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REHADAT-Newsletter 2/2022

Köln, 28. März 2022

REHADAT-Hilfsmittelfinder: Schnell zum passenden Hilfsmittel

Unter www.hilfsmittelfinder.de stellt REHADAT eine neue geführte Hilfsmittelsuche zur Verfügung.

Der Hilfsmittelfinder führt Nutzerinnen und Nutzer im Dialog mit der digitalen Suchassistentin Ariadne nach maximal vier Fragen zu Hilfsmitteln für unterschiedliche Aktivitäten. Fünf alltagsnahe Kategorien dienen als Einstieg: Arbeiten und Lernen, Sich fortbewegen, Kommunizieren, Körper pflegen sowie Wohnen und Freizeit gestalten. Mit der neuen Suchstrategie erhalten auch Personen ohne Fachkenntnisse einen schnellen Überblick über Hilfsmittel und einen leichteren Einstieg in die komplexe Hilfsmittelversorgung.

Zum Hilfsmittelfinder: www.hilfsmittelfinder.de

Wie lange ist ein BEM „haltbar“? BAG veröffentlicht Urteil

Das Bundearbeitsgericht (BAG) hat eine Entscheidung zur „Haltbarkeit“ eines Betrieblichen Eingliederungsmanagements (BEM) getroffen. In dem Fall ging es um einen Beschäftigten, bei dem nach langer Erkrankung ein BEM durchgeführt und Anfang 2019 beendet wurde. Er erkrankte allerdings im Anschluss erneut an 79 Tagen innerhalb eines Jahres und der Arbeitgeber kündigte daraufhin krankheitsbedingt.

Nach Ansicht des BAG hätte ein zweites BEM durchgeführt werden müssen – das Gericht erklärte deshalb die Kündigung für unwirksam. In der Begründung führte das BAG aus, dass ein Mindesthaltbarkeitsdatum dem Sinn und Zweck eines BEM zuwiderlaufen würde. Erkranke ein Beschäftigter nach Abschluss eines BEM erneut, sei grundsätzlich innerhalb eines Jahres ein erneutes BEM durchzuführen. Vorhergehende Erkrankungen, Arbeitsbedingungen und Maßnahmen seien möglicherweise nicht vergleichbar mit der Situation der erneuten Arbeitsunfähigkeit. Dies zu klären, wäre nur in einem neuerlichen BEM möglich.

Zum Urteil: Az. 2 AZR 138/21 | REHADAT-Recht

Tipp! Bei REHADAT finden Sie fast 300 Urteile zum Betrieblichen Eingliederungsmanagement: Urteile zum Betrieblichen Eingliederungsmanagement | REHADAT-Recht

Wer forscht zu Rehabilitation und Teilhabe? Verzeichnis aktualisiert

REHADAT stellt das aktuelle Verzeichnis der „Rehabilitations- und Teilhabeforschenden – Akteure und Themen in Deutschland 2022“ zum kostenfreien Download bereit. Das Verzeichnis informiert darüber, welche Personen zu welchen Themen der Rehabilitation, Teilhabe und Inklusion in Deutschland forschen. 

Im Verzeichnis finden sich neben klassischen Fragestellungen auch aktuell besonders bedeutsame Themen, wie die Rehabilitation bei Long-/Post-Covid-19 oder Digitalisierung und E-Health in der medizinischen Rehabilitation und Nachsorge sowie spezifische berufsbezogene Themen, wie Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben, betriebliche Inklusion und Return to Work.

Das Verzeichnis wird jährlich herausgegeben von REHADAT, der Bundesarbeitsgemeinschaft für Rehabilitation, der Deutschen Vereinigung für Rehabilitation und der Deutschen Rentenversicherung Bund. 

Download des Verzeichnisses: Reha- & Teilhabeforschende | REHADAT-Forschung

Menschen mit Beeinträchtigungen auf dem Arbeitsmarkt: Poster veröffentlicht

Vom 7. bis 9. März hat die Deutsche Rentenversicherung Bund in Münster das 31. Reha-Kolloquium als hybride Veranstaltung durchgeführt. Insgesamt 1.200 Expertinnen und Experten präsentierten Forschungsergebnisse und diskutierten zu verschiedenen Aspekten des diesjährigen Mottos: „Neue Wege und Chancen in der Rehabilitation“.

REHADAT war mit einem Poster vertreten und stellte eine aktuelle Studie vor: „Menschen mit Beeinträchtigungen auf dem Arbeitsmarkt – Erwerbsbeteiligung, Beschäftigungsstrukturen und persönliche Einschätzungen“.

Zum Poster/zur Studie: Poster Reha-Kolloquium 2022 | REHADAT

eQualification: Teilhabe in digitalen Zeiten

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) startete am 4. März 2022 die digitale Konferenz eQualification zum Thema „Digitale Weiterbildung“ (www.equalification.de). Zum Auftakt am ersten von vier Freitagen schalteten sich 400 Teilnehmerinnen und Teilnehmer zu.

REHADAT nahm an der Podiumsdiskussion „Teilhabe in digitalen Zeiten“ teil und berichtete darüber, wie digitale Hilfsmittel den Arbeitsalltag, aber auch Freizeitaktivitäten von Menschen mit Behinderungen erleichtern oder überhaupt ermöglichen. Dokumentiert wurde die Diskussion wurde mit einem sogenannten „Graphic recording“: 2022_GR-P4-scaled | eQualification.

