REHADAT-Newsletter 1/2020

Köln, 30. Januar 2020

Führungswechsel bei REHADAT: Andrea Kurtenacker ist neue Leiterin

Bei REHADAT hat die Führung gewechselt: die langjährige Projektleiterin Petra Winkelmann hat sich in den Ruhestand verabschiedet und den Staffelstab an ihre Nachfolgerin Andrea Kurtenacker übergeben.

Betriebswirtin Andrea Kurtenacker arbeitet seit vielen Jahren als Referentin und Teamleiterin für REHADAT. Sie übernimmt nicht nur die Leitung von REHADAT, sondern übernimmt auch die Verantwortung für das IW-Kompetenzfeld „Berufliche Teilhabe und Inklusion”.

„Ich freue mich auf die neue, doppelte Leitungsaufgabe und übernehme gerne die Verantwortung, REHADAT in der gewohnten Qualität zu erhalten und weiter zu entwickeln”, so Andrea Kurtenacker zu Beginn ihrer neuen Führungsposition.

Portal „REHADAT-Statistik" erweitert

Das erweiterte Portal REHADAT-Statistik ist seit kurzem online: mit frischem Layout und zusätzlichen Inhalten. Nutzerinnen und Nutzer können jetzt – auch mit mobilen Endgeräten – Statistiken und empirische Untersuchungen, die einen Bezug zur beruflichen Teilhabe von Menschen mit Behinderung haben, noch einfacher und schneller finden.

Neben allgemeinen Zahlen zu Behinderungen bietet das Portal Links auf Statistiken zu den Themen Bildung, Ausbildung, berufliche Teilhabe, Leistungen der Kostenträger und barrierefreies Leben. Zu jeder Statistik führt das Portal ausgewählte Ergebnisse auf, verlinkt zur Quelle und gibt Hinweise zur Methodik. Zusätzlich gibt es mehr Infografiken, um die Ergebnisse auch optisch schnell zu erfassen.

Hier können Sie das Portal aufrufen: www.rehadat-statistik.de.

Urteil: Anspruch auf behinderungsgerechte Beschäftigung nur im „Mittelschichteinsatz”

Ein gleichgestellter Industrieschlosser mit einer chronisch depressiven Grunderkrankung hatte seinen Arbeitgeber verklagt, ihn ausschließlich leidensgerecht im Einschicht-Betrieb zwischen 8 und 16:30 Uhr einzusetzen. Sein Arbeitsvertrag sah allerdings eine zu leistende Arbeitszeit im Dreischicht-Betrieb vor.

Der Arbeitgeber begründete seine Ablehnung damit, dass die Arbeitszeitwünsche des Klägers nicht aus der Erkrankung des Schlossers resultierten, sondern aus der familiären Situation des alleinerziehenden Klägers.

Das sah das Arbeitsgericht Hamburg anders. Warum, lesen Sie bei REHADAT-Recht im Volltext hier: 17 Ca 41/19.

Tipp! Sie finden bei REHADAT aktuell 122 Urteile zu strittigen Arbeitszeitbelangen in Beschäftigungsverhältnissen von kranken oder behinderten Menschen: www.rehadat-recht.de

Apps auf Rezept: Infos bei REHADAT

Seit Anfang 2020 können sich Patientinnen und Patienten Gesundheits-Apps von ihrem Arzt oder ihrer Ärztin verschreiben lassen. Die Kosten übernimmt die gesetzliche Krankenversicherung. Möglich wird die neue Praxis durch das „Digitale-Versorgungs-Gesetz“.

Bei REHADAT finden Sie verschiedene Informationen und Suchmöglichkeiten zum Thema Apps:

REHADAT vor Ort: Inklusion beim WDR

Deutschlands größtes öffentlich-rechtliches Medienunternehmen setzt bei der Personalgewinnung auf Vielfalt und Inklusion. Um gezielt Menschen mit Beeinträchtigungen eine Chance zu geben, bietet der WDR seit 2003 sogenannte Integrationshospitanzen an. Über die Details sprach REHADAT mit Jan Gropp. Er ist seit Ende 2018 Vertrauensperson der schwerbehinderten Menschen beim WDR.

Hier können Sie das vollständige Interview lesen: www.rehadat.de

Gute Praxis: Gehörlose Berufskraftfahrer in einer Spedition

Wie erfolgreich die Ausbildung und Beschäftigung von zwei gehörlosen Berufskraftfahrern in einer Spedition funktionieren kann, lesen Sie jetzt in REHADAT-Gute Praxis.

Sie finden zum Beispiel Informationen über spezielle Fahrschulen, über Prüfungen mit Nachteilsausgleichen, Fortbildungen in Gebärdensprache, Speech-to-Text-Software sowie bessere Rückfahrkameras.

Alle Details gibt es hier: www.rehadat-gutepraxis.de.

Neu in 2020: das Budget für Ausbildung

Menschen mit Behinderung, die Anspruch auf Aufnahme in eine Werkstatt für behinderte Menschen (WfbM) haben, können Leistungen zur beruflichen Bildung künftig auch dann erhalten, wenn sie eine reguläre (sozialversicherungspflichtige) betriebliche Ausbildung oder eine Fachpraktikerausbildung auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt absolvieren. Bislang war dies auf WfbM oder andere Leistungsanbieter beschränkt.

Mehr Informationen finden Sie dazu im REHADAT-Lexikon zur beruflichen Teilhabe: www.rehadat.de

REHADAT-Forschung veröffentlicht rehapro-Projekte

Das Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) setzt aktuell das neue Bundesprogramm "Innovative Wege zur Teilhabe am Arbeitsleben − rehapro" um. Das BMAS fördert Modellvorhaben zur Stärkung der Rehabilitation. Im Rahmen der ersten Förderwelle haben bisher etwa 60 Projekte eine Bewilligung erhalten – die ersten sind bereits 2019 gestartet.

Alle bewilligten Projekte mit Inhaltsbeschreibungen und Kontaktinformationen werden nach und nach im Portal REHADAT-Forschung eingestellt. Die ersten rehapro-Projektbeschreibungen finden Sie hier: www.rehadat-forschung.de

Kammern beraten zur Inklusion: Mehr Kontakte in REHADAT-Adressen

Einige Kammern bieten ihren Mitgliedsunternehmen durch speziell geschulte Fachkräfte eine Inklusionsberatung an, die Betriebe und Beschäftigte bei Fragen zu Behinderung, Ausbildung und Arbeitsplatz unterstützt.

Aber auch viele Kammern ohne spezielle Inklusionsberatung informieren über ihre Webseiten und durch Ansprechpersonen zu verschiedenen Aspekten der Ausbildung und Beschäftigung von Menschen mit Behinderung. Dabei liegen die Beratungsschwerpunkte überwiegend in den Bereichen Ausbildungsberatung und Arbeitsrecht, doch zunehmend auch im Bereich Fachkräftegewinnung und Fachkräftesicherung.

Bei REHADAT-Adressen finden Sie jetzt über 100 Kontakte: www.rehadat-adressen.de

Branchen-Suche für 1.000 Inklusionsfirmen verbessert

In REHADAT sind aktuell 1.000 Inklusionsfirmen und -abteilungen aus ganz Deutschland gelistet und beschrieben. Inklusionsfirmen bieten für Menschen mit Behinderung Arbeitsplätze mit tariflicher oder ortsüblicher Bezahlung und ermöglichen den Einstieg in den allgemeinen Arbeitsmarkt. Der Anteil schwerbehinderter Beschäftigter liegt in Inklusionsbetrieben zwischen 30 und 50 Prozent und ist damit wesentlich höher als in anderen Unternehmen, die im Durchschnitt knapp 5 Prozent Schwerbehinderte beschäftigen.

REHADAT hat die Suchoptionen erweitert, sodass Inklusionsfirmen sowohl über die Branchen als auch deren Dienstleistungen zu finden sind. Hier können Sie die Suche aufrufen: www.rehadat-adressen.de.

