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Ausbildungsplätze für Jugendliche mit Behinderung im römischen Schiffsbau (26.10.2017)

Kultur trifft Inklusion

In der Werft des LVR-Archäologischen Parks Xanten (LVR-APX) entstehen nicht nur Nachbauten römischer Schiffe, ab sofort wird dort Nachwuchs für das Holzhandwerk professionell ausgebildet. Das europaweit einzigartige Projekt beim Landschaftsverband Rheinland (LVR) schafft damit auch neue Arbeitsplätze. Seit Beginn des römischen Schiffsbaus vor drei Jahren konnten Jugendliche aus Fördereinrichtungen bereits Praktika beim Team der Werft absolvieren.

Um eine fachlich angemessene Ausbildung und Betreuung der Azubis zu gewährleisten, stellte der APX eine archäologische Projektleiterin und einen Tischlermeister ein. Auch die Ausstattung der Werkstatt in der Werft wurde aufgerüstet, damit die ersten zwei Azubis, Stefan Achterberg und David Janßen, ihre Ausbildung von Anfang an unter optimalen Bedingungen antreten konnten. Seit September sind die jungen Männer nun mit großem Eifer bei der Sache. Dank ihrer zuvor verrichteten Praktika wissen sie bereits, wie man Hölzer in die richtige Form biegt, Planken einpasst und mit Holzteer den Schiffsrumpf abdichtet. Verläuft alles nach Plan, haben sie gute Aussichten in vier Jahren nach Abschluss ihrer Ausbildung fest beim LVR angestellt zu werden. Eine Perspektive, von der viele Jugendliche mit Behinderung träumen.

Der Übergang von der Schule in den Beruf ist für junge Menschen mit Behinderung besonders wichtig, aber mangels passender Förderung oftmals kaum zu bewältigen. Bei der Suche nach passenden Ausbildungsplätzen müssen sie wegen ihrer Behinderung häufig gegen Vorurteile ankämpfen. Erst eine betriebliche Ausbildung ebnet den Weg auf den Arbeitsmarkt. Für das LVR-Integrationsamt ist dies ein wichtiges Handlungsfeld. Denn mit der entsprechenden Unterstützung oder einer theoriereduzierten Ausbildung ist eine Beschäftigung auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt sehr wohl möglich.

Mehr Informationen hier: www.lvr.de