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Dokumentart(en): Zeitschriftenbeitrag Forschungsergebnis Online-Publikation
Titel der Veröffentlichung: Gesundheitsbewusstsein und Gesundheitskompetenz von Menschen mit Behinderung

Erste Ergebnisse einer Befragung in Leichter Sprache in Einrichtungen der Eingliederungs- und Behindertenhilfe

Bibliographische Angaben

Autor/in:

Rathmann, Katharina; Zelfl, Loriane; Kleine, Anna [u. a.]

Herausgeber/in:

k. A.

Quelle:

Prävention und Gesundheitsförderung, 2022, Volume 17 (Issue 1), Seite 59-66, Berlin, Heidelberg, New York: Springer Medizin, ISSN: 1861-6755 (Print); 1861-6763 (Online)

Jahr:

2022

Der Text ist von:
Rathmann, Katharina; Zelfl, Loriane; Kleine, Anna [u. a.]

Der Text steht in der Zeitschrift:
Prävention und Gesundheitsförderung, Volume 17 (Issue 1), Seite 59-66

Den Text gibt es seit:
2022

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Inhaltliche Angaben

Beschreibung:

Das steht in dem Text:

Hintergrund

Menschen mit Behinderungen zählen zu Bevölkerungsgruppen in vulnerabler Lebenslage und wurden in der Forschung zum Gesundheitsbewusstsein und zur Gesundheitskompetenz bisher selten berücksichtigt. Ziel der Studie ist es daher, das Gesundheitsbewusstsein und die Gesundheitskompetenz von Menschen mit Behinderungen in Einrichtungen der Eingliederungshilfe in Deutschland erstmals durch Selbstbeurteilung mithilfe eines Fragebogens in Leichter Sprache zu erfassen.

Material und Methoden

Das Datenmaterial wurde in 19 Einrichtungen der Eingliederungs- und Behindertenhilfe bei Menschen mit Lernschwierigkeiten, psychischer, chronischer sowie körperlicher Behinderung in Deutschland erhoben (N = 351). Das Gesundheitsbewusstsein und die Gesundheitskompetenz wurden mittels Fragebogen in Leichter Sprache erfasst. Uni- und bivariate Analysen wurden durchgeführt.

Ergebnisse

Ein niedriges Gesundheitsbewusstsein geben 38,9 Prozent der Befragten, insbesondere in der Dimension Eigenverantwortung und Achtsamkeit, an. Hinsichtlich der Gesundheitskompetenz berichten knapp 64,0 Prozent Schwierigkeiten im Umgang mit gesundheitsbezogenen Informationen, wobei der prozentuale Anteil in den Dimensionen Prävention und Krankheitsbewältigung der Gesundheitskompetenz am höchsten ausfällt. Befragte mit einem niedrigen Gesundheitsbewusstsein geben häufiger Schwierigkeiten im Umgang mit Gesundheitsinformationen an.

Schlussfolgerung

Die Studie verdeutlicht einen Bedarf zur Förderung des Gesundheitsbewusstseins und der Gesundheitskompetenz im Setting der Eingliederungs- und Behindertenhilfe. Maßnahmen zur Stärkung des Gesundheitsbewusstseins und der Gesundheitskompetenz sollten zielgruppenspezifisch und unter Beteiligung der Bedarfsgruppen (zum Beispiel partizipative Entwicklung von Informationsmaterialien zu gesundheitsbezogenen Themen) erfolgen.

Wo bekommen Sie den Text?

Prävention und Gesundheitsförderung
https://www.springer.com/medicine/health+informatics/journal...

Weitere Informationen zur Veröffentlichung

Prävention und Gesundheitsförderung
https://www.springer.com/medicine/health+informatics/journal...

Um Literatur zu beziehen, wenden Sie sich bitte an Bibliotheken, die Herausgeber, den Verlag oder an den Buch- und Zeitschriftenhandel.

Health consciousness and health literacy among people with disabilities

First results of a questionnaire in easy language in facilities for people with disabilities
Background
People with disabilities are a vulnerable group and are underrepresented in research on health consciousness and health literacy. The aim of the study is to record the health consciousness and health literacy of respondents in the setting of integration and disability assistance in Germany for the first time by self-assessment using a questionnaire in easy language.

Materials and methods
The data material was collected in 19 institutions of integration and disability assistance for people with learning difficulties, mental, chronic and physical disabilities in Germany (N = 351). Health consciousness and health literacy were recorded using a questionnaire in easy language. Uni- and bivariate analyses were used for data analyses.

Results
38.9 percent of the respondents indicate a low level of health consciousness, especially in the dimension of self-responsibility and mindfulness. Almost 64,0 percent report limited health literacy, especially in the dimension of prevention and disease management. There is a difference between respondents with low and high health consciousness in terms of health literacy.

Conclusion
The results of the study highlight the need to promote health consciousness and health literacy in the setting of integration and disability assistance. Interventions should be target group-specific, including the participatory development of information materials on health-related topics.

Referenznummer:

R/ZA0033/0130

Informationsstand: 16.02.2022