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Dokumentart(en): Zeitschriftenbeitrag Forschungsergebnis
Titel der Veröffentlichung: Identifizierung und Prüfung von Instrumenten zur Durchführung der Gefährdungsbeurteilung ­psychischer Belastung in Unternehmen

Bibliographische Angaben

Autor/in:

Wirth, Tanja; Flöther, Joelle; Rohwer, Elisabeth [u. a.]

Herausgeber/in:

k. A.

Quelle:

ASU, 2022, 57. Jahrgang (Heft 5), Seite 316-323, Stuttgart: Gentner, ISSN: 0944-6052

Jahr:

2022

Der Text ist von:
Wirth, Tanja; Flöther, Joelle; Rohwer, Elisabeth [u. a.]

Der Text steht in der Zeitschrift:
ASU, 57. Jahrgang (Heft 5), Seite 316-323

Den Text gibt es seit:
2022

Inhaltliche Angaben

Beschreibung:

Das steht in dem Text:

Zielstellung:

Eine Schwierigkeit für Unternehmen bei der Umsetzung der Gefährdungsbeurteilung psychischer Belastung (GB-Psych) liegt in der Auswahl geeigneter Instrumente zur Erhebung arbeitsbedingter psychischer Belastungsfaktoren. Ziel des Projekts war es, Instrumente zur Durchführung der GB-Psych zu identifizieren sowie Kriterien zur Prüfung dieser Instrumente zu entwickeln und anzuwenden.

Methoden:

Zunächst erfolgte eine Instrumentenrecherche in der BAuA-Toolbox, bei PSYNDEX, Google Scholar und Unfallversicherungsträgern. Im zweiten Schritt wurden Kriterien für die Prüfung eines Einschlusses von Instrumenten sowie Kriterien für eine weitere Bewertung entwickelt. Dabei wurden bestehende Qualitätsgrundsätze und Rückmeldungen von Expert:innen einbezogen. Anhand der Kriterien wurden anschließend alle identifizierten Instrumente unabhängig von zwei Beurteilenden geprüft.

Ergebnisse:

Insgesamt wurden 170 Instrumente identifiziert. Sechs Kriterien wurden entwickelt, die Instrumente für einen Einschluss erfüllen müssen:
1. Zielorientierung durch die Erhebung psychischer Belastung,
2. und 3. Nutzungsorientierung für Anwendende durch verständliche Informationen für die Durchführung und die Auswertung,
4. Nutzungsorientierung für Befragte durch zum Beispiel verständliche Fragebögen,
5. Einbezug von Beschäftigten im GB-Psych-Prozess und
6. empirisch geprüfte Validität und Reliabilität.
Elf weitere Bewertungskriterien zur Angabe möglicher Einsatzbereiche, Berücksichtigung von Merkmalsbereichen der Gemeinsamen Deutschen Arbeitsschutzstrategie (GDA) und Hilfestellung bei der Maßnahmenableitung dienen als Information für die Darstellung der Instrumente. Insgesamt wurden 51 Instrumente eingeschlossen. Die Mehrheit ermittelt psychische Belastung mittels Fragebogen (n = 24), Workshop (n = 13) oder Beobachtungsinterview (n = 12).

Schlussfolgerungen:

Die Rechercheergebnisse zeigen die existierende Instrumentenvielfalt im deutschsprachigen Raum. Die entwickelten Kriterien zur Prüfung dieser Instrumente können durch vergleichbare Vorhaben bestätigt werden und reduzierten die Anzahl der eingeschlossenen Instrumente deutlich. Diese werden Unternehmen in einem Online-Tool zugänglich gemacht.

Wo bekommen Sie den Text?

ASU - Zeitschrift für medizinische Prävention
https://www.asu-arbeitsmedizin.com/

Weitere Informationen zur Veröffentlichung

ASU - Zeitschrift für medizinische Prävention
https://www.asu-arbeitsmedizin.com/

Um Literatur zu beziehen, wenden Sie sich bitte an Bibliotheken, die Herausgeber, den Verlag oder an den Buch- und Zeitschriftenhandel.

Identification and evaluation of tools for implementing psychosocial risk assessment at the workplace

Objective:
One difficulty for companies in the implementation of psychosocial risk assessments in the workplace lies in the selection of suitable tools for assessing work-related psychosocial stress factors. The aim of the project was to identify psychosocial risk assessment tools and to develop and apply criteria for examining these tools.

Methods:
The first step was to conduct a search for tools by using the BAuA-Toolbox, PSYNDEX, Google Scholar and websites of accident insurance providers. The second step was to develop criteria for examining the inclusion of tools and criteria for further evaluation. Existing quality policies and feedback from experts were considered in the process. All the identified tools were then examined independently by two reviewers using the developed criteria.

Results:
Overall, 170 tools were identified. Six criteria that tools must meet in order to be included were developed: 1. goal orientation through the assessment of psychosocial stress, 2. and 3. user orientation through comprehensible information for the application and the analysis, 4. user orientation for respondents through, example given comprehensible questionnaires, 5. involvement of employees in the psychosocial risk assessment process and 6. empirically tested validity and reliability. Eleven further evaluation criteria regarding information on possible areas of application, consideration of work patterns from the Joint German Occupational Safety and Health Strategy (GDA) and support in deriving measures are used as information for the presentation of the tools. Overall, 51 tools were included. The majority determine psychosocial stress by means of a questionnaire (n = 24), workshop (n = 13) or observational interview (n = 12).

Conclusions:
The search results show the existing variety of psychosocial risk assessment tools in German-speaking countries. The criteria developed for examining these instruments can be confirmed by comparable projects and significantly reduced the number of tools included. These will be made available to companies in an online tool.

Referenznummer:

R/ZS0026/0515

Informationsstand: 09.09.2022