Lexikon zur beruflichen Teilhabe

Erläuterungen und Definitionen zu mehr als 450 Begriffen. Von A wie Ausgleichsabgabe bis Z wie Zuschüsse.

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Angaben zum Forschungsprojekt

BlickPunkt Zukunft

Das Projekt richtet sich an schwerbehinderte oder gleichgestellte arbeitslose Frauen und Männer.

Zur Zielgruppe gehören u. a.:
1) Ältere schwerbehinderte Arbeitslose zwischen 45 und 55 Jahren zur Erhaltung der Arbeitsfähigkeit
2) Ältere schwerbehinderte Arbeitslose ab 55 bis zum Renteneintritt zur Vorbeugung von Altersarmut
3) Langzeitarbeitslose Schwerbehinderte

Das Projekt richtet sich nicht an Rehabilitanden.

Ziel des Projektes ist die dauerhafte Integration schwerbehinderter Menschen durch betriebliche Einarbeitung und Qualifizierung am Arbeitsplatz in Thüringer Wirtschaftsunternehmen mit dem Ziel der Übernahme in eine sozialversicherungspflichtige Beschäftigung. Damit soll das Projekt zur Verbesserung der Beschäftigungssituation und Sicherung der Beschäftigungsfähigkeit von schwerbehinderten Menschen beitragen.

Bisher wurde bei der Besetzung von offenen Stellen durch die Unternehmen immer der am besten passende Bewerber bevorzugt. Auch das BWTW ist in seinen bisherigen Integrationsprojekten oft so verfahren. In diesem Projekt soll dieser Ausgangspunkt umgekehrt werden. Der Mensch mit seinen Fähigkeiten soll die Ausgangsbasis sein, um einen Arbeitsplatz zu definieren, der seiner Leistungsfähigkeit aber auch der Notwendigkeit des Unternehmens entspricht. Gemeinsam mit beiden will das BWTW den passenden Arbeitsplatz entwickeln.

Es besteht die Möglichkeit eines laufenden Eintritts bis zu einem Jahr vor Projektende. Die Verweildauer des einzelnen Teilnehmers kann bis zu 12 Monaten betragen.

Pro Jahr können bis zu 25 Teilnehmer, verteilt auf die BWTW-Standorte Erfurt, Arnstadt, Sömmerda und Ilmenau, aufgenommen werden. Insgesamt steht eine Platzkapazität von 50 Teilnehmerplätzen im Gesamtzeitraum zur Verfügung.

Das Projekt unterteilt sich in 2 Phasen:

Phase 1: Einstiegsphase 6 bis 10 Wochen, je nach individuellem Bedarf, mit Eignungs- und Leistungsdiagnostik, Berufscoaching, Berufswegeplanung, Bewerbungsaktualisierung, fachlicher Weiterbildung und erster betrieblicher Erprobung bis zu zwei Wochen

Phase 2: Unternehmensphase / Lernort Betrieb bis zu 46 Wochen mit dem Ziel der Schaffung und Einrichtung eines Arbeitsplatzes inkl. Einarbeitung und Qualifizierung. Fachmodule, wie z. B. besondere Nachweise, Bescheinigungen oder Themen (denkbar u. a. Staplerschein, CAD-Ausbildung, Buchführungskurse, betriebswirt. Kurse, spezielle EDV-Kurse usw.), die vom Träger nicht abgedeckt werden können, werden in Kooperation mit anderen Bildungsanbietern durchgeführt. Dafür werden die Teilnehmer vom Unternehmen frei gestellt.

Grundsätzlich wird bei allen Teilnehmern von einer Teilnahme in Vollzeit ausgegangen. Im Einzelfall ist auch Teilzeit möglich je nach individueller Belastbarkeit und in Abstimmung mit dem Vermittler. Selbstverständlich werden individuelle Arbeitszeitmöglichkeiten (TZ ab 3 h/Tag bis zu VZ) berücksichtigt.

Im Rahmen des Projektes wird das BWTW mit einem Inklusionsteam arbeiten. Ein Team bestehend aus Integrationsbegleiter, Sozialpädagoge, Fachdozenten, Psychologe und betrieblichen Anleitern.

Darüber hinaus unterbreitet das BWTW umfangreiche Begleitangebote für die Unternehmen. Sie werden im Rahmen ihres Fachkräftebedarfes für die Einstellung von Menschen mit Behinderungen sensibilisiert und bei der Eingliederung unterstützt. Es wird nicht mehr oft den passenden Bewerber auf eine Stelle geben. Aber denkbar ist es, die passende Stelle für den interessanten Bewerber zu schaffen bzw. so zu gestalten, um so Unternehmen und zukünftigen Mitarbeiter zusammen zu führen. Und das vor allem für Menschen mit Handicap.
Dies erfolgt durch individuelle Begleitung im Unternehmen, Mentorenschulungen für die betrieblichen Anleiter, Begleitung bei technischen Veränderungsprozessen sowie durch Einbindung des Projektnetzwerkes

Die individuelle Kombination von Mensch und Aufgabe unter Betrachtung der Individualität und den betrieblichen Anforderungen soll im Mittelpunkt stehen.



Beginn:

01.06.2015


Abschluss:

31.05.2018


Art:

Modellprojekt / Gefördertes Projekt


Kostenträger:


Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS)
gefördert aus Mitteln des Ausgleichsfonds
Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt e. V.
DLR Projektträger des BMAS



Weitere Informationen


Referenznummer:

R/FO125665


Informationsstand: 20.08.2019