Psychische Beeinträchtigung
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Psychische Beeinträchtigung
Ein anderes Wort für psychische Beeinträchtigung ist:
Psychische Erkrankung
Was sind psychische Erkrankungen?
Psychische Erkrankungen kann man oft nicht sehen.
Aber sehr viele Menschen haben sie.
Sie betreffen:
- das Denken
- das Fühlen
- die Wahrnehmung
- Und das Verhalten
Manche Menschen sind nur leicht krank.
Andere sind schwer krank.
Viele können wegen der Krankheit nicht arbeiten.
Die Krankheit verläuft oft in Phasen.
Das heißt:
Manchmal geht es den Menschen gut.
Dann geht es ihnen wieder schlecht.
Oder sie sind nicht so belastbar.
Es gibt viele Arten von psychischen Krankheiten.
Zum Beispiel:
- Depressionen
- Gedanken an Selbst-Tötung
- somatoforme Störungen
Das heißt:
Eine Person hat Schmerzen.
Aber der Arzt findet keine Ursache.
- Psychosen
Das heißt:
Eine Person kann nicht mehr zwischen der Realität
Und ihren Gedanken unterscheiden.
- Persönlichkeits-Störungen
Das heißt:
Eine Person hat Probleme mit anderen Menschen.
- Sucht-Erkrankungen
Das heißt:
Eine Person ist von etwas abhängig.
Zum Beispiel von Alkohol oder Drogen.
- Ess-Störungen
Das heißt:
Eine Person isst zu viel
Oder zu wenig.
- bipolare Störungen
Das heißt:
Eine Person ist manchmal sehr glücklich
Und manchmal sehr traurig.
- Panik und Agora-Phobie
Das heißt:
Eine Person hat Angst vor großen Plätzen oder vor vielen Menschen.
- soziale Phobie
Das heißt:
Eine Person hat Angst vor anderen Menschen.
Die Person möchte nicht im Mittel-Punkt sein.
Und die Person möchte am liebsten nicht auffallen.
- generalisierte Angst-Störung
Das heißt:
Eine Person hat vor vielen Sachen Angst.
- Demenz
Das heißt:
Eine Person vergisst viele Sachen.
Und die Person kann sich nicht mehr gut konzentrieren.
- Post-traumatische Belastungs-Störung
Das kurze Wort ist: PTBS
Das heißt:
Eine Person hat etwas Schlimmes erlebt.
Und die Person denkt immer wieder daran.
Deshalb geht es der Person schlecht.
- Schlaf-Störungen
Das heißt:
Eine Person kann nicht gut schlafen.
Oder eine Person schläft zu viel.
- Zwangs-Störungen
Das heißt:
Eine Person muss bestimmte Sachen immer wieder machen.
Was ist wichtig für die Arbeit?
Menschen mit psychischer Krankheit sollen sich
bei der Berufs-Wahl beraten lassen.
Dann können sie den richtigen Beruf finden,
der zu ihnen passt.
Und müssen ihren Beruf nicht wieder aufgeben.
Was ist wichtig für Betriebe?
Betriebe sollen auf die psychische Gesundheit von ihren Mitarbeitern achten.
Denn immer mehr Menschen werden deswegen krank.
Deshalb können sie nicht arbeiten.
Oder sie müssen früher in Rente gehen.
Hier werden Schwere Wörter erklärt:
Agora-Phobie:
Bei einer Phobie hat eine Person sehr große Angst.
Der Arzt sagt dazu: Angst-Störung
Agora-Phobie bedeutet: Platz-Angst
Eine Person mit Agora-Phobie hat Angst vor Menschen-Mengen.
Und die Person hat Angst auf öffentlichen Plätzen.
Die Person hat Angst,
die Situation nicht verlassen zu können.
Die Person fühlt sich in der Situation hilflos.
Depression
Eine Depression ist eine psychische Erkrankung.
Jeder Mensch ist manchmal erschöpft oder traurig.
Bei den meisten Menschen haben diese Gefühle einen Auslöser.
Zum Beispiel kann der Tod eines Verwandten Trauer auslösen.
Diese Trauer hört nach einer Weile auf.
Menschen mit einer Depression sind auch ohne Auslöser erschöpft und traurig.
Sie können sich nicht selbst aus der Depression befreien.
Eine Depression wird oft nur durch eine Behandlung besser.
Haupt-Anzeichen von einer Depression sind:
Eine Person
- hat eine gedrückte Stimmung
- verliert das Interesse an ihren Hobbys
- fühlt keine Freude mehr
- fühlt sich antriebslos
- Und wird schnell müde
Psychische Beeinträchtigungen sind im Gegensatz zu anderen gesundheitlichen Beeinträchtigungen „unsichtbar“ und nicht immer medizinisch messbar. Von einer ernsthaften psychischen Erkrankung spricht man, wenn Denken, Fühlen, Wahrnehmung und Handeln über einen längeren Zeitraum verändert sind.
Beeinträchtigungen der psychischen Gesundheit sind weit verbreitet und reichen von leichten Einschränkungen des seelischen Wohlbefindens bis zu schweren psychischen Störungen, die eine stationäre Behandlung erfordern. Psychische Erkrankungen gehören mit zu den häufigsten Ursachen von Arbeitsunfähigkeit.
Häufige psychische Erkrankungen
- Depressionen
- Suizidalität
- somatoforme Störungen
- Psychosen
- Persönlichkeitsstörungen
- Suchterkrankungen
- Essstörungen
- bipolare Störungen
- Panik und Agoraphobie
- Soziale Phobie
- Generalisierte Angststörung
- Demenz
- Posttraumatische Belastungsstörung (PTBS)
- Schlafstörungen
- Zwangsstörungen
Phasenhafter Verlauf psychischer Erkrankungen
Typisch für psychische Erkrankungen ist ihr (im Unterschied zu anderen Behinderungen) phasenhafter Verlauf. Relativ unbeeinträchtigte Lebensabschnitte können abrupt oder schleichend durch Phasen akuter Krankheit unterbrochen werden oder in Phasen eingeschränkter Belastbarkeit übergehen.
Beispiele für die Vielfalt und Auswirkungen der möglichen Störungen:
- Erhöhte körperliche und seelische Erschöpfung, erhöhtes Schlafbedürfnis; Minderung von Spannkraft, Ausdauer, Schwung, Elan, Geduld; Einbuße an Frische und Unmittelbarkeit; Gefühl erhöhter Anstrengung bei normalen Verrichtungen oder beim Umgang mit Menschen;
- Vegetative Störungen im Bereich des Essens und der Verdauung; Herz-Kreislaufbeschwerden; Veränderungen der Speichel-, Schweiß- und Talgdrüsensekretion; Libido- und Menstruationsstörungen; oft übermäßiger Nikotin- und Alkoholgenuss;
- Störungen der Wahrnehmung in Form von Überempfindlichkeit gegenüber bestimmten Reizen, sensorische Überwachheit und Fesselung durch Wahrnehmungsdetails;
- Kognitive Störungen im Bereich des Kurz- und Langzeitgedächtnisses und der Konzentration; häufige Neigung zum Grübeln, Einbuße an Naivität und Unbefangenheit, Entschlussschwäche mit Impulsverarmung und Unfähigkeit, Unwichtiges zu übersehen;
- Soziale Störungen in Form von mangelnder Kontaktfähigkeit und Neigung zu sozialem Rückzug oder aber in Form von Distanzlosigkeit;
- Störungen der Affekte und Gefühle in Form von Verstimmungen, der Unfähigkeit, sich zu freuen, dem Gefühl der Gefühllosigkeit; oft bestehen eine erhöhte Erregbarkeit und Beeindruckbarkeit, beispielsweise durch Witterungsempfindlichkeit; Verlust von Selbstvertrauen, in Verbindung mit einer erhöhten Verletzbarkeit gegenüber bestimmten Stressoren, wie zum Beispiel Unter-/Überforderung, soziale Kränkungen und Ungerechtigkeit.
Einstieg in den Beruf mit psychischer Erkrankung
Bei der Berufswahl oder beruflichen Weiterbildung mit psychischer Erkrankung ist es ratsam, sich eingehend beraten zu lassen, denn der Einstieg in die Berufswelt ist häufiger von Rückschlägen und Abbrüchen bedroht. Die Wahl des richtigen Berufs ist abhängig von den persönlichen Interessen, dem Schulabschluss und der individuellen Situation.
Eingangsuntersuchungen zur individuellen Belastbarkeit und Eingliederungsfähigkeit (zum Beispiel durch den psychologischen Dienst der Agentur für Arbeit) können helfen, die richtige Entscheidung zu treffen. Auch psychosoziale Beratungsstellen und Selbsthilfegruppen bieten Hilfen bei Fragen zur Berufswahl an und unterstützen bei Problemen während der Berufsausbildung, um Ausbildungsabbrüche bereits im Vorfeld möglichst zu vermeiden.
Unter Mehr zum Thema bei REHADAT-Adressen finden Sie Verbände, Beratungsstellen, Bildungseinrichtungen, spezialisierte Reha-Anbieter, Rehabilitationskliniken, Inklusionsbetriebe und Angebote zur beruflichen Teilhabe für Menschen mit psychischer Erkrankung.
Psychische Erkrankungen und Arbeit
Die psychische Gesundheit von Beschäftigten ist für Unternehmen ein zunehmend wichtiges Thema, da sowohl die Krankheitstage als auch die Zahl der Frühberentungen aufgrund psychischer Erkrankungen in den letzten Jahren stark angestiegen sind.
In vielen Betrieben spielen die Aufklärung zum Thema „psychische Gesundheit“ sowie Konzepte zur Förderung psychischer Gesundheit, zur Prävention psychischer Belastungen und zur Erleichterung der betrieblichen Wiedereingliederung nach psychischen Krisen inzwischen eine wichtige Rolle.
Rechtsgrundlagen
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Psychische Erkrankung (Angebote und Adressen)
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Praxisbeispiele zu psychischen Erkrankungen
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Psychische Erkrankung
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REHADAT-Wissen: Depressionen
rehadat-wissen.de, Ausgabe 06
Externe Links
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Präventionsguide Psyche & Projekt Psychische Gesundheit – Arbeit – Prävention (PsyGAP)
praeventionsguidepsyche.de -
Psychiatrienetz – Forum zum Thema Psychische Erkrankung
psychiatrie.de -
VdK-TV, Serie Rechtsexpertin erklärt: Psychische Erkrankungen im Arbeitsleben
vdktv.de -
VdK-TV, Serie Kurz erklärt: Psychische Erkrankungen im Arbeitsleben
vdktv.de