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REHADAT-Neuigkeiten in Leichter Sprache 1 / 2026

Das sind Neuigkeiten von REHADAT in Leichter Sprache.

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Sie werden am Ende erklärt.

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Dann schreiben Sie uns eine E-Mail: kontakt@rehadat.de

Nummer 1 / 2026

Inhalt

  1. REHADAT-Wissen: Neues Heft zum Thema Down-Syndrom
  2. REHADAT: Neues Erklär-Video zur Fachpraktiker-Ausbildung
  3. Das Niedersächsische Behinderten-Gleichstellungs-Gesetz
  4. Film-Tipp:
    Nico Mackert: Trotz Hindernissen unterwegs
  5. Lese-Tipp in Leichter Sprache:
    Bundes-Ministerium für Arbeit und Soziales:
    Der Mindest-Lohn
  6. Wörter in Schwerer Sprache

1. REHADAT-Wissen: Neues Heft zum Thema Down-Syndrom

Bei REHADAT-Wissen gibt es ein neues Heft 

zum Thema Down-Syndrom.

Das neue Heft heißt in Schwerer Sprache:

Ausgabe 17:

Obenauf statt Down

Wie sich die berufliche Teilhabe

von Menschen mit Down-Syndrom gestalten lässt.

 

In dem Heft Obenauf statt Down geht es darum:

Wie können Menschen mit Down-Syndrom

an ihrem Arbeits-Platz gut arbeiten?

Das Down-Syndrom ist eine Beeinträchtigung.

Manche sagen dazu auch Behinderung.

Es ist keine Krankheit.

Menschen werden mit dem Down-Syndrom geboren.

Der Name kommt von einem englischen Arzt.

Er hieß: Dr. John Langdon Down

Er hat viel mit Menschen mit Down-Syndrom gearbeitet.

Und sie im Jahr 1866 zum ersten Mal genauer beschrieben.

Ein anderes Wort für Down-Syndrom ist: Trisomie 21

 

In Deutschland leben ungefähr 50 Tausend Menschen mit Down-Syndrom.

Menschen mit Down-Syndrom haben meistens

einen Grad der Behinderung zwischen 50 und 100.

Das bedeutet:

Sie haben meistens eine Schwer-Behinderung

Und können einen Schwer-Behinderten-Ausweis bekommen.

In dem Heft wird erklärt:

  • Was ist das Down-Syndrom?
  • Und welche Probleme können Menschen mit Down-Syndrom haben?

Menschen mit Down-Syndrom können

  • leichte oder schwere Körper-Beeinträchtigungen
  • Und leichte oder schwere Lern-Probleme

haben.

Das ist bei jedem Menschen mit Down-Syndrom anders.

Bestimmte Krankheiten treten bei Menschen mit Down-Syndrom

häufiger auf als bei Menschen ohne Down-Syndrom.

Zum Beispiel:

  • körperliche Fehlstellungen an der Hüfte oder an der Wirbelsäule
  • Herz-Erkrankungen
  • Magen-Darm-Erkrankungen
  • Oder Augen-Erkrankungen
 

Kinder mit Down-Syndrom besuchen häufig eine 

Förder-Schule für Menschen mit geistiger Behinderung

Oder eine inklusive Schule. 

Nach der Schule arbeiten sie oft

in einer Werkstatt für behinderte Menschen.

Wenn Menschen mit Down-Syndrom früh gefördert werden,

können sie ein selbst-bestimmtes Leben führen

Und auch auf dem allgemeinen Arbeits-Markt arbeiten.

Zum Beispiel:

  • in der Gastronomie
  • im Hotel
  • im Einzel-Handel
  • im Alten-Heim
  • in einer Kinder-Tagesstätte
  • Oder im Kranken-Haus 
 

Das Heft ist vor allem für diese Menschen interessant:

  • Arbeit-Geber
  • Menschen mit Down-Syndrom
  • Arbeits-Kollegen von Menschen mit Down-Syndrom
  • Betriebs-Ärzte
  • Und Fach-Leute, die bei der beruflichen Eingliederung
    von Menschen mit Behinderungen oder Erkrankungen helfen.
 

In dem Heft werden folgende Fragen beantwortet:

  • Welche Infos über das Down-Syndrom
    sind im Arbeits-Leben von Bedeutung?
  • Wie können Arbeits-Plätze behinderungs-gerecht gestaltet werden?
  • Welche Hilfs-Mittel können eingesetzt werden?
  • Welche Maßnahmen sind sinnvoll?
  • Welche Tipps geben Fach-Leute und Betroffene?
  • Wer kann Betriebe und Beschäftigte beraten und unterstützen?
  • Wie können Menschen mit Down-Syndrom auf den allgemeinen Arbeits-Markt kommen?
  • Welche finanziellen Förder-Möglichkeiten gibt es für Betriebe,
    wenn sie Menschen mit Behinderungen einstellen und beschäftigen?
     

