Inhalt

REHADAT-Newsletter 4/2020

Köln, 28. Juli 2020

Corona und die berufliche Teilhabe: Welche Infos bietet REHADAT?

Auch bei REHADAT finden Sie Informationen darüber, welche Auswirkungen die Corona-Pandemie auf die berufliche Teilhabe von behinderten Menschen hat.

Unsere neue Seite "Corona – Folgen und Herausforderungen" bietet einen übersichtlichen und zentralen Einstieg in alle REHADAT-Inhalte. Zum Beispiel finden Sie Kontaktadressen, Literaturhinweise, Webinare und Hilfsmittel, die einen Bezug zu Corona haben. Sie können außerdem nachlesen, wie sich die Arbeitslosenzahlen schwerbehinderter Menschen in Zeiten der Pandemie entwickeln, in welcher Lage sich Inklusionsbetriebe befinden und wie der Gesetzgeber die Werkstätten für behinderte Menschen unterstützt.

Hier können Sie die neue Seite direkt aufrufen: www.rehadat.de

REHADAT-ICF-Lotse: Klassifikation unterstützt Recherchen zu Behinderung und Teilhabe

Das Portal REHADAT-ICF-Lotse ist mit vielen Verbesserungen jetzt online: in neuem Layout, mit erweiterten Inhalten und für mobile Endgeräte optimiert. Nutzerinnen und Nutzer können dort Informationen zu den Themen Behinderung, Arbeit und Teilhabe mithilfe der Internationalen Klassifikation der Funktionsfähigkeit, Behinderung und Gesundheit (ICF) finden.

Das Portal führt entlang der ICF-Klassifikation zu Inhalten des Informationssystems REHADAT aus den Bereichen Hilfsmittel, Literatur und Praxisbeispiele.

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat die ICF 2001 herausgegeben. Sie dient der Beschreibung des Gesundheitszustandes einer Person unter Berücksichtigung ihres gesamten Lebenshintergrunds.

Weitere Informationen: www.rehadat-icf.de

REHADAT-Umfrage „Mit Rheuma im Job“

REHADAT führt eine Online-Umfrage zur beruflichen Situation von Menschen mit Rheuma durch. Die anonyme Befragung richtet sich gezielt an Menschen mit Rheumatoider Arthritis, Lupus Erythematodes und Morbus Bechterew, die aktuell in einem Arbeitsverhältnis sind, selbstständig berufstätig sind oder eine Ausbildung absolvieren. Die Ergebnisse fließen in eine Informationsbroschüre für Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber sowie Betroffene ein und werden auf REHADAT veröffentlicht.

Hier können Sie die Umfrage bis zum 30.08.2020 aufrufen: www.rehadat-umfragen.de Herzlichen Dank für Ihre Beteiligung!

Tipp: Die Deutsche Rheuma-Liga hat kürzlich ihre Website „Chronische Talente – beschäftigt mit Rheuma“ gestartet. Der Verband stellt dort fünf Menschen mit Rheuma und deren Arbeitsalltag – auch in der Corona-Krise – anhand von Reportagen, Fotos sowie Aussagen ihrer Arbeitgeber vor. Ziel ist es, potenzielle Chefs davon zu überzeugen, Rheumatikern eine berufliche Chance zu geben. Mehr Informationen hier: www.rheuma-ichzeigsdir.de/arbeit.

Urteil: Muss die SBV vor Entscheidung über Gleichstellung unterrichtet werden?

Muss die Schwerbehindertenvertretung (SBV) über die geplante Umsetzung einer Beschäftigten (mit einem GdB von 30 und einer beantragten Gleichstellung) unterrichtet werden? Nein, so urteilte das Bundesarbeitsgericht abschließend im Januar 2020. Die Beteiligungspflicht bestehe erst dann, wenn über die Gleichstellung positiv entschieden wurde – auch wenn die Gleichstellung rückwirkend wirksam sei.

Das umfangreiche Urteil finden Sie hier im Volltext bei REHADAT: www.rehadat-recht.de

Tipp: Bei REHADAT gibt es eine ganze Sammlung von Urteilen, in denen es um die Anhörungs- bzw. Mitwirkungsrechte der Schwerbehindertenvertretung geht: www.rehadat-recht.de/de/schwerbehindertenvertretung-sbv/rechte-und-pflichten-der-sbv/anhoerung-beteiligung-mitwirkung-der-sbv/index.html.

Kurz erklärt: Was ist Transkriptionssoftware?

Eine Transkriptionssoftware wandelt Audiodateien zu Text um, wie zum Beispiel Gespräche, Interviews oder Diktate. Mit ihrer Hilfe können sich zum Beispiel laut- und schriftsprachkompetente Menschen mit Personen mit Höreinschränkungen (z. B. Ertaubten) verständigen. Auch bei einer motorischen Einschränkung ist die Software sinnvoll, wenn Sprache das Tippen auf einer Tastatur oder die Bedienung einer Computermaus ersetzt.

Mit dem Suchbegriff „Transkriptionssoftware“ findet man im Hilfsmittelportal von REHADAT einige Produktbeispiele, darunter auch Apps für Google- und Apple-Smartphones: www.rehadat-hilfsmittel.de.

Inklusionsbetriebe in Deutschland: Verzeichnis 2020 veröffentlicht

REHADAT hat das jährliche Verzeichnis der Inklusionsbetriebe in Deutschland für 2020 veröffentlicht. Die Firmen im Verzeichnis sind nach Bundesländern bzw. Postleitzahlen sortiert. Im Anhang befindet sich ein Schlagwortindex der Dienstleistungen und Angebote – von Altenpflege bis Zeltverleih.

