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REHADAT-Newsletter 6 / 2017

Köln, 27. November 2017

Urteil: Blindenhund auf Rezept

Das Landessozialgericht Celle-Bremen hat entschieden, dass der blinde Kläger von seiner Krankenkasse mit einem Blindenhund und nicht nur mit einem Blindenlangstock versorgt werden muss, wenn seine Orientierung durch Schwerhörigkeit zusätzlich beeinträchtigt ist.

Geklagt hatte ein 50-jähriger Mann, der bis auf ein minimales einseitiges Restsehvermögen erblindet war. In jüngerer Zeit kam eine Schwerhörigkeit hinzu. Zur Orientierung außerhalb der Wohnung nahm er bisher die Hilfe seiner Frau in Anspruch. Als er bei seiner Krankenkasse einen Blindenhund beantragte, verwies diese ihn zunächst auf einen Blindenlangstock nebst Mobilitätstraining. Dem hielt der Kläger entgegen, dass ein Blindenhund ihm eine viel bessere Hilfe bieten könne.

Das komplette Urteil finden Sie in REHADAT-Recht mit der Referenznummer R/R7492. Mit den Schlagworten Blindheit UND Hilfsmittel finden Sie insgesamt 117 Urteile.

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Ergonomisch montieren

In REHADAT-Hilfsmittel finden Sie Produkte zur Ausstattung von ergonomischen Montagearbeitsplätzen. Das können Stühle, Rollbretter und Werkbänke sein, oder auch digitale Montagesysteme, die Arbeitsabläufe vereinfachen und Fehlerquoten reduzieren. Aktuell finden Sie 15 Produkte mit dem Schlagwort Montagearbeitsplatz.

Wie Arbeitsplätze dann im Einzelfall ausgestattet worden sind, können Sie in REHADAT-Gute Praxis nachlesen. Dort finden Sie über 30 Praxisbeispiele zur Montage.

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Bundesteilhabegesetz: Viel zu lesen

Die nächste Reformstufe des Bundesteilhabegesetzes (BTHG) tritt zum 1.1.2018 in Kraft. Wer sich gründlich darüber informieren möchte, findet im Portal REHADAT-Literatur reichlich Lesestoff: Über 100 Broschüren, Bücher oder Artikel beschäftigen sich mit dem Thema Bundesteilhabegesetz oder einzelnen Aspekten davon: www.rehadat-literatur.de.

Tipp: Viele davon sind Online-Publikationen und stehen direkt und kostenlos zur Verfügung.

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Unabhängige Teilhabeberatung wird eingeführt

Durch das Bundesteilhabegesetz (BTHG) wird ab 2018 die ergänzende unabhängige Teilhabeberatung eingeführt, die nach dem Prinzip "Betroffene beraten Betroffene (Peer Counseling)" arbeiten soll. Im REHADAT-Portal Adressen und Angebote finden Sie jetzt schon Stellen und Ansprechpartner, die nach dem Prinzip des Peer Counseling arbeiten und / oder unabhängige Teilhabeberatung anbieten: www.rehadat-adressen.de.

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Hilfen für die Helfer beim Übergang Schule-Beruf: Alle Infos auf einen Blick

Der Übergang von der Schule in den Beruf muss für Jugendliche mit Unterstützungsbedarf gut vorbereitet werden. Lehrerinnen und Lehrer, Pädagoginnen und Pädagogen sind hier besonders gefordert, Wege aufzuzeigen und erste Schritte einzuleiten.

Das REHADAT-Bildungsportal bietet Hilfe für Berufsgruppen, die bei der Berufsorientierung und beim Übergang Schule-Beruf begleiten und beraten. Nach Bundesländern sortiert findet man hier Praxismaterialien, relevante Portale, Initiativen und Modellprojekte zur Berufsorientierung und zum Übergang Schule-Beruf. Die bundesweit gültigen Materialien und Projekte sind ebenfalls aufgeführt.

Hier geht es direkt zu den bundesweiten Informationen für Pädagogen und Berater: www.rehadat-bildung.de

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Wie können arbeitslose blinde und sehbehinderte Menschen beruflich integriert werden?

Im März 2017 hat das vom Bundesarbeitsministerium geförderte Forschungsprojekt "AKTILA-BS Aktivierung und Integration (langzeit-)arbeitsloser blinder und sehbehinderter Menschen" seine Arbeit aufgenommen. Bis 2020 werden im Projekt z.B. eine speziell auf die Zielgruppe zugeschnittene Integrationsmaßnahme, ein Mentorensystem und Unterstützungsangebote für Leistungsträger entwickelt.

Mehr Informationen zum Projekt AKTILA-BS finden Sie in REHADAT-Forschung mit der Referenznummer R/FO125785.

