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REHADAT-Newsletter 2 / 2018

Köln, 29. März 2018

Neue Mobilitätshilfe am Arbeitsplatz: Mit dem Segway-Rollstuhl über die Baustelle

Ein an Multipler Sklerose erkrankter Ingenieur konnte die von ihm zu betreuenden Baustellen nicht länger zu Fuß begehen. Sein Elektrorollstuhl war dazu nicht geeignet, da Wege häufig zu uneben oder Türen zu schmal waren. Außerdem hat der Elektrorollstuhl einen zu großen Wendekreis für enge Bereiche. Abhilfe konnte geschaffen werden mit einem Segway-Rollstuhl.

Beim Segway-Rollstuhl erfolgt die Fortbewegung nur auf zwei Rädern und der Rollstuhl balanciert sich dank seiner speziellen Technik eigenständig aus, sodass er nicht umkippt. Der Antrieb des Rollstuhls wird durch Gewichtsverlagerung nach vorne bzw. hinten gesteuert und die Fahrtrichtung wird durch leichtes Bewegen der Lenkerstange bestimmt. Dafür muss der Rollstuhlfahrer nur sehr wenig Kraft aufwenden. Mit dem Segway-Rollstuhl kann sich der Ingenieur auf Baustellen selbstständig auch auf unebenem und ansteigendem Untergrund bewegen. Die Räder des neuen Rollstuhls werden separat angetrieben, sodass der Fahrer auf der Stelle wenden kann und somit über einen geringen Wenderadius verfügt.

Mehr Informationen zur Arbeitsgestaltung des Ingenieurs lesen Sie bei REHADAT-Gute Praxis mit der Referenznummer PB/110986.
Im Portal REHADAT-Hilfsmittel finden Sie bereits 5 unterschiedliche Rollstuhl-Segways gelistet.

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26. Verzeichnis der Reha-Forschenden ist online - REHADAT veröffentlicht neue Ausgabe 2018

REHADAT hat das "Verzeichnis der Rehabilitationswissenschaftlerinnen und Rehabilitationswissenschaftler 2018" veröffentlicht. Die aktualisierte 26. Ausgabe informiert darüber, wer in Deutschland zu Themen der Rehabilitation, Teilhabe und Inklusion forscht. 267 Forschende aus allen Fachdisziplinen sind mit ihren Forschungsschwerpunkten und Kontaktdaten aufgelistet und geben an, ob und wie sie mit der Internationalen Klassifikation der Funktionsfähigkeit, Behinderung und Gesundheit (ICF) arbeiten.

Neben rehabilitationswissenschaftlichen Fragen werden Entwicklungen und Leitthemen aus Politik und Gesellschaft aufgegriffen, etwa zum Bundesteilhabegesetz, zur Unabhängigen Teilhabeberatung und zur Etablierung einer Teilhabeforschung.

Die neue Ausgabe kann im Portal REHADAT-Forschung unter www.rehadat-forschung.de kostenlos als PDF heruntergeladen werden.

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Lesbar heißt nicht barrierefrei

Niemand hat Zeit und Lust, sich durch eine Unmenge an unstrukturiertem Text ohne Überschriften und Absätze zu kämpfen. Auch unser blinder REHADAT-Kollege Rufus Witt nicht. Was das mit Barrierefreiheit zu tun hat und welche konkreten Anforderungen barrierefreie Dokumente erfüllen müssen, können Sie in seinem Interview mit dem Deutschen Verein der Blinden und Sehbehinderten in Studium und Beruf e.V. (DVBS) nachlesen: ibob.dvbs-online.de.

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Jugendberufsagenturen in REHADAT

In REHADAT-Adressen können Sie jetzt 72 neue Jugendberufsagenturen finden - insgesamt werden 132 aufgeführt. In Jugendberufsagenturen kooperieren verschiedene Institutionen wie z. B. Arbeitsagentur, Jobcenter und Jugendamt mit dem Ziel, den Übergang von der Schule in die Arbeitswelt für junge Menschen zu verbessern.

Auf dieser Seite können Sie die Agenturen per Bundesland suchen: www.rehadat-adressen.de (bitte nach unten scrollen).

