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REHADAT-Newsletter 3/2020

Köln, 26. Mai 2020

Ariadne liefert Antworten: neue Suchmöglichkeit bei REHADAT

Bei REHADAT gibt es jetzt mit Ariadne eine neue Möglichkeit, die umfangreichen Inhalte zu durchforsten und Antworten auf individuelle Fragegestellungen zu bekommen. Ariadne ist eine dialogbasierte Suchassistentin, die auf jeder Internetseite von REHADAT erscheint und mit einem Klick gestartet werden kann.

Das IT-Team bei REHADAT hat das System optimiert und die Algorithmen trainiert. Sämtliche Suchanfragen werden verschlüsselt auf eigenen Servern gespeichert und analysiert.

Mit einem aktuellen Browser kann Ariadne als Beta-Version gestartet werden. Wir freuen uns über Rückmeldungen zu Ariadne, um die Suchergebnisse kontinuierlich zu verbessern.

Was ist die Ausgleichsabgabe? REHADAT veröffentlicht Erklärvideos

REHADAT hat zwei Erklärvideos zum Thema Ausgleichsabgabe veröffentlicht. Im ersten Video erläutern wir, was die Ausgleichsabgabe eigentlich ist, z. B. dass Unternehmen mit mindestens 20 Arbeitsplätzen die Abgabe zahlen müssen, wenn sie nicht genügend schwerbehinderte Menschen beschäftigen. Im zweiten Video erklären wir die konkrete Berechnung der Ausgleichsabgabe, z. B. welche Grundinformationen für die Berechnung vorhanden sein müssen.

Die komplexen Informationen werden durch Grafiken und konkrete Beispielrechnungen veranschaulicht. Durch die Videos sollen Betriebe und Personalverantwortliche einen leichteren Einstieg in die Thematik bekommen.

Hier können Sie die Videos aufrufen: www.rehadat-ausgleichsabgabe.de.

In English please: REHADAT-Hilfsmittel

REHADAT bietet sein umfangreiches Portal zum Thema Hilfsmittel jetzt auch auf Englisch an. Ob Gehhilfen oder digitale Montagesysteme – mit rund 13.000 Hilfsmitteln und technischen Arbeitshilfen sowie über 2.600 Hersteller- und Vertriebsadressen bietet das Portal umfangreiche Informationen und unterstützt bei der schnellen Suche nach einem passenden Produkt. Die künstliche Intelligenz DeepL hat bei der automatischen Übersetzung unterstützt.

Hier rufen Sie das Portal direkt in englischer Sprache auf: www.rehadat-hilfsmittel.de/en.

rehapro-Projekte mit BMAS-Förderung

Das Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) will Modellvorhaben zur Stärkung der Rehabilitation fördern und hat dazu das Programm "Innovative Wege zur Teilhabe am Arbeitsleben − rehapro" gestartet. Durch die Erprobung von innovativen Leistungen und Maßnahmen sollen die Grundsätze „Prävention vor Rehabilitation“ und „Rehabilitation vor Rente“ gestärkt werden.

Im Portal REHADAT-Forschung finden Sie aktuell bereits 46 Projekte aus dem Programm, die unter Federführung der Jobcenter und der Träger der gesetzlichen Rentenversicherung umgesetzt werden. 

Hier geht es zu den Projekten: www.rehadat-forschung.de.

Zweiter Förderaufruf Bundesprogramm rehapro

Der 2. Förderaufruf zum Bundesprogramm rehapro wurde am 25. Mai 2020 im Bundesanzeiger (BAnz AT 25.05.2020 B3) veröffentlicht.

Die besonderen Umstände aufgrund der Corona-Pandemie führen derzeit in allen Lebens- und Arbeitsbereichen zu großen Herausforderungen. Auch die antragsberechtigten Jobcenter und Träger der gesetzlichen Rentenversicherung sind wegen der aktuellen Entwicklungen mit besonderen Aufgaben in ihren jeweiligen Zuständigkeiten konfrontiert. Momentan ist es nicht absehbar, mit welchen zukünftigen Entwicklungen wir konfrontiert sein werden und wie sich diese auf die weitere Umsetzung des Bundesprogramms rehapro auswirken.

Wegen der Unsicherheiten rund um die Corona-Pandemie ist daher auch kein „richtiger“ oder „ besserer“ Zeitpunkt für den Start des zweiten Förderaufrufs absehbar. Es ist weiterhin eine wichtige Aufgabe und auch eine Chance, den gesetzlichen Auftrag aus § 11 des Neunten Buches Sozialgesetzbuch zu erfüllen und innovative Ansätze mit Modellprojekten zur Stärkung der Rehabilitation zu erproben. Daher hat sich das BMAS entschieden, den zweiten Förderaufruf zum Bundesprogramm rehapro zu starten.

Die mit der Corona-Pandemie einhergehenden Herausforderungen können in einzelnen Modellprojekten aufgegriffen und entsprechende innovative Ansätze und Konzepte erarbeitet und eingereicht werden. Aufgrund der aktuellen Situation wird für die Erarbeitung und Einreichung der Projektskizzen ein längerer Zeitraum eingeplant. Die Jobcenter und Träger der gesetzlichen Rentenversicherung können aussagekräftige Projektskizzen spätestens bis zum 4. September 2020 bei der Fachstelle rehapro einreichen.

Weitere Informationen finden Sie auf der Homepage des Bundesprogramms rehapro www.modellvorhaben-rehapro.de.

Urteil: Anspruch auf Exoskelett zum unmittelbaren Behinderungsausgleich

Das Landessozialgericht Essen hat entschieden, dass ein gesetzlich Versicherter mit Querschnittslähmung sich nicht mit der alleinigen Versorgung mit einem Aktiv- und Stehrollstuhl begnügen muss, sondern ihm die Versorgung mit einem Exoskelett zusteht. Exoskelette sind am Körper getragene Assistenzsysteme, die mit mechanischem, elektrischem oder pneumatischem Antrieb das Muskel-Skelett-System unterstützen – Kosten in diesem Fall rund 100.000 Euro.

Ableiten lässt sich der Anspruch nach Auffassung des Gerichts durch den unmittelbaren Behinderungsausgleich nach § 33 SGB V. Das Exoskelett ersetze als orthopädisches Hilfsmittel die Funktion der Beine, indem es das selbstständige Stehen und Gehen ermögliche. Hier finden Sie das Urteil bei REHADAT im Volltext: www.rehadat-recht.de

Mehr Infos in REHADAT: Eine beispielhafte Produktübersicht über Exoskelette finden Sie hier: www.rehahat-hilfsmittel.de,  eine Auswahl an Literatur hier: www.rehadat-literatur.de und zwei weitere Urteile hier: www.rehadat-recht.de.

Neue und aktualisierte Statistiken bei REHADAT

Wie viele Menschen leben in Deutschland mit einer anerkannten Behinderung? Wie viele Arbeitgeber beschäftigen schwerbehinderte Menschen? Und wie viele neue Ausbildungsverträge wurden in Berufen für Menschen mit Behinderung abgeschlossen? Antworten auf diese und viele weitere Fragen finden Sie in den neuen und aktualisierten Statistiken bei REHADAT:  https://www.rehadat-statistik.de/statistiken/neu-im-portal/

Was fragen Parlamentarier zur beruflichen Teilhabe?

Parlamentarier können im Deutschen Bundestag sogenannte Kleine Anfragen stellen – auch zur beruflichen Teilhabe von Menschen mit Behinderung. Kürzliche Themen waren z. B. Nachteilsausgleiche, Beschäftigungssituation oder Ausgleichsabgabe.

In REHADAT-Literatur finden Sie mehr als 150 Anfragen und Antworten chronologisch gelistet und verlinkt: www.rehadat-literatur.de.

Mehr als 300 betriebsnahe Dienstleister aktualisiert

Neben Organisationen wie Integrationsämtern und Integrationsfachdiensten unterstützen auch private Dienstleister Unternehmen und Menschen mit Schwerbehinderung bei der beruflichen Teilhabe im Betrieb. Zu diesen Dienstleistern gehören zum Beispiel arbeitsmedizinische Dienste, spezialisierte Personalberatungen oder Beratungsstellen im Auftrag von Kammern und Unternehmensnetzwerken. Zu den Angeboten zählen z. B. Arbeitsassistenz, Beratung für Betriebe zu Förderleistungen, Unterstützung beim Betrieblichen Eingliederungs- und  Disabilitymanagement sowie Jobcoaching im Rahmen der Unterstützten Beschäftigung.

Über 300 betriebsnahe Dienstleister – sortiert nach Angeboten und Dienstleistungen – können Sie hier bei REHADAT finden: www.rehadat-adressen.de.

Positiv für Erwerbstätigkeit von Menschen mit Behinderung

Die Corona-Pandemie verleiht der Digitalisierung einen großen Schub, was für Menschen mit Behinderung eine Chance sein könnte, künftig besser als bisher im ersten Arbeitsmarkt erwerbstätig zu werden.

Denn schon vor Corona gab ein Drittel der Personalverantwortlichen in einer repräsentativen IW-Befragung 2019 an, dass die Digitalisierung eine große Chance für die Beschäftigung von Menschen mit Behinderung sei.

Lesen Sie dazu mehr im aktuellen Informationsdienst des Instituts der deutschen Wirtschaft:  Digitaler Nebeneffekt von Corona.

Vernetzt euch! iXNet geht online

Das innovative Internetportal des Inklusiven Expert*innen Netzwerks (iXNet) von und für Akademiker*innen mit Behinderung geht an den Start. Durch ein breites Spektrum an Informationen, Peer-Support, Beratung und themenspezifischen Austausch will das Projekt Akademiker*innen mit Behinderungen auf ihrem beruflichen Weg stärken und ihre Beschäftigungsperspektiven nachhaltig verbessern.

Durchgeführt wird iXNet vom Institut für empirische Soziologie der Universität Erlangen-Nürnberg in Kooperation mit dem Hildegardis-Verein, REHADAT und der Bundesagentur für Arbeit. Das Projekt wird vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales gefördert.

Hier können Sie das neue Internetportal aufrufen: www.ixnet-projekt.de

Bundesweites Beratungsnetz für die Wirtschaft notwendig 

Der Abschlussbericht des Unternehmens-Netzwerks INKLUSION dokumentiert Zahlen, Daten und Fakten, Erkenntnisse und Erfahrungen aus der Zusammenarbeit mit weit über 2.000 Betrieben sowie ermutigende Erfolgsgeschichten aus rund 3.500 Beratungen von Arbeitgebern. Die Organisatoren kommen zu dem Schluss, dass ein betriebliches Beratungsnetz unabdingbar ist für erfolgreiche Inklusion.

Sie können den Bericht hier kostenlos herunterladen: www.unternehmens-netzwerk-inklusion.de.

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REHADAT - Informationen zur beruflichen Teilhabe von Menschen mit Behinderung
Institut der deutschen Wirtschaft Köln e. V.
Projektleitung: Andrea Kurtenacker
Redaktion: Anja Brockhagen, brockhagen@iwkoeln.de
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