REHADAT-Newsletter 5/2019

Köln, 24. September 2019

Wir feiern 30 Jahre REHADAT!

Wir haben Grund zu feiern! Denn seit 30 Jahren stellt das Institut der deutschen Wirtschaft REHADAT zur Verfügung und informiert umfassend und umfangreich über die berufliche Teilhabe von Menschen mit Behinderung. Wir danken allen unseren Nutzerinnen und Nutzern für die lange Treue ganz herzlich!

Das Jubiläum haben wir zum Anlass genommen, bei einem Workshop mit über 70 internen und externen Experten darüber zu diskutieren, wie Digitalisierung als Chance für die berufliche Teilhabe von Menschen mit Behinderung genutzt werden kann. Mehr zu den Ergebnissen lesen Sie hier: www.rehadat.de

REHADAT-Forschung überarbeitet: Projekte, Studien und Forschende zur beruflichen Teilhabe

Wer sich für die Forschungslandschaft zur beruflichen Teilhabe und Inklusion in Deutschland interessiert, kann alle wichtigen Projekte, Studien sowie Forscherinnen und Forscher im Portal REHADAT-Forschung finden – seit kurzem im neuen Layout, mit verbesserter Struktur, erweiterten Inhalten und einer intuitiveren Suche.

Das Portal umfasst mehr als 1.800 Projekte aus Forschung und Praxis von allen relevanten Organisationen, Forschungseinrichtungen, Rehabilitations- und Projektträgern. Die Projektbeschreibungen informieren über Inhalte, Ansprechpersonen, beteiligte Institutionen, Förderer und projektbezogene Veröffentlichungen.

Was das Portal sonst noch zu bieten hat – schauen Sie selbst: www.rehadat-forschung.de.

Urteil: Kostenübernahme für Hörhilfen mit Lärmschutz durch Krankenkasse

Das Sozialgericht Speyer hat im Oktober 2018 die Krankenversicherung zur Übernahme der Kosten für Hörgeräte einer schwerhörigen Schichtführerin in der Produktion verpflichtet. Die Hörgeräte mussten besonderen berufsbedingen Anforderungen genügen, damit sie u. a. zum Tragen an einem Lärmarbeitsplatz geeignet sind.

Der Anspruch der Klägerin ergab sich aus der eingetretenen Genehmigungsfiktion. Die Krankenkasse wäre aber auch ungeachtet der eingetretenen Fiktion als zweitangegangener Träger verpflichtet gewesen, da die Klägerin einen Anspruch auf Versorgung mit den begehrten Hörgeräten mit integriertem Lärmschutz als Leistung zur Teilhabe am Arbeitsleben hatte.

Das Urteil im Volltext finden Sie bei REHADAT mit dem Aktenzeichen: S 19 KR 650/17

Update in REHADAT: Hilfsmittel für Menschen mit Hörschädigung

Von innovativen Hörgeräten bis Blitzanzeiger – smarte Technologien sind unerlässliche Helfer, damit sich Menschen mit Gehörlosigkeit oder Schwerhörigkeit im Alltag, in der Ausbildung und im Job verständigen und orientieren können.

REHADAT hat seine Auswahl an beispielhaften Hilfen für Hörgeschädigte aktualisiert und um neue Modelle ergänzt. Die relevanten Produkte wie Cochlea-Implantate, Übertragungsanlagen, Telefonhörverstärker oder Signalgeber sind in der Hilfsmittelkategorie „Kommunikation & Information“ zu finden – inklusive der jeweiligen Firmenadressen.

Darüber hinaus sind Hörhilfen im GKV-Hilfsmittelverzeichnis in der Produktgruppe 13 mit Informationen zu den aktuellen Festbeträgen gelistet.

Verzeichnis der Inklusionsbetriebe 2019 veröffentlicht

REHADAT hat das Verzeichnis der Inklusionsbetriebe in Deutschland für 2019 veröffentlicht. In der neuen Ausgabe sind weit über 900 Unternehmen und Abteilungen erfasst. Das Branchen-Spektrum reicht von industrieller Fertigung über Dienstleistungen, Handel, Handwerk, Hotel- und Gaststättengewerbe bis hin zu Multimedia- und IT-Unternehmen.

Hier können Sie das Verzeichnis direkt downloaden: www.rehadat.de

Wer stellt den Schwerbehindertenausweis aus? REHADAT listet zuständige Stellen

In der Regel sind die Versorgungsämter zuständig für die Feststellung der Behinderung und die Ausstellung des Schwerbehindertenausweises. Inzwischen können diese Aufgaben, je nach Landesrecht, auch bei allgemeinen Verwaltungsbehörden oder bei Kommunen angesiedelt sein.

REHADAT-Adressen bietet jetzt eine übersichtliche Auflistung der zuständigen Stellen nach Bundesländern – mit direktem Link auf die Ansprechpersonen und Kontakte zur Ausstellung des Schwerbehindertenausweises: www.rehadat-adressen.de

Wie gut klappt die EU-Strategie zugunsten von Menschen mit Behinderung? Jetzt Online-Fragebogen ausfüllen

Zur „Überprüfung der Europäischen Strategie zugunsten von Menschen mit Behinderungen 2010-2020“ hat die EU-Kommission eine (bis zum 23. Oktober 2019 laufende) öffentliche Online-Konsultation eingeleitet. Ziel ist es herausfinden, wie die EU-Politik für Menschen mit Behinderung in Zukunft besser, wirksamer und zielgerichteter gestaltet werden kann.

Den Online-Fragebogen und weitere Informationen finden Sie unter folgendem Link: ec.europa.eu/info

BAR-Onlinetool berechnet relevante Fristen im Reha-Prozess

Die Bundesarbeitsgemeinschaft für Rehabilitation (BAR) hat im September einen Online-Fristenrechner zum Reha-Prozess zur Verfügung gestellt. Nutzerinnen und Nutzer können konkrete Antragsdaten eingeben und erhalten außer den Fristen auch Hinweise auf die gesetzlichen Regelungen und weiterführende Informationen.

Hier geht es zum Online-Fristenrechner: www.reha-fristenrechner.de

LWL veröffentlicht Wissensportal zum BTHG

Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) hat ein neues Wissensportal zum Bundesteilhabegesetz (BTHG) veröffentlicht. Interessierte erfahren u. a., warum es das BTHG überhaupt gibt, welche Ziele es hat und was genau sich verändern wird, wenn ab 2020 die Eingliederungshilfe nicht mehr Teil der Sozialhilfe sein wird.

Hier geht es zum neuen BTHG-Wissensportal: www.bthg2020.lwl.org

33 Monate Bundesteilhabegesetz – Wie stark ist die SBV?

Das Bundesteilhabegesetz hat die Beteiligungsrechte für die Schwerbehindertenvertretung (SBV) erweitert. Vor diesem Hintergrund veranstaltet die Deutsche Vereinigung für Rehabilitation (DVfR) ab dem 25. September 2019 eine Online-Diskussion. Dabei sollen auch bisher wenig thematisierte Aspekte aufgegriffen werden, wie z. B. die Rolle der Stufenvertretungen in größeren Behörden sowie Modelle für die Heranziehung von Stellvertretungen bei einer Verhinderung oder bei Unterstützungsbedarf der SBV.

Hier finden Sie die Diskussion: fma.reha-recht.de

Uni Köln befragt Menschen mit gesundheitlichen Einschränkungen zu ihrer Arbeit

Wie erleben Menschen mit gesundheitlichen Einschränkungen ihr Arbeitsumfeld und welche Auswirkungen hat das auf sie? Ziel der Befragung ist, Informationen zur Arbeitssituation von Menschen mit gesundheitlichen Beeinträchtigungen aus erster Hand zu erheben. Langfristig soll dieses Wissen dazu beitragen, die Arbeitssituation von Menschen mit gesundheitlichen Beeinträchtigungen zu verbessern.

Hier geht es zur Umfrage „Mittendrin oder nur dabei?“: unikoelnpsych.eu.qualtrics.com

Körperlich harte Arbeit: Unterstützung durch Arbeitshilfen

Die Sonderauswertung des Deutschen Gewerkschaftsbundes „Körperlich harte Arbeit“ unter 8.000 Beschäftigten ergab, dass 30 Prozent der Beschäftigten noch immer körperlich hart arbeiten (z. B. Lasten heben, tragen, stemmen) und 52 Prozent häufig in ungünstigen Körperhaltungen verharren. Das betrifft Berufsgruppen in der Landwirtschaft, auf dem Bau, in der Produktion, aber auch in vielen Dienstleistungsberufen wie Pflege oder Verkauf. Die Mehrheit der Befragten geht davon aus, dass sich ihr Gesundheitszustand durch eine präventive Arbeitsgestaltung verbessern ließe: index-gute-arbeit.dgb.de.

Abhilfe können technische Arbeitshilfen schaffen, die für die präventive Arbeitsgestaltung eingesetzt und auch als Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben gefördert werden – wie ergonomische Büroausstattung, Hebetechnik oder Baumaschinen. Eine Übersicht finden Sie bei www.rehadat-hilfsmittel.de.

REHADAT auf der A+A in Düsseldorf

Vom 5. bis 8. November 2019 findet in Düsseldorf die internationale Messe für Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit A+A statt. Parallel dazu läuft der Kongress für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin – u. a. für die Zielgruppe der Schwerbehindertenvertretungen mit den Themen Prävention, Eingliederung und Inklusion. Diskussionspunkte sind etwa die UN-BRK, BTHG, barrierefreie Arbeitsgestaltung, Gefährdungsbeurteilung und die digitale Transformation (Download Kongressprogramm: www.aplusa.de).

Sie finden REHADAT mit einem eigenen Stand in Halle 10 am Stand E 47. Wir freuen uns auf Ihren Besuch und zeigen Ihnen gerne, welche Informationen REHADAT zu den Themen Inklusion und Prävention für Sie bereithält.

Alle Informationen zur Messe und zum Kongress finden Sie hier: www.aplusa.de

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Redaktion: Anja Brockhagen, brockhagen@iwkoeln.de
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REHADAT wird gefördert durch das Bundesministerium für Arbeit und Soziales und ist ein Projekt des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln.