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Lexikon zur beruflichen Teilhabe

Erläuterungen und Definitionen zu mehr als 450 Begriffen. Von A wie Ausgleichsabgabe bis Z wie Zuschüsse.

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Angaben zum Forschungsprojekt

Qualitätsberichterstattung in der Rehabilitation - Qualitätskonzepte von Patienten, Medizinern und Sozialmitarbeitern

Hintergrund:

Die Etablierung einer Qualitätsberichterstattung, d. h. die systematische Dokumentation und Veröffentlichung von Daten über die Qualität der Versorgungsstrukturen, -prozesse und -ergebnisse ist eine zentrale rehabilitationswissenschaftliche Herausforderung. So gut wie nichts ist bisher darüber bekannt, wie diejenigen Akteure, deren Entscheidungen im Vorfeld einer Rehabilitation über die bedarfsgerechte Inanspruchnahme, Gestaltung und den Erfolg der Leistungen mitbestimmen, Qualität in der Rehabilitation definieren und welche Informationsbedürfnisse daraus erwachsen. Es muss vermutet werden, dass die rehabilitationsbezogenen Qualitätskonzepte von Patienten, Akutmedizinern, Sozialdienstmitarbeitern und Kostenträgern stark divergieren, analog der bisher wenig problematisierten Divergenz der rehabilitationsbezogenen Interessen verschiedener Akteursgruppen.

Ziele und Fragestellungen - Ziele des Vorhabens waren:
1. Analyse und Rekonstruktion der rehabilitationsbezogenen Qualitätskonzepte von PatientInnen, Akutklinikern und Mitarbeitern des Sozialdienstes.
2. Identifikation gruppenspezifischer Qualitätsindikatoren und quantitativer Vergleich der Relevanz dieser Indikatoren zwischen den Akteursgruppen.
3. Identifikation derjenigen Qualitätsindikatoren, die in rehabezogenen Entscheidungen tatsächlich berücksichtigt werden und quantitativer Vergleich der Relevanz dieser Entscheidungskriterien zwischen den Akteursgruppen.
4. Erarbeitung von Empfehlungen für nutzerorientierte Qualitätsberichte in der Rehabilitation im Hinblick auf die Auswahl der Qualitätsindikatoren und ihre Darstellung. Diese Empfehlungen können zur Verbesserung der Entscheidungsgrundlagen für den Zugang zur Rehabilitation und die bedarfsgerechte Inanspruchnahme und Voraussetzung für eine stärkere Partizipation der Patienten am Rehabilitationsprozess schaffen.

Studiendesign:

Die Fragestellungen sollten anhand zweier quantitativ bedeutender Indikationsgruppen (KHK und Dorsopathien) exemplarisch untersucht werden. Es war ein zweistufiges methodisches Vorgehen geplant. Ein qualitativer Ansatz zur Hypothesengenerierung und zur Rekonstruktion wesentlicher Elemente der Qualitätskonzepte der Akteursgruppen wurde mit einem quantitativen Vergleich der Relevanz der so ermittelten Qualitätsindikatoren zwischen den Akteursgruppen kombiniert. In der qualitativen Erhebungsphase wurden 30 Experteninterviews mit Ärzten und Sozialdienstmitarbeitern in Akutkrankenhäusern und je 6 Fokusgruppen mit PatientInnen im Akutkrankenhaus mit Indikation zur AHB und mit PatientInnen in der Rehabilitation (n=94) durchgeführt. Die zweite Erhebungsphase diente dem quantitativen Vergleich der Qualitätskonzepte bzw. der Bedeutung von Qualitätskriterien an einer größeren Stichprobe und wurde als Fragebogenerhebung konzipiert. Befragt wurden Patienten im Akutkrankenhaus bzw. in der ambulanten Facharztversorgung (n=233) und in der Rehabilitation (n=392), Krankhausärzte und niedergelassene Orthopäden (n=203) sowie Sozialdienstmitarbeiter in Akutkrankenhäusern (n=101).

Forschungsverbund NRW



Beginn:

01.10.2001


Abschluss:

30.09.2004


Art:

Verbundprojekt / Gefördertes Projekt / Studie


Kostenträger:


Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF)
Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt e. V. - DLR Projektträger des BMBF
Deutsche Rentenversicherung Bund



Weitere Informationen


Referenznummer:

R/FOFVB6RQII/3


Informationsstand: 15.06.2018