Insgesamt sind in REHADAT-Forschung 70 Projekte aufgeführt, die sich mit der Zielgruppe der blinden und sehbehinderten Menschen befassen: www.rehadat-forschung.de.

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Weiterbildung zur Medizinischen Tastuntersucherin

Das Sozialunternehmen discovering hands® sucht blinde und sehbehinderte Frauen, die sich für eine Weiterbildung zur Medizinischen Tastuntersucherin (MTU) interessieren.

Eine Sehbehinderung ist Voraussetzung für die Tätigkeit, da blinde und stark sehbehinderte Frauen in der Regel über ein sehr gut geschultes Tastvermögen verfügten. Diese besondere Fähigkeit können sie zur taktilen Frühdiagnostik von Brustkrebs hervorragend einsetzen. Eine MTU erkennt erwiesenermaßen viel kleinere Gewebeveränderungen als ein Arzt.

Ob die Tätigkeit zu ihnen passt, können interessierte Frauen im Rahmen eines einwöchigen Assessments feststellen. Die nächsten Termine finden in Düren (04.12.17 - 08.12.17) und Berlin (22.01.18 – 25.01.18 sowie 12.03.18 – 15.03.18) statt.

Mehr Informationen gibt es im Internet: www.discovering-hands.de oder persönlich 0178/8712795 und anna.dammermann@discovering-hand.de.

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Job-Speed-Dating in Berlin: Arbeitgeber treffen auf Menschen mit Behinderung

In Berlin gibt es ein neues Projekt, in dem Menschen mit Behinderung, die eine Arbeit suchen, auf potentielle Arbeitgeber treffen - und zwar per Job-Speed-Dating. Ziel ist: neue Job-Kontakte oder am besten eine Stelle auf dem ersten Arbeitsmarkt für die Bewerber mit Behinderung. Begleitet wird das Projekt von der Interessengemeinschaft Selbstbestimmt Leben und der Behindertenbeauftragten Verena Bentele.

Hier finden Sie eine Reportage des ZDF über das neue Projekt: www.zdf.de

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IAB veröffentlicht Kurzbericht: Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben lohnen sich!

Das Forschungsinstitut der Bundesagentur für Arbeit hat eine aktuelle Analyse zur beruflichen Rehabilitation von Menschen mit gesundheitlichen Einschränkungen veröffentlicht.

Interessante Ergebnisse sind beispielsweise, dass neben arbeitslosen Menschen auch immer mehr Erwerbstätige Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben (LTA) in Anspruch nehmen. Weiterbildungs- und Umschulungsmaßnahmen sowie kurzfristige Zuschüsse für technische Arbeitsplatzanpassungen sind die häufigsten LTA. Und im Anschluss an die berufliche Rehabilitation ist mehr als die Hälfte der Geförderten sozialversicherungspflichtig beschäftigt.

Mehr Informationen finden Sie bei REHADAT-Statistik: www.rehadat-statistik.de

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Unternehmens-Netzwerk INKLUSION informiert

Die neue Homepage des bundesweiten Projekts Unternehmens-Netzwerk INKLUSION will Unternehmen erreichen, um diese für mehr betriebliche Inklusion zu gewinnen. Der Onlineauftritt informiert über Projektinhalte, gibt einen Einblick in die Projektarbeit und informiert über aktuelle Projektereignisse. Arbeitgeber erhalten z.B. Antworten auf Fragen zur Inklusion und finden die zuständigen Beraterinnen und Berater in ihrem Bundesland.

Hier geht`s zur neuen Homepage: www.unternehmens-netzwerk-inklusion.de.

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Jetzt für Annedore-Leber-Preis 2018 bewerben!

Das Berufsbildungswerk Berlin verleiht einmal jährlich den Annedore-Leber-Preis für besonderes Engagement bei der beruflichen Integration von Menschen mit Behinderung. Bewerbungen können bis zum 1. Februar 2018 eingereicht werden. Das Preisgeld beträgt 1.000 Euro.

Bewerben können sich Unternehmen, Organisationen und Projektträger aus Deutschland, die sich bei der Eingliederung von Menschen mit Behinderung in Ausbildung und Arbeit beispielhaft hervorgetan haben. Gesucht werden innovative, nachhaltige und zur Nachahmung anregende Projekte, die Menschen mit Handicap eine optimale Teilhabe am Arbeitsleben ermöglichen und einen entscheidenden Beitrag zur öffentlichen Meinungsbildung in diesem Themenfeld leisten.

Hinweise zu den Bewerbungsunterlagen finden Sie unter www.albbw.de/annedore-leber-preis.

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Europäischer Tag der Menschen mit Behinderung

Die Europäische Kommission organisiert zusammen mit dem European Disability Forum den Europäischen Tag der Menschen mit Behinderung am 4. und 5. Dezember 2017 in Brüssel.

In diesem Jahr wird sich alles um die Themen EU-Bürgerrechte, politische Beteiligung und die Schaffung einer inklusiven Umwelt drehen.

Mehr Informationen finden Sie hier: http://ec.europa.eu

(Sie können die Veranstaltung auch an beiden Tagen per Internetstream verfolgen - die Links finden Sie ebenfalls auf der Infoseite, s.o.)

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HelpCamps-BarCamp am 9.12. in Dortmund

Im Projekt "HelpCamps", das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gefördert wird, kommen Unternehmer der Hilfsmittelwirtschaft, Menschen mit Beeinträchtigung, Maker und Wissenschaftler zusammen, um gemeinsam an Lösungsansätzen für eine schnelle, günstige und individuelle Versorgung mit technischen Hilfsmitteln zu arbeiten. Das Ziel ist es, ein Co-Working-Netzwerk aufzubauen, in dem sich alle Parteien zukünftig gegenseitig unterstützen.

Beim HelpCamps-BarCamp am 9. Dezember 2017 in der Bundesfachschule für Orthopädie-Technik e.V. in Dortmund geht es darum, die Probleme sowie Wünsche von Menschen mit Beeinträchtigung oder zum Beispiel Assistenz- und Pflegekräften genauer zu verstehen und ihnen die Möglichkeit zu geben, ihre Erfahrungen und Herausforderungen mit der Hilfsmittelversorgung anzusprechen.

Mehr Informationen finden Sie hier: www.eventbrite.de

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ICF-Anwenderkonferenz 2018 in Hamburg

Die jährliche ICF-Anwenderkonferenz ist in Deutschland die zentrale Konferenz, wenn es um Fragen zur Internationalen Klassifikation der Funktionsfähigkeit, Behinderung und Gesundheit (ICF) geht. Erstmals werden 2018 die bislang separaten Konferenzen zur ICF und ICF-CY für den Kinder- und Jugendbereich zu einer gemeinsamen Konferenz zusammengeführt.

Die ICF wird zunehmend in den unterschiedlichsten Bereichen der Gesundheitsversorgung, Rehabilitation, Frühförderung und Leistungserbringung für Menschen mit Behinderung eingesetzt. Nicht zuletzt mit dem Bundesteilhabegesetz hat die Bedeutung der ICF noch einmal zugenommen, da das BTHG explizit auf die ICF verweist.

Ziel der Konferenz ist es, über unterschiedlichste Formen der ICF-Anwendung zu informieren und den Einsatz der ICF zu fördern. Dabei stehen sowohl allgemeine Fragen des Umgangs mit der ICF als auch der konkrete Einsatz der ICF in spezifischen Arbeitsbereichen im Vordergrund.

Die ICF-Anwenderkonferenz 2018 findet am 12. und 13. April 2018 in Hamburg statt. Das vorläufige Programm finden Sie hier: Programm ICF-Anwenderkonferenz 2018. Die Anmeldung ist ab Dezember möglich.

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REHADAT-Seminare in Köln

Sie möchten wissen, welche Themen für die berufliche Teilhabe für Menschen mit Behinderung wichtig sind? Und Sie möchten sich zeigen lassen, wie Sie REHADAT am besten für Ihre Arbeit einsetzen können? Dann besuchen Sie eines unserer Seminare im Februar oder Juni 2018 - fußläufig zum Kölner Hauptbahnhof.

Mehr Informationen zu den Seminarinhalten, Terminen und Kosten finden Sie hier:

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Rund um den REHADAT-Newsletter

Gerne können Sie aus dem REHADAT-Newsletter unter Angabe der Quelle zitieren. Wir freuen uns, wenn Sie uns darüber eine kurze Nachricht schicken.

Falls Sie den Newsletter nicht mehr beziehen möchten, können Sie sich hier abmelden.

Bitte antworten Sie nicht auf diese E-Mail. Die Adresse dient nur dem Versand des Newsletters. Haben Sie Kritik oder Vorschläge? Dann schreiben Sie an: brockhagen@iwkoeln.de.

Hier finden Sie das Newsletter-Archiv mit den vergangenen Ausgaben.

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Impressum

REHADAT - Informationen zur beruflichen Teilhabe von Menschen mit Behinderung
Institut der deutschen Wirtschaft Köln e. V.
Projektleitung: Petra Winkelmann
Redaktion: Anja Brockhagen, brockhagen@iwkoeln.de
Postfach 10 19 42, 50459 Köln
Besucheranschrift: Konrad-Adenauer-Ufer 21, 50668 Köln
Telefon: 0221 4981-845, Fax: 0221 4981-99845
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REHADAT wird gefördert durch das Bundesministerium für Arbeit und Soziales und ist ein Projekt des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln.