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REHADAT-Newsletter 1/2023

Köln, 31. Januar 2023

Unsere REHADAT-Highlights 2022

Kurz verschnaufen, innehalten und zum neuen Jahr überlegen, was wir im letzten Jahr alles bei REHADAT geschafft haben – ob neue Formate, Inhalte, Funktionen oder technische Weiterentwicklungen!!!

Die Umstände waren nicht immer ganz einfach, Corona hat sich weiter auf die Arbeitsbedingungen ausgewirkt. Die persönlichen Kontakte untereinander und zu unseren Nutzerinnen und Nutzern haben gefehlt. Trotzdem können sich die Ergebnisse sehen lassen, finden wir.

Zu den: REHADAT-Highlights aus 2022 | REHADAT

REHADAT kompakt: Die Ausgleichsabgabe

Ab 20 Arbeitsplätzen müssen – private und öffentliche – Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber mindestens fünf Prozent davon mit schwerbehinderten oder anderen anrechnungsfähigen Menschen besetzen. Ansonsten müssen sie die sogenannte Ausgleichsabgabe zahlen, die nach erreichter Beschäftigungsquote gestaffelt ist.

Im neuen REHADAT kompakt lesen Sie, wieso die Ausgleichsabgabe erhoben, wofür sie verwendet und wie sie berechnet wird. Und Sie erfahren, welche praktischen Tools REHADAT zum Thema Ausgleichsabgabe bereithält: z. B. den Ersparnis-Rechner und zwei Erklärvideos. Außerdem zeigen wir Ihnen, wo Sie weitere Informationen bei REHADAT finden: z. B. Urteile zur Beschäftigungspflicht und Ausgleichsabgabe bei REHADAT-Recht.

Download (PDF, 398 KB): REHADAT kompakt: Die Ausgleichsabgabe

Tipp! Die kostenlose Software IW-Elan für das aktuelle Anzeigejahr 2022 finden Sie hier: Homepage IW-Elan

Gute Praxis: Aus der WfbM an die Hochschule

Sieben junge Menschen mit schweren Behinderungen, die ursprünglich in einer Werkstatt für behinderte Menschen (WfbM) beschäftigt waren, schlossen im Rahmen eines Projektes eine Ausbildung an einer Hochschule zur Bildungsfachkraft erfolgreich ab.

Die Auszubildenen (mit unterschiedlichen Beeinträchtigungen z. B. durch Blindheit, Down-Syndrom oder Lernbehinderung) durchliefen eine dreijährige Ausbildung in fünf Modulen. Nach erfolgreichem Abschluss wurden sie als Bildungsfachkräfte an der Hochschule fest angestellt.

Das Projekt des Instituts für Inklusive Bildung NRW wurde vom Inklusionsamt des Landschaftsverbandes Rheinland, der Kämpgen Stiftung und der Stiftung Wohlfahrtspflege NRW gefördert.

Mehr Details: PB/111169 | REHADAT-Gute Praxis 

Angebote für hörbehinderte & gehörlose Menschen

Menschen mit Hörbehinderung und gehörlose Menschen stehen hinsichtlich der Kommunikation im Beruf und im Alltag vor großen Herausforderungen. Im Portal REHADAT-Adressen finden Sie Adressen von Stellen, die Gebärdensprachdolmetscherinnen und Gebärdensprachdolmetscher vermitteln, Hinweise auf Schriftdolmetscherdienste, Beratungsstellen und Dienstleister rund um Hilfsmittel für hörbehinderte und gehörlose Menschen und weitere Angebote.

Weiter zu: Angebote für hörbehinderte & gehörlose Menschen | REHADAT-Adressen 

REHADAT-Literatur empfiehlt: Review Long COVID

Bei der Sichtung der umfangreichen Literatur zur beruflichen Teilhabe stoßen wir beinahe täglich auf interessante Veröffentlichungen. Um die Auswahl zu erleichtern, legen wir Ihnen unsere schleichend wechselnde Top 10 ans Herz: Publikationen zu aktuellen Themen, gespickt mit Wissen und Impulsen für die Praxis.

Ganz neu dabei ist die jüngst erschienene Übersichtsarbeit (Review Article) zum Stand von Wissenschaft und Forschung zum Thema Long COVID. Die Arbeit bietet eine top-aktuelle Übersicht über ausgewählte Studien und Veröffentlichungen aus der Forschung, die sich mit den unterschiedlichen Aspekten von Long COVID befassen: Immunologie, Symptome, Krankheitsentstehung und -entwicklung, Diagnose und therapeutische Interventionsmöglichkeiten.

Zu unseren Empfehlungen: Top 10 Lesetipps zu Behinderung & Beruf | REHADAT-Literatur

Kurz erklärt: Was sind rtCGM-Systeme?

