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Lexikon zur beruflichen Teilhabe

Erläuterungen und Definitionen zu mehr als 450 Begriffen. Von A wie Ausgleichsabgabe bis Z wie Zuschüsse.

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Angaben zum Forschungsprojekt

Sag ich's? Chronisch krank im Job. - Eine interaktive webbasierte Reflexionshilfe für schwerbehinderte und/oder chronisch erkrankte Arbeitnehmer*innen.

Hintergrund:

Die Relevanz des Themas Arbeiten mit chronischer Erkrankung und Behinderung wächst im Zuge demographischer Entwicklungen und im Lichte der Forderungen der UN-BRK nach gleichberechtigter beruflicher Teilhabe - trotzdem ist das Thema in den meisten Unternehmen noch keine Selbstverständlichkeit. Viele betroffene Arbeitnehmer*innen stehen im Laufe ihres Berufslebens daher vor der schwierigen Frage, ob und wie sie auf der Arbeit über ihre chronische Erkrankung sprechen sollen. Verschlechterungen der gesundheitlichen Situation, Fehlzeiten oder Veränderungen der Arbeitsaufgaben sind typische Anlässe Betroffener darüber nachzudenken, ob sie jemanden auf der Arbeit über ihre Erkrankung informieren sollen. Prinzipiell kann der offene Umgang mit einer Erkrankung im Arbeitskontext zahlreiche Vorteile haben: Betroffene hoffen auf Unterstützung durch Kolleg*innen und Vorgesetzte, auf die Anpassung ihres Arbeitsplatzes bzw. ihrer Arbeitsbedingungen oder darauf, ihre Erkrankung nicht mehr verstecken zu müssen. Demgegenüber stehen jedoch Befürchtungen insbesondere hinsichtlich möglicher Diskriminierung durch das Arbeitsumfeld. Welche Hoffnungen und Befürchtungen sich letztendlich bewahrheiten, ist von der individuellen Situation abhängig und für Betroffene oft schwer abzuschätzen. Abwägungen zu der Frage ob und wie man das Arbeitsumfeld über die eigene Erkrankung informieren soll, können so leicht zur Überforderung werden.

Ziel:

Ziel des Projektes ist daher die wissenschaftlich fundierte Konstruktion und Umsetzung einer krankheitsübergreifenden webbasierten Reflexionshilfe, die Arbeitnehmer*innen mit einer chronischen Erkrankung dabei unterstützt, eine selbstbestimmte und informierte Entscheidung zum Umgang mit ihrer Erkrankung im Arbeitsumfeld zu treffen. Durch die interaktive Gestaltung der Reflexionshilfe erhält der/die Anwender*in ein auf die individuelle Situation abgestimmtes Feedback zu entscheidungsrelevanten Aspekten. Darüber hinaus bietet die Reflexionshilfe verlässliche Informationen und verweist an etablierte Unterstützungsstrukturen.

Vorgehen:

Die Reflexionshilfe wird unter Berücksichtigung wissenschaftlicher Erkenntnisse aus der Forschung zu Motivations- und Entscheidungsprozessen sowie zum Umgang mit chronischen Erkrankungen und Behinderungen im Arbeitsleben entwickelt. Der gesamte Entwicklungsprozess wird dabei von einem Gremium aus Expert*innen in eigener Sache (chronisch erkrankte Arbeitnehmer*innen) sowie einem Beirat der mit relevanten Akteur*innen besetzt ist (z. B. Haus-/Betriebsärzt*innen, Selbsthilfe, Interessenvertretung, Krankenkassen) begleitet, um Bedarfsorientierung und Akzeptanz zu sichern. Die Reflexionshilfe wird barrierefrei nach den Vorgaben der BITV umgesetzt.

Projektpartner:

AbbVie Deutschland GmbH & Co. KG
Bundesarbeitsgemeinschaft Selbsthilfe von Menschen mit Behinderung und chronischer Erkrankung und ihren Angehörigen e.V. (BAG Selbsthilfe)
Verband Deutscher Betriebs- und Werksärzte e.V. (VDBW)



Beginn:

01.11.2017


Abschluss:

30.04.2020


Art:

Gefördertes Projekt


Kostenträger:


AbbVie Deutschland GmbH & Co. KG
Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS)



Weitere Informationen


Referenznummer:

R/FO125819


Informationsstand: 11.02.2020