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REHADAT-Newsletter 6/2020

Köln, 27. November 2020

Neu aufgelegt: Personalkompass Inklusion 

Der Personalkompass Inklusion ist ein praxisnaher Leitfaden zur Beschäftigung von Menschen mit Behinderungen. Die Broschüre stellt Wissen für Unternehmen zusammen und nutzt dafür Formate wie Checklisten, Kontakt- und Förderhinweise, Good-Practice-Beispiele, Überblicksartikel und ein Glossar. Der Personalkompass Inklusion wurde umfassend überarbeitet und ist im Oktober 2020 in zweiter Auflage erschienen.

Die barrrierefreie PDF-Datei bzw. die Print-Bestellmöglichkeit finden Sie hier: REHADAT-Publikationen.

„Ich hör' wohl nicht richtig?!“ – Wissensreihe Hörbehinderung veröffentlicht

Wie können Menschen mit einer Hörbehinderung möglichst gut am Berufsleben teilhaben? Antworten auf diese Frage gibt der neueste Band der REHADAT-Wissensreihe mit dem Titel „Ich hör‘ wohl nicht richtig?!“. 

Die Broschüre beschreibt kommunikationsfördernde, organisatorische und technische Lösungsansätze, um Arbeitsbedingungen an die Bedürfnisse von Beschäftigten mit Hörbehinderung anzupassen. Darüber hinaus erhalten Interessierte grundlegende Informationen über das Thema Hörbehinderung und deren Auswirkungen auf das Arbeitsleben, z. B. Informationen über die Arten von Schwerhörigkeit, Hörhilfen, Kommunikationsformen, den Grad der Behinderung, Arbeitsschutz und Barrierefreiheit. 

Die barrrierefreie PDF-Datei bzw. die Print-Bestellmöglichkeit finden Sie hier: REHADAT-Publikationen.

Ergebnisse der REHADAT-Erhebung „Mit Rheuma im Job”

Erfreuliches Ergebnis der REHADAT-Rheuma-Befragung: Der Großteil der Befragten kann seiner beruflichen Tätigkeit weitestgehend uneingeschränkt nachgehen und fühlt sich insgesamt gut im Job integriert. Nachholbedarf gibt es allerdings in Bezug auf Information und Kommunikation: 36 Prozent fühlen sich unzureichend zum Thema „Beruf“ im Zusammenhang mit ihrer Erkrankung informiert. 

Welche Antworten die über 400 Befragten auch noch gegeben haben, lesen Sie hier (barrierefreie PDF, 205 KB): REHADAT-Befragung: Rheuma im Job.

Gestartet: DVfR-Befragung zu Corona-Folgen für Menschen mit Behinderungen

Welche Auswirkungen hat die Corona-Pandemie auf die Teilhabe von Menschen mit Behinderungen, chronischen Erkrankungen und Pflegebedarf? Wie müssen Reha-Angebote angepasst und verändert werden, um Teilhabe sicherzustellen? 

Im Corona-Konsultationsprozess untersucht die Deutsche Vereinigung für Rehabilitation (DVfR) diese Fragen mit Unterstützung des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales (BMAS). Ziel ist es, die erlebten Auswirkungen der Pandemie auf Menschen mit Behinderungen aus verschiedenen Perspektiven darzustellen.

Hier können Sie sich bis zum 13. Dezember 2020 beteiligen: DVfR-Onlinebefragung.

Kurz erklärt: Was sind Datenbrillen?

Datenbrillen, auch Smartglasses genannt, sind am Körper getragene Computer (wearables). Sie übermitteln Informationen wie Arbeitsanweisungen zum Sichtfeld der Person, die die Datenbrille trägt, und ermöglichen damit eine erweiterte Realitätswahrnehmung (augmented reality). Der Einsatz von Datenbrillen nimmt in der Arbeitswelt zu – auch für Menschen mit Behinderungen. So können Datenbrillen behinderungsbedingte Einschränkungen ausgleichen, beispielsweise bei Hörschädigungen, kognitivem Unterstützungsbedarf oder körperlichen Einschränkungen.

Hier erfahren Sie aus der Praxis, wie Datenbrillen in der Lagerlogistik für Menschen mit Hörbehinderung oder einer Rückenerkrankung eingesetzt werden: REHADAT-Gute Praxis: Datenbrillen

Urteil: Kein Anspruch auf Anhörung

Das Bundesarbeitsgericht hat wie folgt entschieden: Hat ein Beschäftigter mit einem Grad der Behinderung von 30 die Gleichstellung mit einem schwerbehinderten Menschen beantragt und dies dem Arbeitgeber mitgeteilt, ist der Arbeitgeber nicht verpflichtet, die Schwerbehindertenvertretung von der beabsichtigten Umsetzung dieses Arbeitnehmers (vorsorglich) zu unterrichten und sie hierzu anzuhören, wenn über den Gleichstellungsantrag zu diesem Zeitpunkt noch nicht entschieden ist.

Das Urteil gibt es bei REHADAT-Recht im Volltext mit dem Aktenzeichen:  7 ABR 18/18.

Tipp! Hier finden Sie über 180 Urteile, die die Anhörungs- bzw. Mitwirkungsrechte betreffen: REHADAT-Recht: Urteile Anhörung und Beteiligung von Schwerbehindertenvertretungen.

Mobil mit dem eigenen Auto – Umrüster machen es möglich

Einschränkungen der Arme oder Beine, Kleinwuchs oder die Mitnahme eines Rollstuhls – es gibt verschiedene Gründe, warum Menschen mit Behinderungen kein handelsübliches Auto oder ein anderes Kraftfahrzeug (Kfz) fahren können, sondern das Fahrzeug vorab behinderungsgerecht umbauen lassen müssen. Bei REHADAT finden Sie aktuell bundesweit mehr als 130 Betriebe, die sich auf das Umrüsten von Kfz spezialisiert haben: REHADAT-Adressen: Kfz-Umrüster.

Tipp! Eine Übersicht zu Produkten gibt es ebenfalls: REHADAT-Hilfsmittel: Kfz-Anpassungen.

Gerechtes Führen beeinflusst Fehlzeiten

Die AOK hat ihren Fehlzeitenreport mit dem diesjährigen Schwerpunktthema "Gerechtigkeit und Gesundheit" veröffentlicht. Dazu wurden 2.500 Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer zu ihrem Gerechtigkeitsempfinden am Arbeitsplatz befragt und die Auswirkungen auf die Gesundheit analysiert. 

Ergebnis: Beschäftigte, die sich von ihrer Führungskraft gerecht behandelt fühlen, weisen weniger krankheitsbedingte Fehlzeiten auf. Diejenigen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, die ihren Vorgesetzten die besten Noten für Fairness geben, kommen durchschnittlich auf nur 12,7 Arbeitsunfähigkeitstage pro Jahr. Dagegen weist die Gruppe der Berufstätigen, die ihren Chef als eher ungerecht wahrnehmen, im Durchschnitt 15,0 Fehltage auf.

Mehr Informationen finden Sie hier: REHADAT-Statistik: AOK-Fehlzeitenreport.

Tipp! bei REHADAT finden Sie nicht nur den aktuellen Report, sondern auch die Ausgaben der letzten 20 Jahre: REHADAT-Literatur: Fehlzeitenreports.

Kurz vorgestellt: Projekt „Leichte Sprache im Arbeitsleben“

Im BMAS-geförderten Projekt „Leichte Sprache im Arbeitsleben – partizipativ (LeiSA-parti)“ der Universitäten Köln und Leipzig geht es darum, einen partizipativen Arbeitsprozess für Wissenschaftler/innen und Menschen mit Lernschwierigkeiten/sog. geistiger Behinderung modellhaft zu entwickeln und exemplarisch umzusetzen. Auch möchte das Projekt mehr über die Gelingensbedingungen partizipativen Forschens mit Menschen mit Lernschwierigkeiten herausfinden.

Hier erfahren Sie mehr: zur Projektbeschreibung in REHADAT-Forschung

Tipp! Alle Projekte zum Thema finden Sie hier: REHADAT-Forschung: Projekte zu „Leichte Sprache“.

Inklusives Arbeiten im Sport: PASS liefert Informationen

Die neue Internetplattform PASS bietet Informationen rund um das Thema „Inklusives Arbeiten im Sport“. Die Seite richtet sich sowohl an Menschen mit Behinderungen, die einen Job oder allgemeine Informationen zum inklusiven Arbeiten im Sport suchen, als auch an Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber aus dem Sport, die ihre offenen Stellen auch für Menschen mit Behinderungen ausschreiben wollen.

Hier können Sie die Seite aufrufen: http://pass.dosb.de

NRW-Programm „Schule trifft Arbeitswelt“ verlängert 

Das Land NRW, die Landschaftsverbände und die Bundesagentur für Arbeit NRW haben das Programm KAoA-Star (Schule trifft Arbeitswelt) um drei Jahre verlängert, um die berufliche Integration von Schülerinnen und Schülern mit Beeinträchtigungen weiter zu unterstützen. Fast 30 Millionen Euro werden investiert und voraussichtlich rund 9.300 Schülerinnen und Schüler das Angebot einer behinderungsspezifischen beruflichen Orientierung wahrnehmen.

Weitere Informationen finden Sie hier: www.lvr.de.

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Projektleitung: Andrea Kurtenacker
Redaktion: Anja Brockhagen, brockhagen@iwkoeln.de
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