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REHADAT-Newsletter 5/2020

Köln, 29. September 2020

REHADAT-Gute Praxis online

Menschen mit Behinderungen erfolgreich ausbilden und beschäftigen – wie geht das? Das Portal REHADAT-Gute Praxis – mit 900 Beispielen zur beruflichen Teilhabe von Menschen mit Behinderungen – ist mit mehr Inhalten und neuem Layout online gegangen. Neben der Beschreibung der Arbeitsgestaltung für Menschen mit unterschiedlichen Behinderungsarten gibt es z. B. auch spannende Interviews, Best-Practice-Videos, Inklusionsvereinbarungen und Aktionspläne.

Hier geht`s zum Portal: www.rehadat-gutepraxis.de.

Tipp! Lesen Sie dazu das Rehacare-Interview mit REHADAT-Expertin Mareike Decker "Berufliche Teilhabe braucht gezielte und individuelle Maßnahmen": www.rehacare.de

Kurz erklärt: Was ist ein Bildschirmlesegerät?

Bildschirmlesegeräte eignen sich für hochgradig sehbehinderte Menschen. Sie sind größer als Lupen und können Objekte mit einer Kamera bis zu 50-fach vergrößern und auf einem Bildschirm (z. B. PC, Fernseher, LED-Brille) darstellen sowie Farben und Kontraste verändern. Weitere Möglichkeiten sind die Bildwiedergabe von Schultafeln mit einer schwenkbaren Kamera oder der Einsatz als Lupe mit Hilfe abnehmbarer Nahmodule. Viele Smartphones verfügen inzwischen auch über Funktionen eines Bildschirmlesegerätes, werden aber im Gegensatz zu den klassischen Bildschirmlesegeräten in der Regel nicht von der Krankenkasse finanziert.

Beispielhafte Bildschirmlesegeräte finden Sie im Hilfsmittelportal von REHADAT:
www.rehadat-hilfsmittel.de

Hilfsmittel weltweit: Neuer EASTIN-Film online

Sie möchten sich einen Überblick über die weltweite Vielfalt an technischen Hilfsmitteln für Menschen mit Behinderungen verschaffen? Das globale Netzwerk EASTIN stellt Ihnen diese Informationen kostenlos und unabhängig über eine gemeinsame Internetseite zur Verfügung. Neu auf der Seite ist jetzt das EASTIN-Video, in dem das Netzwerk anschaulich beschrieben wird.

Die Inhalte stammen aus verschiedenen nationalen Hilfsmitteldatenbanken – Deutschland ist vertreten durch REHADAT. Hier können Sie die Homepage mit dem Video aufrufen: www.eastin.eu.

Online-Seminare mit Corona-Bezug

Bei REHADAT-Seminaranbieter finden Sie eine Übersicht aktueller Online-Seminare zur beruflichen Teilhabe mit Corona-Bezug. Themen sind unter anderem:

  • Arbeitsschutz im Betrieb gemäß neuer Corona-Standards
  • Arbeitsrechtliche Fragen zum Coronavirus
  • Individuelles BEM-Fallmanagement während der Corona-Krise
  • Psychologische Unterstützung in der Corona-Krise

Infos zu den Online-Seminaren und Links zu den Anbietern unter: www.rehadat-seminaranbieter.de

Mehr Infos zu den Auswirkungen von Corona auf die berufliche Teilhabe von Menschen mit Behinderungen in Deutschland lesen Sie im REHADAT-Spezial: www.rehadat.de

Urteil: Keine Kostenübernahme für elektronischen Postwagen

Ein Bote in der Poststelle eines Unternehmens benötigte wegen einer Wirbelsäulenerkrankung einen elektronischen Postwagen. Er beantragte das Hilfsmittel bei der Rentenversicherung im Rahmen von Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben. Die Rentenversicherung lehnte die Kostenübernahme ab, der Bote klagte dagegen. Das Sozialgericht Stuttgart entschied nun, dass die Ablehnung rechtens sei, da vorher eine Verpflichtung des Arbeitgebers bestehe. Denn der Arbeitgeber sei für eine ausreichende, d. h. nicht gesundheitsgefährdende Ausstattung der Arbeitsplätze zuständig, so das Urteil. Es sei nicht Aufgabe der Rentenversicherung, eine mangelnde Grundausstattung des Arbeitsplatzes auszugleichen. Mehr bei REHADAT-Recht: www.rehadat-recht.de.

Tipp! Bei REHADAT-Recht finden Sie eine große Sammlung von Urteilen zum Thema Hilfsmittel, sehr häufig wird über die Kostenübernahme gestritten: www.rehadat-recht.de

Alles zum Thema Recht: Aktion Mensch bündelt Informationen

Kennen Sie schon die gebündelten Informationen, die Aktion Mensch zum Thema "Rechte von Menschen mit Behinderung" veröffentlicht?