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Für ein gutes Bundesteilhabegesetz

Das NETZWERK ARTIKEL 3 führt seit dem 1.1.2018 das vom BMAS geförderte Projekt "Förderung der Partizipation und Selbstvertretung behinderter Menschen bei der Umsetzung und Weiterentwicklung des Bundesteilhabegesetzes" durch. Auf der Internetseite des Projekts www.teilhabegesetz.org finden Sie Information und Stellungnahmen zum Gesetz sowie Infos über Termine und Aktionen.

In REHADAT-Forschung ist das Projekt mit der Referenznummer R/FO125807 gelistet.

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Fachliche Weisungen der BA zum BTHG

Die Bundesagentur für Arbeit (BA) hat ihre fachliche Weisungen vor dem Hintergrund des Inkrafttretens des Bundesteilhabegesetzes (BTHG) zum 01.01.2018 redaktionell angepasst. Die Weisungen umfassen umfangreiche Informationen zu den einzelnen Paragrafen, z. B. zur rechtlichen Einordnung oder zur Durchführung.

Hier können Sie die Weisungen aufrufen: www.arbeitsagentur.de

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IHK Köln veröffentlicht Kurzfilme mit Praxisbeispielen

Die Industrie- und Handelskammer (IHK) Köln hat auf ihrer Internetseite drei Kurzfilme veröffentlicht, die die erfolgreiche Arbeitsgestaltung von Menschen mit Behinderung in Unternehmen der Region zeigen. Sie können sich anschauen, wie ein blinder Mensch an einem Büroarbeitsplatz arbeitet, wie bei der KFZ-Montage die Rückengesundheit der Mitarbeiter erhalten bleibt und wie die Barrierefreiheit für einen Mitarbeiter im Rollstuhl umgesetzt wurde. Ergänzt werden die Beispiele durch Informationen zur Beratung und Finanzierung: www.ihk-koeln.de.

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Gründliche Analyse der beruflichen Rehabilitation

Zukünftig können die Prozesse der beruflichen Rehabilitation bei der Bundesagentur für Arbeit auf Basis der Vollerhebung von Personen untersucht werden. Die dafür notwendige Datengrundlage ist Ergebnis des Projekts "Evaluation von Leistungen zur Teilhabe behinderter Menschen am Arbeitsleben". Neben dem umfassenden Überblick zum Gesamtprozess der beruflichen Rehabilitation sind Einblicke in die einzelnen Prozessschritte der Anerkennung, der Maßnahmeauswahl und des Erwerbsübergangs möglich. 

Der Abschlussbericht mit den Details zum Projekt wurde vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales im Januar 2018 hier veröffentlicht: www.bmas.de

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Prävention etablieren: neue Zeitschrift "topeins" online

Topeins ist das neue Magazin der Unfallkassen und Berufsgenossenschaften zum Thema Prävention, das erstmals Mitte Februar 2018 erschienen ist. Mit einem Mix aus Fachbeiträgen, Interviews und Meldungen greift das Magazin praxisnah und branchenübergreifend Themen auf, die Führungskräfte bei gesunder und sicherer Führung unterstützen. Ziel der Beiträge ist die nachhaltige Etablierung einer Präventionskultur in allen Unternehmen und Einrichtungen.

Mehr: topeins.dguv.de

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Heben, tragen und halten mit Exoskelett

Das Heben und Tragen von schweren Lasten sowie Arbeiten in ungünstigen Körperhaltungen kann an vielen Arbeitsplätzen zu einer erhöhten körperlichen Belastung führen. Je länger der Einsatz dauert und je schwerer die Lasten sind, kann dies auch die Gesundheit ernsthaft gefährden.

Entwickler und Hersteller von sogenannten Exoskeletten versprechen sich durch den Einsatz dieses Hilfsmittels eine Verbesserung der Arbeitsbedingungen. Exoskelette sind am Körper getragene Assistenzsysteme, die mechanisch auf den Körper einwirken. Sie können die Belastung der Beschäftigten beim Bewegen von Lasten reduzieren und ungünstige Körperhaltungen vermeiden.

Eine neue Fachbereichs-Information der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV) fasst den Stand der Diskussion über Exoskelette zusammen: www.bghw.de

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Stipendium für junge Menschen mit chronischer Erkrankung

Der Countdown läuft: noch bis zum 15. April 2018 können sich junge Menschen mit chronischen Erkrankungen (z. B. Mukoviszidose, Rheuma, chronischer Darmerkrankung, MS) um ein "luftsprung campus"-Stipendium für das Studium oder die Berufsausbildung bewerben. Bei dem Stipendium handelt es sich um eine finanzielle Unterstützung von bis zu 500 Euro pro Monat für ein Jahr.

Weitere Details zur Bewerbung und den Voraussetzungen für ein Stipendium gibt es auf der Webseite www.aktion-luftsprung.de.

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ICF-Anwenderkonferenz in Hamburg 

Die ICF-Anwenderkonferenz, bei der sich alles rund um die Internationale Klassifikation der Funktionsfähigkeit, Behinderung und Gesundheit (ICF) dreht, findet am 12. und 13. April 2018 in Hamburg statt. In diesem Jahr werden erstmals die bislang separaten Konferenzen zur ICF und ICF-CY (ICF für den Kinder- und Jugendbereich) zu einer gemeinsamen Konferenz zusammengeführt.

Die ICF wird zunehmend in den unterschiedlichsten Bereichen der Gesundheitsversorgung, Rehabilitation, Frühförderung und Leistungserbringung für Menschen mit Behinderung eingesetzt. Nicht zuletzt mit dem neu verabschiedeten und sich in der Umsetzung befindlichen Bundesteilhabegesetz (BTHG) hat die Bedeutung der ICF in Deutschland noch einmal zugenommen, da das BTHG explizit auf die ICF verweist.

Im Rahmen der Konferenz wird auch REHADAT-Mitarbeiterin Mareike Decker in ihrer Präsentation "Digitale-Tools für die ICF" den REHADAT-ICF-Lotsen (www.rehadat-icf.de) vorstellen.

Das Programm der Konferenz, die leider schon ausgebucht ist, finden Sie hier: www.rehakind.de.

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Werkstätten:Messe im April in Nürnberg

Die Werkstätten für behinderte Menschen präsentieren ihre Angebote und Produkte vom 18. - 21. April 2018 auf dem Messegelände in Nürnberg.

Mehr Informationen zu den Ausstellern, Produkten und dem Rahmenprogramm mit Fachvorträgen finden Sie hier: www.werkstaettenmesse.de

Auch REHADAT ist auf der Werkstätten:Messe mit einem eigenen Stand vertreten - wir freuen uns auf Ihren Besuch!

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REHADAT-Seminare in Köln

Sie möchten wissen, welche Themen für die berufliche Teilhabe für Menschen mit Behinderung wichtig sind? Und Sie möchten sich zeigen lassen, wie Sie REHADAT am besten für Ihre Arbeit einsetzen können? Dann besuchen Sie eines unserer REHADAT-Seminare, die fußläufig zum Kölner Hauptbahnhof stattfinden.

Mehr Informationen zu den Seminarinhalten, Terminen und Kosten finden Sie hier:

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Rund um den REHADAT-Newsletter

Gerne können Sie aus dem REHADAT-Newsletter unter Angabe der Quelle zitieren. Wir freuen uns, wenn Sie uns darüber eine kurze Nachricht schicken.

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Hier finden Sie das Newsletter-Archiv mit den vergangenen Ausgaben.

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Impressum

REHADAT - Informationen zur beruflichen Teilhabe von Menschen mit Behinderung
Institut der deutschen Wirtschaft Köln e. V.
Projektleitung: Petra Winkelmann
Redaktion: Anja Brockhagen, brockhagen@iwkoeln.de
Postfach 10 19 42, 50459 Köln
Besucheranschrift: Konrad-Adenauer-Ufer 21, 50668 Köln
Telefon: 0221 4981-845, Fax: 0221 4981-99845
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REHADAT wird gefördert durch das Bundesministerium für Arbeit und Soziales und ist ein Projekt des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln.