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Dokumentart(en): Sammelwerk
Titel der Veröffentlichung: Leben eben - Wege in die Arbeit

Vierunddreißig Autobiografien von Teilnehmerinnen und Teilnehmern Beruflicher Trainingszentren

Bibliographische Angaben

Autor/in:

k. A.

Herausgeber/in:

Bundesarbeitsgemeinschaft Beruflicher Trainingszentren e.V. (BAG BTZ)

Quelle:

Straubing: Eigenverlag, 2003, 320 Seiten, ISBN: 3-937685-00-6

Jahr:

2003

Der Text ist von:
Bundesarbeitsgemeinschaft Beruflicher Trainingszentren e.V. (BAG BTZ)

Den Text gibt es seit:
2003

Inhaltliche Angaben

Beschreibung:

Das steht in dem Text:

Wer sich bislang mit dem Thema Berufliche Trainingszentren (BTZ) beschäftigte, fand dazu in der Literatur vielseitige Informationen. Die Palette der Beiträge reichte von der Arbeitnehmerrolle im Rehabilitationsprozess, über Schlüsselqualifikationen und Praktika bis zu Aspekten wie Vermittlung und den neudeutschen Reha-Begriffen Coaching und Placement. Daneben ist es nicht schwierig Daten zu den Verläufen und den Maßnahmen der BTZ zu bekommen, die zeigen, wie lange jemand mit welcher Diagnose (einschließlich ICD 10-Schlüssel), welchen Spezialmaßnahmen und welchem Erfolg an einer Rehabilitationsmaßnahme in einem BTZ teilgenommen hat.

In der Dokumentation geht es um andere Inhalte, besonders aber um eine andere Perspektive. In 34 Beiträgen stellen sich Menschen mit psychischen Erkrankungen in Form von Kurzbiografien vor. Alle haben an Maßnahmen beziehungsweise Angeboten Beruflicher Trainingszentren teilgenommen. Initiiert wurden diese Selbstäußerungen über einen Autorenwettbewerb, den die Bundesarbeitsgemeinschaft Beruflicher Trainingszentren im Rahmen des Europäischen Jahres der Menschen mit Behinderungen durchführte. Eindrucksvoll wird dabei deutlich, wie selten die therapeutischen Überlegungen der Psychiatrie-Professionellen gerade bei der Bewertung von Rehaverläufen mit den persönlichen Wünschen und Zielen verknüpft sind. Häufig eher defizitär Beurteiltes könnte mit dem Wissen dieser Lebensgeschichten nachvollziehbarer und handlungslogischer erscheinen.

Die Vielseitigkeit der Schilderungen in den Berichten weist klar darauf hin, dass es nicht den einen therapeutischen Königsweg in der Rehabilitation geben kann und geben wird. Im Gegenteil, die hier vorgestellten unterschiedlichen auf den Einzelnen bezogenen (Lösungs-) Wege erfordern auch für das Handeln Unterschiedliches. Das damit verbundene Verständnis, den Einzelnen in der Gesamtheit seines Lebens im Mittelpunkt des Handelns zu sehen ist eine wesentliche Aussage der Dokumentation.

Als Empfehlung bleibt zum einen, die Biografie als Vergegenwärtigung der individuellen Ausgangssituationen und der Lebenswege von Menschen mit psychischen Erkrankungen zu nutzen. Zum anderen wäre es keine schlechte Idee, wenn alle professionellen Entscheidungsträger, die über Konzepte, Verfahren, Strukturen und Finanzierungen in diversen Ausschüssen bestimmen, verpflichtend immer dann vier oder fünf dieser Lebensgeschichten lesen müssten, wenn Entscheidungen anliegen.

(Rezension von P. Weber, Soziale Umschau 2/04)

Wo bekommen Sie den Text?

Integrationsfirma DIMITRIA gGmbH
https://www.dimetria.de/

Weitere Informationen zur Veröffentlichung

Integrationsfirma DIMITRIA gGmbH
https://www.dimetria.de/

Um Literatur zu beziehen, wenden Sie sich bitte an Bibliotheken, die Herausgeber, den Verlag oder an den Buch- und Zeitschriftenhandel.

Referenznummer:

R/NV0698

Informationsstand: 19.05.2004