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Dokumentart(en): Zeitschriftenbeitrag Forschungsergebnis
Titel der Veröffentlichung: Einfluss klinischer, sozialmedizinischer und psychologischer Faktoren auf die berufliche Reintegration von Patientinnen mit Brustkrebs sechs Monate nach der Rehabilitation

Bibliographische Angaben

Autor/in:

Rick, Oliver; Reuß-Borst, Monika; Dauelsberg, Timm [u. a.]

Herausgeber/in:

k. A.

Quelle:

Die Rehabilitation, 2021, 60. Jahrgang (Heft 4), Seite 253-262, Stuttgart: Thieme, ISSN: 0034-3536

Jahr:

2021

Der Text ist von:
Rick, Oliver; Reuß-Borst, Monika; Dauelsberg, Timm [u. a.]

Der Text steht in der Zeitschrift:
Die Rehabilitation, 60. Jahrgang (Heft 4), Seite 253-262

Den Text gibt es seit:
2021

Inhaltliche Angaben

Beschreibung:

Das steht in dem Text:

Ziel der Studie:

Die Mehrzahl der Patientinnen mit nicht-metastasiertem Brustkrebs kehrt nach der Tumortherapie wieder ins Erwerbsleben zurück. In nationalen und internationalen Studien wird eine Rate von bis zu 80 Prozent angegeben, die allerdings in Abhängigkeit vom untersuchten Studienkollektiv und den verschiedenen Sozialsystemen erheblich schwanken kann. Unklar ist hingegen, wie viele Patientinnen nach einer medizinischen Rehabilitation wieder ins Erwerbsleben reintegriert werden und welche klinischen, soziodemografischen und psychologischen Faktoren dabei eine Rolle spielen.

Methodik:

Im Rahmen einer multizentrischen Studie wurden bei Patientinnen mit Brustkrebs zu Beginn ihrer medizinischen Rehabilitation die klinischen und soziodemografischen Daten erhoben. Außerdem wurden subjektiv erlebte Defizite der Aufmerksamkeitsleistung (FEDA), depressive Symptome (PHQ-9) und die gesundheitsbezogene Lebensqualität (EORTC QLQ-C30) mittels standardisierter Fragebögen erfasst. Die kognitive Leistungsfähigkeit wurde zusätzlich mittels einer computergestützten Testbatterie (NeuroCog FX) untersucht. Eine Nachbefragung erfolgte 6–9 Monate nach der medizinischen Rehabilitation. Auch die subjektive Einschätzung der eigenen kognitiven Leistungsfähigkeit (FEDA) wurde zu diesem Zeitpunkt erneut erhoben.

Ergebnisse:

Es konnten 396 der ursprünglich 476 Patientinnen in die Studie eingeschlossen werden. Bei der Nachbefragung waren 323/396 Patientinnen (82 Prozent) wieder erwerbstätig. In einem Regressionsmodell erwiesen sich im Hinblick auf die berufliche Reintegration vor allem soziodemografische Faktoren als positiv prädiktiv: Erwerbstätigkeit zum Zeitpunkt der Tumordiagnose, nach der medizinischen Rehabilitation erhaltener Arbeitsplatz, Angestelltenstatus und stufenweise Wiedereingliederung nach dem Hamburger Modell (Nagelkerke R2=0,685). Dieses Modell konnte durch Hinzufügung psychologischer Variablen nicht verbessert werden. Die subjektiven Patientenangaben in allen Fragebögen waren hoch korreliert (r>0,57; p<0,001).

Schlussfolgerung:

Die weit überwiegende Mehrheit der Patientinnen mit Brustkrebs kehrt nach einer medizinischen Rehabilitation ins Erwerbsleben zurück. Soziodemografische Faktoren spielen dabei eine entscheidende Rolle. Das hier entwickelte Regressionsmodell unter Einbeziehung des Erwerbsstatus, der beruflichen Ausrichtung und der stufenweisen Wiedereingliederung hat prädiktive Bedeutung und kann in der medizinischen Rehabilitation genutzt werden.

Wo bekommen Sie den Text?

Die Rehabilitation - Zeitschrift für Praxis und Forschung in der Rehabilitation
https://www.thieme.de/de/rehabilitation/profil-1887.htm

Weitere Informationen zur Veröffentlichung

Die Rehabilitation - Zeitschrift für Praxis und Forschung in der Rehabilitation
https://www.thieme.de/de/rehabilitation/profil-1887.htm

Um Literatur zu beziehen, wenden Sie sich bitte an Bibliotheken, die Herausgeber, den Verlag oder an den Buch- und Zeitschriftenhandel.

Role of Clinical, Sociomedical and Psychological Factors on Return to Work of Patients wirh Breast Cancer six Months after Rehabilitation

Aim of the study:
The majority of patients with non-metastatic breast cancer return to work after tumor therapy. A rate of up to 80 % is given in national and international studies, which can vary considerably depending on the study population and the various social systems. However, it is unclear how many patients are reintegrated into work after medical rehabilitation and which clinical, sociodemographic and psychological factors play a role.

Methods:
In a multicentre study, clinical and sociodemographic data were collected from breast cancer patients at the beginning of their medical rehabilitation. Subjectively experienced deficits in attention performance (FEDA), depressive symptoms (PHQ-9) and health-related quality of life (EORTC QLQ-C30) were recorded using standardized questionnaires. The cognitive performance was also examined using a computer-based test battery (NeuroCog FX). A follow-up survey was carried out 6–9 months after medical rehabilitation. The subjective assessment of one’s own cognitive performance (FEDA) was recorded again at this time.

Results:
396 of the originally 476 patients were included in the study. In the follow-up survey, 323/396 patients (82 %) were again employed. In a regression model, sociodemographic factors proved to be particularly predictive with regard to occupational reintegration: employment at the time of the tumor diagnosis, job preserved after medical rehabilitation, employee status and gradual reintegration according to the Hamburg model (Nagelkerke R2=0.685). This model could not be improved by adding psychological variables. The subjective patient information in all questionnaires was highly correlated (r>0.57; p<0.001).

Conclusion:
The vast majority of breast cancer patients return to work after medical rehabilitation. Socio-demographic factors play a crucial role in this. The regression model developed here, including the employment status, professional orientation and gradual reintegration, is of predictive importance and can be used in medical rehabilitation.

Referenznummer:

R/ZS0063/0583

Informationsstand: 16.11.2021