Das Angebot wächst: über 70 Andere Leistungsanbieter bei REHADAT

Mit der Einführung der sogenannten Anderen Leistungsanbieter durch das Bundesteilhabegesetz (BTHG) wurde für Menschen mit Behinderungen eine Alternative zur beruflichen Bildung und zur Beschäftigung in Werkstätten für behinderte Menschen geschaffen. Bis Anfang März 2022 wurden bisher 71 Andere Leistungsanbieter an REHADAT gemeldet.

Das Bundesland mit den meisten Anbietern ist Niedersachsen (17). Insgesamt werden mehr Angebote bei der Leistungsform Eingangsverfahren und Berufsbildungsbereich gemacht (65). 23 der Anbieter bieten auch oder ausschließlich Leistungen im Arbeitsbereich an.

Eine Übersicht: Andere Leistungsanbieter nach BTHG | REHADAT-Adressen

BIH veröffentlicht Jahresbericht: Behinderung und Beruf in Deutschland

Die Bundesarbeitsgemeinschaft der Integrationsämter und Hauptfürsorgestellen (BIH) hat ihren Jahresbericht 2020/2021 mit einem Überblick über ihre Tätigkeiten veröffentlicht.

Im Bericht können Sie z. B. nachlesen, welche Leistungen an Arbeitgeber, schwerbehinderte Menschen, Inklusionsbetriebe oder Integrationsfachdienste geflossen sind. Oder wie die Instrumente zur Sicherung der Beschäftigung umgesetzt worden sind – die Präventionspflichten der Arbeitgeber, das Betriebliche Eingliederungsmanagement (BEM) und der besondere Kündigungsschutz.

Ausgewählte Zahlen und mehr Informationen: Integrationsämter | REHADAT-Statistik

Zu diesem und weiteren BIH-Jahresberichten: BIH-Jahresberichte | REHADAT-Literatur

Neues bag if Projekt startet: „Ausbildung. MehrWert inklusive“

Schulabgänger*innen aus Förderklassen, die keinen Ausbildungsplatz finden, auf der einen Seite – und Inklusionsunternehmen, die unter Fachkräftemangel leiden, auf der anderen Seite. Das will die Bundesarbeitsgemeinschaft Inklusionsfirmen (bag if) ändern. Aus diesem Grund startet im März 2022 das von der Aktion Mensch und der Freudenberg Stiftung geförderte Projekt „Ausbildung. MehrWert inklusive“ mit dem Ziel, die Ausbildung in Inklusionsunternehmen zu stärken.

Mit einer Aufklärungs-, Öffentlichkeits- und Netzwerkkampagne will die bag if junge Menschen mit Behinderungen für eine Ausbildung in einem Inklusionsunternehmen begeistern und Inklusionsunternehmen für die Ausbildung stark machen.

Sie sind als Unternehmen bereits stark in Ausbildung und wollen von Ihrer guten Praxis berichten? Sie wollen die Ausbildung in Ihrem Unternehmen auf- oder ausbauen? Machen Sie mit und schreiben Sie an mehrwert-inklusive@bag-if.de.

 

agnes@work unterstützt berufstätige Menschen mit Seheinschränkung

Veränderungen am Arbeitsplatz sind für alle eine Herausforderung. Die Gefahr, dass Beschäftigte mit Blindheit oder Sehbehinderung dabei abgehängt werden, ist allerdings besonders groß. Agile Arbeitsmethoden lösen z. B. feste Teamstrukturen und Zuständigkeiten auf, immer häufiger wird neue Software eingeführt.

Das Projekt agnes@work unterstützt deshalb vor Ort am Arbeitsplatz: Die Betroffenen, die Schwerbehindertenvertretungen und alle übrigen betriebsinternen und externen Beteiligten – kostenfrei, deutschlandweit und firmenunabhängig. 

Mehr Informationen: Unterstützung am Arbeitsplatz | agnes-at-work.de

REHADAT-Online-Seminar

Für Kurzentschlossene findet nächste Woche am 06.04.2022 das REHADAT-Online-Seminar „Berufliche Teilhabe gestalten“ statt. In dem eineinhalbstündigen Seminar wird ein Überblick über die wichtigen Aspekte der beruflichen Teilhabe von Menschen mit Behinderungen gegeben. Dabei wird z. B. gezeigt, wie ein Arbeitsplatz samt Arbeitsumgebung behinderungsgerecht gestaltet wurde, welche Leistungen zur Teilhabe dabei eine Rolle gespielt haben und welche Akteurinnen und Akteure beteiligt waren. Und Sie erfahren, wie Sie REHADAT als hilfreiche Informationsquelle bei der Gestaltung beruflicher Teilhabe nutzen können.

Weitere Informationen und Anmeldung: Online-Seminare | REHADAT

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REHADAT - Informationen zur beruflichen Teilhabe von Menschen mit Behinderungen
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Projektleitung: Andrea Kurtenacker
Redaktion: Anja Brockhagen, brockhagen@iwkoeln.de
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REHADAT wird gefördert durch das Bundesministerium für Arbeit und Soziales und ist ein Projekt des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln.