Lexikon zur beruflichen Teilhabe

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Angaben zum Forschungsprojekt

VIA-Job (Vermittlung Inklusiv Aktiv)

Die Projektpartner
- Agentur für Arbeit Weimar
- Fortbildungsakademie der Wirtschaft (FAW) gGmbH, Akademie Jena
- Organisationsberatungsinstitut Thüringen - ORBIT und
die Kooperationspartner
- Jobcenter Weimar
- Jobcenter Weimarer Land

setzen gemeinsam an den Standorten Weimar und Apolda einen innovativen Projektansatz im Rahmen des Programms der Bundesregierung zur "intensivierten Eingliederung und Beratung von schwerbehinderten Menschen" um. Mit der Umsetzung des rechtskreisübergreifenden Projekts wird das Ziel verfolgt, die Eingliederung von schwerbehinderten Menschen in der Region integrationswirksam zu unterstützen bzw. zu fördern, ein Netzwerk zu etablieren, welches nachhaltig für die Integration von Menschen mit Schwerbehinderung die Arbeitsmarktakteure sensibilisiert, aufklärend gegenüber Partnern der Wirtschaft tätig ist und insbesondere den Schwerbehinderten als Werkzeug im Sinne der Hilfe zur Selbsthilfe bei der beruflichen Integration bzw. Erhaltung des Arbeitsplatzes zur Verfügung steht.
Vor diesem Hintergrund entstand in Kooperation der Träger ein Curriculum, welches die Projekt- und Kooperationspartner verzahnt im Sinne einer gemeinsamen Verantwortung für die schwerbehinderten Menschen.

Die Innovation des Projektes soll im Weiteren durch zwei wesentliche Komponenten zum Ausdruck gebracht werden:

1. Die Projekt- und Kooperationspartner verstehen sich als Teil des Netzwerkes und arbeiten gemeinsam am Integrationsfortschritt der schwerbehinderten Menschen. Mit dem Konzept sollen die organisatorischen Grenzen bei der Integrationsarbeit der schwerbehinderten Menschen, getragen von den Jobcentern Weimar / Weimarer Land (Rechtskreis SGB II) und der Agentur für Arbeit Weimar (Rechtskreis SGB III), aufgeweicht werden.
Dabei sieht die Projektskizze bewusst nicht vor, einen Dritten autark mit Vermittlungsdienstleistungen zu betrauen. Vielmehr sollen die jeweiligen Kompetenzen / Verantwortungen der Partner genutzt werden, um eine verzahnte Dienstleistung für die schwerbehinderten Menschen (im Sinne gemeinsam individuelle Lösungsansätze entwickeln) zu erbringen.

2. Die schwerbehinderten Menschen sollen durch die Methode der individuellen Einbindung in die Projektorganisation, im Sinne einer Mitarbeiterin bzw. eines Mitarbeiters, Verantwortung für das Gelingen der Projektumsetzung mittragen.

Der Arbeitstitel des Projektes lautet "VIA-Job".
VIA steht für: Vermittlung - Inklusiv - Aktiv
und soll zugleich für die am Projekt Beteiligten im wörtlichen Sinn zu verstehen geben, dass mit dem Projekt Wege in Arbeit gesucht werden.

Das Projekt VIA-Job verfügt neben dem Konzeptgedanken, schwerbehinderte Menschen zu Akteuren im Sinne von Mitarbeitern/-innen durch betriebsähnliche Strukturen und Arbeitsprozesse zu machen, über einen innovativen Arbeits- und Betreuungsansatz, mit welchem die berufliche Reaktivierung und Integration der schwerbehinderten Menschen individuell gefördert sowie Hilfe zur Selbsthilfe angeboten werden. Die Teilnehmenden sollen daher innerhalb des VIA-Job - Projektes nicht im Sinne herkömmlicher Maßnahmeteilnehmer/-innen verstanden werden. Vielmehr fungieren die schwerbehinderten Menschen innerhalb der Projektorganisation (Team) in einer verantwortlichen Rolle. Als "Produkt" von VIA-Job wird die berufliche Integration in den allgemeinen Arbeitsmarkt (Arbeitsaufnahme) verstanden. Begleitet werden die schwerbehinderten Menschen durch eine individuelle sozialpädagogische sowie psychologische Betreuung.



Beginn:

01.09.2015


Abschluss:

31.08.2018


Art:

Gefördertes Projekt / Modellprojekt


Kostenträger:


Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) - gefördert aus Mitteln des Ausgleichsfonds
Programm der Bundesregierung zur "intensivierten Eingliederung und Beratung von schwerbehinderten Menschen"
Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt e. V. - DLR Projektträger des BMAS



Weitere Informationen


Referenznummer:

R/FO125703


Informationsstand: 11.02.2020