REHADAT-Newsletter 2/2019

Köln, 28. März 2019

Urteil: Kosten für Hörgeräte werden übernommen

Das Landessozialgericht Hessen hat den berufsbedingten Anspruch auf Kostenübernahme für hochwertige Hörgeräte (die sich u.a. automatisch wechselnden Geräuschkulissen anpassen) bei einem schwerhörigen Baustellenleiter durch die Krankenversicherung bestätigt.

Lesen Sie im Urteil, wie der Kläger seine Anforderungen erfolgreich darlegen konnte und warum die Krankenkasse in diesem Fall auch für rentenversicherungsrechtliche Ansprüche zuständig ist: L 1 KR 229/17.

Tipp: bei REHADAT-Recht finden Sie aktuell 166 Urteile zu den Schlagworten Kostenübernahme UND Hörgerät:  www.rehadat-recht.de

Datenbrillen als Hilfsmittel in der Logistikbranche

"Smart glasses und augmented reality" – neue digitale Welten bieten auch für Menschen mit Behinderung Chancen. Erste konkrete Einsatzbeispiele gibt es beispielsweise in der Logistik, wo Datenbrillen für Arbeitskräfte mit Hörbehinderung und Wirbelsäulenerkrankung genutzt werden.

Bei REHADAT können Sie verschiedene Datenbrillen finden: www.rehadat-hilfsmittel.de sowie zwei Beispiele, bei denen Datenbrillen mit angepasster Software den Arbeitsplatz  behinderungsgerecht gestalten: www.rehadat-gutepraxis.de.

Testnutzerinnen und -nutzer für REHADAT-Hilfsmittel gesucht

Im Mai wird das Portal REHADAT-Hilfsmittel mit neuen Inhalten, neuer Struktur und neuem Layout online gehen. Vorher möchten wir gerne wissen, wie gut das neue, barrierefreie Angebot für unsere Nutzerinnen und Nutzer zu bedienen ist. Wenn Sie Lust und Zeit haben, das neue Portal zu testen und uns einige Fragen zu beantworten, melden Sie sich bitte bei unserer REHADAT-Kollegin Eva Rabung (Tel. 0221 4981-867 oder per Mail unter rabung@iwkoeln.de).

EASTIN jetzt auch auf Chinesisch

Das weltweite Netzwerk EASTIN mit Informationen zu Hilfsmitteln für Menschen mit Behinderung kann jetzt auch auf Chinesisch durchsucht werden. Die Inhalte stammen aus verschiedenen nationalen Hilfsmitteldatenbanken – Deutschland ist vertreten durch REHADAT. Hier können Sie die Suchmaschine auf Chinesisch aufrufen: www.eastin.eu.

GKV-Hilfsmittelverzeichnis komplett überabeitet

Der Spitzenverband der Gesetzlichen Krankenkassen (GKV-Spitzenverband) hat das Hilfsmittelverzeichnis umfassend überabeitet. Zwischen Juli 2015 und Dezember 2018 wurden 41 Produktgruppen fortgeschrieben und aktualisiert. Das Hilfsmittelverzeichnis umfasst ca. 32.500 Produkte von A wie "Absauggeräte" bis Z wie "Zum Verbrauch bestimmte Pflegehilfsmittel".

Bei REHADAT können Interessierte kostenlos im aktuellen GKV-Hilfsmittelverzeichnis recherchieren – alle Änderungen und Fortschreibungen sind hier natürlich bereits enthalten: www.rehadat-gkv.de.

Tipp: Lohnend ist auch immer ein Blick auf die Hintergrundinformationen zu den einzelnen Produktgruppen und insbesondere zu den Produktarten: diese sind jeweils am Zeilenende über "Info" aufrufbar. Dort erfährt man mehr über die Produkte und die Indikationen für die Versorgung. Bitte beachten: das GKV-Hilfsmittelverzeichnis ist eine Orientierungs- und Auslegungshilfe – keine abschließende Positivliste.

Reha- und Teilhabeforschende in Deutschland

Das diesjährige Rehabilitationswissenschaftliche Kolloquium mit dem Titel „Rehabilitation – Shaping healthcare for the future“ findet vom 15.-17. April 2019 in Berlin statt. Gemeinsam werden dort Strategien für die zukünftige Ausgestaltung der Rehabilitation in den Gesundheitssystemen unter Berücksichtigung von Migration, alternden Gesellschaften und digitalem Wandel erarbeitet.

Zum Kolloquium veröffentlicht REHADAT das Verzeichnis der Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler unter dem Titel „Reha- und Teilhabeforschende – Akteure und Themen in Deutschland 2019“. Mit dem neuen Titel stellt REHADAT den Aspekt der Teilhabe in der Forschung stärker heraus und spricht weitere Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler als Zielgruppe an.

Die aktuelle Ausgabe lädt zum Nachschlagen ein: Wer forscht wo und zu welchen Themen der Rehabilitation, Teilhabe und Inklusion in Deutschland – auch mit Blick auf das diesjährige Rahmenthema des Kolloquiums. Die neue 27. Ausgabe zum Verzeichnis steht ab dem 9. April 2019 kostenlos im Portal REHADAT-Forschung als PDF-Download bereit: rehadat.link/verzeichnis-reha-teilhabeforschende.

Gemeinsame Empfehlung zum Reha-Prozess veröffentlicht

Die Bundesarbeitsgemeinschaft für Rehabilitation (BAR) hat eine neue Fassung der Gemeinsamen Empfehlung zum Reha-Prozess veröffentlicht. Hierfür haben die Reha-Träger vereinbart, wie sie die Vorschriften der neuen Fassung des Sozialgesetzbuch IX (in Kraft seit 01.02.2018, geändert durch das Bundesteilhabegesetz) auslegen und umsetzen. Konkret geregelt wurde zum Beispiel, wie Bedarfsfeststellung, Zuständigkeitsklärung oder Teilhabeplanung umgesetzt werden.

Die Empfehlung kann bei der BAR kostenlos heruntergeladen werden: www.bar-frankfurt.de/publikationen/gemeinsame-empfehlungen

14 Krankheitstage weniger durch Reha-Maßnahme

Laut einer repräsentativen Studie von AOK und Rentenversicherung haben Menschen mit chronischen Rückenbeschwerden in den ersten beiden Jahren nach einer Rehabilitation durchschnittlich 14 Krankheitstage weniger als Patienten, die keine Reha-Maßnahme durchlaufen.
Damit amortisieren sich nicht nur die Kosten für die Maßnahme selbst, sondern es können mehr als 700 Euro pro Rehabilitand eingespart werden. Hochgerechnet für 346.000 Rehabilitanden der Orthopädie ergibt das laut Studie eine Ersparnis von 243 Mio. Euro pro Jahr.

Mehr Informationen zur Studie finden Sie bei der Deutschen Vereinigung für Rehabilitation: www.dvfr.de.

Inklusive Wege in Ausbildung?! Broschüre zeigt Beispiele aus der Praxis

Eine Sammlung von Fallbeispielen zur Inklusion junger Menschen mit Behinderung hat der Paritätische Gesamtverband veröffentlicht. Die Broschüre schildert individuelle Wege nach dem Verlassen der Schule und beschreibt verschiedene Ausbildungsregelungen und Maßnahmen in ihrer Umsetzung. Quer durch die Fallbeispiele wird deutlich: Individuelle Begleitung und Assistenz, passgenaue, flexible Förderung und durchlässige Strukturen sind entscheidende Grundbedingungen für erfolgreiche Inklusion – egal, ob in der regulären, in der reha-spezifischen Ausbildungsförderung im dualen System oder in der schulischen Ausbildung.

Hier finden Sie mehr Informationen und den Download der Broschüre: www.jugendsozialarbeit-paritaet.de

Beispielhafte Inklusion im Arbeitsleben bei Flyinc

Den mit 1.000 Euro dotierten Annedore-Leber-Preis für beispielhafte Inklusion im Arbeitsleben erhält in diesem Jahr die Berliner Multimedia-Agentur Flyinc. Preiswürdig fanden die Juroren vor allem den Ideenreichtum des Unternehmens und den besonderen Einsatz bei der Ausbildung junger Menschen mit Behinderungen: Mit nur 12 Angestellten bildete die Multimedia-Agentur vier junge Menschen mit Handicap aus. Ein Absolvent zählt nun zum Spezialisten-Team der Multimedia-Agentur mit den Geschäftsschwerpunkten Internet, Filmproduktion, Schauspielagentur und Kameraverleih.

Mehr Informationen hier: www.albbw.de

REHADAT auf der REHAB in Karlsruhe

Vom 16. bis 18. Mai 2019 findet in Karlsruhe die Messe REHAB statt – weltweit eine der größten und bedeutendsten Fachmessen für Rehabilitation, Therapie, Pflege und Inklusion. Über 450 Ausstellende präsentieren ihre Produkte und Dienstleistungen, u.a. auch im Themenfeld der beruflichen Teilhabe von Menschen mit Behinderung. Detaillierte Informationen zur Messe können Sie hier aufrufen: www.rehab-karlsruhe.com.

REHADAT ist dieses Jahr wieder mit einem Stand und im neuen Design vor Ort: Sie finden uns in Halle 2 am Stand H 37. Wir freuen uns auf Ihren Besuch und zeigen Ihnen gerne unser Angebot, zum Beispiel das überarbeitete Portal REHADAT-Hilfsmittel.

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Redaktion: Anja Brockhagen, brockhagen@iwkoeln.de
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