Inklusionsbetriebe bieten für Menschen mit Behinderung Arbeitsplätze mit tariflicher oder ortsüblicher Bezahlung und ermöglichen den Einstieg in den allgemeinen Arbeitsmarkt. Der Anteil schwerbehinderter Beschäftigter liegt in Inklusionsbetrieben zwischen 30 und 50 Prozent und ist damit höher als in anderen Unternehmen.

Hier können Sie das Verzeichnis direkt downloaden: www.rehadat.de

Tipp: Die Informationen zu den Inklusionsbetrieben werden im Portal REHADAT-Adressen laufend gepflegt. Hier finden Sie den jeweils aktuellsten Stand und es steht auch eine komfortable Branchen-Suche zur Verfügung: www.rehadat-adressen.de.

Übersicht über Werkstätten für behinderte Menschen

Die Bundesagentur für Arbeit hat das jährliche Verzeichnis anerkannter Werkstätten für behinderte Menschen veröffentlicht. Neben den Adress- und Kontaktdaten der 734 Werkstätten werden die jeweiligen Auftragsarbeiten (z. B. Druck, Recycling oder Gartenpflege) sowie Produkte (Möbel, Textilwaren oder Kunsthandwerk) aufgelistet. Außerdem sind weitere Betriebsstätten aufgeführt.

Das Verzeichnis wird durch REHADAT erstellt und kann hier heruntergeladen werden: www.arbeitsagentur.de.

Tipp: Im Portal REHADAT-Werkstätten finden Sie weitere Informationen zu den einzelnen Werkstätten, z. B. welche Tätigkeitsfelder im Berufsbildungsbereich angeboten werden oder wie der Übergang auf den allgemeinen Arbeitsmarkt gefördert wird.

Zahl der anderen Leistungsanbieter wächst

Mittlerweile sind in REHADAT 34 Adressen von anderen Leistungsanbietern gelistet. Verteilt sind die Einrichtungen auf neun Bundesländer, die meisten sind in Niedersachsen: www.rehadat-adressen.de.

„Andere Leistungsanbieter" bieten eine Alternative zur beruflichen Bildung und Beschäftigung in einer Werkstatt für behinderte Menschen – eingeführt durch das Bundesteilhabegesetz (§ 60 SGB IX).

Neue Projekte in REHADAT-Forschung

Im Portal REHADAT-Forschung stellen wir Ihnen sieben spannende, thematisch unterschiedliche Projekte zum Nachlesen vor, die wir kürzlich aufgenommen haben.

Die Projekte befassen sich mit den Themen Digitalisierung und digitale Anwendungen, Gestaltung eines gelingenden Übergangs Schule-Beruf für junge Menschen mit geistiger Beeinträchtigung und komplexen Kommunikationsbedürfnissen, Unterstützungsangebote für Unternehmen im Umgang mit Mitarbeitenden mit psychischen Erkrankungen und Belastungen, frühzeitige Identifizierung und Unterstützung von Versicherten mit besonderen beruflichen Problemlagen und gesundheitsbezogene Versorgung für Erwachsene mit geistigen oder schweren Mehrfachbehinderungen.

Alle Projektbeschreibungen können Sie hier nachlesen: www.rehadat-forschung.de

Tipp: es gibt noch Restexemplare des Verzeichnisses der Reha- und Teilhabeforschenden in Deutschland – hier kostenlos bestellen: www.rehadat.de.

Schwerbehinderte Menschen in Deutschland: Neue Zahlen

Das Statistische Bundesamt hat die Statistik der schwerbehinderten Menschen für 2019 veröffentlicht. Danach lebten zum Jahresende 2019 rund 7,9 Millionen schwerbehinderte Menschen in Deutschland.

Mit nahezu 89 % wurde der überwiegende Teil der Behinderungen durch eine Krankheit verursacht, nur rund 3 % der Behinderungen waren angeboren beziehungsweise traten im ersten Lebensjahr auf. Körperliche Behinderungen hatten 58 % der schwerbehinderten Menschen: Bei 25 % waren die inneren Organe beziehungsweise Organsysteme betroffen. Bei 11 % waren Arme und/oder Beine in ihrer Funktion eingeschränkt, bei weiteren 10 % Wirbelsäule und Rumpf.

Mehr Informationen finden Sie hier bei REHADAT-Statistik: www.rehadat-statistik.de

Gut gemacht! NRW-Landesverfassung in Leichter Sprache

Als erstes Bundesland hat Nordrhein-Westfalen (NRW) seine Landesverfassung in Leichter Sprache veröffentlicht. Ziel ist, die NRW-Verfassung möglichst allen Bürgerinnen und Bürgern zugänglich zu machen.

Zielgruppe der Landesverfassung in Leichter Sprache sind Menschen mit einer behinderungsbedingt eingeschränkten Lesefähigkeit, insbesondere Menschen mit Lernschwierigkeiten, beziehungsweise Menschen mit einer sogenannten geistigen Behinderung, Demenz, prälingualer Hörschädigung, Gehörlosigkeit oder Aphasie. Die nordrhein-westfälische Landesverfassung ist damit auch ein Instrument für Teilhabe am gesellschaftlichen Leben, Inklusion und Integration.

Hier können Sie die NRW-Landesverfassung in Leichter Sprache aufrufen: www.land.nrw.

Tipp: in REHADAT werden 400 Veröffentlichungen in Leichter Sprache gelistet: www.rehadat-literatur.de.

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Redaktion: Anja Brockhagen, brockhagen@iwkoeln.de
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