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Dokumentart(en): Zeitschriftenbeitrag Forschungsergebnis Online-Publikation
Titel der Veröffentlichung: Psychosoziale Arbeitsbedingungen und Burnout im Längsschnitt der Studie zur mentalen Gesundheit bei der Arbeit (S-MGA)

Implikationen für den Arbeitsschutz

Bibliographische Angaben

Autor/in:

Kersten, Norbert; Formazin, Maren

Herausgeber/in:

k. A.

Quelle:

Zentralblatt für Arbeitsmedizin, Arbeitsschutz und Ergonomie, 2022, Band 72 (Heft 1), Seite 1-12, Heidelberg: Haefner, ISSN: 0944-2502 (Print); 2198-0713 (Online)

Jahr:

2022

Der Text ist von:
Kersten, Norbert; Formazin, Maren

Der Text steht in der Zeitschrift:
Zentralblatt für Arbeitsmedizin, Arbeitsschutz und Ergonomie, Band 72 (Heft 1), Seite 1-12

Den Text gibt es seit:
2022

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Inhaltliche Angaben

Beschreibung:

Das steht in dem Text:

Hintergrund:

Die Gefährdungsbeurteilung psychischer Belastung bei der Arbeit kann als Instrument nur wirksam werden, wenn zum einen die Prädiktoren gesundheitlicher Zielgrößen bekannt sind und zum anderen belegt ist, dass bei einer Änderung der Arbeitsbedingungen hin zu einer günstigen Ausprägung diese gesundheitlichen Zielgrößen zum Positiven veränderbar sind.

Fragestellung:

Am Beispiel des Burnout wird in einer Längsschnittanalyse untersucht, ob Änderungen der Arbeitsbedingungen mit entsprechenden Änderungen in der Ausprägung von Burnout einhergehen.

Material und Methoden:

In der "Studie zur mentalen Gesundheit bei der Arbeit (S-MGA)" wurden die psychosozialen Arbeitsbedingungen mit dem Copenhagen Psychosocial Questionnaire (COPSOQ), Burnout mit dem Oldenburger Burnout-Inventar (OLBI) erfasst. Die Daten der Erwerbstätigen beider Erhebungswellen (n = 2005) wurden zu einem Längsschnittdatensatz zusammengefügt. Um den Einfluss der Änderung der COPSOQ-Skalenwerte im Fünf-Jahres-Beobachtungszeitraum auf den Burnout-Score zu ermitteln, wurden Regressionsmodelle mit COPSOQ-Differenzvariablen und den COPSOQ-Ausgangswerten unter Berücksichtigung von möglichen Confoundern angepasst.

Ergebnisse:

Die Analyse zeigt, dass der Burnout-Score über einen Zeitraum von 5 Jahren sowohl vom Ausgangsniveau der Anforderungen und Ressourcen als auch von deren Veränderungen abhängt, das heißt sinkende Werte bei den Anforderungen und steigende Werte bei den Ressourcen führen zu sinkenden Burnout-Scores. Die stärksten Effekte in allen Modellen, auch bei gegenseitiger Adjustierung der COPSOQ-Skalen, weist die Arbeitsmenge auf. Ebenso weist die Arbeitsplatzunsicherheit stets signifikante Effekte auf. Anders ist dies bei den Ressourcen, die einzeln im Modell jeweils signifikant sind, bei gegenseitiger Adjustierung der COPSOQ-Skalen jedoch im Effekt nachlassen und teilweise ihre Signifikanz verlieren. Eine Ursache dafür sind die hohen paarweisen Korrelationen der Ressourcen.

Diskussion:

Die Analyse zeigt, dass der Burnout-Score im Fünf-Jahres-Längsschnitt sowohl von den Ausgangswerten der Anforderungen und Ressourcen als auch deren Änderungen abhängig ist, also sinkende Anforderungen und steigende Ressourcen zu einem verringerten Burnout-Score führen. Folglich sollten Arbeitsgestaltungsmaßnahmen, die an diesen Arbeitsbedingungen ansetzen, zu einer Verringerung von Burnout beitragen.

Wo bekommen Sie den Text?

Zentralblatt für Arbeitsmedizin, Arbeitsschutz und Ergonomie
https://link.springer.com/journal/40664

Weitere Informationen zur Veröffentlichung

Zentralblatt für Arbeitsmedizin, Arbeitsschutz und Ergonomie
https://link.springer.com/journal/40664

Um Literatur zu beziehen, wenden Sie sich bitte an Bibliotheken, die Herausgeber, den Verlag oder an den Buch- und Zeitschriftenhandel.

Psychosocial working conditions and burnout in the longitudinal Study of Mental Health at Work (S‑MGA)

Implications for occupational safety and health
Background:
Psychosocial risk assessment can only be effective as an instrument if the predictors of relevant health variables are known and it has been shown that favorable changes in working conditions are accompanied by equivalent changes in these health variables.

Objective:
Using burnout as an example, a longitudinal analysis was carried out to determine whether changes in working conditions lead to changes in burnout.

Material and methods:
In the "Study of Mental Health at Work (S-MGA)", psychosocial work conditions were assessed with the Copenhagen Psychosocial Questionnaire (COPSOQ), and burnout with the Oldenburg Burnout Inventory (OLBI). Data from employees participating in both waves (n = 2005) were combined to form a longitudinal data set. To evaluate the impact of change in COPSOQ scores over the 5‑year observation period on the burnout score, regression models were fitted with COPSOQ difference variables and COPSOQ baseline scores, accounting for possible confounders.

Results:
The regression models showed significant effects in the expected directions: a high baseline value and an increasing difference score for demands lead to an increase in the burnout score and for resources to a decrease. The amount of work showed the strongest effects in all models, also when adjusting for all COPSOQ scales simultaneously. In addition, job insecurity always showed significant effects. The situation was different for resources, for which significant effects can be demonstrated when considered individually in the model, but which decline and in part lose their significance when the COPSOQ scales are adjusted for each other, due to their high pairwise correlations.

Conclusion:
The analysis showed that over a 5-year period, the burnout score depends both on baseline levels of demands and resources as well as their changes, id est declining scores in demands and rising scores in resources lead to declining burnout scores. Consequently, measures of work design that consider these working conditions should lead to a decrease in burnout.

Referenznummer:

R/ZS0064/0210

Informationsstand: 20.06.2022