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Urteil
Auslegung eines Bescheides - MdE-Bewertung

Gericht:

BSG


Aktenzeichen:

9b RU 48/82


Urteil vom:

16.05.1984


Grundlage:

  • SGB 10 § 48 Abs 1 S 1 |
  • RVO § 581 Abs 1 Nr 2 Fassung 1963-04-30 |
  • RVO § 622 Abs 2

Leitsatz:

1. Nur dann, wenn im Einzelfall die MdE unter Berücksichtigung des unfallbedingten Aufgebens eines Berufes festgesetzt wurde, ist wegen des Erwerbs neuer beruflicher Kenntnisse und Fähigkeiten, mit denen eine gleichwertige Tätigkeit ausgeübt werden kann, die MdE entsprechend herabzusetzen (Abgrenzung von BSG 1974-12-19 8 RU 296/73 = BSGE 39, 49 = SozR 2200 § 622 Nr 3; BSG 1977-09-20 8 RU 22/ 77 = BSGE 44, 274 = SozR 2200 § 622 Nr 14; BSG 1976-04-30 8 RU 142/75 = SozR 2200 § 622 Nr 7; BSG 1976-12-07 8 RU 22/76 = SozR 2200 § 622 Nr 10).

Orientierungssatz:

Auslegung eines Bescheides - MdE-Bewertung:

1. Sagen weder die Rentenbescheide noch die jeweils zugrunde gelegten Gutachten noch die von der Verwaltung an die Sachverständigen gerichteten Anfragen ausdrücklich, was für die MdE-Beurteilung maßgebend war, sind die Verwaltungsakte so auszulegen, wie sie bei verständiger Würdigung aller bekannten Umstände dem Empfänger erscheinen müssen (vgl BSG 1983-08-10 9a RV 33/82).

2. Zur Frage der Bemessung der MdE allein nach den Beeinträchtigungen im allgemeinen Erwerbsleben und zur Berücksichtigung besonderer berufsbezogener Kenntnisse und Fähigkeiten des Verletzten als Bewertungsmaßstäbe.

Diese Entscheidung wird zitiert von:

SGb 1985, 24-26, Wolber, K (Anmerkung)
SozVers 1985, 127-128, Schimanski, Werner

Rechtszug:

vorgehend SG Hamburg 1981-11-25 25 U 204/80
vorgehend LSG Hamburg 1982-03-31 1 UBf 50/81

Rechtsweg:

Es liegen keine Informationen zum Rechtsweg vor.

Quelle:

JURIS-GmbH

Referenznummer:

KSRE030721105


Informationsstand: 01.01.1990