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Lexikon zur beruflichen Teilhabe

Erläuterungen und Definitionen zu mehr als 450 Begriffen. Von A wie Ausgleichsabgabe bis Z wie Zuschüsse.

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Angaben zum Forschungsprojekt

Wege suchen - Wege gehen - Inklusion erleben!

Zielgruppe des Projektes sind Schwerbehinderte bzw. ihnen gleichgestellte arbeitslose Frauen und Männer beider Rechtskreise, denen es bisher nicht gelungen ist, mit den zur Verfügung stehenden Hilfsangeboten und vorhandenen Förderinstrumenten, in den ersten Arbeitsmarkt einzumünden. Neben den Grundvoraussetzungen, der Anerkennung einer Schwerbehinderung oder Gleichstellung, liegen zusätzliche Vermittlungshemmnisse vor. Rehabilitanden in fremder Kostenträgerschaft können bei Vorliegen der genannten Voraussetzungen in das Projekt einbezogen werden.

Ziel des Projektes ist der dauerhafte Wiedereinstieg in den ersten Arbeitsmarkt. Dabei bedarf es einer individuellen und ganzheitlichen Betreuung. Dies geschieht über einen längeren Zeitraum von 12 Monaten schrittweise mit individualzentriertem Ansatz über die Stabilisierung der Gesamtpersönlichkeit, einhergehend mit dem gezielten Aufbau arbeitsmarktrelevanter Handlungskompetenzen.

Darüber hinaus sind die regionalen Arbeitgeber zu sensibilisieren und zu überzeugen, sich bewusst dem besonderen Personenkreis zu öffnen, um somit insgesamt die Beschäftigungschancen Schwerbehinderter Menschen nachhaltig zu verbessern. Dazu wird auf bereits bestehende regionale Netzwerke zugegriffen. Parallel dazu werden diese erweitert und verstetigt.

Das Projekt wird an den Standorten des Bildungswerkes der Thüringer Wirtschaft e.V. in Eisenach und Meiningen durchgeführt. Zu abgestimmten Einstiegsterminen werden jeweils 7 Teilnehmer/innen in das Projekt aufgenommen. Dies entspricht einer Gesamtkapazität von ca. 72 Teilnehmern über die gesamte Projektlaufzeit. Je nach tatsächlichem Verbleib im Projekt sind flexible weitere Eintrittstermine möglich.
Die Regelverweildauer der Teilnehmer beträgt 12 Monate, wobei diese Dauer durch Arbeitsaufnahme verkürzt bzw. im Einzelfall auch durch individuelle Bedarfe (bei gleichzeitiger Chance auf eine Eingliederung) verlängert werden kann.

Um der individuellen Situation des Teilnehmers Rechnung zu tragen, ist insbesondere zum jeweiligen Projektstart die Teilnahme in Teilzeit/Präsenzzeit möglich. Eine schrittweise Erhöhung ist im Verlauf anzustreben. In der Regel beträgt die Anwesenheit 39 Stunden pro Woche. Es ist jederzeit zulässig die wöchentliche Anwesenheit der Teilnehmer entsprechend der individuellen Belastbarkeit zu erhöhen oder zu reduzieren. Dies erfolgt in Absprache mit allen Beteiligten (Kostenträger, Teilnehmer, BWTW). Die unmittelbare Anwesenheit von mindestens 15 Stunden pro Woche beim Bildungsträger bzw. im Unternehmen darf dabei jedoch nicht unterschritten werden.

Das Projekt gliedert sich in 5 Phasen, welche individuell auf die Erfordernisse der Teilnehmer abgestimmt und durchlaufen werden.

1. Assessment, Kompetenzbilanzierung und gemeinsame Berufswegplanung überwiegend beim Bildungsträger,
2. Selbstmanagementphasen in häuslicher Umgebung mit aufsuchender Beratung bei Bedarf,
3. Erprobungs-, Qualifizierungs- und Integrationsphase in regionalen Unternehmen (Lernort Betrieb, Patenschaften),
4. Rückholtage zum Bildungsträger,
5. Betreuung zur Sicherung der nachhaltigen Integration im Unternehmen.

Im Ergebnis der Projektdurchführung sollen Schwerbehinderte und ihnen gleichgestellte Menschen mit teilweise multiplen Vermittlungshemmnissen in die Lage versetzt werden, eine sozialversicherungspflichtige Beschäftigung (wieder) aufzunehmen und sich nachhaltig auf dem ersten Arbeitsmarkt konkurrenzfähig zu behaupten.
Darüber hinaus wird für Teilnehmer, die im Rahmen des Projektes nicht vermittelt werden konnten ein solide Basis geschaffen, auf welche die Vermittlungsfachkräfte der Agentur und Jobcenter nahtlos individuelle Strategien ausbauen und umzusetzen können, um somit die erfolgreiche Integration zu forcieren.



Beginn:

01.10.2015


Abschluss:

30.09.2018


Art:

Gefördertes Projekt / Modellprojekt


Kostenträger:


Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) - gefördert aus Mitteln des Ausgleichsfonds
Programm der Bundesregierung zur "intensivierten Eingliederung und Beratung von schwerbehinderten Menschen"
Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt e. V. - DLR Projektträger des BMAS



Weitere Informationen


Referenznummer:

R/FO125716


Informationsstand: 20.12.2019