1.800 Neuzugänge in REHADAT-Literatur

Die umfangreichste Datensammlung von REHADAT hat auch 2019 enorm zugelegt: das Portal REHADAT-Literatur hat im letzten Jahr 1.800 Literatur-Hinweise aufgenommen – davon knapp 1.000 aus dem Jahr 2019. Insgesamt sind jetzt über 34.000 Literaturinformationen vorhanden.

Die Informationen verweisen beispielsweise auf Bücher, Zeitschriften, Studien und Broschüren – viele können direkt als Online-Publikation gelesen werden. Praktisch zum Stöbern ist die thematische Sortierung der Literatur-Hinweise – es gibt unter anderem die Obergruppen Arbeit, Ausbildung, Weiterbildung, Rehabilitation, Recht und Hilfsmittel.

Aktuelles Thema war im letzten Jahr zum Beispiel das 10-jährige Jubiläum der UN-Behindertenrechtskonvention. Sie finden dazu fast 100 Literaturhinweise: www.rehadat-literatur.de).

Wie oft wurden Leistungen zur Rehabilitation und Teilhabe beantragt? Erster Teilhabeverfahrensbericht veröffentlicht

Die Bundesarbeitsgemeinschaft für Rehabilitation e. V. (BAR) hat zum 30.12.2019 den ersten Teilhabeverfahrensbericht vorgelegt.

Darin kann man z. B. nachlesen, wie viele Anträge auf Leistungen zur Rehabilitation und Teilhabe in einem Kalenderjahr bei den Rehabilitationsträgern gestellt wurden. Der Bericht gibt auch Auskunft darüber, ob und wenn ja, wie oft ein Träger die gesetzlich vorgeschriebenen Fristen zur Zuständigkeitsklärung oder Bedarfsfeststellung überschritten hat. Ebenfalls wird gezeigt, wie viel Zeit im Durchschnitt zwischen Antragsstellung und Bewilligung einer beantragten Leistung vergeht oder wie häufig Widersprüche oder Klagen zugunsten eines Leistungsberechtigten entschieden werden.

Der Bericht steht ab sofort auf der Internetseite www.bar-frankfurt.de zum Download zur Verfügung.

Messen, Tagungen und andere Veranstaltungen

REHADAT ist in den kommenden Monaten auf folgenden Veranstaltungen mit einem eigenen Stand vertreten:

  • am 7. Februar 2020 in Bonn zur Informationsveranstaltung "Abenteuer Zukunft – Was kommt nach der Schule" / mehr Infos hier: bvkm.de
  • vom 2. bis 4. März 2020 in Hannover zum 29. Reha-Kolloquium „Prävention und Rehabilitation – der Betrieb als Partner” / mehr Infos hier: www.deutsche-rentenversicherung.de
  • und vom 1. – 4. April 2020 in Nürnberg zur Werkstätten:Messe 2020 / mehr Infos hier: www.werkstaettenmesse.de.

Mehr Veranstaltungen, die einen Bezug zur beruflichen Teilhabe von Menschen mit Behinderung haben, finden Sie bei REHADAT hier: www.rehadat.de

REHADAT-Seminare

REHADAT bietet in Köln regelmäßig zwei unterschiedliche Seminare an: zum einen das Seminar "Berufliche Teilhabe gestalten" und zum anderen das Seminar „Hilfsmittel – Welche gibt es und wer zahlt? Die Grundlagen der Hilfsmittelversorgung“.

Informationen über Inhalte, Zielgruppen, Kosten und Termine finden Sie hier: www.rehadat.de

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Impressum

REHADAT - Informationen zur beruflichen Teilhabe von Menschen mit Behinderung
Institut der deutschen Wirtschaft Köln e. V.
Projektleitung: Andrea Kurtenacker
Redaktion: Anja Brockhagen, brockhagen@iwkoeln.de
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Besucheranschrift: Konrad-Adenauer-Ufer 21, 50668 Köln
Telefon: 0221 4981-845, Fax: 0221 4981-99845
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REHADAT wird gefördert durch das Bundesministerium für Arbeit und Soziales und ist ein Projekt des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln.