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REHADAT-Newsletter 2/2024

Köln, 21. März 2024

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Neue ISO 9999

Die internationale WHO-Klassifikation ISO 9999 „Hilfsmittel – Klassifikation und Terminologie“ wurde überarbeitet und ist nun auch in REHADAT integriert. Die Klassifikation bietet einen strukturierten Überblick über Produkte, die die Lebensqualität, Selbstbestimmung und Teilhabe von Menschen mit Beeinträchtigungen fördern.

REHADAT orientiert sich bei der Auswahl, Klassifizierung und Erfassung von Hilfsmitteln an der ISO 9999. Diese wird kontinuierlich an neue technische Entwicklungen und Anforderungen angepasst.

Zur Produktübersicht:   Klassifikation DIN EN ISO 9999 | REHADAT-Hilfsmittel

Kurz erklärt: Was sind Assistenzsysteme?

Assistenzsysteme sind technische Anwendungen und Softwaresysteme, die vor allem künstliche Intelligenz nutzen. Sie unterstützen Menschen bei Tätigkeiten und Entscheidungen, um komplexe Aufgaben zu bewältigen und Fehler zu reduzieren. Assistenzsysteme adressieren auch verschiedene Behinderungsarten und können zum Beispiel für das betriebliche Arbeitstraining und Lernen, für die Regulation von Emotionsstörungen, für die Navigation per Chatbot oder zur Unterstützung von Montageprozessen in WfbM eingesetzt werden.
Produktbeispiele: Assistenzsysteme | REHADAT-Hilfsmittel

REHADAT-kompakt: Jobcoaching

Ausgabe 11 von REHADAT-kompakt trägt den Titel „Jobcoaching“ und informiert über Zielgruppen, Ablauf und Zielsetzung von Jobcoaching sowie die Qualifikation des Coaches. Außerdem werden Infos zu Rechtsgrundlagen und Beratungsstellen genannt.

Jobcoaching am Arbeitsplatz ist ein betriebsintegriertes Arbeitstraining, das von externen Fachkräften durchgeführt wird und speziell auf eine Person und ihren Praktikums-, Ausbildungs- oder Arbeitsplatz zugeschnitten ist. 

Zu REHADAT kompakt: Jobcoaching, Ausgabe 11 | REHADAT

Wer forscht in Deutschland zu Rehabilitation, Teilhabe und Inklusion?

REHADAT stellt das aktuelle Verzeichnis der „Rehabilitations- und Teilhabeforschenden – Akteure, Akteurinnen und Themen in Deutschland 2024“ zum kostenfreien Download bereit. Das Verzeichnis informiert darüber, welche Personen zu welchen Themen der Rehabilitation, Teilhabe und Inklusion in Deutschland forschen.

Insgesamt sind 268 Reha-Forschende aus allen Fachdisziplinen der Rehabilitation und Teilhabe aufgeführt – aktuelle Themen sind z. B. Nachhaltigkeit in Prävention und Rehabilitation, Klimawandel, Gesunde Arbeit, Digitalisierung sowie Künstliche Intelligenz.

Das Verzeichnis wurde zum Rehabilitationswissenschaftlichen Kolloquium in Bremen herausgegeben von REHADAT, der Bundesarbeitsgemeinschaft für Rehabilitation, der Deutschen Vereinigung für Rehabilitation und der Deutschen Rentenversicherung Bund. 

Zum Verzeichnis: Reha- & Teilhabeforschende | REHADAT-Forschung

Urteil: Präventionsverfahren auch in der Probezeit

Einem schwerbehinderten Bauhofmitarbeiter wurde innerhalb der Probezeit fristgerecht ordentlich gekündigt, nachdem er an verschiedenen Arbeitsplätzen eingesetzt worden und später länger erkrankt war. Ein Präventionsverfahren nach § 167 Abs. 1 SGB IX war nicht durchgeführt worden. Die Arbeitgeberin begründete die Kündigung damit, dass der Mann mit seiner Arbeitsleistung hinter den Erwartungen zurückgeblieben war und nicht ins Team passte.

Der Mann klagte gegen die Kündigung und bekam vor dem Arbeitsgericht Köln recht: die Kündigung würde gegen das Diskriminierungsverbot des § 164 Abs. 2 SGB IX verstoßen und wäre somit unwirksam. Der Arbeitgeber sei – entgegen bisheriger Rechtsprechung des Bundesarbeitsgerichts – auch während der Wartezeit des § 1 Abs. 1 KSchG verpflichtet, ein Präventionsverfahren durchzuführen.

Zum Urteil: 18 Ca 3954/23 | REHADAT-Recht
Weitere Informationen: Präventionsverfahren | REHADAT-talentplus

REHADAT zu Gast im Podcast „Ich und mein Crohn“

In einer neuen Folge des Podcasts „Ich und mein Crohn“ spricht Moderator Kai Flockenhaus mit Eva Eisch und Philipp Trögeler von REHADAT über das Thema der beruflichen Teilhabe von Menschen mit chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen.

Die Folge thematisiert u. a. die spezifischen Hürden, die Betroffene im Berufsleben meistern müssen, mögliche Unterstützung durch das betriebliche Umfeld und individuelle Anpassungen am Arbeitsplatz, wie z. B. flexible Arbeitszeiten oder technische Hilfsmittel.

 Zum Podcast: #183 REHADAT im Gespräch: Berufliche Teilhabe bei Morbus Crohn und Colitis Ulcerosa | Podcast on Spotify

Starke Vorbilder für eine gelungene Inklusion: Role Models

Führungskräfte mit Behinderungen können als Role Models eine zentrale Rolle im Unternehmen einnehmen. Sie können stärkende Vorbilder sein, aktiv zur Gestaltung von Unternehmenskultur und Arbeitsbedingungen beitragen und Bewerber*innen und Beschäftigten ein inklusives Team- und Organisationsklima vermitteln.

Im neuen Projekt „Role Models“ werden deshalb wissenschaftliche Grundlagen und praxisorientierte Tools erarbeitet, um Unternehmen bei der Entwicklung und Umsetzung von Strategien zu unterstützen, durch die Führungskräfte mit Behinderungen als Role Models wirksam werden können – auf der individuellen, der Team- und der Organisationsebene.

Das Projekt wird von der Fortbildungsakademie der Wirtschaft und der Universität Köln durchgeführt und vom BMAS gefördert. REHADAT beteiligt sich im Projektbeirat.

Mehr Informationen: Startseite | role-models.de

Neu bei Eurostat: EU-weite Statistiken zu Menschen mit Behinderungen

Eurostat, das Statistische Amt der Europäischen Union, hat einen neuen Themenbereich über Behinderung eingerichtet.

Dieser Bereich bietet umfassende Daten zu verschiedenen Aspekten: z. B. über Zugang zum Arbeitsmarkt, Zugang zur allgemeinen und beruflichen Bildung, Zugang zu Informations- und Kommunikationstechnologien, Einkommen und Lebensbedingungen für Menschen mit Behinderungen.

Ziel ist es, einen EU-weiten Vergleich zur Lage von Menschen mit Behinderungen zu ermöglichen und zu prüfen, ob sie gleichberechtigte Chancen und vollständige Teilhabe in allen Lebensbereichen haben.

Zur Seite: Behinderung | Eurostat

Online-Schulungen zu digitaler Barrierefreiheit

Das Projekt Teilhabe 4.0 hat das Ziel, Behörden und Unternehmen das Thema digitale Barrierefreiheit näherzubringen, damit alle Menschen am öffentlichen Leben und am Arbeitsleben inklusiv teilhaben können.

Dazu finden regelmäßig Online-Schulungsveranstaltungen statt, z. B. zu den rechtlichen Rahmenbedingungen oder zu barrierefreien Dokumenten oder Internetseiten.

Zu den Terminen: Startseite | Teilhabe 4.0

Neue Podcast-Folge zum „Recht auf Teilhabe“

Der Podcast „Recht auf Teilhabe“ der Deutschen Vereinigung für Rehabilitation (DVfR) widmet sich wesentlichen Fragen des Reha- und Teilhaberechts, aktuellen Themen aus der Perspektive von Menschen mit Behinderungen und Akteuren aus der Reha-Landschaft sowie Hintergründen und Ausblicken. In der neuen Folge geht es um die Arbeit der betrieblichen Schwerbehindertenvertretung.

Alle Folgen: Recht auf Teilhabe | podigee.io

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Impressum

REHADAT – Informationen zur beruflichen Teilhabe von Menschen mit Behinderungen
Institut der deutschen Wirtschaft Köln e. V.
Projektleitung: Andrea Kurtenacker
Redaktion: Anja Brockhagen, brockhagen@iwkoeln.de
Postfach 10 19 42, 50459 Köln
Besucheranschrift: Konrad-Adenauer-Ufer 21, 50668 Köln
Telefon: 0221 4981-845
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REHADAT wird gefördert durch das Bundesministerium für Arbeit und Soziales und ist ein Projekt des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln.