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Lexikon zur beruflichen Teilhabe

Erläuterungen und Definitionen zu mehr als 450 Begriffen. Von A wie Ausgleichsabgabe bis Z wie Zuschüsse.

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Angaben zum Forschungsprojekt

Subjektive Patientenkonzepte und Rehabilitationspraxis in der kardiologischen Rehabilitation: Eine geschlechtsspezifische Analyse von Kongruenzen/Inkongruenzen und deren Auswirkungen auf Compliance und Rehabilitationserfolg (SPUR)

Hintergrund:

Ein ungelöstes Problem der kardiologischen Rehabilitation besteht im Transfer der Erfolge aus der akuten Rehabilitationsphase in den Alltag der Patienten, vor allem in der langfristigen Stabilisierung notwendiger Verhaltensänderungen. Ein wichtiger Faktor in diesem Kontext scheinen die subjektiven Vorstellungen von Patienten über ihre Krankheit und deren Behandlung sowie die Übereinstimmung beziehungsweise Nichtübereinstimmung der Erwartungen mit dem Therapieangebot. Erste empirische Untersuchungen zeigen, dass es hier deutliche Unterschiede zwischen verschiedenen Patientengruppen, vor allem zwischen Frauen und Männern, gibt.

Ziele und Fragestellungen:

Ziel der Studie ist es, patientenspezifische Voraussetzungen für einen hohen Zielerreichungsgrad von Rehabilitationsmaßnahmen zu identifizieren und auf dieser Basis einen Beitrag zur Entwicklung von spezifischen Programmprofilen für unterschiedliche Patientengruppen zu leisten, um damit den Erfolg rehabilitativer Massnahmen langfristig zu stabilisieren.
Hierbei sollen unter anderem folgende Fragen beantwortet werden:
1. Unterscheiden sich verschiedene Patientengruppen, vor allem männliche und weibliche Rehabilitanden, im Hinblick auf ihre subjektiven Konzepte bezüglich der Rehabilitation?
2. Werden die Vorstellungen von männlichen Patienten eher erfüllt als die von weiblichen und haben wahrgenommene Kongruenzen bzw. Inkongruenzen einen Einfluss auf die Aufrechterhaltung von Verhaltensänderungen und den Rehabilitationserfolg?

Studiendesign:

Geplant ist eine Längsschnittstudie mit drei Messzeitpunkten: unmittelbar zu Beginn der Rehabilitationsmaßnahme (T1), kurz vor Beendigung der Maßnahme (T2) sowie sechs Monate nach Beendigung der Maßnahme (T3). Insgesamt sollen 500 Patienten und Patientinnen mit akutem Herzinfarkt sowie ihre jeweils behandelnden Ärzte mit Hilfe von schriftlichen Fragebogen befragt werden. Zur Beurteilung der Compliance und des Rehabilitationserfolgs werden Selbsturteile der Patienten bezüglich Verhaltensänderungen, Gesundheitszustand und Lebensqualität sowie auf Seiten der Ärzte diagnostische Befunde und klinische Urteile erfasst.

Forschungsverbund NRW



Beginn:

01.10.2001


Abschluss:

31.03.2005


Art:

Verbundprojekt / Gefördertes Projekt / Studie


Kostenträger:


Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF)
Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt e. V. - DLR Projektträger des BMBF
Deutsche Rentenversicherung Bund
Deutsche Rentenversicherung Westfalen
früher: Landesversicherungsanstalt (LVA) Westfalen



Weitere Informationen


Referenznummer:

R/FOFVB6PWII/9


Informationsstand: 20.12.2019