive Schule.
Nach der Schule arbeiten sie oft
in einer Werkstatt für behinderte Menschen.
Wenn Menschen mit Down-Syndrom früh gefördert werden,
können sie ein selbst-bestimmtes Leben führen
Und auch auf dem allgemeinen Arbeits-Markt arbeiten.
Zum Beispiel:
- in der Gastronomie
- im Hotel
- im Einzel-Handel
- im Alten-Heim
- in einer Kinder-Tagesstätte
- Oder im Kranken-Haus
Das Heft ist vor allem für diese Menschen interessant:
- Arbeit-Geber
- Menschen mit Down-Syndrom
- Arbeits-Kollegen von Menschen mit Down-Syndrom
- Betriebs-Ärzte
- Und Fach-Leute, die bei der beruflichen Eingliederung
von Menschen mit Behinderungen oder Erkrankungen helfen.
In dem Heft werden folgende Fragen beantwortet:
- Welche Infos über das Down-Syndrom
sind im Arbeits-Leben von Bedeutung? - Wie können Arbeits-Plätze behinderungs-gerecht gestaltet werden?
- Welche Hilfs-Mittel können eingesetzt werden?
- Welche Maßnahmen sind sinnvoll?
- Welche Tipps geben Fach-Leute und Betroffene?
- Wer kann Betriebe und Beschäftigte beraten und unterstützen?
- Wie können Menschen mit Down-Syndrom auf den allgemeinen Arbeits-Markt kommen?
- Welche finanziellen Förder-Möglichkeiten gibt es für Betriebe,
wenn sie Menschen mit Behinderungen einstellen und beschäftigen?
In dem Heft gibt es auch Interviews.
Interviews sind Gespräche.
Die Interviews sind mit
- Menschen mit Down-Syndrom
- ihren Eltern
- ihren Vertrauens-Personen auf der Arbeit
- ihren Arbeit-Gebern
- Und mit Fach-Leuten
In dem Heft wird auch erklärt:
- Wie können Menschen mit Down-Syndrom ihre Arbeit behalten?
- Wie können die Arbeit-Geber dabei helfen?
- Und wie können die Kollegen dabei helfen?
Das Heft ist in Schwerer Sprache geschrieben.
In dem Heft gibt es nur eine Zusammenfassung in Leichter Sprache.
Hier geht es zu dem Heft in Schwerer Sprache (pdf).
Auf der Internet-Seite von
REHADAT-Wissen
können Sie sich noch weitere Hefte
über andere Behinderungen und Erkrankungen herunter-laden.
Hier geht es zu der Internet-Seite von REHADAT-Wissen (in Schwerer Sprache).
2. REHADAT: Neues Erklär-Video zur Fachpraktiker-Ausbildung
Manche Jugendliche können wegen ihrer Behinderung
keine normale Regel-Ausbildung machen.
Für diese Jugendlichen ist dann vielleicht
eine besondere Ausbildung das Richtige:
Eine Fachpraktiker-Ausbildung.
Das heißt:
Die Ausbildung ist leichter als eine normale Ausbildung.
Die Ausbildungs-Inhalte von einer Fachpraktiker-Ausbildung
orientieren sich an den Ausbildungs-Inhalten
von anerkannten Ausbildungs-Berufen.
Wer eine Fachpraktiker-Ausbildung macht,
hat weniger Theorie und mehr Praxis.
Das bedeutet:
Die Jugendlichen haben weniger Unterricht in der Berufs-Schule.
Dafür arbeiten sie mehr im Betrieb.
Außerdem können sie diese Ausbildung
auch ohne Hauptschul-Abschluss machen.
Oft machen Jugendliche mit Lern-Schwierigkeiten
eine Fachpraktiker-Ausbildung.
Der Wechsel in die Regel-Ausbildung ist
- während einer Fachpraktiker-Ausbildung
- Oder nach einer Fachpraktiker-Ausbildung
jederzeit möglich:
Wenn die Ausbildung gut klappt
Und die Jugendlichen keine gesundheitlichen Probleme haben.
Eine Fachpraktiker-Ausbildung können Jugendliche
- in einem normalen Betrieb
- Oder in einer speziellen Ausbildungs-Einrichtung, zum Beispiel in einem Berufs-Bildungs-Werk
machen.
In einigen Bundes-Ländern werden diese Berufs-Abschlüsse auch
- Werker und Werkerin
- Oder Helfer und Helferin
genannt.
Nicht jeder Jugendliche kann eine Ausbildung zum Fachpraktiker machen.
Voraussetzung ist
- eine Behinderung
- ein besonderer Förder-Bedarf
- Oder eine soziale Benachteiligung
Eine Ausbildung zum Fachpraktiker ist erst dann möglich:
Eine Assistierte Ausbildung in einem Betrieb
ist für die Jugendlichen zu schwierig.
Vor Ausbildungs-Beginn müssen die Jugendlichen deshalb
eine Eignungs-Feststellung bei der Agentur für Arbeit machen.
Ein Fach-Dienst von der Agentur für Arbeit stellt dabei
die Art und Schwere von der Behinderung fest.
Und prüft dabei, ob der junge Mensch
nicht doch eine normale Regel-Ausbildung machen kann.
Ausbildungen als Fachpraktiker sind
von den Kammern anerkannte Ausbildungen.
Das sind die Kammern:
Zum Beispiel:
- Handwerks-Kammer
- Industrie- und Handels-Kammer
- Oder Landwirtschafts-Kammer
Wenn Jugendliche eine Fachpraktiker-Ausbildung machen wollen,
müssen sie bei der zuständigen Kammer vorher einen Antrag stellen.
Den Antrag kann auch ihre gesetzliche Betreuungs-Person stellen.
Den Ausbildungs-Platz müssen die Jugendlichen zu diesem Zeit-Punkt
bereits sicher haben.
Wenn die Kammer den Antrag annimmt,
werden die Ausbildungs-Inhalte
an die Behinderungen von den Jugendlichen angepasst.
Die Ausbildung dauert 2 bis 3,5 Jahre.
Die Abschluss-Prüfung findet bei der zuständigen Kammer statt.
Am Ende von der Ausbildung bekommen die Jugendliche eine Bescheinigung.
Die Bescheinigung heißt:
- Fach-Arbeiter-Brief
- Oder Gesellen-Brief
Nach der Ausbildung haben die Jugendlichen gute Chancen
eine Beschäftigung auf dem allgemeinen Arbeits-Markt zu bekommen.
Es gibt viele verschiedene Fachpraktiker-Ausbildungen.
Zum Beispiel:
- Fachpraktiker Metall-Bearbeitung
- Fachpraktiker Holz-Verarbeitung
- Fachpraktiker in der Floristik
- Fachpraktiker für Haus-Wirtschaft
- Garten-Bau-Helfer Fach-Richtung Garten- und Landschafts-Bau
- Oder Fachpraktiker im Lager-Bereich
REHADAT hat zu der Fachpraktiker-Ausbildung
ein neues Erklär-Video gemacht.
Malte Meyer möchte eine Ausbildung
in einem Betrieb für Holz-Verarbeitung machen.
Da er eine Lern-Beeinträchtigung hat,
ist eine Regel-Ausbildung zu schwierig für ihn.
Von einem Freund erfährt er von der Fachpraktiker-Ausbildung.
Malte lässt sich von einer Reha-Beraterin
von der Agentur für Arbeit beraten.
Er findet mit Hilfe von der Reha-Beraterin einen Ausbildungs-Betrieb.
Dort kann er die Fachpraktiker-Ausbildung
im Bereich Holz-Verarbeitung machen.
Vorher muss Malte bei der Agentur für Arbeit
eine Eignungs-Feststellung beantragen.
Bei der Eignungs-Feststellung wird sein Reha-Status
Und seine Eignung für die Ausbildung bestätigt.
Danach muss Malte mit Unterstützung von seinem Ausbildungs-Betrieb
noch einen Antrag bei der Kammer stellen.
