Lexikon zur beruflichen Teilhabe

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Angaben zum Forschungsprojekt

Begleitende Fallbetreuung während Stufenweiser Wiedereingliederung und Nachsorge

Die Fallbetreuung während der Stufenweisen Wiedereingliederung verfolgt das Ziel, eine auf die individuelle Problemlage des Rehabilitanden gerichtete Hilfestellung zu bieten. Die Fallbetreuung bietet Versicherten eine beratende und ggf. auch intervenierende Unterstützung durch einen Fallbetreuer der Reha-Einrichtung während einer Stufenweisen Wiedereingliederung und evtl. medizinischen Nachsorge. Wenn sich im Krisenfall eine Abbruchgefährdung abzeichnet, die Selbstmanagement-Möglichkeiten des Rehabilitanden jedoch ausgeschöpft sind, schreitet der Fallbetreuer durch aktive Maßnahmen (z. B. Kontaktaufnahme zum Arbeitgeber o.ä.) ein. Aber auch für den Fall des Abbruches wird in Zusammenarbeit mit dem Betroffenen eine Perspektive über den weiteren Rehabilitationsprozess entwickelt. Die Durchführung der Fallbetreuung obliegt ausschließlich therapeutischen Berufsgruppen, insbesondere Diplom-Sozialarbeitern, Diplom-Psychologen und Ergotherapeuten.

Die Fallbetreuung richtet sich an Versicherte:
- mit erkennbaren Problemen am Arbeitsplatz, die die Kommunikation betreffen oder auf ungünstige organisatorische Rahmenbedingungen zurückzuführen sind
- bei denen hinsichtlich der eigenen Einschätzung des Leistungsvermögens eine Diskrepanz zur ärztlichen Einschätzung besteht
- deren Motivationslage als ambivalent und förderungsbedürftig erscheint und die das Rehabilitationsergebnis als negativ einschätzen.

Dieses Modellprojekt wurde zunächst bei der Deutschen Rentenversicherung Rheinland-Pfalz entwickelt und von der Universität Hamburg/fbg Karlsruhe (Dr. Wolfgang Bürger) wissenschaftlich evaluiert. In trägerübergreifenden Arbeitssitzungen wird das bestehende Konzept so überarbeitet, dass eine Integration in bestehende trägereigene Strukturen möglich wird. Eine wissenschaftliche Begleitung ist vorgesehen.



Beginn:

08.02.2007


Abschluss:

31.06.2012


Art:

Wissenschaftliche Arbeit


Kostenträger:


Deutsche Rentenversicherung Rheinland-Pfalz



Weitere Informationen


Referenznummer:

R/FO125221


Informationsstand: 21.06.2018