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Lexikon zur beruflichen Teilhabe

Erläuterungen und Definitionen zu mehr als 450 Begriffen. Von A wie Ausgleichsabgabe bis Z wie Zuschüsse.

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Angaben zum Forschungsprojekt

IMPULS EN

Die Zielgruppe des Projekts sind langzeitarbeitslose Erwachsene mit Schwerbehindertenstatus oder Personen, die aufgrund gesundheitlicher Einschränkungen ihren bisherigen Tätigkeitsbereich nicht mehr ausführen können und dürfen. Es handelt sich dabei um einen Personenkreis von ungefähr 90 Personen. Die Teilnehmenden werden sechs Wochen in den Niederlanden in der Provinz Overijssel mit Unterstützung des beteiligten Partners (Work ID, Deventer) selbstständig leben, lernen und in passgenauen Tätigkeitsbereichen arbeiten. Work ID ist tätig in den Provinzen Overijssel und Gelderland im Osten der Niederlande. Work ID ist spezialisiert auf die Beratung von Unternehmen und Arbeitnehmern. Ziel der Arbeit ist die Arbeitszufriedenheit und die Identität mit der Arbeit zu fördern. Angebote sind: Outplacementberatung, Krisenberatung und Intervention, Training, Betreuung, Kommunikationstechniken, Workshops zum Thema Teambildung und individuelles Coaching.

Ziel des Auslandspraktikums ist die Erhöhung der Beschäftigungschancen der Zielgruppe durch die Förderung des transnationalen Austausches und der transnationalen Mobilität, die Erweiterung der beruflichen Kenntnisse und der Erwerb von Berufserfahrungen im EU Ausland. Die Teilnehmer haben während der gesamten Zeit an Ansprechpartner vor Ort. Jede der geplanten sechs Teilnehmergruppen wird in Deutschland drei Monate auf den Aufenthalt vorbereitet, mit dem Ziel der aktiven Mitwirkung und Gestaltung durch die Teilnehmer. Im Gastland findet während der Vorbereitungszeit eine Schnupperwoche statt um bereits akquirierte Praktikumsbetriebe kennen zu lernen, Praktikumsverhältnisse zu schließen, Probearbeitstage durchzuführen, gemeinsame Exkursionen zu unternehmen, die Teambildung zu intensivieren und die Gewohnheiten, den Alltag und die Lebensweise im Gastland zu erleben. Betreut wird die Schnupperwoche durch Mitarbeiter der AWO Unterbezirk EN in enger Zusammenarbeit mit dem Betreuungspersonal des Austauschpartners. Mit den potentiellen Praktikumsbetrieben werden im Vorfeld Inhalte und Ziele besprochen. Berücksichtigt werden bei der Praktikumsplatzakquise die sozialen und beruflichen Kenntnisse des einzelnen Teilnehmers sowie die Anforderungen des Betriebes, um eine passgenaue Vermittlung sicherzustellen. Regelmäßige Reflexionstreffen finden wöchentlich statt mit den Inhalten: gegenseitiger Austausch, gegenseitiges Lernen, gemeinsame Planung von kulturellen Ereignissen. Nach dem Auslandspraktikum erstellt jede Teilnehmergruppe eine Abschlussdokumentation, die den nachfolgenden Gruppen vorgestellt werden und allen Partnern zugänglich gemacht werden. Während der gesamten Projektphase findet ein Erfahrungs- und Wissensaustausch zwischen den Teilnehmern, den transnationalen und deutschen Partnern statt unter den Fragestellungen: Sind die erhofften Ergebnisse bezogen auf die Teilnehmer eingetreten? Sind ihre Integrationschancen gestiegen? Wie sehen die Arbeitsmarktsysteme für Schwerbehinderte im Gastland aus? Welche Unterstützungsmöglichkeiten gibt es für die Zielgruppe in den Niederlanden und in Deutschland? Wie haben die Betriebe in den Niederlanden die Teilnehmer erlebt? Was sagen die deutschen Betriebe, in denen Teilnehmer einen Arbeitsplatz gefunden haben? Ist es sinnvoll, Austauschmöglichkeiten in Arbeitsmarktprogramme in die Aus- und Weiterbildung aufzunehmen? Auch finden drei Expertenaustausche während des Bewilligungszeitraums auf der Ebene der beteiligten Partner, dem AWO Unterbezirk EN, dem Jobcenter EN, der Bundesagentur für Arbeit Hagen und WorkID Niederlande statt. Hier sollen weiterführende Ansätze für den Prozess der Integration in reguläre Arbeit von schwerbehinderten und gleichgestellten erwachsenen Menschen gemeinsam erarbeitet werden. Hierzu finden Fachkonferenzen und Hospitationen statt, mit deren Hilfe auch weitere Partner für das Projekt gewonnen oder eingebunden werden können, die am Integrationsprozess der Teilnehmer beteiligt sind (zum Beispiel Akteure der regionalen Wirtschaft). Mit dem Expertenaustausch soll ein Netzwerkaufbau und eine nachhaltige Sicherung der Projektergebnisse gesichert werden.

Quelle: Bundesministerium für Arbeit und Soziales, Homepage IdA - Integration durch Austausch, http://www.ida.de



Beginn:

01.04.2011


Abschluss:

30.06.2014


Art:

Gefördertes Projekt / Transnationales Projekt / Modellprojekt


Kostenträger:


Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS)
Europäischer Sozialfonds (ESF) der Europäischen Union



Weitere Informationen


Referenznummer:

R/FO125406


Informationsstand: 29.11.2019