Medizinisch-berufliche Rehabilitation in Phase II (mbReha)
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Medizinisch-berufliche Rehabilitation (mbReha) in Phase II
Die Abkürzung mbReha steht für: medizinisch-berufliche Rehabilitation
Rehabilitation bedeutet: Wieder-Herstellung
Das kurze Wort für Rehabilition ist: Reha
Das Leichte Wort für Phase II ist: Phase 2
Einrichtungen der medizinisch-beruflichen Rehabilitation
sind besondere Rehabilitations-Zentren
- für spezielle Krankheiten
- Oder für bestimmte Behinderungs-Arten
Medizinisch-berufliche Rehabilitations-Einrichtungen heißen auch:
Phase-II-Einrichtungen
Die Phase-II-Einrichtungen sind spezialisiert auf schwere Erkrankungen.
Die Angebote von den Phase II-Einrichtungen sind für:
- Menschen mit Körper-Behinderungen
- Menschen mit Lern-Schwierigkeiten
- Menschen mit seelischen Behinderungen
- Und Menschen mit chronischen Erkrankungen
Chronische Erkrankung bedeutet:
Die Erkrankung geht nicht mehr weg.
Die Erkrankung ist dauerhaft.
Die Phase II verbindet die Phasen I und III miteinander.
In der Phase I findet die medizinische Erst-Behandlung statt.
In der Phase III findet die berufliche Reha statt.
In der Phase II finden
- Maßnahmen zur medizinischen Reha
- Und Maßnahmen zur beruflichen Reha
gleich-zeitig statt.
Das bedeutet:
Ein Patient nimmt schon während der medizinischen Behandlung
an einer berufs-fördernden Maßnahme teil.
Damit der Wieder-Einstieg in das Arbeits-Leben möglichst schnell gelingt.
Diese berufs-fördernden Maßnahmen
werden zum Beispiel in den Phase-II Einrichtungen angeboten:
- Belastungs-Erprobung
- Arbeits-Erprobung
- Berufs-Findung
- Eignungs-Abklärung
- Arbeits-Training
- Oder berufliche Erst-Orientierung
Das Ziel ist:
Die Menschen mit Behinderungen sollen wieder schnell
- ihren Schul-Abschluss machen
- ihre Ausbildung weiter machen
- Oder wieder in ihrem Beruf arbeiten
können.
Die Menschen mit Behinderungen sollen wieder
an ihrem alten Arbeits-Platz arbeiten können.
Oder sie sollen einen ähnlichen Job
im alten Betrieb machen können.
Aber:
Wenn dies
- wegen der Behinderung
- Oder wegen der Erkrankung
nicht mehr möglich ist,
können sie in der Phase III eine berufliche Reha machen.
Zur beruflichen Reha sagt man auch:
Leistungen zur Teilhabe am Arbeits-Leben
Dazu zählen zum Beispiel:
- Weiterbildungen
- Ausbildungen
- Oder Umschulungen
Die Patienten werden dabei von verschiedenen Fach-Leuten unterstützt.
Zum Beispiel von:
- Ärzten
- Psychologen
- Sozial-Arbeitern
- Physio-Therapeuten
- Ergo-Therapeuten
- Und Berufs-Pädagogen
Alle kennen sich gut aus mit Menschen mit Behinderungen.
Denn sie haben viele Jahre Erfahrung.
Eine medizinisch-berufliche Reha kommt für Sie in Frage,
wenn Ihre Erwerbs-Fähigkeit
- wegen einer schweren Erkrankung
- Oder Behinderung
gefährdet ist
Oder bereits eine Erwerbs-Minderung vorliegt.
Das muss vorher von einem Fach-Arzt bestätigt werden.
Eine medizinisch-berufliche Reha kann
- zwischen wenigen Wochen
- Und 3 Jahren
dauern.
Das hängt von der persönlichen Situation von dem Patienten ab.
Momentan gibt es in Deutschland
über 20 Phase-II-Einrichtungen mit rund 1.400 Plätzen.
Die Phase-II-Einrichtungen sind alle Mitglied bei der
Bundes-Arbeits-Gemeinschaft medizinisch-beruflicher Rehabilitations-Einrichtungen.
Das kurze Wort dafür ist: BAG mb-Reha Phase II
Hier werden Schwere Wörter erklärt:
Arbeits-Erprobung
Eine Arbeits-Erprobung hilft dabei,
den richtigen Beruf zu finden.
Eine Arbeits-Erprobung dauert in der Regel 4 Wochen.
Sie findet in einer beruflichen Reha-Einrichtung statt.
Zum Beispiel
- in einem Berufs-Bildungs-Werk
- Oder in einem Berufs-Förderungs-Werk
Bei der Arbeits-Erprobung lernen die Teilnehmer
die typischen Tätigkeiten in einem Beruf kennen.
Sie können testen,
ob ihr Wunsch-Beruf das Richtige für sie ist
Und ob sie die körperlichen Voraussetzungen für den Beruf haben.
Eine Arbeits-Erprobung ist
- für junge Menschen mit Behinderungen
- Und für Erwachsene mit Behinderungen
Belastungs-Erprobung
Eine Belastungs-Erprobung ist eine Maßnahme
während der medizinischen Rehabilitation.
Sie ist eine Vor-Stufe zur beruflichen Rehabilitation
Und soll den Wieder-Einstieg in das Berufs-Leben erleichtern.
Die Belastungs-Erprobung ist eine Untersuchung.
Ärzte und andere Fach-Leute machen dabei verschiedene Tests.
Und finden dabei heraus:
- wie leistungs-fähig die Teilnehmer körperlich und geistig sind
- wie gut die Teilnehmer sich an verschiedene Situationen anpassen können
- Und welche Stärken die Teilnehmer haben
Die Belastungs-Erprobung soll zeigen,
ob die Teilnehmer auf Dauer belastbar genug sind,
um in Ihren alten Beruf zurück-zu-kehren,
Oder ob sie einen neuen Beruf erlernen müssen.
Berufliche Reha
Reha ist das kurze Wort für Rehabilitation.
Rehabilitation bedeutet Wieder-Herstellung.
Berufliche Rehabilitation bedeutet zum Beispiel:
Frau Müller war lange krank.
Jetzt will Frau Müller wieder arbeiten gehen.
Damit das klappt, muss sie eine Weiter-Bildung machen.
Nach der erfolg-reichen Weiter-Bildung
kann sie bei ihrem alten Arbeit-Geber weiter arbeiten.
Eignungs-Abklärung
Eine Eignungs-Abklärung hilft dabei, herauszufinden,
welcher Beruf für eine Person in Frage kommt.
Bei der Eignungs-Abklärung wird zunächst fest-gestellt:
- In welchem Gesundheits-Zustand befindest sich die Person?
- Welche Einschränkungen hat die Person?
- Welche beruflichen Interessen hat die Person?
- Welche Stärken und Schwächen hat die Person?
Es finden auch verschiedene Tests statt.
Die Test-Ergebnisse helfen dabei,
den richtigen Beruf für die Person zu finden.
Ergo-Therapeut
Die Fach-Leute von der Ergo-Therapie heißen Ergo-Therapeuten.
Sie unterstützen Menschen dabei,
selbst-ständig zu leben.
Sie trainieren mit den Menschen zum Beispiel:
- das Anziehen und Ausziehen
- Oder das Gedächtnis
Erwerbs-Fähigkeit
Erwerbs-Fähigkeit bedeutet:
Ein Mensch kann arbeiten und Geld verdienen.
Erwerbs-Minderung
Erwerbs-Minderung bedeutet:
Ein Mensch kann wegen einer Behinderung oder Krankheit gar nicht
Oder nur wenige Stunden arbeiten.
Bei der Erwerbs-Minderung gibt es den Unterschied:
Teil-weise Erwerbs-Minderung:
Das bedeutet: man kann wegen einer Krankheit oder Behinderung
zwar mindestens 3 Stunden arbeiten.
Aber man kann nur weniger als 6 Stunden pro Tag arbeiten.
Volle Erwerbs-Minderung:
Das bedeutet: man kann pro Tag weniger als 3 Stunden arbeiten.
Ein Mensch mit Erwerbs-Minderung kann eine Rente bekommen.
Die Rente heißt Erwerbs-Minderungs-Rente.
Dafür muss man bei der Renten-Versicherung einen Antrag stellen.
Leistungen zur Teilhabe am Arbeits-Leben
Teilhabe bedeutet: dabei sein, mitmachen können.
Teilhabe am Arbeits-Leben bedeutet:
Man kann arbeiten.
Und Geld verdienen.
Menschen mit Behinderungen
Und ihre Arbeit-Geber können Förder-Leistungen bekommen.
Damit Menschen mit Behinderungen einen Job bekommen
Oder ihren Job behalten können.
Leistungen zur Teilhabe am Arbeits-Leben sind Hilfen für die Arbeit.
Zum Beispiel:
- Hilfs-Mittel am Arbeits-Platz
- Eine Assistenz bei der Arbeit - Eine Assistenz ist eine Person, die bei der Arbeit hilft.
- Berufs-Vorbereitende Bildungs-Maßnahmen
- Kurse für Weiterbildungen
- Oder Umschulungen
Das sind nur ein paar Beispiele.
Es gibt noch mehr Leistungen zur Teilhabe am Arbeits-Leben.
Medizinische Reha
Reha ist das kurze Wort für Rehabilitation.
Rehabilitation bedeutet Wieder-Herstellung.
Medizinische Rehabilitation bedeutet:
Herr Schmitz hatte einen Auto-Unfall
Und wurde schwer verletzt.
Nach dem Kranken-Haus soll Herr Schmitz
Kranken-Gymnastik machen.
Damit er wieder so laufen kann wie früher.
Physio-Therapeut
Die Fach-Leute von der Physio-Therapie heißen Physio-Therapeuten.
Sie helfen Menschen mit körperlichen Problemen.
Physio-Therapie hilft auch, körperlichen Problemen vorzubeugen.
Sie machen dann bestimmte Übungen.
Man sagt dazu auch: Kranken-Gymnastik.
In der Therapie machen Sie zum Beispiel
- Wasser-Gymnastik
- Übungen an Geräten
- Und Massagen
Psychologe
Psychologen erforschen die Seele von Menschen.
Sie versuchen durch Gespräche Menschen zu verstehen.
Sie versuchen zu verstehen,
was im Menschen drin vorgeht.
Die Einrichtungen der medizinisch-beruflichen Rehabilitation (Phase II) sollen eine Lücke schließen zwischen der medizinischen Akutbehandlung und Erstversorgung (Phase I) sowie der beruflichen Rehabilitation (Phase III), die der Ausbildung oder Umschulung dient.
Einrichtungen der medizinisch-beruflichen Rehabilitation sind besondere Rehabilitationszentren für spezielle Krankheiten oder Arten der Behinderung, in denen in einem nahtlos ineinander greifenden Verfahren Leistungen zur Teilhabe (das heißt Leistungen zur medizinischen Rehabilitation und/oder Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben) erbracht werden.
Zur Zeit gibt es in den Bundesländern 23 Einrichtungen, die Mitglied in der Bundesarbeitsgemeinschaft medizinisch-beruflicher Rehabilitationszentren sind, mit rund 1400 Betten/Plätzen für die Leistungen der medizinisch-beruflichen Rehabilitation (Stand: 2017).
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