Da die Kammer auch einverstanden ist,
kann er die Ausbildung zum Fachpraktiker für Holz-Verarbeitung beginnen.
Das Erklär-Video ist in Schwerer Sprache.
Hier können Sie sich das Erklär-Video ansehen.
3. Das Niedersächsische Behinderten-Gleichstellungs-Gesetz
Im Jahr 2006 haben die Vereinten Nationen einen Vertrag gemacht.
Zu den Vereinten Nationen gehören fast alle Länder auf der Welt.
Das kurze Wort für Vereinte Nationen ist: UN
Der Vertrag von der UN heißt:
UN-Behinderten-Rechts-Konvention
Die kurze Wort dafür ist: UN-BRK
In der UN-BRK stehen die Rechte von Menschen mit Behinderungen.
Deutschland hat die UN-BRK unterschrieben.
Auch Niedersachsen muss sich an die UN-BRK halten.
Niedersachsen ist ein Bundes-Land im Norden von Deutschland.
Deshalb gibt es in Niedersachsen
Gesetze für die Rechte von Menschen mit Behinderungen.
Ein Gesetz ist das Niedersächsische Behinderten-Gleichstellungs-Gesetz.
Das kurze Wort dafür ist: NBGG
Diese Rechte stehen zum Beispiel im NBGG:
- Menschen mit Behinderungen dürfen keine Nachteile haben.
- Menschen mit Behinderungen dürfen überall mitmachen.
- Menschen mit Behinderungen dürfen über ihr Leben selbst bestimmen.
Menschen mit Behinderungen sollen ihre Rechte kennen.
Menschen mit Behinderungen sollen das Gesetz verstehen.
Deshalb gibt es das Gesetz jetzt auch in Leichter Sprache.
Das Niedersächsisches Ministerium
für Soziales, Arbeit, Gesundheit und Gleichstellung
hat ein Heft in Leichter Sprache zum NBGG gemacht.
Das Heft hat 30 Seiten.
In dem Heft steht das Wichtigste aus dem Gesetz.
Das NBGG gilt für alle öffentlichen Stellen in Niedersachsen.
Öffentliche Stellen sind Ämter und Behörden.
Sie arbeiten für den Staat und für alle Menschen.
Öffentliche Stellen sind zum Beispiel
- Ministerien
- Oder die Stadt-Verwaltungen
Das
NBGG hat 15 Abschnitte.
Die Abschnitte heißen: Paragrafen
Für Paragrafen gibt es ein Zeichen.
Das Zeichen sieht so aus: §
Hier können Sie sich das NBGG in Leichter Sprache herunter-laden (pdf).
4. Film-Tipp:
Nico Mackert: Trotz Hindernissen unterwegs
Das ZDF hat in der Fernseh-Sendung Einfach Mensch
einen Film über Nico Mackert gezeigt.
Der Film heißt:
Mein Einsatz für Inklusion -
Nico Mackert - Trotz Hindernissen unterwegs
Nico Mackert erfüllt sich einen Traum aus seiner Kindheit.
Schon als Kind begeisterte er sich für Eisen- und Straßen-Bahnen.
Er macht eine Ausbildung zum Kaufmann für Verkehrs-Service bei DB Regio.
Bei DB Regio ist er der 1. Auszubildende mit Rollstuhl.
Nico setzt sich für Inklusion ein.
Er ist Inklusions-Botschafter.
Er wünscht sich:
Menschen mit und ohne Behinderungen sollen
in allen Lebens-Bereichen überall gleich gut mitmachen können.
Im Beruf und im Alltag.
Sein Motto ist: Alle Menschen haben die gleichen Rechte.
Nico ist 23 Jahre alt.
Er hatte kurz nach seiner Geburt eine Hirn-Blutung.
Darum kann er sich nur schwer bewegen.
Das nennt man: eingeschränkte Motorik.
Meistens nutzt er einen Rollstuhl.
Vor allem bei langen Strecken
Und wenn er draußen ist.
