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Rehabilitation

Fachleute aus Medizin und Psychotherapie prognostizieren, dass es als Langzeitfolgen der Corona-Pandemie zu körperlichen und seelischen Folgeschäden und damit zu Beeinträchtigungen der Erwerbsfähigkeit kommen kann. Der  Reha-Bedarf wird dadurch vermutlich ansteigen - sowohl für Menschen, die mit dem COVID-19-Virus infiziert wurden, als auch für diejenigen, die durch anderweitige Auswirkungen der Pandemie gesundheitlich belastet sind. Gleichzeitig konnten aufgrund der Corona-Pandemie Rehamaßnahmen, die bereits anstanden, nicht durchgeführt werden. Dies führt zu einem Rückstau und erhöht ebenfalls den Rehabilitationsbedarf.

Keine spezielle COVID-19-Reha

Verschiedene medizinische und berufliche Rehabilitationsmaßnahmen und Rehabilitationsleistungen können dabei helfen, drohende Behinderungen oder Erkrankungen abzuwenden oder zu mindern, die Rückkehr in die Arbeit zu ermöglichen oder die Beschäftigung zu sichern.

Eine spezielle medizinische „COVID-19-Rehabilitation“ gibt es laut Information der Deutschen Rentenversicherung nicht. Versicherte, deren Erwerbsfähigkeit wegen einer COVID-19-Erkrankung gefährdet ist, können eine Anschlussheilbehandlung bei ihrem zuständigen Sozialversicherungsträger beantragen. Die Sozialdienste der Akutkrankenhäuser unterstützen bei der Antragstellung. Die Anschlussrehabilitation folgt unmittelbar nach einer abgeschlossenen Akutbehandlung. 

Ambulant oder stationär?

Die stationäre medizinische Rehabilitation ist in der Regel die geeignete Behandlungsform, da Patienten nach einer schwer verlaufenen COVID-19-Erkrankung einen erhöhten Bedarf an bestimmten Therapien wie Atemgymnastik, Psychotherapie oder Ergotherapie haben können. Aber auch eine ganztägig ambulante Rehabilitation kann zum Erfolg führen. Ob sie geeignet ist, hängt von den Funktionsstörungen, dem Infektionsstatus und der Transportfähigkeit der Patienten ab und sollte mit den behandelnden Ärzten vorab besprochen werden (Info: Deutsche Rentenversicherung).

Informationen zu den Themen medizinische und berufliche Rehabilitation

Reha-Kliniken

In REHADAT finden Sie Hinweise auf Reha-Kliniken und ihr Behandlungsspektrum. Einige Kliniken beginnen, sich auf die Nachbehandlung von COVID-19-Patienten einzurichten. In der Regel sind das Einrichtungen, die auf Lungenerkrankungen spezialisiert sind.

Die Angaben in REHADAT zu Reha-Kliniken beziehen sich auf zwei Verzeichnisse:

Das Verzeichnis von stationären Einrichtungen der medizinischen Rehabilitation der Bundesarbeitsgemeinschaft für Rehabilitation (BAR) informiert über das Behandlungsspektrum und die Spezialisierung von ca. 1.000 stationären Einrichtungen der medizinischen Rehabilitation.

Die Webseite rehakliniken.de ermöglicht die Suche nach 1.500 Reha-Kliniken, Kurkliniken und Reha-Einrichtungen in ganz Deutschland mit Angaben zu Diagnostik, Therapie und Ausstattung der Einrichtungen. 

Durch Eingabe von Suchbegriffen wie MBOR (Medizinisch beruflich orientierte Rehabilitation) oder Phase II (Medizinisch-berufliche Rehabilitation) können bei rehakliniken.de Einrichtungen mit Angeboten zur medizinisch-beruflichen Rehabilitation gefunden werden.