Lexikon zur beruflichen Teilhabe

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Angaben zum Forschungsprojekt

Ressourcenentwicklung in der beruflichen Rehabilitation psychisch erkrankter Menschen

Für das Erleben und die Verarbeitung von Stress im Beruf kommt berufsrelevanten personalen, sozialen und professionellen Ressourcen und deren Wahrnehmung eine große Bedeutung zu. Die Verbesserung berufsrelevanter Ressourcen ist daher ein wichtiges Ziel in der beruflichen Rehabilitation.

Man kann Maßnahmen der beruflichen Rehabilitation anhand der Dimensionen ihrer inhaltlichen Orientierung (Qualifizierung - Training) und des Zeitpunktes der betrieblichen Integration während der Maßnahme (früh - spät) charakterisieren. Es ist anzunehmen, dass verschiedene Maßnahmeformen in unterschiedlicher Weise Ressourcen zur Bewältigung beruflicher Anforderungen und deren subjektive Wahrnehmung beeinflussen: Qualifizierungsorientierte Maßnahmen beeinflussen wahrscheinlich eher professionelle Ressourcen (z. B. Fachkompetenz) und deren Wahrnehmung, trainingsorientierte Maßnahmen zielen mehr auf die Verbesserung wahrgenommener personaler Ressourcen (z. B. Belastbarkeit). Eine frühe betriebliche Integration unterstützt vermutlich die Entwicklung wahrgenommener sozialer Ressourcen (z. B. soziale Unterstützung) stärker als eine späte betriebliche Integration.

Vor dem Hintergrund eines stress- und ressourcentheoretischen Modells soll im Rahmen eines faktoriellen multivariaten varianzanalytischen Designs mit Messwiederholung untersucht werden, ob und in welcher Weise sich wahrgenommene personale, soziale und professionelle Ressourcen sowie Kontroll- und Selbstwirksamkeitsüberzeugungen während der Teilnahme an unterschiedlichen Maßnahmen der beruflichen Rehabilitation verändern.

Das Projekt schließt die Entwicklung eines Fragebogens zur Erhebung berufsrelevanter Ressourcen ein.



Bezug des Projekts zur internationalen Klassifikation der Funktionsfähigkeit, Behinderung und Gesundheit (ICF):
Der bio-psycho-soziale Ansatz der ICF bildet einen konzeptionellen Bezugsrahmen für das Projekt.



Beginn:

01.01.2012


Abschluss:

31.12.2015


Art:

Dissertation / Wissenschaftliche Arbeit



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Abstract

Resource development in vocational rehabilitation of persons with mental illness

Experience and processing of stress at work depends significantly on perceived job-related personal, social and professional resources. Therefore the improvement of perceived job-related resources is an important purpose of vocational rehabilitation.

Different approaches of vocational rehabilitation of mentally ill persons can be characterized in terms of content orientation (qualification vs. training) and the point of job-integration in the process of rehabilitation (early vs. late). It is likely that different measures have different effects on perceived job-related resources: qualification-oriented measures probably influence more professional resources (e.g. professional competence), training-oriented more personal resources (e.g. resilience). Measures with earlier job-integration should have more effects on social resources (e.g. social support) than measures with later job-integration.

Based on stress and resource theories in a GLM-design will be examined, if and in which way relevant perceived personal, social and professional resources and control and selfefficiacy change during different measures of vocational rehabilitation.

The project includes the developement of a questionnaire for measuring perceived occupational resources.


Referenznummer:

R/FO125480


Informationsstand: 16.11.2015