Zu Hause ist er meistens zu Fuß unterwegs.
Nico lebt noch bei seinen Eltern.
Nach der Ausbildung möchte er ausziehen
Und ein selbst-ständiges Leben führen.
Als Kind und Jugendlicher war Nico oft allein.
Er hatte nur wenige Freunde.
Er hatte Angst, nicht akzeptiert zu werden.
Dann änderte sich etwas.
Seine Mutter stellt ihm Instagram vor.
Seitdem nutzt er die soziale Medien.
Nico stellte Fotos von Zügen ins Internet.
Er lernte andere Menschen mit dem gleichen Interesse kennen.
Er fand Freunde
Und begann seine Ausbildung bei DB Regio.
Heute ist Nico im 3. Lehrjahr.
Er ist Vertreter für andere Auszubildende.
Er ist auch Inklusions-Botschafter.
Er arbeitet mit dem Gesamt-Schwerbehinderten-Vertreter
von DB Regio zusammen.
Sie setzen sich für Kollegen in ihrem Arbeits-Umfeld ein
Und organisieren Veranstaltungen.
Das Leben von Nico ist heute anders als früher.
Er reist zu Freunden in andere Städte.
Er macht Ausflüge.
Er ist oft unter Menschen.
Für Nico bedeutet Inklusion:
Alle Menschen können überall mitmachen.
Alle Menschen haben die gleichen Chancen.
Nico kämpft vor allem für mehr Barriere-Freiheit.
Er findet:
Das Reisen mit Behinderung klappt eigentlich schon sehr gut.
Aber wenn er auf seiner Reise einen Zug verpasst hat,
wird es schon schwierig.
Er ist auf den Mobilitäts-Service von der Deutschen Bahn angewiesen.
Er meldet seine Reisen vorher an.
Die Mitarbeiter von dem Mobilitäts-Service helfen ihm
beim Ein- und Aussteigen.
Am meisten ärgert er sich über defekte Aufzüge.
Nico sagt:
Es reicht nicht aus, über Barriere-Freiheit zu reden.
Es muss viel mehr für Barriere-Freiheit getan werden.
Den Film kann man sich in der ZDF-Mediathek ansehen.
Der Film ist 15 Minuten lang.
Der Film ist in Schwerer Sprache.
Unter-Titel kann man sich dazu-schalten.
5. Lese-Tipp in Leichter Sprache:
Bundes-Ministerium für Arbeit und Soziales:
Der Mindest-Lohn
Das Bundes-Ministerium für Arbeit und Soziales
hat ein neues Heft in Leichter Sprache herausgegeben.
Das Heft heißt:
Der Mindest-Lohn
Alle wichtigen Informationen zum Mindest-Lohn
in Leichter Sprache
Mindest-Lohn bedeutet:
So viel Geld müssen Arbeit-Nehmer
für ihre Arbeit mindestens bekommen.
Arbeit-Geber müssen für jede Stunde Arbeit
den Mindest-Lohn bezahlen.
Sie dürfen auch mehr bezahlen.
Sie dürfen aber nicht weniger bezahlen.
Seit dem 1. Januar 2026 ist der Mindest-Lohn
13,90 Euro pro Stunde.
Die 13,90 Euro sind brutto.
Brutto bedeutet:
Davon wird noch Geld abgezogen.
Zum Beispiel
- für die Kranken-Versicherung
- Oder für die Renten-Versicherung
Die Regeln für den Mindest-Lohn stehen in einem Gesetz.
Das Gesetz heißt Mindest-Lohn-Gesetz.
Das Mindest-Lohn-Gesetz sorgt dafür:
die Arbeit-Geber bezahlen genug Geld.
Für manche Berufe gibt es einen anderen Mindest-Lohn.
Diesen Mindest-Lohn machen die Firmen
mit den Gewerkschaften aus.
Gewerkschaften sind Gruppen von Arbeitern.
Gewerkschaften kämpfen für bessere Arbeits-Bedingungen.
Für wen gilt der Mindest-Lohn?
Der Mindest-Lohn gilt für alle Arbeit-Nehmer,
die über 18 Jahre alt sind.
Arbeiten Sie in einer Werkstatt für behinderte Menschen?
Dann bekommen Sie keinen Mindest-Lohn.
Arbeiten Sie in einem Inklusions-Betrieb?
Dann bekommen Sie den Mindest-Lohn.
Wer entscheidet darüber,
ob der Mindest-Lohn höher wird?
Eine Kommission bestimmt alle 2 Jahre neu:
So hoch ist der Mindest-Lohn.
Eine Kommission ist eine Gruppe von Menschen.
Eine Kommission soll eine bestimmte Aufgabe erledigen.
Die Kommission besteht aus
- Arbeit-Gebern
- Und Arbeit-Nehmern
Die Kommission überlegt:
Die Arbeit-Nehmer sollen genug Geld haben.
Und die Firmen sollen gut arbeiten können.
Wie hoch muss dann der Mindest-Lohn sein?
Die Kommission schaut sich an:
Wie viel Geld verdienen Arbeit-Nehmer in Deutschland?
Die Bundes-Regierung kann sagen:
Wir finden die Entscheidung von der Kommission gut.
Oder die Bundes-Regierung kann sagen:
Wir finden die Entscheidung von der Kommission nicht gut.
Wir möchten diese Entscheidung ändern.
Welche Strafen gibt es?
Eine Firma bezahlt keinen Mindest-Lohn.
Dann muss diese Firma eine Strafe bezahlen.
Die Firma muss mehrere 1.000 Euro bezahlen.
Eine Firma schreibt die Arbeits-Zeiten nicht auf.
Dann muss diese Firma auch eine Strafe bezahlen.
Hier können Sie sich das Heft herunter-laden (pdf).
6. Wörter in Schwerer Sprache
- Agentur für Arbeit / Bundes-Agentur für Arbeit
-
Die Bundes-Agentur für Arbeit hilft Menschen,
die eine Arbeit suchen.
Und sie hilft Menschen,
damit sie ihre Arbeit behalten können.
Die Bundes-Agentur für Arbeit hilft auch Arbeit-Gebern.
Zur Bundes-Agentur für Arbeit gehören alle
Agenturen für Arbeit in Deutschland.
Die Agentur für Arbeit in Ihrer Stadt ist für Sie zuständig.
Oder eine Agentur für Arbeit in Ihrer Nähe.
Weitere Infos in Leichter Sprache gibt es
auf der Internet-Seite von der Bundes-Agentur für Arbeit.
Hier geht es zu der Internet-Seite.
Bei REHADAT-Adressen können Sie nach
allen örtlichen Arbeits-Agenturen suchen.
- Allgemeiner Arbeits-Markt
- Der allgemeine Arbeits-Markt ist da,
wo auch Menschen ohne Behinderungen arbeiten.
Man arbeitet auf dem allgemeinen Arbeits-Markt
wenn man
- in einem großen oder kleinen Betrieb arbeitet
- bei einer Stadt oder Gemeinde arbeitet
- Oder bei einem anderen Arbeit-Geber arbeitet
- Assistierte Ausbildung
-
Eine Assistierte Ausbildung hilft Jugendlichen,
eine Ausbildung zu finden oder abzuschließen.
Die Assistierte Ausbildung ist für junge Menschen:
Die schon sehr lange nach einem Ausbildungs-Platz suchen.
Das Besondere bei der Assistierten Ausbildung ist:
Die jungen Menschen bekommen
schon vor der Ausbildung viel Hilfe.
Zum Beispiel:
Menschen helfen Jugendlichen bei ihrer Bewerbung.
Menschen helfen den Jugendlichen dabei:
Ein Praktikum zu finden.
Und sie können eine Beratung bekommen.
Später haben die Jugendlichen dann vielleicht
einen Ausbildungs-Platz in einem Betrieb gefunden.
Auch dann können sie noch viele Hilfen bekommen.
Zum Beispiel:
Die Jugendlichen bekommen Nach-Hilfe.
- Barriere-Freiheit
-
Eine Barriere ist ein Hindernis.
Eine Barriere kann zum Beispiel eine Treppe
Oder eine geschlossene Tür sein.
Bei dem Behinderten-Beauftragten von der Bundes-Regierung
wird der Begriff Barriere-Freiheit erklärt.
- Berufs-Bildungs-Werk
-
In einem Berufs-Bildungs-Werk können
junge Menschen mit Behinderungen eine Ausbildung machen.
Wenn sie besondere Unterstützung brauchen.
Und wenn sie keinen Ausbildungs-Platz
auf dem allgemeinen Arbeits-Markt bekommen haben.
Oft gibt es für Auszubildende auch ein Internat,
wo sie wohnen können.
In den Werkstätten von den Berufs-Bildungs-Werken
lernen die Auszubildenden die praktische Arbeit.
In der Berufs-Schule lernen sie die Theorie.
Außerdem gibt es besondere Unterstützung.
Zum Beispiel:
- Nach-Hilfe
- besondere Übungen vor Prüfungen
- Und Beratung
Die Agenturen für Arbeit schlagen Jugendliche für so eine Ausbildung vor.
- Bundes-Ministerium für Arbeit und Soziales (BMAS)
- Die Abkürzung heißt: BMAS.
-
Das BMAS hat viele Hefte in Leichter Sprache veröffentlicht.
- DB Regio
- Die DB Regio AG ist für
- den öffentlichen Personen-Nah-Verkehr (ÖPNV)
-
von der Deutschen Bahn AG in Deutschland zuständig.
Sie betreibt
-
- Regional-Züge
- S-Bahnen
- Und Busse
Auf der Internet-Seite von DB Regio gibt es nur Infos
in Schwerer Sprache.
- Gesamt-Schwerbehinderten-Vertretung
-
Die Schwerbehinderten-Vertretung in einem Unternehmen
Oder in einer Behörde setzt sich für die Interessen
von den Beschäftigten mit Behinderungen ein.
Das kurze Wort für Schwerbehinderten-Vertretung heißt: SBV.
Die Schwerbehinderten-Vertretung passt zum Beispiel auf:
- dass Menschen mit Behinderungen bei der Arbeit keine Nachteile haben
- Und dass Menschen mit Behinderungen an ihrem Arbeits-Platz gut arbeiten können
Alle vier Jahre ist die Wahl von der SBV.
Sie findet dann immer zwischen dem 1. Oktober
Und dem 30. November statt.
Das steht im Sozial-Gesetz-Buch 9
In Unternehmen mit mehreren Standorten
gibt es oft eine Gesamt-Schwerbehinderten-Vertretung.
Sie kümmert sich um die Rechte
von Menschen mit Behinderungen im ganzen Unternehmen.
- Handwerks-Kammer
-
In Deutschland gibt es viele Handwerks-Kammern.
Jede Handwerks-Kammer kümmert sich
um die Handwerker in der Nähe.
Ein Handwerker mit einer eigenen Firma
ist immer Mitglied von einer Handwerks-Kammer.
Ein Mitglied zahlt der Handwerks-Kammer Geld.
Dieses Geld heißt Mitglieds-Beitrag.
Das sind die Aufgaben von der Handwerks-Kammer:
Die Handwerks-Kammer sagt:
Das müssen Auszubildende lernen.
Die Handwerks-Kammer hilft Auszubildenden.
Ein Handwerker möchte eine eigene Firma haben?
Dann berät die Handwerks-Kammer den Handwerker.
Ein Handwerker möchte etwas Neues lernen?
Dann hilft die Handwerks-Kammer dem Handwerker.
Die Handwerks-Kammer sagt den Politikern:
Das wollen Handwerker.
- Industrie- und Handels-Kammer
- In vielen Städten gibt es eine Industrie- und Handels-Kammer.
