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Einheitliche Ansprechstellen für Arbeitgeber

Mit Inkrafttreten des Teilhabestärkungsgesetzes (TeilhStG) werden die Integrations- und Inklusionsämter dazu verpflichtet, die Integrationsfachdienste oder andere geeignete Träger zu beauftragen, als Einheitliche Ansprechstellen für Arbeitgeber beratend und unterstützend tätig zu werden (rechtswirksam zum 01.01.2022).

Dazu wird bestimmt: Einheitliche Ansprechstellen für Arbeitgeber informieren, beraten und unterstützen Arbeitgeber bei der Ausbildung, Einstellung und Beschäftigung von schwerbehinderten Menschen. Sie werden als Begleitende Hilfe im Arbeitsleben aus Mitteln der Ausgleichsabgabe finanziert.

Die Ansprechstellen sollen

  1. auf Arbeitgeber zugehen und diese für die Ausbildung, Einstellung und Beschäftigung von schwerbehinderten Menschen sensibilisieren,
  2. als trägerunabhängige Lotsen Arbeitgebern bei Fragen zur Ausbildung, Einstellung, Berufsbegleitung und Beschäftigungssicherung von schwerbehinderten Menschen zur Verfügung stehen und
  3. Arbeitgeber bei der Antragstellung bei den zuständigen Leistungsträgern unterstützen.

Darüber hinaus sollen die Ansprechstellen

  1. für Arbeitgeber schnell zu erreichen sein,
  2. über fachlich qualifiziertes Personal verfügen, das mit den Regelungen zur Teilhabe schwerbehinderter Menschen sowie der Beratung von Arbeitgebern und ihren Bedürfnissen vertraut ist, sowie
  3. in der Region gut vernetzt sein.

Die Integrations- und Inklusionsämter beauftragen die Integrationsfachdienste oder andere geeignete Träger, als einheitliche Ansprechstellen für Arbeitgeber tätig zu werden. Sie wirken darauf hin, dass die einheitlichen Ansprechstellen bundesweit zur Verfügung stehen und mit Dritten, die aufgrund ihres fachlichen Hintergrunds über eine besondere Betriebsnähe verfügen, zusammenarbeiten.

(ml) 2022 (01/2022)