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Lexikon zur beruflichen Teilhabe

Erläuterungen und Definitionen zu mehr als 450 Begriffen. Von A wie Ausgleichsabgabe bis Z wie Zuschüsse.

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Angaben zum Forschungsprojekt

nenA-LIve 'Kompetenzen nachhaltig entwickeln und nutzen durch Austausch in Europa - Lebensweltorientiert Ideen verwirklichen'

Insgesamt 36 Schülerinnen und Schüler mit Lern- und geistiger Behinderung aus Förderschulen in Magdeburg werden durch speziell vorbereitete und gestaltete Auslandsaufenthalte in Frankreich (Partner: IME Loos) und Polen (Partner: OHP Poznan) ihre Chancen auf einen Ausbildungsplatz erhöhen, ihre Mobilität, ihre interkulturelle und ihre Selbstkompetenz erheblich weiterentwickeln. Außerdem sollen sie die Hauptschule erfolgreich abschließen.

Dazu kooperieren der IB Magdeburg und der ABV Magdeburg-Braunschweig mit der BbS 'Hermann Beims' Magdeburg unter Koordination der MA&T GmbH. Interessierte strategische Partner sind das Kultus- und das Ministerium für Arbeit und Soziales, die Arbeitsagentur und mehrere Behindertenorganisationen in Magdeburg.

Kernstück des Projekts ist die Einrichtung einer 'Europaklasse' für ein berufsvorbereitendes Jahr, in dem unter anderem ein vierwöchiges Auslandspraktikum der Schüler/innen stattfindet. In einer vorausgehenden einwöchigen Orientierungswoche, ebenfalls im Gastland, können die Schüler/innen in französischen beziehungsweise polnischen Bildungseinrichtungen sowie bei deren Unternehmenspartnern zunächst in verschiedene Berufsfelder aus den Bereichen Agrar und Ernährung hineinschnuppern, dabei ihre persönlichen Interessen und Stärken identifizieren.

Anschließend bereiten sie ihr eigenes vierwöchiges Auslandspraktikum in ihrem ausgewählten Berufsfeld vor. Im professionell betreuten Praktikum findet dann die eigentliche berufliche Erprobung statt. Die dabei gesammelten persönlichen Eindrücke und Erfahrungen dokumentieren die Schüler/innen in Bild und Schrift. Diese selbst erarbeiteten Erfahrungsberichte gehen als Bestandteil in ihre Prüfungen im Rahmen des Hauptschulabschlusses ein.

Die Schüler/innen werden im gesamten einjährigen Prozess von einem Team aus Sozialpädagogen und psychologischen Fachkräften begleitet. Die Auswahl der teilnehmenden Schüler/innen erfolgt mittels Diagnostik ihrer interkulturellen Kompetenzen. Dazu wird ein Methodenset entwickelt, bestehend aus psychodiagnostischen Instrumenten, Übungen und Spielen, eingebettet in ein zwei- beziehungsweise fünftägiges Szenario, das den spezifischen Bedürfnissen der Zielgruppe gerecht wird. Es findet eine Prä- und eine Posttestung statt, um die Kompetenzzuwachs-Effekte abzubilden, die durch dieses speziell gestaltete Jahr in der Europaklasse erreicht werden. Pro Projektjahr werden jeweils eine Orientierungswoche und ein Auslandspraktikum mit bis zu zwölf teilnehmenden Schüler/innen durchgeführt. In der Nachbereitung des Praktikums erfolgt eine individuell zugeschnittene Unterstützung jedes einzelnen Schülers bei der Planung ihrer Zukunft in Ausbildung, Beschäftigung oder in der weiterführenden Schule.

Die zweite Zielgruppe sind 12 Jugendliche an der 2. Schwelle mit Lern- und geistiger Behinderung. Sie haben kürzlich eine unterstützte (Teil-) Ausbildung abgeschlossen und konnten anschließend noch nicht in Beschäftigung vermittelt werden. In zwei Gruppen mit jeweils sechs Jugendlichen soll ein vierwöchiges Auslandspraktikum in Polen dazu beitragen, das Selbstwertgefühl, die persönlichen Kompetenzen und die Mobilität dieser Jugendlichen spürbar zu erhöhen. Dieses Praktikum soll jeweils einmal in den Jahren 2012 und 2013 stattfinden.

Als Gegenbesuch wird je eine Gruppe mit französischen und polnischen Experten nach Magdeburg kommen, um Ansätze und Erfahrungen zusammenzuführen. Drei thematische Fachkonferenzen werden den Projektansatz, die verwendeten Instrumente und die Erfahrungen in drei Richtungen vertiefen: Effiziente Kompetenzdiagnostik, Gestaltung des praktischen transnationalen Austauschs von Förderschülern sowie Zusammenarbeit in der Eingliederungskette, insbesondere am Übergang Schule-Beruf.

Quelle: Bundesministerium für Arbeit und Soziales, Homepage IdA - Integration durch Austausch, http://www.ida.de



Beginn:

01.04.2011


Abschluss:

30.06.2014


Art:

Gefördertes Projekt / Transnationales Projekt / Modellprojekt


Kostenträger:


Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS)
Europäischer Sozialfonds (ESF) der Europäischen Union



Weitere Informationen


Referenznummer:

R/FO125399


Informationsstand: 14.04.2020