Lexikon zur beruflichen Teilhabe

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Angaben zum Forschungsprojekt

Implementierung von Inklusionskompetenz bei der Landwirtschaftskammer Niedersachsen in Oldenburg (IvIK)

Zielsetzung:

Die Landwirtschaftskammer Niedersachsen (LWKN) möchte durch die zu erwerbende Inklusionskompetenz eine Sensibilisierung zum Thema Inklusion schaffen und auf diese Weise eine Zugangserleichterung für schwerbehinderte Menschen zu Arbeits- und Ausbildungsplätzen im landwirtschaftlichen Bereich erwirken. Primäres Ziel ist zunächst, durch Information von ehren- und hauptamtlichen Akteuren innerhalb der Kammer einen Zugang zu den gesetzlichen Regelungen, Hilfestrukturen und Ansprechpartnern zu ermöglichen.

Aufgaben und Vorgehen:

Durch Informationen sollen Hürden und Vorbehalte bei potentiellen Arbeitgebern abgebaut und Interesse an Inklusion geweckt werden. Besonders wichtig in diesem Zusammenhang ist die realistische Einschätzung der Leistungsfähigkeit und individuellen Potentiale von schwerbehinderten Menschen in ihrer Vielfalt und des Wertes einer Inkludierung für den eigenen Betrieb unter allen Gesichtspunkten. Demnach werden nicht die Defizite und Hemmnisse in den Vordergrund gestellt, sondern die Fähigkeiten eines jeden einzelnen und die Chancen durch eine betriebliche Inklusion. Zudem soll eine Zusammenarbeit mit Trägern aufgebaut werden, die Arbeitgebern Unterstützungsleistungen und Hilfestellungen zur Beschäftigung von schwerbehinderten Menschen anbieten.

Das Projektvorhaben lässt sich in vier Phasen anschaulich darstellen:

1. Die Sensibilisierungsphase dient zur Streuung des Themas und zur Vermittlung von Inhalten.

2. Die Annäherungsphase erarbeitet eine Nutzenanalyse für die landwirtschaftlichen Branchen und wird zum Netzwerkaufbau dienen. Ebenso werden hier Möglichkeiten erarbeitet, die schwerbehinderten Menschen ihr Menschenrecht auf Bildung und Arbeit wirklicher werden lassen.

3. Die Qualifizierungsphase bildet Inklusionsexperten innerhalb des Hauptamtes der Kammer heran und soll interessierten Praktikern die Möglichkeit geben sich intensiver mit der Thematik auseinanderzusetzen. Hierdurch wird die bestehende Hilfestruktur für potentielle Arbeitgeber zugängig gemacht und es steht ein Wegweiser zur Vermittlung des richtigen Ansprechpartners für einen individuellen Fall zur Verfügung.

4. Die Potentialanalyse wird genutzt um eine Datenbank zu erstellen, die interessierte Betriebe den interessierten schwerbehinderten Menschen gegenüberstellt und Arbeitsverhältnisse aufführt, die über Erfahrungen mit Inklusion verfügen.



Beginn:

01.10.2013


Abschluss:

30.09.2015


Art:

Gefördertes Projekt / Modellprojekt


Kostenträger:


Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS)
Förderprogramm: Handlungsfeld 4 der Initiative Inklusion (IvIK)



Weitere Informationen


Referenznummer:

R/FO125548


Informationsstand: 29.11.2019