REHADAT-Newsletter 4/2019

Köln, 19. Juli 2019

Zwei neue Wissensreihen: Sehbehinderung/Blindheit und Autismus

REHADAT hat zwei neue Wissensreihen veröffentlicht: "Ich sehe das einfach anders" thematisiert die berufliche Teilhabe von Menschen mit Sehbehinderung oder Blindheit. „Klare Sprache statt Klischees“ informiert über die Situation von Menschen mit Autismus im Berufsleben. REHADAT hat im Vorfeld Befragungen von betroffenen Menschen durchgeführt, deren Ergebnisse in die Broschüren eingeflossen sind.

Die Wissensreihen beantworten Fragen wie: Welche Grundinformationen über die Behinderung sind im Arbeitsleben von Bedeutung? Wie können Arbeitsplätze gestaltet werden? Welche Maßnahmen sind sinnvoll? Was für Hilfsmittel können eingesetzt werden? Welche Tipps geben Fachleute und Betroffene? Wer kann Betriebe und Beschäftigte unterstützen?

Hier finden Sie alle REHADAT-Wissensreihen sowie die Ergebnisse der Umfragen: http://rehadat.link/publikationen

Welche Produkte und Leistungen bieten Werkstätten an? Verzeichnis für 2019 veröffentlicht

Das Verzeichnis der Bundesagentur für Arbeit bietet einen Überblick über alle 733 anerkannten Werkstätten für behinderte Menschen (WfbM) sowie deren Dienstleistungen und Produkte. Das Verzeichnis erscheint einmal im Jahr und wird von REHADAT erstellt. Hier können Sie es herunterladen: Werkstätten-Verzeichnis

Tipp: Unternehmen, die Aufträge an anerkannte WfbM oder Blindenwerkstätten vergeben, können 50 Prozent der Arbeitsleistung von der zu zahlenden Ausgleichabgabe abziehen. Einkaufen können Firmen nicht nur Produkte, sondern auch Dienstleistungen, die von einer WfbM ausgeführt werden.

Mehr Inklusion durch Digitalisierung – Podcast zeigt Zusammenhänge

Im neuen KOFA-Podcast spricht REHADAT-Expertin Mareike Decker über die positiven Einflüsse der Digitalisierung auf die berufliche Teilhabe von Menschen mit Behinderung. Wie zum Beispiel Arbeitsplätze mit technischen Hilfsmitteln gestaltet werden können, welches Potential Telearbeit für Menschen mit Behinderung hat und wer Arbeitgeber in Sachen Förderung beraten kann.

Hier können Sie den Podcast „Mehr Inklusion durch Digitalisierung“ anhören: soundcloud.com/kofa-podcast

IXNET unterstützt berufliche Teilhabe schwerbehinderter Akademiker*innen

Die Universität Erlangen-Nürnberg hat zum Projekt „IXNET“ eine Vorstudie veröffentlicht. Ziel des Projektes ist es, durch Information, Peer-Beratung und Mentoring schwerbehinderte Akademiker*innen auf ihrem beruflichen Weg zu unterstützen. Dazu entwickelt IXNET eine inklusive und berufsbezogene Internetplattform, die an das Informationssystem REHADAT angebunden ist.

Das Projekt „IXNET“ sowie weitere Projekte zur Beschäftigungssituation und zu Beschäftigungschancen von Menschen mit Behinderungen finden Sie im Portal REHADAT-Forschung.

Neue Begriffe im REHADAT-Lexikon zur beruflichen Teilhabe

Es gibt neue bzw. überarbeitete Begriffe im REHADAT-Lexikon, um die Reform von Sozialhilfe bzw. Eingliederungshilfe für Menschen mit Behinderungen und ihre Kostenträger zu erklären: Eingliederungshilfe, Sozialhilfe und Assistenzleistungen.

Insgesamt finden Sie im REHADAT-Lexikon zur beruflichen Teilhabe Erläuterungen und Definitionen zu mehr als 450 Begriffen. Von A wie Ausgleichsabgabe bis Z wie Zuschüsse: REHADAT-Lexikon.

Online: Ansprechstellen für Rehabilitation und Teilhabe

Das Bundesteilhabegesetz verpflichtet alle Sozialversicherungsträger, Ansprechstellen für Rehabilitation und Teilhabe zu benennen. Seit kurzem stellt die Bundesarbeitsgemeinschaft für Rehabilitation nun ein bundesweites Online-Verzeichnis der Ansprechstellen zur Verfügung: www.ansprechstellen.de.

Die Ansprechstellen sollen dabei unterstützen, einen Rehabilitationsbedarf möglichst frühzeitig zu erkennen und darauf hinwirken, dass entsprechende Anträge gestellt werden. Das Angebot richtet sich an Leistungsberechtigte, Arbeitgeber und Arbeitgeberinnen, ggf. auch an Behörden und andere Rehaträger.

Mehr digitale Barrierefreiheit: BITV 2.0 in Kraft

Öffentliche Stellen sind durch das Gesetz zur Gleichstellung behinderter Menschen zu barrierefreien Websites, mobilen Anwendungen, elektronischen Verwaltungsabläufen und graphischen Oberflächen verpflichtet. Die Anforderungen sind in der Barrierefreie-Informationstechnik-Verordnung (BITV) definiert, die Ende Mai 2019 in der überarbeiteten Fassung der BITV 2.0 in Kraft getreten sind: www.rehadat-recht.de.

Aufgrund der Anpassungen der BITV 2.0 wurde auch der BITV-Test – das anerkannte Prüfverfahren zur digitalen Barrierefreiheit – überarbeitet. 12 neue Prüfschritte, z. B. zur Ausrichtung des Bildschirms oder den Kontrasten, sind ergänzt worden. Alle Prüfschritte finden Sie hier: www.bitvtest.de

Berufsvorbereitung: Pferde pflegen oder Senioren begleiten

Das Fördercentrum Mensch & Pferd in Bielefeld bietet für förderbedürftige Jugendliche berufsvorbereitende Bildungsmaßnahmen in den Berufsfeldern Pferdepflege oder Alltagsbegleitung für Senioren an. Beide Maßnahmen – die jeweils 18 Monate dauern – können mit Zertifikaten abgeschlossen werden. Ziel ist die Vermittlung auf den ersten Arbeitsmarkt oder in eine anschließende Ausbildung. Das Fördercentrum verfügt über ein Internat und nimmt Jugendliche aus dem gesamten Bundesgebiet auf.

Mehr Informationen und die Kontaktangaben finden Sie hier: www.rehadat-adressen.de

BA analysiert Arbeitsmarkt für Menschen mit Behinderung

Die Bundesagentur für Arbeit (BA) hat Ende Juni ihren Bericht zum Arbeitsmarkt für Menschen mit Behinderung für das Jahr 2018 veröffentlicht.

Über folgende Themen wird berichtet: Bevölkerung, Beteiligung am Erwerbsleben, Beschäftigung, Arbeitslosigkeit und Arbeitsmarkpolitik.

Die wichtigsten Aussagen und den Verweis zur Quelle finden Sie hier: www.rehadat-statistik.de

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Impressum

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Redaktion: Anja Brockhagen, brockhagen@iwkoeln.de
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