REHADAT-Newsletter 4/2018

Köln, 30. November 2018

REHADAT in neuem Look

Mit der Veröffentlichung unserer neuen Homepage haben wir am 29. November die umfassende Umgestaltung aller REHADAT-Websites gestartet.

Modern, intuitiv bedienbar und mobilfreundlich: Diesem Anspruch soll künftig das gesamte REHADAT Online-Angebot gerecht werden. Denn wir möchten vor allem eines: dass Sie als Nutzer sich auf unseren Websites wohl fühlen und schnell die Informationen finden, die für Sie wichtig sind. Dafür setzen wir auf ein neues Design und Logo, umfassendere Inhalte und eine verbesserte Suche. Alle Inhalte sind natürlich weiterhin barrierefrei.

Das komplette REHADAT Informationsangebot gliedert sich nun in sechs umfangreiche Themenfelder: Hilfsmittel und Arbeitshilfen, Im Arbeitsleben, Bildung und Qualifizierung, Förderung und Ausgleich, Adressen und Kontakte sowie Recht, Wissen und Forschung. Diese Themen bieten den Einstieg zu allen 14 REHADAT Portalen, zahlreichen Publikationen, Apps und Seminaren.

Neugierig geworden? Dann rufen Sie doch einfach unsere neue Homepage  www.rehadat.de auf! Wir freuen uns auf Ihre Rückmeldungen unter www.rehadat-umfragen.de!

Urteil: Kündigung wegen fehlender  Informationen nicht rechtmäßig

Das Bundesteilhabegesetz zeigt Wirkung in der Rechtsprechung: Das Arbeitsgericht Hamburg hat im Juni 2018 entschieden, dass die ordentliche Kündigung einer schwerbehinderten Mitarbeiterin in der Probezeit nicht rechtmäßig war, weil die Schwerbehindertenvertretung vor Ausspruch der Kündigung nicht ordnungsgemäß beteiligt worden war. Die Schwerbehindertenvertretung war zwar in einem Telefonat über die Kündigung informiert worden, aber die Beklagte konnte die Inhalte des Gesprächs nicht konkret nachweisen. Die Schwerbehindertenvertretung gab an, nicht ausreichend über die Gründe der Kündigung informiert worden zu sein.

Mehr Details und das vollständige Urteil finden Sie bei REHADAT-Recht mit dem  Aktenzeichen 21 Ca 455/17.

Tipp: Bei REHADAT-Recht können Sie mit den Schlagworten „ Beteiligungspflicht und Schwerbehindertenvertretung“ über 80 Urteile recherchieren.

Welche neuen Hilfsmittel gibt es im Bereich „Information & Kommunikation“?

Der Markt an unterstützenden Technologien für Menschen mit Behinderung und deren Einsatzbereiche ist vielfältig. Die kleinen und großen Helfer können bei einer Sinnesbehinderung oder körperlichen Einschränkung vor allem dafür genutzt werden, sich zu informieren und zu kommunizieren. Von der Bedienung von Computern, Tablets und Mobiltelefonen über das Lesen, Schreiben und die Orientierung – hier finden Sie einen Überblick über  aktuelle und beispielhafte Produkte aus dem Bereich.

Inklusionsbetriebe: Wo gibt es die meisten?

In NRW gibt es, verglichen mit den anderen Bundesländern, die meisten Inklusionsbetriebe: Aktuell führt REHADAT 323 Inklusionsbetriebe und Inklusionsabteilungen auf – bundesweit gibt es rund 1.000.

Inklusionsbetriebe bieten für Menschen mit Behinderung Arbeitsplätze mit tariflicher oder ortsüblicher Bezahlung und ermöglichen den Einstieg in den allgemeinen Arbeitsmarkt. Der Anteil schwerbehinderter Beschäftigter liegt in Inklusionsbetrieben zwischen 30 und 50 Prozent und ist damit höher als in anderen Unternehmen. 

Adressen und Porträts der Firmen sowie eine Branchensuche finden Sie hier: www.rehadat-adressen.de

BMAS veröffentlicht Zwischenbericht zum Nationalen Aktionsplan zur UN-BRK

Deutschland ist auf einem gutem Weg zu mehr Inklusion. Das geht aus dem Zwischenbericht zum Nationalen Aktionsplan zur UN-Behindertenrechtskonvention (UN-BRK) des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales (BMAS) hervor.

Bereits 61 Prozent aller 261 ausgewerteten Maßnahmen konnten erfolgreich abgeschlossen oder umgesetzt werden. Des Weiteren sind 35 Prozent der Maßnahmen gestartet und laufen derzeit weiter. Lediglich vier Prozent der Maßnahmen konnten noch nicht gestartet werden.

Ein Schwerpunktthema des Berichts ist das Handlungsfeld "Arbeit und Beschäftigung". Dessen zentrales Ziel ist es, dass Menschen mit Behinderung ihren Wünschen und ihrem individuellem Leistungsvermögen entsprechend neue berufliche Perspektiven auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt eröffnet werden.

Den BMAS-Zwischenbericht finden Sie hier: www.bmas.de

Tipp: In REHADAT-Literatur sammeln wir die Aktionspläne zur Umsetzung der UN-BRK für Bund, Länder, Kommunen, Institutionen und Betriebe – darunter auch viele Aktionspläne in Leichter Sprache: www.rehadat-literatur.de

Was machen eigentlich die Integrationsämter? BIH-Jahresbericht erschienen

Die Integrationsämter haben die Arbeitgeber 2017 bei der Beschäftigung schwerbehinderter Menschen mit rund 198 Millionen Euro unterstützt: Rund 9.400 bestehende Arbeitsplätze wurden behinderungsgerecht ausgestattet und konnten dadurch erhalten bleiben. Zuschüsse und Darlehen von ca. 14 Millionen Euro ermöglichten die Schaffung von über 2.000 neuen Arbeits- und Ausbildungsplätzen. Außerdem erreichten die laufenden Lohnkostenzuschüsse einen neuen Höchststand von 156,5 Millionen Euro - damit wurden über 45.300 bestehende Arbeitsverhältnisse gesichert.

Sie möchten wissen, was die Integrationsämter im Jahr 2017 sonst noch gemacht haben? Dann lesen Sie den frisch veröffentlichten Jahresbericht 2017/2018 der Bundesarbeitsgemeinschaft der Integrationsämter und Hauptfürsorgestellen (BIH): www.integrationsaemter.de

Praktische neue Apps

Sie wollen schnell und einfach eine Beratung der Ergänzenden unabhängigen Teilhabeberatung (EUTB) finden? Die App „Teilhabeberatung“ bietet Unterstützung bei Fragen zur Teilhabe und Rehabilitation an: https://teilhabeberatung.de

Außerdem hat die Deutsche Bahn ihre App "DB barrierefrei" veröffentlicht: Lautsprecherdurchsagen können damit z. B. als Textnachricht direkt auf das Smartphone geschickt werden. Und es stehen Informationen zur Funktionsfähigkeit von Aufzügen und Rolltreppen zur Verfügung: www.bahn.de

Tipp: Nutzerinnen und Nutzer können bei REHADAT-Hilfsmittel schnell und einfach Apps zu behinderungsrelevanten Themen recherchieren: www.rehadat-hilfsmittel.de

Neue Schwerpunkte beim Forschungsprojekt zum BTHG

Das Kooperationsprojekt der Deutschen Vereinigung für Rehabilitation (DVfR) „Partizipatives Monitoring der aktuellen Entwicklung des Rehabilitations- und Teilhaberechts“ beobachtet von September 2018 bis August 2021 die Umsetzung des Bundesteilhabegesetzes (BTHG) und angrenzender Fragestellungen aus sozialrechtlicher und soziologischer Perspektive. Dazu sollen u. a. eigene empirische Erhebungen durchgeführt werden. Im Fokus der Analysen und Kommentierungen steht die Teilhabe am Arbeitsleben.

Mehr Informationen zum Projekt finden Sie hier: www.reha-recht.de/monitoring

Tipp: Bei REHADAT-Forschung finden Interessierte neben dem DVfR-Projekt 85 weitere Projektbeschreibungen zum Thema Sozialrecht und Politik: www.rehadat-forschung.de

Jetzt bewerben für Annedore-Leber-Preis 2019: Beispielhafte Inklusion im Arbeitsleben

Der Annedore-Leber-Preis wird zum fünften Mal ausgelobt und an Unternehmen, Organisationen oder Projektträger aus Deutschland verliehen.
Gesucht werden innovative, nachhaltige und zur Nachahmung anregende Projekte, die Potenziale von Menschen mit Handicap stärken und fördern, um so eine optimale Teilhabe im Arbeitsleben zu ermöglich.

Der Preis ist dotiert mit 1.000 Euro. Vorschläge und Bewerbungen für 2019 können bis zum 21. Dezember 2018 eingereicht werden. Mehr Informationen hier: www.albbw.de

10.000 Euro für Unternehmen in Schleswig-Holstein: Bis zum 31.12. für BEM-Prämie bewerben!

Sie sind ein öffentliches oder privates Unternehmen in Schleswig-Holstein und setzen das Betriebliche Eingliederungsmanagement (BEM) für Menschen mit Schwerbehinderung vorbildlich um? Dann können Sie sich beim Aktionsbündnis Schleswig-Holstein "Inklusive Jobs" um eine Prämie bewerben!

Im Jahr 2019 können bis zu fünf Unternehmen mit jeweils 10.000 EUR ausgezeichnet werden. Die Ausschreibung läuft bis zum 31.12.2018. Machen Sie mit!

Mehr Informationen finden Sie hier: www.aktionsbuendnis-sh.de

Neue Termine für REHADAT-Seminare 2019

Die neuen Termine für die REHADAT-Seminare im ersten Halbjahr 2019 stehen fest:
Das REHADAT-Kompaktseminar "Berufliche Teilhabe gestalten" findet am 13. Februar und 8. Mai 2019 statt. Mehr Infos finden Sie hier:  www.rehadat.de

Das Seminar "Hilfsmittel - Welche gibt es und wer zahlt?", das die Grundlagen der Hilfsmittelversorgung zum Thema hat, findet am 14. Februar und 7. Mai 2019 statt. Mehr Infos hier: www.rehadat-hilfsmittel.de.

Sie können die beiden Seminare auch kombinieren. Seminarort ist Köln – fußläufig zum Hauptbahnhof.

Rund um den REHADAT-Newsletter

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Impressum

REHADAT - Informationen zur beruflichen Teilhabe von Menschen mit Behinderung
Institut der deutschen Wirtschaft Köln e. V.
Projektleitung: Petra Winkelmann
Redaktion: Anja Brockhagen, brockhagen@iwkoeln.de
Postfach 10 19 42, 50459 Köln
Besucheranschrift: Konrad-Adenauer-Ufer 21, 50668 Köln
Telefon: 0221 4981-845, Fax: 0221 4981-99845
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REHADAT wird gefördert durch das Bundesministerium für Arbeit und Soziales und ist ein Projekt des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln.