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Lexikon zur beruflichen Teilhabe

Erläuterungen und Definitionen zu mehr als 450 Begriffen. Von A wie Ausgleichsabgabe bis Z wie Zuschüsse.

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Angaben zum Forschungsprojekt

Partizipatives Rehabilitationsprozessmanagement 'Schlaganfall in Sachsen-Anhalt' (PaReSiS)

Hintergrund:

Bei Patienten und Rehabilitanden nach einem Schlaganfall zeigt sich in der Phase nach der Anschlussrehabilitation (also während der weiteren 'Nachsorge') und bei der möglichen Rückkehr ins Alltags- und auch Arbeitsleben ein uneinheitliches Bild (vgl. Zimmermann et al. 2006). In manchen Fällen finden trotz bleibender Einschränkung keine weitergehenden Therapien statt. Anderen Rehabilitanden gelingt es dagegen, eine kontinuierliche therapeutische Versorgung und berufliche Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben zu erhalten und für ihre Rehabilitation zu nutzen. Diese Patienten werden häufig von Hausärzten oder Familienmitgliedern unterstützt und berichten übereinstimmend von deutlichen Schwierigkeiten im Vorfeld der Leistungsgewährung bei allen Trägern der Gesundheitsversorgung.

Fragestellung:

Das Projekt untersucht, ob und inwieweit der erfolgreiche Verlauf des Rehabilitationsprozesses nach Schlaganfall durch ein integriertes am individuellen Patientenbedarf ausgerichtetes Versorgungsmanagement in der ambulanten Nachversorgung gesteuert werden kann. Im Mittelpunkt steht die Gestaltung des Rehabilitationsprozesses nach bzw. außerhalb der institutionellen Versorgungsstrukturen der Akutklinik (stroke unit) und stationären und ambulanten Rehabilitationsmaßnahmen.

Methoden:

Die Studie wird als kontrollierte experimentelle Studie durchgeführt. Das Interventionsprogramm wird einer zufällig gebildeten Gruppe von Schlaganfallpatienten angeboten. Zur Sicherung der Validität des eingesetzten Instrumentariums inklusive der Intervention wird sowohl in der Interventions- als auch in der Kontrollgruppe eine Stichprobe für ein qualitatives Tiefeninterview gezogen.

Stichprobe:

Eingeschlossen sind Frauen und Männer über 18 Jahre mit akutem Schlaganfall (Erstereignis, ischämisch oder hämorrhagisch) mit den entsprechenden Diagnosen der ICD-10 I61 und I63, die in der Klinik für Neurologie des Universitätsklinikums Halle aufgenommen wurden. Weitere Einschlusskriterien sind ein Erstwohnsitz in den Bundesländern Sachsen-Anhalt, Sachsen oder Thüringen und die Beherrschung der deutschen Sprache.

Von der Teilnahme sind Personen ausgeschlossen mit Reinfarkt, Alkoholismus, NIHSS>25, Obdachlosigkeit (bei Nichterreichbarkeit) oder die bereits in der Klinik versterben. In den qualitativen Studienarm werden sowohl Teilnehmer der Interventions- als auch Kontrollgruppe aufgenommen.

Intervention:
Für das nachsorgende Rehabilitationsprozessmanagement werden verschiedene Zugangswege genutzt, die im Rahmen der Intervention etabliert werden sollen:
1. Patienten-Informations-Briefe
2. Internetportal
3. Telefonische Nachsorge & Hotline
4. Zentrale Informationsveranstaltungen für Betroffene und Bezugspersonen
5. Individuelle Einzelberatung für Betroffene und Bezugspersonen
6. Mobiles Rehabilitationsmanagement (Hausbesuche)
Betroffene und deren Angehörige haben so die Wahl, nicht nur den Umfang der professionellen Unterstützung zu steuern, sondern können zudem zwischen verschiedenen Formen der Informationsbeschaffung wählen.

Erwartete Ergebnisse:

Erwartet wird, dass sich die Teilnehmer der Interventionsgruppe in der Hauptzielgröße der physischen Funktionsfähigkeit signifikant von den Mitgliedern der Kontrollgruppe unterscheiden.



Beginn:

01.04.2008


Abschluss:

31.03.2011


Art:

Gefördertes Projekt / Wissenschaftliche Arbeit / Studie


Kostenträger:


Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF):
im Rahmen des Förderschwerpunktes 'Versorgungsnahe Forschung- Patientenorientierung und chronische Krankheiten'



Weitere Informationen


Referenznummer:

R/FO125190


Informationsstand: 20.12.2019