Masking
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Masking ist ein Verhalten.
Masking bedeutet:
Ein Mensch versteckt sein eigenes Verhalten.
Der Mensch versteckt auch seine eigenen Bedürfnisse.
Der Mensch möchte so wirken wie andere Menschen.
Der Mensch möchte zu den Erwartungen der Gesellschaft passen.
Masking kann bewusst sein.
Masking kann auch unbewusst sein.
Masking kommt oft bei neurodivergenten Menschen vor.
Zum Beispiel bei Menschen mit:
- Autismus
- ADHS
Masking kann sich auf verschiedene Arten zeigen.
Zum Beispiel:
- Ein Mensch zwingt sich zu Blickkontakt.
- Ein Mensch zeigt nicht, dass ihm Reize zu viel sind.
- Ein Mensch unterdrückt bestimmte Bewegungen.
Zum Beispiel Stimming.
Stimming bedeutet:
Ein Mensch bewegt sich oder wiederholt etwas.
Das hilft dem Menschen, sich zu beruhigen.
Viele Menschen nutzen Masking.
Sie möchten damit Probleme mit anderen Menschen vermeiden.
Zum Beispiel:
- Ablehnung
- Oder Missverständnisse
Masking kann kurzfristig helfen.
Aber Masking kann auch Probleme machen.
Vor allem über lange Zeit.
Mögliche Folgen sind:
- Stress
- Starke Müdigkeit
- Erschöpfung
- Burnout
- Psychische Belastungen
Im Thema Neurodiversität sagt man:
Masking entsteht oft durch gesellschaftliche Erwartungen.
Viele Erwartungen passen besser zu neurotypischen Menschen.
Offene und unterstützende Umgebungen können helfen.
Zum Beispiel:
- Im Alltag
- Oder bei der Arbeit
Dann fühlen sich neurodivergente Menschen sicherer.
Und der Druck zum Masking wird kleiner.
Masking (auch: Camouflaging oder Social Camouflage) bezeichnet das bewusste oder unbewusste Verbergen eigener Verhaltensweisen, Bedürfnisse oder Reaktionen, um vermeintlichen gesellschaftlichen Erwartungen zu entsprechen. Der Begriff wird häufig im Zusammenhang mit Autismus und ADHS verwendet, kann aber bei vielen neurodivergenten Menschen auftreten.
Verhaltensanpassungen beim Masking
Beim Masking versuchen neurodivergente Personen, ihr sichtbares Verhalten bewusst oder unbewusst so anzupassen, dass sie „unauffälliger“ oder „typischer“ wirken, indem sie beispielsweise
- Blickkontakt erzwingen,
- Reizüberlastung, Gefühle oder Erschöpfung verbergen,
- selbststimulierendes Verhalten (auch: Stimming) zeigen, das heßt ein sich selbst beruhigendes Verhalten in Form von beispielsweise wiederholten Bewegungen oder Geräuschen.
Ziel von Masking ist oft, soziale Ablehnung, Missverständnisse oder Diskriminierung zu vermeiden. Masking kann kurzfristig für die praktizierenden Personen gewinnbringend sein. Langfristig kann diese soziale Bewältigungsstrategie allerdings zu negativen Auswirkungen wie Stress, Erschöpfung, Burnout, Identitätsproblemen oder psychischen Belastungen führen.
Neurodiversität und Masking
Der Begriff des Maskings steht in engem Zusammenhang mit Neurodiversität, da Masking eine Reaktion auf gesellschaftliche Normen ist, die neurotypische Verhaltensweisen privilegieren. Sicherheit gebende, offene und wertschätzende (soziale) Räume können dazu beitragen, dass neurodiverse, aber auch neurotypische, Menschen, die sich genötigt sehen, ihr Verhalten einer vermuteten Norm anzupassen, weniger Masking betreiben müssen.
Wie in der Arbeitswelt solche Räume geschaffen werden können, siehe dazu: Neurodiversität.
Dieser Lexikon-Eintrag entstand in Zusammenarbeit mit Dr. Simone Burel und Geneviève Chaumont (LUB Mannheim), März 2026.