In dem Heft gibt es auch Interviews.

Interviews sind Gespräche.

Die Interviews sind mit

  • Menschen mit Down-Syndrom
  • ihren Eltern
  • ihren Vertrauens-Personen auf der Arbeit
  • ihren Arbeit-Gebern
  • Und mit Fach-Leuten
 

In dem Heft wird auch erklärt:

  • Wie können Menschen mit Down-Syndrom ihre Arbeit behalten?
  • Wie können die Arbeit-Geber dabei helfen?
  • Und wie können die Kollegen dabei helfen?
 

Das Heft ist in Schwerer Sprache geschrieben.

In dem Heft gibt es nur eine Zusammenfassung in Leichter Sprache.

Hier geht es zu dem Heft in Schwerer Sprache (pdf).

 
Auf der Internet-Seite von REHADAT-Wissen

können Sie sich noch weitere Hefte

über andere Behinderungen und Erkrankungen herunter-laden. 

Hier geht es zu der Internet-Seite von REHADAT-Wissen (in Schwerer Sprache)

2. REHADAT: Neues Erklär-Video zur Fachpraktiker-Ausbildung

Manche Jugendliche können wegen ihrer Behinderung

keine normale Regel-Ausbildung machen.

Für diese Jugendlichen ist dann vielleicht

eine besondere Ausbildung das Richtige:

Eine Fachpraktiker-Ausbildung.

Das heißt:

Die Ausbildung ist leichter als eine normale Ausbildung.

 

Die Ausbildungs-Inhalte von einer Fachpraktiker-Ausbildung

orientieren sich an den Ausbildungs-Inhalten

von anerkannten Ausbildungs-Berufen.

Wer eine Fachpraktiker-Ausbildung macht,

hat weniger Theorie und mehr Praxis.

Das bedeutet:

Die Jugendlichen haben weniger Unterricht in der Berufs-Schule.

Dafür arbeiten sie mehr im Betrieb.

Außerdem können sie diese Ausbildung

auch ohne Hauptschul-Abschluss machen.

Oft machen Jugendliche mit Lern-Schwierigkeiten

eine Fachpraktiker-Ausbildung.

 

Der Wechsel in die Regel-Ausbildung ist

  • während einer Fachpraktiker-Ausbildung
  • Oder nach einer Fachpraktiker-Ausbildung

jederzeit möglich:

Wenn die Ausbildung gut klappt

Und die Jugendlichen keine gesundheitlichen Probleme haben.

 

Eine Fachpraktiker-Ausbildung können Jugendliche

  • in einem normalen Betrieb
  • Oder in einer speziellen Ausbildungs-Einrichtung, zum Beispiel in einem Berufs-Bildungs-Werk

machen.

 

In einigen Bundes-Ländern werden diese Berufs-Abschlüsse auch

  • Werker und Werkerin
  • Oder Helfer und Helferin

genannt.

 

Nicht jeder Jugendliche kann eine Ausbildung zum Fachpraktiker machen.

Voraussetzung ist

  • eine Behinderung
  • ein besonderer Förder-Bedarf
  • Oder eine soziale Benachteiligung

Eine Ausbildung zum Fachpraktiker ist erst dann möglich:

Eine Assistierte Ausbildung in einem Betrieb

ist für die Jugendlichen zu schwierig.

 

Vor Ausbildungs-Beginn müssen die Jugendlichen deshalb

eine Eignungs-Feststellung bei der Agentur für Arbeit machen.

Ein Fach-Dienst von der Agentur für Arbeit stellt dabei

die Art und Schwere von der Behinderung  fest.

Und prüft dabei, ob der junge Mensch

nicht doch eine normale Regel-Ausbildung machen kann.

 

Ausbildungen als Fachpraktiker sind

von den Kammern anerkannte Ausbildungen.

Das sind die Kammern:

Zum Beispiel:

  • Handwerks-Kammer
  • Industrie- und Handels-Kammer
  • Oder Landwirtschafts-Kammer

Wenn Jugendliche eine Fachpraktiker-Ausbildung machen wollen,

müssen sie bei der zuständigen Kammer vorher einen Antrag stellen.

Den Antrag kann auch ihre gesetzliche Betreuungs-Person stellen.

Den Ausbildungs-Platz müssen die Jugendlichen zu diesem Zeit-Punkt

bereits sicher haben.

 

Wenn die Kammer den Antrag annimmt,

werden die Ausbildungs-Inhalte

an die Behinderungen von den Jugendlichen angepasst.

Die Ausbildung dauert 2 bis 3,5 Jahre.

Die Abschluss-Prüfung findet bei der zuständigen Kammer statt.

Am Ende von der Ausbildung bekommen die Jugendliche eine Bescheinigung.

Die Bescheinigung heißt:

  • Fach-Arbeiter-Brief
  • Oder Gesellen-Brief

Nach der Ausbildung haben die Jugendlichen gute Chancen

eine Beschäftigung auf dem allgemeinen Arbeits-Markt zu bekommen.

Es gibt viele verschiedene Fachpraktiker-Ausbildungen.

Zum Beispiel:

  • Fachpraktiker Metall-Bearbeitung
  • Fachpraktiker Holz-Verarbeitung
  • Fachpraktiker in der Floristik
  • Fachpraktiker für Haus-Wirtschaft
  • Garten-Bau-Helfer Fach-Richtung Garten- und Landschafts-Bau
  • Oder Fachpraktiker im Lager-Bereich
 

REHADAT hat zu der Fachpraktiker-Ausbildung

ein neues Erklär-Video gemacht.

Malte Meyer möchte eine Ausbildung

in einem Betrieb für Holz-Verarbeitung machen.

Da er eine Lern-Beeinträchtigung hat,

ist eine Regel-Ausbildung zu schwierig für ihn.

Von einem Freund erfährt er von der Fachpraktiker-Ausbildung.

 

Malte lässt sich von einer Reha-Beraterin

von der Agentur für Arbeit beraten.

Er findet mit Hilfe von der Reha-Beraterin einen Ausbildungs-Betrieb.

Dort kann er die Fachpraktiker-Ausbildung

im Bereich Holz-Verarbeitung machen.

 

Vorher muss Malte bei der Agentur für Arbeit

eine Eignungs-Feststellung beantragen.

Bei der Eignungs-Feststellung wird sein Reha-Status

Und seine Eignung für die Ausbildung bestätigt.

 

Danach muss Malte mit Unterstützung von seinem Ausbildungs-Betrieb

noch einen Antrag bei der Kammer stellen.

Da die Kammer auch einverstanden ist,

kann er die Ausbildung zum Fachpraktiker für Holz-Verarbeitung beginnen.

Das Erklär-Video ist in Schwerer Sprache.

Hier können Sie sich das Erklär-Video ansehen.

3. Das Niedersächsische Behinderten-Gleichstellungs-Gesetz

Im Jahr 2006 haben die Vereinten Nationen einen Vertrag gemacht.

Zu den Vereinten Nationen gehören fast alle Länder auf der Welt.

Das kurze Wort für Vereinte Nationen ist: UN

Der Vertrag von der UN heißt:

UN-Behinderten-Rechts-Konvention

Die kurze Wort dafür ist: UN-BRK

In der UN-BRK stehen die Rechte von Menschen mit Behinderungen.

 

Deutschland hat die UN-BRK unterschrieben.

Auch Niedersachsen muss sich an die UN-BRK halten.

Niedersachsen ist ein Bundes-Land im Norden von Deutschland.

Deshalb gibt es in Niedersachsen 

Gesetze für die Rechte von Menschen mit Behinderungen.

Ein Gesetz ist das Niedersächsische Behinderten-Gleichstellungs-Gesetz.

Das kurze Wort dafür ist: NBGG

Diese Rechte stehen zum Beispiel im NBGG:

  • Menschen mit Behinderungen dürfen keine Nachteile haben.
  • Menschen mit Behinderungen dürfen überall mitmachen.
  • Menschen mit Behinderungen dürfen über ihr Leben selbst bestimmen.
 

Menschen mit Behinderungen sollen ihre Rechte kennen.

Menschen mit Behinderungen sollen das Gesetz verstehen.

Deshalb gibt es das Gesetz jetzt auch in Leichter Sprache. 

Das Niedersächsisches Ministerium

für Soziales, Arbeit, Gesundheit und Gleichstellung

hat ein Heft in Leichter Sprache zum NBGG gemacht.

Das Heft hat 30 Seiten.

In dem Heft steht das Wichtigste aus dem Gesetz.

 

Das NBGG gilt für alle öffentlichen Stellen in Niedersachsen.

Öffentliche Stellen sind Ämter und Behörden.

Sie arbeiten für den Staat und für alle Menschen.

Öffentliche Stellen sind zum Beispiel 

  • Ministerien
  • Oder die Stadt-Verwaltungen


Das NBGG hat 15 Abschnitte.

Die Abschnitte heißen: Paragrafen

Für Paragrafen gibt es ein Zeichen.

Das Zeichen sieht so aus: §

Hier können Sie sich das NBGG in Leichter Sprache herunter-laden (pdf).

4. Film-Tipp:
Nico Mackert: Trotz Hindernissen unterwegs

Das ZDF hat in der Fernseh-Sendung Einfach Mensch

einen Film über Nico Mackert gezeigt.

Der Film heißt:

Mein Einsatz für Inklusion -

Nico Mackert - Trotz Hindernissen unterwegs

 

Nico Mackert erfüllt sich einen Traum aus seiner Kindheit.

Schon als Kind begeisterte er sich für Eisen- und Straßen-Bahnen.

Er macht eine Ausbildung zum Kaufmann für Verkehrs-Service bei DB Regio.

Bei DB Regio ist er der 1. Auszubildende mit Rollstuhl.

 

Nico setzt sich für Inklusion ein.

Er ist Inklusions-Botschafter.

Er wünscht sich:

Menschen mit und ohne Behinderungen sollen

in allen Lebens-Bereichen überall gleich gut mitmachen können.

Im Beruf und im Alltag.

Sein Motto ist: Alle Menschen haben die gleichen Rechte.

 

Nico ist 23 Jahre alt.

Er hatte kurz nach seiner Geburt eine Hirn-Blutung.

Darum kann er sich nur schwer bewegen.

Das nennt man: eingeschränkte Motorik.

Meistens nutzt er einen Rollstuhl.

Vor allem bei langen Strecken

Und wenn er draußen ist.

Zu Hause ist er meistens zu Fuß unterwegs.

Nico lebt noch bei seinen Eltern.

Nach der Ausbildung möchte er ausziehen

Und ein selbst-ständiges Leben führen.

 

Als Kind und Jugendlicher war Nico oft allein.

Er hatte nur wenige Freunde.

Er hatte Angst, nicht akzeptiert zu werden.

Dann änderte sich etwas.

Seine Mutter stellt ihm Instagram vor.

Seitdem nutzt er die soziale Medien.

Nico stellte Fotos von Zügen ins Internet.

Er lernte andere Menschen mit dem gleichen Interesse kennen.

Er fand Freunde

Und begann seine Ausbildung bei DB Regio.

Heute ist Nico im 3. Lehrjahr.

Er ist Vertreter für andere Auszubildende.

Er ist auch Inklusions-Botschafter.

Er arbeitet mit dem Gesamt-Schwerbehinderten-Vertreter

von DB Regio zusammen.

Sie setzen sich für Kollegen in ihrem Arbeits-Umfeld ein

Und organisieren Veranstaltungen.

 

Das Leben von Nico ist heute anders als früher.

Er reist zu Freunden in andere Städte.

Er macht Ausflüge.

Er ist oft unter Menschen.

 

Für Nico bedeutet Inklusion:

Alle Menschen können überall mitmachen.

Alle Menschen haben die gleichen Chancen.

Nico kämpft vor allem für mehr Barriere-Freiheit.

Er findet:

Das Reisen mit Behinderung klappt eigentlich schon sehr gut.

Aber wenn er auf seiner Reise einen Zug verpasst hat,

wird es schon schwierig.

Er ist auf den Mobilitäts-Service von der Deutschen Bahn angewiesen.

Er meldet seine Reisen vorher an.

Die Mitarbeiter von dem Mobilitäts-Service helfen ihm 

beim Ein- und Aussteigen.

Am meisten ärgert er sich über defekte Aufzüge.

Nico sagt:

Es reicht nicht aus, über Barriere-Freiheit zu reden.

Es muss viel mehr für Barriere-Freiheit getan werden.

  

Den Film kann man sich in der ZDF-Mediathek ansehen.

Der Film ist 15 Minuten lang.

Der Film ist in Schwerer Sprache.

Unter-Titel kann man sich dazu-schalten.

Hier geht es zu dem Film. 

5. Lese-Tipp in Leichter Sprache:
Bundes-Ministerium für Arbeit und Soziales:
Der Mindest-Lohn

Das Bundes-Ministerium für Arbeit und Soziales

hat ein neues Heft in Leichter Sprache herausgegeben.

