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Lexikon zur beruflichen Teilhabe

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Bibliographische Angaben zur Publikation

Aktionsbündnis für barrierefreie Informationstechnik unterstützt Bundesbehörden bei der Umsetzung des BITV

Seminarbericht BITV-Seminar in Berlin am 17.09.2002



Autor/in:

Lilienthal, Thomas


Herausgeber/in:

barrierefrei informieren und kommunizieren (BIK)


Quelle:

Hamburg: Eigenverlag, 2002


Jahr:

2002



Link(s):


Link zu der Veröffentlichung (PDF)


Abstract:


Mit der Durchführung des Seminars bereits kurz nach Projektbeginn hat das Aktionsbündnis für barrierefreie Informationstechnik (ABI) seine Arbeit aufgenommen. Wesentliche Ziele von ABI, wie die Schaffung eines Bewusstseins für die Problematik von barrierefreiem Zugang zum Internet für Menschen mit Behinderungen einerseits und die Verdeutlichung der Vorgehensweise für ein barrierefreies Angebot andererseits, konnten hier bei den verschiedenen Teilnehmern der Bundesbehörden umgesetzt werden. Auch ein anderes Ziel, nämlich Kräfte zu bündeln und unter Einbeziehung aller Benutzergruppen für einheitliche Gestaltungsanforderungen und Prüfverfahren zu sorgen, konnte bereits für dieses Seminar berücksichtigt und umgesetzt werden: das Projekt BIK ist dem Aktionsbündnis für barrierefreie Informationstechnik (ABI) als Partner beigetreten.

Als erstes wurde die BITV erläutert. Dabei ging es vor allem um Fragen zum Geltungsbereich dieser Verordnung und um Umsetzungsfristen. Unklar war vielen Teilnehmern, welche der beiden Prioritäten der BITV für einen barrierefreien Internetzugang jeweils zugrundegelegt werden muss, in welchem Verhältnis die BITV zu den internationalen WAI-Richtlinien steht und wie es mit Fortschreibung der BITV aussieht. Neu war für einige Teilnehmer, dass sich auch aus dem SGB IX, § 81 Verpflichtungen für barrierefrei gestaltete Informationsangebote ergeben, die über die BITV hinausgehen. Die Beschränkung der BITV auf öffentlich zugängliche Internetseiten der Behörden der Bundesverwaltung gilt für SGB IX § 81 nämlich nicht. Der hier gewährte Rechtsanspruch auf einen barrierefreien Arbeitsplatz schließt vielmehr auch das betriebliche Intranet ein.

Nachdem die wichtigsten Fragen und Unsicherheiten zur rechtlichen Bedeutung der BITV ausgeräumt waren, ging es um die im Anhang der BITV zu findenden Anforderungen für die barrierefreie Webseitengestaltung. Die Gestaltungsanforderungen gemäß der BITV wurden für alle Anforderungen der BITV anhand von einzelnen Beispielen näher erläutert. Für einige Unterpunkte der einzelnen Anforderungen wurden Lösungsvorschlägen für ein barrierefreies Internet aufgezeigt. Es wurde verdeutlicht, dass es hier nicht nur um die Belange von sehbehinderten und blinden Menschen geht, sondern dass die einzelnen Anforderungen der BITV viel umfassender sind. Als Vertreter der sehbehinderten und blinden Menschen konnten die BIK-Vertreter speziell auf Probleme aus ihrer Sicht eingehen.

Bei der anschließenden Diskussion ging es um die praktische Umsetzung der BITV durch die Bundesorganisationen. Einige der BITV-Anforderungen lassen sich ohne größeren Aufwand umsetzen oder sind bereits realisiert. Andere machen den Verantwortlichen der Bundesbehörden noch Probleme. Ein häufig genanntes Thema waren Tabellen in Internetauftritten. Unsicherheit gab es auch hinsichtlich der Verwendung grafischer Elemente wie Laufschriften, die zumeist eine Zugangsbarriere darstellen, zumal sie nur mit einem Browser darstellbar sind. Gefragt wurde vor diesem Hintergrund nach Beratungs- und Unterstützungsangeboten für die Umsetzung der BITV. Dies betrifft nicht nur Behörden, die ihren Internetauftritt selbst erstellen. Auch wenn Internetauftritte unter Einbeziehung der BITV-Anforderungen von Webagenturen erstellt werden, sind entsprechendes Know-How und geeignete Prüfinstrumente für die Leistungsabnahme erforderlich.

Am Ende des Seminars stand die Vorstellung von Beratungs- und Unterstützungsangeboten des Aktionsbündnisses für barrierefreie Informationstechnik (ABI). Die einzelnen Mitglieder des Aktionsbündnisses (BAGH, FTB, Web for all) und der erste Partner, das BIK-Projekt informierten detailliert über das Beratungsangebot. Die Bundesbehörden wurden eingeladen, sich an das Aktionsbündnis oder die einzelnen Partner zu wenden, um Seiten testen und sich bei der barrierefreien Gestaltung von Internetauftritten unterstützen zu lassen.


Weitere Informationen:


Schlagworte:
Informationen in der ICF:


Dokumentart:


Graue Literatur / Online-Publikation




Bezugsmöglichkeit:


DIAS GMBH

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Referenznummer:

R/NV3914


Informationsstand: 13.11.2007