-
Kurz sagt man: IHK
Die IHK kümmert sich um Unternehmen in einer Stadt
Und der Umgebung.
Die IHK hat besondere Rechte und Pflichten.
Die IHK übernimmt Aufgaben für den Staat.
Die IHKs haben viele Mitglieder.
Selbst-ständige Unternehmer müssen Mitglied sein.
Die IHKs bieten Beratungen an.
Oft kostenlos.
Die IHKs geben auch Informationen.
Oft kostenlos.
Die Beratungen sind für Unternehmen.
Es geht um Steuern und Rechte.
Es geht um Zusammen-Arbeit von Unternehmen.
Manche Aufgaben gibt der Staat an die IHKs ab.
Zum Beispiel:
Aufgaben bei der Ausbildung
Die IHKs betreuen die Berufs-Ausbildung.
Die IHKs beraten Betriebe und Auszubildende.
Sie helfen bei Fragen.
Die IHKs planen viele Tausend Prüfungen im Jahr.
Das sind Prüfungen in der Ausbildung
Und Prüfungen in der Weiter-Bildung.
Prüfer aus Unternehmen helfen dabei.
- Inklusions-Betrieb
-
Inklusion-Betriebe werden auch als Inklusions-Firmen
Oder Inklusions-Unternehmen bezeichnet.
Beim Landschafts-Verband Rheinland gibt es eine Erklärung.
-
Instagram ist ein soziales Netz-Werk.
Auf Instagram kann man Bilder hoch-laden.
Andere Leute können die Bilder anschauen.
Und Kommentare dazu schreiben.
Die meisten Leute benutzen Instagram mit dem Smartphone.
Ein Smartphone ist ein Handy.
Für das Smartphone gibt es eine Instagram App.
Dann kann man Fotos mit dem Smartphone machen.
Und die Fotos gleich hoch-laden.
- Kranken-Versicherung
-
Ein anderes Wort dafür ist Kranken-Kasse.
In Deutschland müssen alle Menschen
eine Kranken-Versicherung haben.
Das steht im Gesetz.
Die Kranken-Kasse bezahlt zum Beispiel:
- Die Behandlung beim Arzt
- Die Behandlung im Kranken-Haus
- Oder die Medikamente für kranke Menschen
- Landwirtschafts-Kammer
- LWK ist die Abkürzung für Landwirtschafts-Kammer.
Eine Landwirtschafts-Kammer ist ein Verband.
Dieser Verband vertritt die Interessen von den Landwirten
Und von den Forstwirten.
Einige Bundes-Länder haben eine Landwirtschafts-Kammer.
Die LWK unterstützt aber nicht nur Landwirtschaft
Und Forstwirtschaft.
Sie unterstützt auch Ernährungs-Wirtschaft, Gartenbau
Und Fischerei.
So unterstützt die LWK diese Bereiche:
Sie berät Menschen bei der Arbeit.
Sie bietet Ausbildungen und Weiter-Bildungen an.
Sie organisiert Veranstaltungen.
Sie betreut Betriebe.
Sie berät die Politik.
Die Politik trifft Entscheidungen für die Landwirtschaft.
Die LWK arbeitet mit Wissenschaftlern zusammen.
So kann sie neue Erkenntnisse vermitteln.
- Niedersächsisches Ministerium für Soziales, Arbeit, Gesundheit und Gleichstellung
-
Zur Erklärung auf der Internet-Seite von dem Ministerium - Mobilitäts-Service
-
Die Mitarbeiter von dem Mobilitäts-Service
von der Deutschen Bahn helfen Menschen mit Behinderungen:
Sie suchen Züge heraus, mit denen sie fahren können.
Sie schicken ihnen Fahr-Karten mit der Post zu.
Sie reservieren Plätze im Zug für sie.
Sie bringen sie zum richtigen Bahnsteig.
Sie helfen ihnen beim Einsteigen und Aussteigen.
Sie helfen ihnen beim Umsteigen.
Zum Beispiel bringt der Mobilitäts-Service sie von einem Zug zum anderen.
- Regel-Ausbildung
- Die häufigste Ausbildung ist die betriebliche Ausbildung
auf dem allgemeinen Arbeits-Markt. - Man sagt auch Regel-Ausbildung dazu.
Bei dieser Ausbildung lernt man den theoretischen Teil in der Berufs-Schule.
Den praktischen Teil lernt man im Betrieb. - Renten-Versicherung
-
In Deutschland müssen alle Arbeit-Nehmer
bei der Renten-Versicherung angemeldet werden.
Sie müssen dort Geld einzahlen.
Damit sie im Alter Geld bekommen.
Auf der Internet-Seite von der
Deutschen Renten-Versicherung
gibt es viele Infos in Leichter Sprache.
- Soziale Benachteiligung
- Jugendliche mit einer sozialen Benachteiligung
haben schlechtere Chancen auf ein besseres Leben
Oder einen Bildungs-Aufstieg.
Viele von diesen Jugendlichen finden nach der Schule
keinen Ausbildungs- oder Arbeits-Platz.
Sozial benachteiligte Menschen sind zum Beispiel:
- Menschen ohne Wohnung
- langzeit-arbeitslose Menschen
- Menschen mit geringem Einkommen
- allein-erziehende Mütter und Väter
- Oder Menschen mit Behinderungen oder Erkrankungen
- Soziale Medien
-
Soziale Medien sind digitale Medien.
Damit kann man etwas alleine machen.
zum Beispiel:
- eine Bewertung über ein Restaurant schreiben
- Oder man kann etwas gemeinsam machen
- Zum Beispiel in einem sozialen Netz-Werk Bilder zeigen
Mit den Sozialen Medien kann man Wissen
Und Informationen teilen.
Das kann jeder machen.
Man kann sich mit anderen Menschen austauschen.
Man kann Meinungen und Erfahrungen austauschen.
Und man kann:
- Texte
- Bilder
- Oder Videos
weitergeben.
- Trisomie 21
- Jeder Mensch besteht aus ganz kleinen Teilen.
Die Teile heißen Zellen.
In jeder Zelle steckt
eine Art Bau-Plan vom Menschen.
Dazu sagt man in Schwerer Sprache: Chromosomen
In diesem Bau-Plan steht zum Beispiel:
- Welche Augen-Farbe ein Mensch hat
- Oder wie groß jemand wird
Jede menschliche Zelle besteht aus 23 Chromosomen-Paaren.
Das heißt:
Jedes von den 23 Chromosomen
gibt es 2-mal in jeder Zelle vom Menschen.
Beim Down-Syndrom ist das anders.
Das 21. Chromosom gibt es 3-mal.
Und nicht nur 2-mal.
Menschen mit Down-Syndrom haben
in jeder Zelle ein zusätzliches Chromosom.
Darum heißt das Down-Syndrom auch:
Trisomie 21
Tri steht für 3.
21 für das 21. Chromosom.
Trisomie 21 heißt also:
Das 21. Chromosom gibt es 3 Mal.
- UN-Behinderten-Rechts-Konvention
- Die Abkürzung lautet UN-BRK.
BRK ist die Abkürzung für:
Behinderten-Rechts-Konvention.
UN ist die Abkürzung für: United Nations
United Nations ist Englisch.
Auf Deutsch sagt man dazu:
Vereinte Nationen
Der Behinderten-Beauftragte von der Bundes-Regierunghat ein Heft in Leichter Sprache
über die Behinderten-Rechts-Konvention gemacht.
Das Heft heißt:
Die UN-Behindertenrechtkonvention -
Übereinkommen über die Rechte von Menschen mit Behinderungen
- Werkstatt für behinderte Menschen (WfbM)
- WfbM ist die Abkürzung für Werkstatt für behinderte Menschen.
Das ist ein anderes Wort für Behinderten-Werkstatt.
Zur Erklärung bei der Fach-Stelle Teilhabe-Beratung
Was ist REHADAT?
Hier gibt es Informationen über REHADAT in Leichter Sprache.
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