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Jobcarving
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Job Carving

Job Carving ist ein englisches Wort.

Job Carving heißt:

Wir suchen in unserem Unternehmen nach einfachen Arbeiten.

Dann stellen wir die einfachen Arbeiten zusammen.

So kann ein Mensch mit Behinderung die richtige Arbeit finden.

Jobcarving bedeutet in etwa: „eine Arbeitsstelle schnitzen“ (englisch: to carve). Das Konzept stammt ursprünglich aus den USA: Für Menschen mit Behinderungen (beispielsweise mit Lernschwierigkeiten oder kognitiven Einschränkungen) wird ein Job passgenau zurechtgeschnitzt.

Das heißt, ein Unternehmen schichtet verschiedene Aufgaben um und stellt aus zumeist einfachen Einzeltätigkeiten einen neuen Arbeitsplatz zusammen, der auf den jeweiligen Menschen zugeschnitten ist.

Beim Jobcarving wird die zugeschneiderte Arbeitsstelle den individuellen Fähigkeiten, Kenntnissen und Erfahrungen des Menschen entsprechend geschaffen – und nicht der passende Mensch für die Arbeitsstelle gesucht.

Jobcarving als Win-win-Situation

Jobcarving hat das Potenzial, sowohl den Unternehmen als auch den Beschäftigten einen Mehrwert zu bieten:

  • Die Fachkräfte des Unternehmens haben mehr Zeit, ihren eigentlichen Kernaufgaben nachzugehen.
  • Etwaige durch Fachkräfte angesammelte Überstunden fallen unter Umständen weg.
  • Das Unternehmen kann Kosten für die Ausgleichabgabe einsparen.
  • Die/der Beschäftigte mit Behinderung wird entsprechend der eigenen Fähigkeiten eingesetzt, erlebt soziale Teilhabe und kann einen Teil des Lebensunterhalts selbst bestreiten.

Wer berät bei der Zuschneidung eines passgenauen Stellenprofils?

Um Jobcarving im Unternehmen umzusetzen, gibt es Beratungsangebote durch Jobcoaches, die den Prozess des Jobcarvings individuell begleiten. Diese können in der Regel über den Integrationsfachdienst (IFD) beauftragt und finanziert werden.

Die Jobcoaches identifizieren gemeinsam mit den Arbeitgebenden geeignete Tätigkeitsfelder im Betrieb und können bei der Passung zwischen dem Menschen mit Behinderungen und dem Unternehmen unterstützen. Neben der Prozessbegleitung können sie finanzielle Fördermöglichkeiten aufzeigen sowie an weiterführende Stellen verweisen.

Aufgabenpotenziale für Jobcarving

Potenziale für Jobcarving gibt es bei Aufgaben, 

  • die den Arbeitsfluss des Fachpersonals mindern bzw. stören,
  • die immer wieder liegen bleiben,
  • die sich regelmäßig wiederholen,
  • die viel Zeit binden,
  • die viele (bezahlte) Überstunden verursachen,
  • die nicht die Qualifikation des/der Ausführenden benötigen,
  • die unter Anleitung erlernt werden können,
  • die mit informell erworbenem Wissen beziehungsweise Fähigkeiten ausgeführt werden können,
  • die auch ohne Hintergrundwissen erledigt werden können,
  • die aus dem bisherigen Stellenprofil herausgelöst werden können.

Beispiele für konkrete Jobcarving-Tätigkeiten

  • Vorbereitung und Aufräumen von Meetingräumen
  • Spülmaschinen ein- und ausräumen
  • Reinigen und Befüllen von Kaffeemaschinen
  • Büropflanzen pflegen
  • Dateneingabe, Abtippen, Einscannen, Kopieren
  • Archivierung
  • Briefe falten, kuvertieren, frankieren, stempeln
  • Botengänge/Verteilung von Hauspost
  • Unterlagen vorbereiten
  • Empfang, Telefonempfang und Weiterleiten von Telefonaten
  • Einkäufe für das Unternehmen (beispielsweise von benötigtem Verbrauchsmaterial)
  • Kund*innen zu einem Ort, einer Untersuchung begleiten

Quelle: JOBinklusive: Jobcarving – Stellenprofile neu denken, siehe unten

(ml) 2024