Das Heft heißt:

Der Mindest-Lohn

Alle wichtigen Informationen zum Mindest-Lohn

in Leichter Sprache

 

Mindest-Lohn bedeutet:

So viel Geld müssen Arbeit-Nehmer

für ihre Arbeit mindestens bekommen.

Arbeit-Geber müssen für jede Stunde Arbeit

den Mindest-Lohn bezahlen.

Sie dürfen auch mehr bezahlen.

Sie dürfen aber nicht weniger bezahlen.

Seit dem 1. Januar 2026 ist der Mindest-Lohn

13,90 Euro pro Stunde.

Die 13,90 Euro sind brutto.  

Brutto bedeutet: 

Davon wird noch Geld abgezogen.

Zum Beispiel

  • für die Kranken-Versicherung
  • Oder für die Renten-Versicherung
 

Die Regeln für den Mindest-Lohn stehen in einem Gesetz.

Das Gesetz heißt Mindest-Lohn-Gesetz

Das Mindest-Lohn-Gesetz sorgt dafür:

die Arbeit-Geber bezahlen genug Geld.


Für manche Berufe gibt es einen anderen Mindest-Lohn.

Diesen Mindest-Lohn machen die Firmen

mit den Gewerkschaften aus.

Gewerkschaften sind Gruppen von Arbeitern.

Gewerkschaften kämpfen für bessere Arbeits-Bedingungen.

 

Für wen gilt der Mindest-Lohn?

Der Mindest-Lohn gilt für alle Arbeit-Nehmer,

die über 18 Jahre alt sind.

 

Arbeiten Sie in einer Werkstatt für behinderte Menschen?

Dann bekommen Sie keinen Mindest-Lohn.

Arbeiten Sie in einem Inklusions-Betrieb?

Dann bekommen Sie den Mindest-Lohn.

 

Wer entscheidet darüber,

ob der Mindest-Lohn höher wird?

Eine Kommission bestimmt alle 2 Jahre neu:

So hoch ist der Mindest-Lohn.

Eine Kommission ist eine Gruppe von Menschen.

Eine Kommission soll eine bestimmte Aufgabe erledigen.

Die Kommission besteht aus 

  • Arbeit-Gebern
  • Und Arbeit-Nehmern

Die Kommission überlegt:

Die Arbeit-Nehmer sollen genug Geld haben.

Und die Firmen sollen gut arbeiten können.

Wie hoch muss dann der Mindest-Lohn sein?

Die Kommission schaut sich an:

Wie viel Geld verdienen Arbeit-Nehmer in Deutschland?

Die Bundes-Regierung kann sagen:

Wir finden die Entscheidung von der Kommission gut.

Oder die Bundes-Regierung kann sagen:

Wir finden die Entscheidung von der Kommission nicht gut.

Wir möchten diese Entscheidung ändern.

 

Welche Strafen gibt es?

Eine Firma bezahlt keinen Mindest-Lohn.

Dann muss diese Firma eine Strafe bezahlen.

Die Firma muss mehrere 1.000 Euro bezahlen.

Eine Firma schreibt die Arbeits-Zeiten nicht auf.

Dann muss diese Firma auch eine Strafe bezahlen.

Hier können Sie sich das Heft herunter-laden (pdf).

6. Wörter in Schwerer Sprache

Agentur für Arbeit / Bundes-Agentur für Arbeit

Die Bundes-Agentur für Arbeit hilft Menschen,

die eine Arbeit suchen.

Und sie hilft Menschen,

damit sie ihre Arbeit behalten können.

Die Bundes-Agentur für Arbeit hilft auch Arbeit-Gebern.

Zur Bundes-Agentur für Arbeit gehören alle

Agenturen für Arbeit in Deutschland.

Die Agentur für Arbeit in Ihrer Stadt ist für Sie zuständig.

Oder eine Agentur für Arbeit in Ihrer Nähe.

Weitere Infos in Leichter Sprache gibt es

auf der Internet-Seite von der Bundes-Agentur für Arbeit.

Hier geht es zu der Internet-Seite.

 

Bei REHADAT-Adressen können Sie nach

allen örtlichen Arbeits-Agenturen suchen.

Hier geht es zu der Seite (in Schwerer Sprache).

Allgemeiner Arbeits-Markt
Der allgemeine Arbeits-Markt ist da,
wo auch Menschen ohne Behinderungen arbeiten.
Man arbeitet auf dem allgemeinen Arbeits-Markt
wenn man
  • in einem großen oder kleinen Betrieb arbeitet
  • bei einer Stadt oder Gemeinde arbeitet
  • Oder bei einem anderen Arbeit-Geber arbeitet
und man dafür einen Lohn bekommt.
Assistierte Ausbildung

Eine Assistierte Ausbildung hilft Jugendlichen,

eine Ausbildung zu finden oder abzuschließen.

Die Assistierte Ausbildung ist für junge Menschen:

Die schon sehr lange nach einem Ausbildungs-Platz suchen.

Das Besondere bei der Assistierten Ausbildung ist:

Die jungen Menschen bekommen

schon vor der Ausbildung viel Hilfe.

Zum Beispiel:

Menschen helfen Jugendlichen bei ihrer Bewerbung.

Menschen helfen den Jugendlichen dabei:

Ein Praktikum zu finden.

Und sie können eine Beratung bekommen.

 

Später haben die Jugendlichen dann vielleicht

einen Ausbildungs-Platz in einem Betrieb gefunden.

Auch dann können sie noch viele Hilfen bekommen.

Zum Beispiel:

Die Jugendlichen bekommen Nach-Hilfe.

Barriere-Freiheit

Eine Barriere ist ein Hindernis.

Eine Barriere kann zum Beispiel eine Treppe

Oder eine geschlossene Tür sein.

Bei dem Behinderten-Beauftragten von der Bundes-Regierung

wird der Begriff Barriere-Freiheit erklärt.

Hier geht es zu der Erklärung.

Berufs-Bildungs-Werk

In einem Berufs-Bildungs-Werk können

junge Menschen mit Behinderungen eine Ausbildung machen.

Wenn sie besondere Unterstützung brauchen.

Und wenn sie keinen Ausbildungs-Platz

auf dem allgemeinen Arbeits-Markt bekommen haben.

Oft gibt es für Auszubildende auch ein Internat,

wo sie wohnen können.

In den Werkstätten von den Berufs-Bildungs-Werken

lernen die Auszubildenden die praktische Arbeit.

In der Berufs-Schule lernen sie die Theorie.

Außerdem gibt es besondere Unterstützung.

Zum Beispiel:

  • Nach-Hilfe
  • besondere Übungen vor Prüfungen
  • Und Beratung

Die Agenturen für Arbeit schlagen Jugendliche für so eine Ausbildung vor.

Bundes-Ministerium für Arbeit und Soziales (BMAS)
Die Abkürzung heißt: BMAS.

Zur Erklärung beim BMAS.

Das BMAS hat viele Hefte in Leichter Sprache veröffentlicht.

Hier geht es zu den Veröffentlichungen in Leichter Sprache.

DB Regio
Die DB Regio AG ist für
den öffentlichen Personen-Nah-Verkehr (ÖPNV) 

von der Deutschen Bahn AG in Deutschland zuständig.

Sie betreibt

  • Regional-Züge
  • S-Bahnen
  • Und Busse

Auf der Internet-Seite von DB Regio gibt es nur Infos

in Schwerer Sprache.

Hier geht es zu der Internet-Seite.

Gesamt-Schwerbehinderten-Vertretung

Die Schwerbehinderten-Vertretung in einem Unternehmen

Oder in einer Behörde setzt sich für die Interessen

von den Beschäftigten mit Behinderungen ein.

Das kurze Wort für Schwerbehinderten-Vertretung heißt: SBV.

Die Schwerbehinderten-Vertretung passt zum Beispiel auf:

  • dass Menschen mit Behinderungen bei der Arbeit keine Nachteile haben
  • Und dass Menschen mit Behinderungen an ihrem Arbeits-Platz gut arbeiten können

Alle vier Jahre ist die Wahl von der SBV.

Sie findet dann immer zwischen dem 1. Oktober

Und dem 30. November statt.

Das steht im Sozial-Gesetz-Buch 9

In Unternehmen mit mehreren Standorten

gibt es oft eine Gesamt-Schwerbehinderten-Vertretung.

Sie kümmert sich um die Rechte

von Menschen mit Behinderungen im ganzen Unternehmen.

Handwerks-Kammer

In Deutschland gibt es viele Handwerks-Kammern.

Jede Handwerks-Kammer kümmert sich

um die Handwerker in der Nähe.

Ein Handwerker mit einer eigenen Firma

ist immer Mitglied von einer Handwerks-Kammer.

Ein Mitglied zahlt der Handwerks-Kammer Geld.

Dieses Geld heißt Mitglieds-Beitrag.

 

Das sind die Aufgaben von der Handwerks-Kammer:

Die Handwerks-Kammer sagt:

Das müssen Auszubildende lernen.

Die Handwerks-Kammer hilft Auszubildenden.

Ein Handwerker möchte eine eigene Firma haben?

Dann berät die Handwerks-Kammer den Handwerker.

Ein Handwerker möchte etwas Neues lernen?

Dann hilft die Handwerks-Kammer dem Handwerker.

Die Handwerks-Kammer sagt den Politikern:

Das wollen Handwerker.

Industrie- und Handels-Kammer
In vielen Städten gibt es eine Industrie- und Handels-Kammer.

Kurz sagt man: IHK

Die IHK kümmert sich um Unternehmen in einer Stadt

Und der Umgebung.

Die IHK hat besondere Rechte und Pflichten.

Die IHK übernimmt Aufgaben für den Staat.

Die IHKs haben viele Mitglieder.

Selbst-ständige Unternehmer müssen Mitglied sein.

Die IHKs bieten Beratungen an.

Oft kostenlos.

Die IHKs geben auch Informationen.

Oft kostenlos.

Die Beratungen sind für Unternehmen.

Es geht um Steuern und Rechte.

Es geht um Zusammen-Arbeit von Unternehmen.

 

Manche Aufgaben gibt der Staat an die IHKs ab.

Zum Beispiel:

Aufgaben bei der Ausbildung

Die IHKs betreuen die Berufs-Ausbildung.

Die IHKs beraten Betriebe und Auszubildende.

Sie helfen bei Fragen.

Die IHKs planen viele Tausend Prüfungen im Jahr.

Das sind Prüfungen in der Ausbildung

Und Prüfungen in der Weiter-Bildung.

Prüfer aus Unternehmen helfen dabei.

Inklusions-Betrieb

Inklusion-Betriebe werden auch als Inklusions-Firmen

Oder Inklusions-Unternehmen bezeichnet.

Beim Landschafts-Verband Rheinland gibt es eine Erklärung.

Hier geht es zu der Erklärung.

Instagram

Instagram ist ein soziales Netz-Werk.

Auf Instagram kann man Bilder hoch-laden.

Andere Leute können die Bilder anschauen.

Und Kommentare dazu schreiben.

Die meisten Leute benutzen Instagram mit dem Smartphone.

Ein Smartphone ist ein Handy.

Für das Smartphone gibt es eine Instagram App.

Dann kann man Fotos mit dem Smartphone machen.

Und die Fotos gleich hoch-laden.

Kranken-Versicherung

Ein anderes Wort dafür ist Kranken-Kasse.

In Deutschland müssen alle Menschen

eine Kranken-Versicherung haben.

Das steht im Gesetz.

Die Kranken-Kasse bezahlt zum Beispiel:

  • Die Behandlung beim Arzt
  • Die Behandlung im Kranken-Haus
  • Oder die Medikamente für kranke Menschen
Landwirtschafts-Kammer
LWK ist die Abkürzung für Landwirtschafts-Kammer.

Eine Landwirtschafts-Kammer ist ein Verband.

Dieser Verband vertritt die Interessen von den Landwirten

Und von den Forstwirten.

Einige Bundes-Länder haben eine Landwirtschafts-Kammer.

Die LWK unterstützt aber nicht nur Landwirtschaft

Und Forstwirtschaft.

Sie unterstützt auch Ernährungs-Wirtschaft, Gartenbau

Und Fischerei.

So unterstützt die LWK diese Bereiche:

Sie berät Menschen bei der Arbeit.

Sie bietet Ausbildungen und Weiter-Bildungen an.

Sie organisiert Veranstaltungen.

Sie betreut Betriebe.

Sie berät die Politik.

Die Politik trifft Entscheidungen für die Landwirtschaft.

Die LWK arbeitet mit Wissenschaftlern zusammen.

So kann sie neue Erkenntnisse vermitteln.

Niedersächsisches Ministerium für Soziales, Arbeit, Gesundheit und Gleichstellung

Zur Erklärung auf der Internet-Seite von dem Ministerium
Mobilitäts-Service

Die Mitarbeiter von dem Mobilitäts-Service

von der Deutschen Bahn helfen Menschen mit Behinderungen:

Sie suchen Züge heraus, mit denen sie fahren können.

Sie schicken ihnen Fahr-Karten mit der Post zu.

Sie reservieren Plätze im Zug für sie.

Sie bringen sie zum richtigen Bahnsteig.

Sie helfen ihnen beim Einsteigen und Aussteigen.

Sie helfen ihnen beim Umsteigen.

Zum Beispiel bringt der Mobilitäts-Service sie von einem Zug zum anderen.

Regel-Ausbildung
Die häufigste Ausbildung ist die betriebliche Ausbildung
auf dem allgemeinen Arbeits-Markt.
Man sagt auch Regel-Ausbildung dazu.
Bei dieser Ausbildung lernt man den theoretischen Teil in der Berufs-Schule.
Den praktischen Teil lernt man im Betrieb.
Renten-Versicherung

In Deutschland müssen alle Arbeit-Nehmer

bei der Renten-Versicherung angemeldet werden.

Sie müssen dort Geld einzahlen.

Damit sie im Alter Geld bekommen.

Auf der Internet-Seite von der

Deutschen Renten-Versicherung

gibt es viele Infos in Leichter Sprache.

Hier geht es zu der Internet-Seite.

Soziale Benachteiligung
Jugendliche mit einer sozialen Benachteiligung

haben schlechtere Chancen auf ein besseres Leben

Oder einen Bildungs-Aufstieg.

Viele von diesen Jugendlichen finden nach der Schule

keinen Ausbildungs- oder Arbeits-Platz.

Sozial benachteiligte Menschen sind zum Beispiel:

  • Menschen ohne Wohnung
  • langzeit-arbeitslose Menschen
  • Menschen mit geringem Einkommen
  • allein-erziehende Mütter und Väter
  • Oder Menschen mit Behinderungen oder Erkrankungen
Soziale Medien

Soziale Medien sind digitale Medien.

Damit kann man etwas alleine machen.

zum Beispiel:

  • eine Bewertung über ein Restaurant schreiben
  • Oder man kann etwas gemeinsam machen
  • Zum Beispiel in einem sozialen Netz-Werk Bilder zeigen

Mit den Sozialen Medien kann man Wissen

Und Informationen teilen.

Das kann jeder machen.

Man kann sich mit anderen Menschen austauschen.

Man kann Meinungen und Erfahrungen austauschen.

Und man kann:

  • Texte
  • Bilder
  • Oder Videos

weitergeben.

Trisomie 21
Jeder Mensch besteht aus ganz kleinen Teilen.

Die Teile heißen Zellen.

In jeder Zelle steckt

eine Art Bau-Plan vom Menschen.

Dazu sagt man in Schwerer Sprache: Chromosomen

In diesem Bau-Plan steht zum Beispiel:

  • Welche Augen-Farbe ein Mensch hat
  • Oder wie groß jemand wird

Jede menschliche Zelle besteht aus 23 Chromosomen-Paaren.

Das heißt:

Jedes von den 23 Chromosomen

gibt es 2-mal in jeder Zelle vom Menschen.

Beim Down-Syndrom ist das anders.

Das 21. Chromosom gibt es 3-mal.

Und nicht nur 2-mal.

Menschen mit Down-Syndrom haben 

in jeder Zelle ein zusätzliches Chromosom.

Darum heißt das Down-Syndrom auch:

Trisomie 21

Tri steht für 3.

21 für das 21. Chromosom.

Trisomie 21 heißt also:

Das 21. Chromosom gibt es 3 Mal.

UN-Behinderten-Rechts-Konvention
Die Abkürzung lautet UN-BRK.

BRK ist die Abkürzung für:

Behinderten-Rechts-Konvention.

UN ist die Abkürzung für: United Nations

United Nations ist Englisch.

Auf Deutsch sagt man dazu: 

Vereinte Nationen

 
Der Behinderten-Beauftragte von der Bundes-Regierung

hat ein Heft in Leichter Sprache

über die Behinderten-Rechts-Konvention gemacht.

Das Heft heißt:

Die UN-Behindertenrechtkonvention -

Übereinkommen über die Rechte von Menschen mit Behinderungen

Hier geht es zu dem Heft (pdf).

Werkstatt für behinderte Menschen (WfbM)
WfbM ist die Abkürzung für Werkstatt für behinderte Menschen.
Das ist ein anderes Wort für Behinderten-Werkstatt.
Zur Erklärung bei der Fach-Stelle Teilhabe-Beratung

Was ist REHADAT?

Hier gibt es Informationen über REHADAT in Leichter Sprache.

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Impressum

REHADAT - Informationssystem zur beruflichen Teilhabe
Institut der deutschen Wirtschaft Köln

Redaktion: Georg Nacken, nacken@iwkoeln.de

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Besucheranschrift: Konrad-Adenauer-Ufer 21, 50668 Köln

Telefon: 0221 4981-882

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REHADAT wird gefördert durch das Bundesministerium für Arbeit und
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