Menschen mit Behinderungen haben heute einen Rechtsanspruch auf volle und gleichberechtigte Teilhabe in allen Lebensbereichen. Da dies nicht immer klappt, stellt die Aktion Mensch Möglichkeiten der Rechtsdurchsetzung vor und zeigt Hürden auf. Außerdem werden ein historischer Überblick, Hintergrundwissen, Erfahrungsberichte und weiterführende Informationen zum Thema Rechte von Menschen mit Behinderungen veröffentlicht: www.aktion-mensch.de/inklusion/recht.html

Inklusion als Chance in 1.900 Unternehmen der Chemie-Industrie

Die chemische Industrie mit 1.900 Unternehmen und 580.000 Beschäftigten hat eine Sozialpartner-Vereinbarung "Betriebliche Teilhabe und Inklusion" getroffen. Definiertes Ziel ist eine inklusive Unternehmenskultur, die zur Verwirklichung der gleichberechtigten Teilhabe in den Unternehmen der chemischen Industrie beitragen soll. Hierzu ist unter anderem ein regelmäßiger Erfahrungsaustausch zwischen Arbeitgebern, Betriebsräten und Schwerbehindertenvertretungen vorgesehen.

Mehr Informationen: www.chemie-sozialpartner.de

Beste Beispiele prämiert – Inklusionspreis 2020

Die Preisträger für den Inklusionspreis der Wirtschaft 2020 stehen fest: es sind die Porzellanfabrik Hermsdorf, Shuyao Teekultur, Matthias Hartmann Orthopädie + Sport und Zahntechnik Leipzig.

Der Inklusionspreis für die Wirtschaft prämiert zum achten Mal vorbildliche Praxisbeispiele in der Ausbildung und Beschäftigung von Menschen mit Behinderungen sowie in der Weiterbeschäftigung leistungsgewandelter Mitarbeitender.

Die Initiierenden des Preises sind die Bundesagentur für Arbeit, die Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände, die Charta der Vielfalt sowie das UnternehmensForum. Schirmherr ist der Bundesminister für Arbeit und Soziales, Hubertus Heil.

Mehr Informationen finden Sie hier: www.inklusionspreis.de.

BA analysiert Arbeitsmarkt 2019 für Menschen mit Behinderung

Die Bundesagentur für Arbeit hat ihre Analyse des Arbeitsmarktes für Menschen mit Behinderung für 2019 veröffentlicht.

Der umfangreiche Bericht beantwortet z. B. solche Fragen: Wie viele schwerbehinderte Menschen sind am Erwerbsleben beteiligt? Wie viele schwerbehinderte Menschen sind in größeren Betrieben beschäftigt? Welchen Wirtschaftszweigen gehören diese Betriebe an? Wie viele schwerbehinderte Menschen sind arbeitslos? Wie alt sind sie und welchen Berufsabschluss haben sie? Wie viele schwerbehinderte Menschen sind an welchen arbeitsmarktpolitischen Instrumenten beteiligt?

Hier können Sie den Bericht aufrufen (Excel, 2019 - Deutschland): statistik.arbeitsagentur.de

Welche Folgen hat Corona für Menschen mit Behinderungen? DVfR steuert Konsultationsprozess

Die Pandemie hält alle Akteure der Rehabilitation in Atem. Neben den aktuellen Herausforderungen sind auch mittel- und langfristige Folgen für das System der Rehabilitation, der Gesundheitsversorgung und die Teilhabechancen von Menschen mit (drohenden) Behinderungen zu erwarten.

Die Deutsche Vereinigung für Rehabilitation (DVfR) führt daher in enger Abstimmung mit dem Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) und weiteren Akteuren der Rehabilitation einen Konsultationsprozess durch, um die Folgen der Pandemie abschätzen und Bewältigungsstrategien entwickeln zu können.

Welche Fragen dabei im Fokus stehen und wie der Prozessablauf geplant ist, lesen Sie hier: www.dvfr.de

BAR-Arbeitshilfe: Rehabilitation und Teilhabe von Menschen mit Krebs

Menschen mit Krebserkrankungen benötigen zielgerichtete und am individuellen Bedarf orientierte Rehabilitationsmaßnahmen, um gesundheitliche Beeinträchtigungen abzuwenden, ihre Erwerbsfähigkeit wiederherzustellen und die Lebensqualität trotz der bedrohlichen Erkrankung zu erhalten.

Mit der überarbeiteten Arbeitshilfe stellt die Bundesarbeitsgemeinschaft für Rehabilitation (BAR) eine Praxishilfe für die Planung, Beantragung und Durchführung rehabilitativer Maßnahmen für krebskranke Menschen zur Verfügung. Sie wendet sich vor allem an alle Personen, Berufsgruppen und Institutionen, die an der Rehabilitation von Menschen mit und nach Krebserkrankungen beteiligt sind, aber auch an die Betroffenen selbst.

Hier können Sie die Arbeitshilfe direkt als PDF herunterladen: www.bar-frankfurt.de.

Tipp! Bei REHADAT finden Sie fast 100 Literaturhinweise zum Thema Krebs und berufliche Teilhabe: www.rehadat-literatur.de

Beratungslandkarte des Deutschen Blinden- und Sehbehindertenverbandes

Ihre Augen lassen nach? Der Arzt hat eine Augenkrankheit festgestellt? Sie hatten einen Unfall und sind erblindet? Finden Sie eine Beratungsstelle in Ihrer Nähe, indem Sie einfach hier Ihre Postleitzahl eingeben: www.dbsv.org

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Projektleitung: Andrea Kurtenacker
Redaktion: Anja Brockhagen, brockhagen@iwkoeln.de
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