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Dokumentart(en): Zeitschriftenbeitrag Forschungsergebnis
Titel der Veröffentlichung: Nutzungsformen psychosomatischer Rehabilitation

Eine Studie zur Bedeutung der individuellen Situation beim Eintritt in die medizinische Rehabilitation

Bibliographische Angaben

Autor/in:

Kardorff, Ernst von; Meschnig, Alexander; Klaus, Sebastian

Herausgeber/in:

k. A.

Quelle:

Die Rehabilitation, 2021, 60. Jahrgang (Heft 4), Seite 263-271, Stuttgart: Thieme, ISSN: 0034-3536

Jahr:

2021

Der Text ist von:
Kardorff, Ernst von; Meschnig, Alexander; Klaus, Sebastian

Der Text steht in der Zeitschrift:
Die Rehabilitation, 60. Jahrgang (Heft 4), Seite 263-271

Den Text gibt es seit:
2021

Inhaltliche Angaben

Beschreibung:

Das steht in dem Text:

Hintergrund:

Die Studie untersucht die subjektiven Erwartungen an die psychosomatische Rehabilitation und die dort gemachten Erfahrungen im Verhältnis zum nachträglich eingeschätzten Nutzen für die Rückkehr in Arbeit (RTW). Ein besonderer Fokus liegt dabei auf den Verlaufskurven von Beginn der ersten Symptome an bis zur Klinikaufnahme und der dadurch beeinflussten Nutzung und Beurteilung der Maßnahme über den gesamten Krankheits- und Rehabilitationsverlauf bis zum RTW.

Ziele:

Im Kern zielt die Studie auf die individuellen und kontextbezogenen Bedingungen und Verläufe einer gelingenden Rückkehr an den Arbeitsplatz und eines nachhaltigen Verbleibs in Arbeit bei psychisch beeinträchtigten Rehabilitand:innen aus der retrospektiven verlaufsbezogenen Sicht der Betroffenen selbst. In diesem Beitrag steht die Frage nach den Erwartungen und dem Hilfebedarf beim Zugang zur medizinischen Rehabilitation und nach den Formen der Nutzung ihrer Behandlungsangebote in Abhängigkeit von der individuellen Problemkonstellation beim Zugang in die stationäre Rehabilitation im Zentrum.

Methode:

In der qualitativen Studie wurden 105 Teilnehmer:innen zunächst mittels eines Fragebogens zu ihrer Situation am Beginn der Medizinischen Rehabilitation befragt. Von diesen wurden 33 auf Basis des theoretical sampling ausgewählte Personen, die den Interviews zugestimmt hatten mit episodisch-narrativen Interviews zu drei Zeitpunkten nach Ende der Maßnahme (6, 12 und 18 Monate) befragt, Fallverläufe erstellt und miteinander verglichen.

Ergebnisse:

Es zeigten sich charakteristische Nutzungserwartungen an die psychosomatische Rehabilitation und darauf basierende unterschiedliche Nutzungsformen ihrer Angebote, die sich nur teilweise mit den Zielen der Rehabilitationsmedizin und den Angeboten der Kliniken decken. Dies verweist auf unterschiedliche Bedarfslagen, die mit dem Stand der Auseinandersetzung mit der Krankheit und anderen personalen Konstellationen korrelieren, in denen sich die Rehabilitand:innen auf einer idealtypischen Verlaufskurve zum Zeitpunkt der Klinikaufnahme befinden. Darauf sollte sich das klinische Setting im Sinne eines personalisierten Case Management einstellen.

Wo bekommen Sie den Text?

Die Rehabilitation - Zeitschrift für Praxis und Forschung in der Rehabilitation
https://www.thieme.de/de/rehabilitation/profil-1887.htm

Weitere Informationen zur Veröffentlichung

Die Rehabilitation - Zeitschrift für Praxis und Forschung in der Rehabilitation
https://www.thieme.de/de/rehabilitation/profil-1887.htm

Um Literatur zu beziehen, wenden Sie sich bitte an Bibliotheken, die Herausgeber, den Verlag oder an den Buch- und Zeitschriftenhandel.

Forms of Use of Psychosomatic Rehabilitation by Patients

A Study on the Significance of the Moment of Entrance in the Rehabilitation Setting and the Dependence on the Individual Situation at Admission to Rehabilitation
Background and Aims:
As expectancies of patients and physicians in psychosomatic rehabilitation are not always congruent, we focused on the patients’ subjective expectancies toward rehabilitation in relation to the perceived benefit of the treatment for return to work and on the individual forms of utilization of the therapeutic services in the setting of psychosomatic clinics. A special focus was given to the changes in the patients’ evaluations and coping behaviours over a follow-up period of 18 months.

Methods:
N=105 participants (F-3/F-4 Main-Diagnosis, specific vocational problems, under 3 months jobless) of 4 psychosomatic rehabilitation settings were asked for their situation at the end of the rehabilitation by means of a questionnaire. 33 patients out of the questionnaire-sample who consented to participate were interviewed for 3 times (6, 12 and 18 months after release from the clinic) by means of episodic-narrative interviewing technique.

Results:
Some characteristic expectancies and modes of use of the psychosomatic rehabilitation setting by the patients could be identified. The uses of the clinics’ therapeutic services by the patients are pointing to different subjective felt needs that correlate with the state of coping with the illness and other psychosocial features at the moment of entrance in the rehabilitation setting. The patients’ actual situation can be identified by retrospective tracing his/her positioning on an ideal-typed trajectory of the whole illness process from the beginning of the first symptoms up to Return to work. The results give hints for more individualised and person-centred propositions in rehabilitation-settings.

Referenznummer:

R/ZS0063/0584

Informationsstand: 16.11.2021