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Lexikon zur beruflichen Teilhabe

Erläuterungen und Definitionen zu mehr als 450 Begriffen. Von A wie Ausgleichsabgabe bis Z wie Zuschüsse.

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Angaben zum Forschungsprojekt

Arbeitsplatz inklusiv, Inklusionsprojekt in der Ortenau

Schwerbehinderte Arbeitslose werden im Rahmen des Projektes bei einem Betreuungsschlüssel von 1:30 besonders intensiv betreut und bei Ihrer Arbeitssuche unterstützt. Hierzu werden in intensiven Beratungsgesprächen die beruflichen Kompetenzen und Stärken aber auch mögliche Einschränkungen der Teilnehmer herausgearbeitet und mit entsprechenden Instrumenten überprüft. Ziel ist es ein realistisches Bewerberprofil zu erstellen das dem aktuellen Leistungspotential gerecht wird.
Alle Maßnahmen sind so gewählt, dass Motivation und Selbstwertgefühl der Teilnehmer auch über die Betreuungszeit hinaus gestärkt werden und ein nachhaltiger Effekt entsteht.

Parallel dazu erfolgt flächendeckend die Ansprache von Arbeitgebern aus kleinen und mittleren Unternehmen mit dem Ziel, sie für die Belange schwerbehinderter Arbeitnehmer zu sensibilisieren und diese bei Stellenbesetzungen verstärkt mit einzubeziehen. Neben einem Überblick über die bisherigen Erfahrungen und die individuelle Haltung der Verantwortlichen in den Betrieben, lernen die Vermittler vor Ort die Beschaffenheit und die Umgebung vieler Arbeitsplätze kennen und können mit diesem Wissen Bewerbungsaktivitäten der Teilnehmer zielgerichtet steuern. Die Arbeitgeber werden bei diesen Gesprächen auch über die breitgefächerten Hilfs- und Förderangebote bei der Einstellung Schwerbehinderter informiert und erhalten das Angebot zur Unterstützung bei der Beantragung entsprechender Leistungen.

In Abstimmung mit den Erkenntnissen aus den Arbeitgebergesprächen und anhand der Qualifikations- und Leistungsprofile der betreuten Schwerbehinderten werden Betriebe bewerberorientiert angesprochen und geeignete Stellen gesucht. Dabei wird auch versucht, gemeinsam mit dem Arbeitgeber Stellenprofile so zu modifizieren, dass sie den Bedürfnissen der schwerbehinderten Bewerber entgegenkommen.
In betrieblichen Maßnahmen erhalten die Arbeitsuchenden die Möglichkeiten, sich mit den Anforderungen des gewünschten Arbeitsplatzes auseinanderzusetzen. Gemeinsam wird an einer optimalen Abstimmung zwischen Arbeitsbedingungen und besonderen Bedürfnissen gearbeitet. Nach erfolgter Integration ist eine Nachbetreuung von bis zu 6 Monaten vorgesehen.

Dem Thema Inklusion wird sehr vielfältig Platz eingeräumt. Bei den Akteuren des Arbeitsmarktes sehen wir sowohl bei den Handwerkskammern als auch den IHKn, dass eigens Stellen für Inklusionsberatung geschaffen und eigene Projekte durchgeführt werden, um der Aufgabe gerecht zu werden. Aufgebaut werden soll ein Netzwerk, das all diejenigen, die sich der Inklusion am Arbeitsmarkt verschrieben haben, zusammenbringt und die Möglichkeit bietet sich auszutauschen und nach Synergien zu suchen. Damit können die Aktivitäten der einzelnen Akteure gebündelt und entsprechend effizienter gestaltet werden. Als Kooperationspartner für das Projekt Arbeitsplatz inklusiv haben sowohl die Kammern, der Regionale Wirtschaftsverband und das zuständige Integrationsamt bereits in der Antragsphase ihre Unterstützung zugesagt.

50 Vermittlungen sollen in den nächsten 3 Jahren mindestens erreicht werden. Um weitere Effekte, wie etwa ein Umdenken bei den Arbeitgebern oder die Verbesserung der Integrationschancen für Schwerbehinderte sichtbar zu machen, bedarf es komplexerer Instrumente. Mit der Vergabe eines Auftrags zur wissenschaftlichen Begleitung des Projekts über die gesamte Laufzeit, wird diesem Ansinnen Rechnung getragen. Einzelne Arbeitsansätze und Instrumente sollen damit auf ihre Wirksamkeit und Wirtschaftlichkeit überprüft werden. Durch den regelmäßigen Austausch der wissenschaftlichen Begleitung mit den Projektmitarbeitern wird gewährleistet, dass die Ergebnisse dieser Untersuchungen nicht nur posthum Erkenntnisse liefern, sondern zeitnah zur laufenden Entwicklung und Verbesserung der Projektarbeit beitragen.

Ein gemeinsames Projekt der Kommunalen Arbeitsförderung Ortenaukreis-Jobcenter und der Agentur für Arbeit Offenburg, gefördert durch das Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) aus Mitteln des Ausgleichsfonds.



Beginn:

01.07.2015


Abschluss:

30.06.2018


Art:

Gefördertes Projekt / Modellprojekt


Kostenträger:


Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) - gefördert aus Mitteln des Ausgleichsfonds
Programm der Bundesregierung zur "intensivierten Eingliederung und Beratung von schwerbehinderten Menschen"
Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt e. V. - DLR Projektträger des BMAS



Weitere Informationen


Referenznummer:

R/FO125702


Informationsstand: 07.08.2020