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Lexikon zur beruflichen Teilhabe

Erläuterungen und Definitionen zu mehr als 450 Begriffen. Von A wie Ausgleichsabgabe bis Z wie Zuschüsse.

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Angaben zum Forschungsprojekt

Entwicklung und Erprobung alternativer Beschäftigungsmöglichkeiten für Besucher von Werkstätten für behinderte Menschen (WfbM)

Das Ziel des Projektes bestand darin, Beschäftigungsmöglichkeiten auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt für Menschen mit Behinderungen, die in WfbM arbeiten, zu ermitteln und die Bedingungen für einen erfolgreichen Übergang aus der Werkstatt in den Arbeitsmarkt zu analysieren. Dabei setzt sich die Klientel der Werkstattbeschäftigten vorrangig aus Menschen mit Lernschwierigkeiten, psychischen Erkrankungen oder Mehrfachbehinderungen zusammen, Menschen also, für die der erste Arbeitsmarkt kaum noch Arbeitsmöglichkeiten bietet.

Im Projektzeitraum von einem Jahr sollten
- hemmende und fördernde Faktoren für den Übergang in den ersten Arbeitsmarkt ermittelt werden (Dokumentenanalyse, Evaluierung nach Groeben und Ferdinand 1998, Uni Leipzig)
- potentielle Arbeitgeber für Praktika oder Übernahmen in reguläre Beschäftigungsverhältnisse gewonnen werden (Persönliche Gespräche, IFD, KSV)
- geeignete Beschäftigte in den teilnehmenden Werkstätten auf diesen Übergang vorbereitet werden (Gespräche in den Werkstätten, IFD)
- und der Übergang in diese allgemeinen Beschäftigungsverhältnisse sowohl praktisch durch den Integrationsfachdienst (IFD) als auch wissenschaftlich durch das
Institut für Sozialmedizin, Arbeitsmedizin und Public Health begleitet werden.

Diese Zielstellung wurde ergänzt durch eine Analyse der Beschäftigungssituation behinderter Menschen in Europa und Beispiele erfolgreicher Arbeitsmarktpolitik für die genannte Zielgruppe in Deutschland. Im Ergebnis dieser Analyse wurde geprüft, ob erfolgreiche nationale oder internationale Projekte auf die Situation in Sachsen übertragbar sind.

Die Antworten auf die gestellten Forschungsfragen im Ergebnis der wissenschaftlichen Begleitung und Evaluierung belegen einerseits weiteren Handlungsbedarf bei der Entwicklung inklusiver Beschäftigungsmöglichkeiten für Menschen mit Behinderungen, andererseits die Notwendigkeit des Umdenkens/Paradigmenwechsels bezüglich des Rechts auf Selbstbestimmung für behinderte Menschen.



Bezug des Projekts zur internationalen Klassifikation der Funktionsfähigkeit, Behinderung und Gesundheit (ICF):
Der bio-psycho-soziale Ansatz der ICF bildet einen konzeptionellen Bezugsrahmen für das Projekt.



Beginn:

12.10.2010


Abschluss:

11.10.2011


Art:

Gefördertes Projekt / Wissenschaftliche Arbeit


Kostenträger:


Sächsisches Staatsministerium für Soziales und Verbraucherschutz

Europäischer Sozialfonds



Weitere Informationen


Referenznummer:

R/FO125426


Informationsstand: 03.01.2020