Diabetespatientinnen und -patienten können mit Real-Time-Messgeräten (engl. Real time Continuous Glucose Monitoring, rtCGM) ihren Glukosewert fortlaufend in Echtzeit messen, ohne sich zur Blutabnahme in den Finger stechen zu müssen. Der Mess-Sensor befindet sich im Unterhautfettgewebe und ein Transmitter sendet die Messwerte automatisch an ein Empfangsgerät oder Smartphone. Wenn eine Unter- oder Überzuckerung droht, werden die Personen mit Diabetes rechtzeitig alarmiert und über den Verlauf ihres Zuckerspiegels informiert. Krankenkassen können im Einzelfall die Kosten für rtCGM-Geräte übernehmen.

Mehr Informationen: CGM-System | REHADAT 

Barrierefreie Captchas bei REHADAT

Alle Formulare, mit deren Hilfe Nutzerinnen und Nutzer ihre Anfragen bei REHADAT stellen können, sind jetzt barrierefrei nutzbar. Das heißt, es müssen z. B. weder Gegenstände markiert noch Rechenaufgaben gelöst werden. Das neue Captcha erkennt automatisch und ohne Aktivität des Nutzenden, dass es sich um einen Menschen handelt und nicht um einen Roboter. Das Captcha ist außerdem datenschutzkonform und sammelt keine Nutzerdaten ein.

Was bedeutet Captcha? Captcha ist ein Akronym aus den englischen Worten „completely automated public turing test to tell computers and humans apart“. Übersetzt auf Deutsch: „vollautomatischer öffentlicher Test, um Computer und Menschen zu unterscheiden“.

Menschen mit Behinderungen im Homeoffice – neue IW-Studie erschienen

Die COVID-19-Pandemie hat viele Beschäftigte weltweit ins Homeoffice getrieben. Damit konnte die Infektionskurve abgeflacht werden und gleichzeitig Betriebe und Verwaltungen zumindest eingeschränkt weiter arbeiten. Die Anteile der Erwerbstätigen, die von zuhause arbeiten, stiegen rapide an, auch diejenigen der Menschen mit Behinderungen, allerdings nicht so stark wie bei den Erwerbstätigen ohne Behinderungen: Waren beispielsweise in Deutschland vor der Pandemie im Jahr 2019 nur 12,9 Prozent aller Erwerbstätigen im Homeoffice, so stieg der Anteil im ersten Pandemiejahr 2020 um acht Prozentpunkte auf 20,9 Prozent. Auch bei den Erwerbstätigen mit einer anerkannten Behinderung gab es einen Sprung, allerdings auf niedrigerem Niveau, nämlich von 9,4 auf 16,5 Prozent.

Eine neue Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln untersucht, wie sich das Homeoffice für Menschen mit und ohne Behinderungen in Deutschland und einigen angelsächsischen Ländern durch die Pandemie entwickelt hat. Die beiden Forscherinnen gingen der Frage nach, ob diese Arbeitsform eine Erleichterung für die Inklusion sein könne. Antwort: ja, aber unter bestimmten Bedingungen.

Zur Studie: Menschen mit Behinderungen im Homeoffice | IW Köln

Neue BMAS-Broschüre zu Modellvorhaben der zweiten Förderrunde rehapro

Das Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) hat die Broschüre „Rehabilitation fördern, stärken, besser machen! Modellprojekte im Bundesprogramm rehapro – Zweiter Förderaufruf“ Ende November 2022 veröffentlicht.

Vorgestellt werden darin alle 48 Modellprojekte, die im Rahmen des zweiten Förderaufrufs zum Bundesprogramm rehapro gefördert werden und innovative Ansätze in den Bereichen Prävention, Rehabilitation und Nachsorge für Menschen mit gesundheitlichen Beeinträchtigungen erproben. Die Broschüre gibt auch einen Überblick über die Ziele und Rahmenbedingungen von rehapro.

Zum Download/zur Bestellung: Broschüre "Rehabilitation fördern, stärken, besser machen" | BMAS

Tipp! Die Modellprojekte zum zweiten Förderaufruf von rehapro finden Sie auch online: BMAS-Förderprogramme | REHADAT-Forschung. Materialien dazu hier: Bundesprogramm rehapro | REHADAT-Literatur

Vierter Teilhabeverfahrensbericht veröffentlicht

Der 4. Teilhabeverfahrensbericht für 2021 wurde im Dezember 2022 von der Bundesarbeitsgemeinschaft für Rehabilitation (BAR) veröffentlicht. Der trägerübergreifende Statistikbericht vergleicht jährlich die Entwicklungen in Reha und Teilhabe: z. B., wie viele Anträge bei den Reha-Trägern gestellt worden sind.

Im Vergleich zum Vorjahr blieb die Anzahl der gestellten Anträge auf Leistungen zur Rehabilitation und Teilhabe auf einem konstanten Niveau. Im Durchschnitt dauerte es 22 Tage, bis eine Entscheidung über einen Antrag vorlag, wobei 83 Prozent der entschiedenen Anträge vollständig oder teilweise bewilligt wurden.

Ziel der Teilhabeverfahrensberichte ist, mehr Transparenz zur Leistungsfähigkeit des Reha-Systems herzustellen.

Tipp! Alle bisher veröffentlichten Berichte finden Sie hier:  Teilhabeverfahrensberichte | REHADAT-Literatur

Gründen mit Behinderung? Selbstverständlich!

Sich selbständig machen oder ein Unternehmen ins Leben rufen braucht Mut. Diesen beweisen die gründungsinteressierten Frauen und Männer mit Behinderungen, die in das neue Mentoring-Programm des Hildegardis-Vereins gestartet sind. Innerhalb des modellhaften Projekts „Barrierefrei Existenzgründen. Selbständig und erfolgreich im Erwerbsleben mit Behinderung (BESSER)“ werden sie als Mentees ein Jahr lang von Mentor*innen mit Behinderung, die selbst Gründer*innen sind oder freiberuflich arbeiten, begleitet.

Im Sommer 2023 geht eine zweite Gruppe des BESSER-Mentoring-Programms an den Start. In dieser gibt es noch 15 freie Plätze für gründungsinteressierte Mentees mit Behinderung sowie für 15 Mentor*innen, die als Selbständige mit einer Schwerbehinderung arbeit(et)en. Bis zum 15. März kann man sich unter Mentoring-Programm BESSER | Hildegardis-Verein bewerben.

Rehabilitationswissenschaftliches Kolloquium in Hannover

Unter dem Motto „Veränderungskultur fördern – Teilhabe stärken – Zukunft gestalten“ findet das diesjährige Reha-Kolloquium vom 20. bis 22.02.2023 in Hannover statt. Der Kongress fördert den Austausch über aktuelle Forschungsergebnisse und Konzepte zur Weiterentwicklung von Präventions- und Rehabilitationsleistungen und wird von der Deutschen Rentenversicherung und der Deutschen Gesellschaft für Rehabilitationswissenschaften veranstaltet.

Der berufliche Bezug des Kongresses kommt besonders in den Themenbereichen „Prävention, Rehabilitation und Arbeitswelt“ sowie „Modellprojekte aus dem Bundesprogramm rehapro“ zum Tragen.

Mehr Informationen zum Kongress: Reha-Kolloquium | Deutsche Rentenversicherung 

Tipp! Pünktlich zum Start des Kolloquiums wird REHADAT das aktuelle Verzeichnis der Rehabilitations- und Teilhabeforschenden in Deutschland 2023 veröffentlichen: Reha- & Teilhabeforschende | REHADAT-Forschung.

LWL-Messe der Inklusionsunternehmen mit Schwerpunkt Jobvermittlung

Am 15. März 2023 findet zum fünften Mal die Messe der Inklusionsunternehmen des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) statt – erstmals in der Messe Dortmund mit mehr Platz für die ausstellenden Unternehmen, einem vielfältigen Rahmenprogramm mit Seminaren und Vorträgen und einem Schwerpunkt auf der Jobvermittlung.

Mehr Informationen: Messe der Inklusionsunternehmen 2023 | LWL

Tipp! Auch REHADAT wird vor Ort mit einem Stand vertreten sein. Wir freuen uns auf Ihren Besuch und zeigen Ihnen gerne, was REHADAT für Sie bereithält!

Fachtagung des DVBS: „Perspektiven der digitalen Arbeitswelt“

Am 25. April 2023 veranstaltet der Deutsche Verein der Blinden und Sehbehinderten in Studium und Beruf in Berlin eine Tagung, um die Bedingungen und Chancen beruflicher Teilhabe schwerbehinderter Menschen in der digitalen Arbeitswelt zur verdeutlichen. 

Auf dem Programm stehen Vorträge aus der Wissenschaft ebenso wie die Ergebnisse des BMAS-geförderten Projekts agnes@work. Ziel soll sein, die Voraussetzungen für ein effektives Unterstützungsnetzwerks zu skizzieren.

Weitere Informationen sowie das Tagungsprogramm: Fachtagung 2023 | agnes-at-work.de

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Impressum

REHADAT – Informationen zur beruflichen Teilhabe von Menschen mit Behinderungen
Institut der deutschen Wirtschaft Köln e. V.
Projektleitung: Andrea Kurtenacker
Redaktion: Anja Brockhagen, brockhagen@iwkoeln.de
Postfach 10 19 42, 50459 Köln
Besucheranschrift: Konrad-Adenauer-Ufer 21, 50668 Köln
Telefon: 0221 4981-845
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REHADAT wird gefördert durch das Bundesministerium für Arbeit und Soziales und ist ein Projekt des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln.