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Lexikon zur beruflichen Teilhabe

Erläuterungen und Definitionen zu mehr als 450 Begriffen. Von A wie Ausgleichsabgabe bis Z wie Zuschüsse.

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Bibliographische Angaben zur Publikation

Arbeitsplätze schaffen für Menschen mit Behinderung durch Jobcarving

Erfahrungen und Ergebnisse des Projektes SAPHIR Hannover



Autor/in:

Bellack, Heidrun; Engel-Ruhnke, Eberhard


Herausgeber/in:

Bundesarbeitsgemeinschaft der Berufsbildungswerke e.V. (BAG BBW)


Quelle:

Die Berufliche Rehabilitation, 2019, 33. Jahrgang (Heft 2), Seite 138-147, Freiburg: Lambertus, ISSN: 0931-0889


Jahr:

2019



Abstract:


Jobcarving ist die gezielte innerbetriebliche Suche nach zumeist einfachen Einzeltätigkeiten und deren Zusammenstellung zu einem neuen geeigneten Stellenprofil innerhalb eines Unternehmens. Eine Arbeitsstelle 'schnitzen' bedeutet: Ein Unternehmen schichtet verschiedene Aufgaben so um, dass daraus eine neue Stelle entsteht. Das Projekt SAPHIR Hannover, das von 2015-2018 durchgeführt wurde, arbeitete mit dieser Methode, um Menschen mit Behinderung, die Arbeitslosengeld (ALG) I oder II bezogen, in eine sozialversicherungspflichtige Beschäftigung zu bringen.

In dem Beitrag werden der theoretische Ansatz und die Umsetzung im Projekt beschrieben. Dazu werden verschiedene praktische Beispiele gegeben. Es wird deutlich, dass dem Jobcarving verschiedene Faktoren zugrunde liegen, um erfolgreich zu sein: ein hoher Zeitaufwand muss eingeplant werden, Jobcarver müssen sehr kommunikativ sein, gerne in Betriebe gehen, Arbeitsabläufe erkennen und von der Methode überzeugt sein. Bei den Betrieben wurde eine Offenheit für die Jobcarving-Methode festgestellt, die weiter und intensiver angesetzt werden sollte.


Weitere Informationen:


Englisches Abstract:

Creating jobs for people with disabilities through jobcarving

Experiences and results of the Hannover project SAPHIR

Abstract:


Jobcarving is the targeted, in-company search for, mainly uncomplicated, tasks and their set-ups creating a new, suitable job profile. 'Carving' a job means: a company rearranges assignments so that a new job develops. Project SAPHIR Hannover operated between 2015 and 2018 with these methods helping people with disabilities, who were receiving a form of unemployment benefit, into a job with social insurance contributions. This was a joint project between the partners Jobcenter Region Hannover, Agentur für Arbeit Hannover and the DIAKOVERE Annastift Leben und Lernen gGmbH.

The theoretical approach and the transformation of the project are described in this article. For this purpose, different practical examples are given. It becomes clear that different factors are necessary for jobcarving to be successful: a high expenditure of time must be calculated, jobcarver need to be very communicative, willing to work in the companies, recognise work sequences and have a positive view about the method. The companies showed open minds for the method, so this should be taken further and intensified. Individual cases can also be recommended for the integration in vocational training units.


Schlagworte:
Informationen in der ICF:


Mehr zum Thema:


Projekt SAPHIR Hannover: Selbstbestimmt am Arbeitsmarkt partizipieren - Handlungsorientierte Inklusion in der Region Hannover | REHADAT-Forschung




Dokumentart:


Zeitschriftenbeitrag / Forschungsergebnis




Bezugsmöglichkeit:


Die Berufliche Rehabilitation - Zeitschrift zur beruflichen und sozialen Teilhabe
Homepage: https://www.bagbbw.de/verband/fachzeitschrift/

Um Literatur zu beziehen, wenden Sie sich bitte an Bibliotheken, die Herausgeber, den Verlag oder an den Buch- und Zeitschriftenhandel.



Referenznummer:

R/ZS0062/0363


Informationsstand: 04.06.2020