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REHADAT-Newsletter 4 / 2017

Köln, 28. Juli 2017

Komplett überarbeitet im neuen Design: talentplus.de geht online

REHADAT hat sein Informationsportal zum Thema Arbeitsleben und Behinderung www.talentplus.de komplett überarbeitet und durch neue Inhalte ergänzt. Das Portal beantwortet praxisnah alle Fragen, die sich aus Sicht von Arbeitgebern und Beschäftigten mit Behinderung im Arbeitsleben ergeben.

Die neue Hauptnavigation des barrierefreien Portals gliedert die umfangreichen Inhalte in folgende Rubriken: Personalgewinnung, In Beschäftigung, Förderung und Wer hilft? Sie leiten den Nutzer zu konkreten Themen weiter, wie beispielsweise Fachkräftesuche, Ausbildung, Hintergrundinformationen zu unterschiedlichen Behinderungsarten, Gesetzen und Urteilen, Fördermöglichkeiten oder Prävention. Dabei liefert talentplus.de die konkreten Kontaktdaten der unterstützenden Institution gleich mit. Ein umfassendes Fachlexikon mit mehr als 300 Begriffen zum Thema Arbeitsleben und Behinderung rundet das Angebot ab.

„Der neue Internetauftritt ermöglicht Arbeitgebern und Arbeitnehmern einen einfachen und schnellen Zugang zum komplexen Thema der beruflichen Inklusion“ erläutert Petra Winkelmann, Leiterin des IW-Kompetenzfelds „Berufliche Teilhabe und Inklusion“. „In Zeiten des Fachkräftemangels und einer immer älter werdenden Belegschaft ist das enorm wichtig. Die Möglichkeiten der Beschäftigung von Menschen mit Behinderung oder chronischer Erkrankung sind noch nicht ausgeschöpft“.

Hier können Sie die Internetseite aufrufen: www.talentplus.de. Wir freuen uns über Ihre Rückmeldungen!

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Förderfinder-App - Wer fördert die berufliche Teilhabe von Menschen mit Behinderung?

REHADAT hat die erste App zur Suche nach Fördermöglichkeiten für die berufliche Teilhabe von (schwer)behinderten Menschen in Deutschland veröffentlicht. Arbeitgeber, Berater und Betroffene können nach bundesweiter Regelförderung oder nach Sonderförderprogrammen der Länder suchen – bis jetzt sind über 50 verschiedene Fördermöglichkeiten vorhanden.

Der Nutzer kann die Suche individuell gestalten und erfährt in der Detailansicht mehr über Zielgruppe, genaue Inhalte, Laufzeit und Umfang der Förderung. Außerdem bekommt er nützliche Links zu Ansprechpartnern oder direkt zum jeweiligen Programm. Ein umfangreiches Lexikon der beruflichen Teilhabe ergänzt die barrierefreie App.

Zum Hintergrund: Die berufliche Inklusion von Menschen mit Behinderung in den allgemeinen Arbeitsmarkt soll in Deutschland weiter erhöht werden. Deswegen wird die Ausbildung, Einstellung und Weiterbeschäftigung von behinderten, schwerbehinderten oder gleichgestellten Menschen gefördert. Es gibt Förderungen für Arbeitgeber und Arbeitnehmer in Form von finanziellen Zuschüssen, Darlehen und Prämien. Darüber hinaus erhalten Arbeitgeber und Arbeitnehmer umfangreiche kostenfreie Beratung oder Coachings durch Integrationsberater bei den Kammern, Rehabilitationsträger, Integrationsämter und Berater anderer Dienstleister.

Die kostenlose Förderfinder-App ist hier erhältlich:
•    https://play.google.com
•    https://itunes.apple.com

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Weniger Ausgleichsabgabe zahlen: REHADAT-Ersparnisrechner-App zeigt, wie es geht

REHADAT hat seinen Ersparnisrechner weiterentwickelt. Mit der App können Arbeitgeber berechnen, wie hoch ihre Schwerbehinderten-Ausgleichsabgabe ist und wie sie die Abgabe reduzieren können. Die Nutzer geben die monatliche Mitarbeiterzahl und die Anzahl der schwerbehinderten und gleichgestellten Beschäftigten bzw. Auszubildenden ein. Als Ergebnis erhalten sie ihre aktuelle Beschäftigungsquote und ihre zu zahlende Ausgleichsabgabe.

Die App berechnet ebenfalls, wie viele schwerbehinderte Beschäftigte eingestellt werden müssten, damit keine Ausgleichsabgabe zu zahlen wäre und wie sich die Einstellung eines anrechenbaren Mitarbeiters auswirken würde. Schwerbehinderte Auszubildende werden dabei sogar doppelt gezählt. Der Nutzer kann außerdem selbst experimentieren und eigene Werte eingeben. Ergebnisse können grafisch dargestellt und exportiert werden. Ein Lexikon, das die wichtigsten Begriffe rund um das Thema Ausgleichsabgabe erläutert, ergänzt die App.

Die barrierefreie App ist kostenlos im App-Store (iOS) und bei Google Play (Android) erhältlich (Stichwort: Elan-Rechner).

Die Ergebnisse im REHADAT-Ersparnisrechner sind nur Annäherungswerte. Zur genauen Berechnung steht die kostenlose Software REHADAT-Elan (zukünftig: IW-Elan) unter www.iw-elan.de zum Download zur Verfügung.

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Urteil: Übernahme von Fahrtkosten während einer stufenweisen Wiedereingliederung

Die spätere Klägerin beantragte bei ihrer Rentenversicherung die Übernahme von Fahrtkosten während einer Maßnahme zur stufenweise Wiedereingliederung (stW). Die Rentenversicherung lehnte diesen Antrag mit der Begründung ab, dass es sich nicht um eine Maßnahme der medizinischen Rehabilitation gehandelt habe, sondern während der Maßnahme Übergangsgeld als unterhaltssichernde Leistung gezahlt worden sei. Für die Erstattung weiterer Kosten gebe es keine gesetzliche Grundlage.

Warum das Sozialgericht Neuruppin anderer Meinung war und die Rentenversicherung zur Kostenübernahme verpflichtete, lesen Sie - im Volltext - bei REHADAT-Recht im Urteil mit dem Aktenzeichen S 22 R 127/14.

Interessiert Sie das Thema? Auch in dem Urteil des Sozialgerichts Düsseldorf mit dem Aktenzeichen S 9 KR 632/15 haben die Richter bestätigt, dass es sich bei der stW um eine medizinische Rehabilitationsmaßnahme handelt, und die Fahrtkosten gefördert werden müssen. Damit widersprechen beide Gerichte einem vorherigen Urteil des Sozialgerichts Kassel mit dem Aktenzeichen S 9 R 19/13, in dem die Richter die stW nicht als medizinische Rehamaßnahme eingestuft haben. Einen kritischen Fachbeitrag zu diesem Urteil ist im Diskussionsforum Rehabilitations- und Teilhaberecht der Deutschen Vereinigung für Rehabilitation (DVfR) erschienen: www.rehadat-literatur.de.

Mehr Informationen zur stufenweise Wiedereingliederung als typische Maßnahme des Betrieblichen Eingliederungsmanagements finden Sie bei REHADAT-talentplus: www.talentplus.de

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Personalkompass Inklusion wieder erhältlich

Der von REHADAT herausgegebene "Personalkompass Inklusion" kann wieder kostenlos als gedrucktes Exemplar bestellt werden. Der Leitfaden zur Beschäftigung von Menschen mit Behinderung stellt Fakten zusammen und zeigt am Beispiel anderer Unternehmen, wie Inklusion für Betriebe und Beschäftigte erfolgreich gelingen kann.

Hier können Sie den Personalkompass Inklusion bestellen oder direkt downloaden: www.rehadat.de/de/publikationen/index.html

Tipp: Sie finden hier auch die REHADAT-Wissensreihen zu den Themen Diabetes, Rollstuhlnutzer, Inkontinenz, Multiple Sklerose und Epilepsie.

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Gute Praxis: Autos verkaufen im Stehrollstuhl

Der Arbeitsplatz eines Autohausinhabers musste nach einem privaten Unfall umgestaltet werden. Der querschnittsgelähmte Mann arbeitet in der Verwaltung und im Verkauf des Autohauses. Er nutzt einen Stehrollstuhl, mit dem er an seinem höhenverstellbaren Schreibtisch entweder sitzend oder stehend arbeiten kann. Die Stehfunktion erweitert zusätzlich den Greifraum des Mannes, z. B. um Aktenordner aus einem höheren Regal zu nehmen. Die stehende Haltung ermöglicht außerdem Gespräche "auf Augenhöhe" mit Kunden und Mitarbeitern sowie eine bessere Demonstration der Fahrzeuge, vor allem der höheren Geländewagen.

Welche weiteren Hilfsmittel eingesetzt und welche anderen Maßnahmen ergriffen wurden, lesen Sie bei REHADAT-Gute Praxis: Pb/110955.

Mit dem Schlagwort "Stehrollstuhl" finden Sie bei REHADAT-Gute Praxis insgesamt 8 Praxisbeispiele und bei REHADAT-Hilfsmittel 28 Produkte.

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Umfrage der Aktion Mensch: Wie ist die Situation von Auszubildenden mit Behinderung?

Die Aktion Mensch und das Handelsblatt Research Institute untersuchen im Rahmen ihres jährlichen Inklusionsbarometers Arbeit in diesem Jahr die Situation von Auszubildenden mit einer Behinderung, insbesondere die Phase des Übergangs von der Schule in die betriebliche Ausbildung.

Die Umfrage unter Auszubildenden erfasst Informationen zum Bewerbungsprozess (u. a. Anzahl der Bewerbungen, Art der Unterstützung), zu potenziellen Schwierigkeiten dabei, Gründe der Entscheidung für den Ausbildungsbetrieb und ob die Auszubildenden ihre Behinderung bereits in ihren Bewerbungen genannt haben.

Mehr dazu finden Sie hier: http://www.rehadat-bildung.de/de/nachrichten/Aktion-Mensch-startet-Umfrage/

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SAP veröffentlicht Aktionsplan 2.0

SAP entwickelt seinen Aktionsplan zur Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention weiter. Mit dem Aktionsplan 2.0 setzt SAP auf das bisher Erreichte und konkretisiert Maßnahmen in sechs Handlungsfeldern. Damit werden die praktische Umsetzung und der Informationstransfer mit Mehrwert für alle sichergestellt.

Hier können Sie den neuen Aktionsplan aufrufen: www.sap.com.

Eine strukturierte und umfangreiche Übersicht über bisher veröffentlichte Aktionspläne finden Sie bei REHADAT-Literatur: www.rehadat-literatur.de.

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VdK-Preis vilmA 2017 für Menschen mit Behinderung in Beschäftigung und Ausbildung

Der Sozialverband VdK Nordrhein-Westfalen vergibt auch in diesem Jahr wieder einen Preis für Menschen mit Behinderung, die vorbildlich, individuell, leistungsstark und motiviert in der Arbeitswelt (vilmA) agieren.

Bei der Auswahl der Preisträger sind objektive Kriterien wie Prüfungs- und Arbeitsergebnisse ebenso von Bedeutung wie soziale Kompetenzen (besonderer Einsatz, Selbstständigkeit, Zuverlässigkeit und Motivation). Außerdem ist es für die Beurteilung der Persönlichkeit wichtig zu erfahren, ob sich jemand neben der beruflichen Tätigkeit ehrenamtlich engagiert und wie sich die Behinderung gegebenenfalls im Arbeitsalltag auswirkt.

Vorschläge können von Arbeitgebern, betrieblichen Interessenvertretungen, Institutionen und Einzelpersonen erfolgen.

Mehr Informationen finden Sie hier: www.vdk.de

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Neue Daten zu Studierenden mit Beeinträchtigungen veröffentlicht

Alle drei Jahre werden bundesweit Studierende zu ihrer wirtschaftlichen und sozialen Lage befragt. 2016 gaben elf Prozent der Studierenden an, dass sich ihr Studium im Zusammenhang mit langfristigen körperlichen, seelischen oder Sinnesbeeinträchtigungen erschwert. Gut die Hälfte von ihnen bezeichnet die Erschwernis als stark oder sehr stark. Studierende mit Beeinträchtigungen unterbrechen zudem deutlich häufiger und länger ihr Studium und wechseln öfter die Hochschule und den Studiengang als ihre Kommiliton/innen ohne Beeinträchtigungen.

Mehr Informationen zur 21. Sozialerhebung des Deutschen Studentenwerks finden Sie bei www.rehadat-statistik.de.

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REHADAT-Seminare in Köln

Sie möchten sich zeigen lassen, wie Sie REHADAT am besten für Ihre Arbeit einsetzen können? Dann besuchen Sie eines unserer Seminare - fußläufig zum Kölner Hauptbahnhof. Mehr Informationen zu den Seminarinhalten, Terminen und Kosten finden Sie hier:

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REHADAT auf der REHACARE und der A+A

REHADAT ist im Oktober auf zwei Messen in Düsseldorf vertreten. Kommen Sie vorbei und lassen Sie sich von uns zeigen, wie Sie passende Informationen in unseren Portalen recherchieren können.

Vom 4. bis 7. Oktober 2017 findet in Düsseldorf die Messe REHACARE statt, die internationale Messe zu den Themen Rehabilitation, Prävention, Inklusion und Pflege. Unser Stand befindet sich dieses Jahr in Halle 6 - im Themenpark "Menschen mit Behinderung und Beruf" - und hat die Nummer G 18.

Vom 17. bis 20. Oktober 2017 findet ebenfalls in Düsseldorf die Messe A+A statt, die internationale Fachmesse mit Kongress für Persönlichen Schutz, Betriebliche Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit. Sie finden uns in Halle 10 mit der Standnummer E38-4.

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Rund um den REHADAT-Newsletter

Gerne können Sie aus dem REHADAT-Newsletter unter Angabe der Quelle zitieren. Wir freuen uns, wenn Sie uns darüber eine kurze Nachricht schicken.

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Bitte antworten Sie nicht auf diese E-Mail. Die Adresse dient nur dem Versand des Newsletters. Haben Sie Kritik oder Vorschläge? Dann schreiben Sie an: brockhagen@iwkoeln.de.

Hier finden Sie das Newsletter-Archiv mit den vergangenen Ausgaben.

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Impressum

REHADAT - Informationen zur beruflichen Teilhabe von Menschen mit Behinderung
Institut der deutschen Wirtschaft Köln e. V.
Projektleitung: Petra Winkelmann
Redaktion: Anja Brockhagen, brockhagen@iwkoeln.de
Postfach 10 19 42, 50459 Köln
Besucheranschrift: Konrad-Adenauer-Ufer 21, 50668 Köln
Telefon: 0221 4981-845, Fax: 0221 4981-99845
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www.rehadat.de

REHADAT wird gefördert durch das Bundesministerium für Arbeit und Soziales und ist ein Projekt des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln.