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Dokumentart(en): Zeitschriftenbeitrag Forschungsergebnis Online-Publikation
Titel der Veröffentlichung: Burnout und psychosoziale Arbeitsbedingungen in Berufsgruppen mit hohen kognitiven Anforderungen

Bibliographische Angaben

Autor/in:

Kersten, Norbert; Formazin, Maren; Müller, Gritt

Herausgeber/in:

k. A.

Quelle:

Zentralblatt für Arbeitsmedizin, Arbeitsschutz und Ergonomie, 2021, Band 71 (Heft 1), Seite 8-18, Heidelberg: Haefner, ISSN: 0944-2502 (Print); 2198-0713 (Online)

Jahr:

2021

Der Text ist von:
Kersten, Norbert; Formazin, Maren; Müller, Gritt

Der Text steht in der Zeitschrift:
Zentralblatt für Arbeitsmedizin, Arbeitsschutz und Ergonomie, Band 71 (Heft 1), Seite 8-18

Den Text gibt es seit:
2021

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Inhaltliche Angaben

Beschreibung:

Das steht in dem Text:

Hintergrund:

Burnout ist ein psychologisches Syndrom, das aufgrund seiner Konsequenzen sowohl für die Betroffenen selbst als auch für die Betriebe und die Gesellschaft als Ganzes von hoher Relevanz ist.

Fragestellung:

Die Ausprägung von Burnout und sein Zusammenhang mit psychosozialen Arbeitsbedingungen werden in drei Berufsgruppen mit hohen kognitiven Anforderungen - Softwareentwickler:innen, Werbefachleute, Publizist:innen - im Vergleich zur Beschäftigtenpopulation in Deutschland untersucht.

Material und Methoden:

Es werden Daten aus zwei Querschnittsstudien zusammengefasst (n = 6553). Die psychosozialen Arbeitsbedingungen wurden mit dem Copenhagen Psychosocial Questionnaire (COPSOQ), Burnout mit dem Oldenburger Burnout-Inventar (OLBI) erfasst. Um die Beziehung zwischen Arbeitsbedingungen und Burnout zu ermitteln, wurden Regressionsmodelle unter Berücksichtigung von möglichen Confoundern angepasst und zusätzlich Interaktionen zwischen Berufen und Arbeitsbedingungen ermittelt.

Ergebnisse:

Die Burnout-Scores sind in den drei Berufsgruppen nicht generell höher als in der Vergleichsgruppe. Werbefachfrauen und Publizistinnen weisen höhere, gegenüber den Softwareentwicklerinnen und der weiblichen Beschäftigtenpopulation, jedoch nicht statistisch signifikante unterschiedliche Burnout-Werte auf. Bei den Männern weisen Softwareentwickler signifikant niedrigere Burnout-Werte als Werbefachmänner auf. Die drei Berufsgruppen haben ein niedrigeres Maß an Führungsqualität und Rollenklarheit sowie ein höheres Maß an quantitativen Anforderungen, aber auch an Entscheidungsspielraum und sozialer Unterstützung als die Beschäftigtenpopulation. Bei Männern und Frauen sind insbesondere hohe quantitative Anforderungen positiv mit Burnout assoziiert. Arbeitsplatzressourcen, zum Beispiel Führungsqualität, hängen negativ mit Burnout zusammen.

Diskussion:

Über den Durchschnittseffekt der gesamten Stichprobe hinaus wirken sich insbesondere quantitative Anforderungen, aber auch Führungsqualität und soziale Unterstützung in den drei Berufsgruppen in stärkerem Maße auf das Burnout-Level aus. Die Spezifik der Effekte in den drei Berufsgruppen impliziert, dass Arbeitsgestaltungsmaßnahmen für die jeweiligen Berufsgruppen sowohl allgemeine als auch spezifische Aspekte berücksichtigen sollten.

Wo bekommen Sie den Text?

Zentralblatt für Arbeitsmedizin, Arbeitsschutz und Ergonomie
https://link.springer.com/journal/40664

Weitere Informationen zur Veröffentlichung

Zentralblatt für Arbeitsmedizin, Arbeitsschutz und Ergonomie
https://link.springer.com/journal/40664

Um Literatur zu beziehen, wenden Sie sich bitte an Bibliotheken, die Herausgeber, den Verlag oder an den Buch- und Zeitschriftenhandel.

Burnout and psychosocial working conditions in professional groups with high cognitive demands

Background:
Due to its consequences burnout is a psychological syndrome that is of relevance for those affected as well as for companies and society as a whole.

Objective:
The extent of burnout and its association with psychosocial working conditions were investigated in three professions with high cognitive demands, i.e. software developers, advertising specialists and publicists, in comparison to the general working population in Germany.

Material and methods:
Data from two cross-sectional studies were combined (n = 6553). Psychosocial working conditions were assessed with the Copenhagen psychosocial questionnaire (COPSOQ) and burnout with the Oldenburg burnout inventory (OLBI). To determine the relationship between working conditions and burnout, regression models were applied considering possible confounders. Additionally, interactions between occupations and working conditions were ascertained.

Results:
The burnout scores in the three occupational groups were not generally higher than in the control group. Female advertising professionals and female publicists had higher but not significantly different burnout scores than female software developers and women in the general working population. Among men, software developers had significantly lower burnout values than advertising specialists. The three occupational groups had lower levels of leadership quality and role clarity as well as higher levels of quantitative demands, but also higher decision authority and social support than the general working population. For men and women, particularly high quantitative demands were positively associated with burnout, while job resources, e.g. leadership quality, were negatively associated with burnout.

Conclusion:
In the three professions considered both quantitative demands as well as, albeit partly, quality of leadership and social support had a stronger effect on burnout beyond that of the average effect of the general working population. The specificity of the effects in the three professions implies that both generic as well as specific aspects should be taken into consideration for job design measures for each profession.

Referenznummer:

R/ZS0064/0034

Informationsstand: 04.08.2021