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Lexikon zur beruflichen Teilhabe

Erläuterungen und Definitionen zu mehr als 450 Begriffen. Von A wie Ausgleichsabgabe bis Z wie Zuschüsse.

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Angaben zum Forschungsprojekt

Integration inklusiv(e) im Vogtland

Während der Laufzeit des Projekts sollen schwerbehinderte Menschen verstärkt und individuell aktiviert und in den ersten Arbeitsmarkt integriert werden und die Arbeitslosigkeit schwerbehinderter Menschen im Vogtlandkreis spürbar sinken. Dabei soll sich auf die Zielgruppen schwerbehinderte Jugendliche, langzeitarbeitslose schwerbehinderte Menschen und langzeitarbeitslose schwerbehinderte Menschen mit multiplen Vermittlungshemmnissen spezialisiert werden.

Gleichzeitig sollen Unternehmen hinsichtlich der Thematik sensibilisiert und verstärkt beraten werden.

Voraussetzung ist dabei die Einbindung bereits vorhandener Strukturen in ein umfassendes Netzwerk diesbezüglich. Zu dem Netzwerk zählen der Kommunale Sozialverband/Integrationsamt, Integrationsfachdienst, Krankenkassen, Reha-Beratung der Agentur für Arbeit Plauen, Sozialamt, Jugendamt und deren besondere Einrichtungen.

Die Form der intensiven Betreuung und des individuellen Coachings geht weit über den üblichen Umfang hinaus. Bewährte im Rahmen des Beschäftigungspaktes 50PLUS entwickelte Ansätze werden erstmals auf den Personenkreis der schwerbehinderten Menschen übertragen. Die Methodik geht dabei ausdrücklich weg von "Maßnahmen in der Gruppe" hin zu individueller "Hilfe zur Selbsthilfe" mit einer Aktivierung und einer Unterstützung bei der selbstbestimmten und eigenverantwortlichen Arbeitssuche/Ausbildungssuche.

Ziel ist die unmittelbare Integration in den ersten Arbeitsmarkt durch:
-individuelle Herangehensweise, gesichert durch einen modularen Projektaufbau (Potenzialanalyse, Coaching I, Coaching II, Nachbetreuung, Qualifizierung)
-Feststellung der fachlichen und sozialen Voraussetzungen der Teilnehmer durch die Potenzialanalyse
-im Vorfeld der Integration Abbau von Vermittlungshemmnissen durch Empowermentansätze wie Coaching I, Coaching II und Qualifizierung
-Durchführung von Maßnahmen zur Gesundheitsvorsorge (Gesundheitstage, gesunde Ernährung, AktivA-Schulung/Modellprojekt "Verknüpfung von Maßnahmen der Arbeits- und Gesundheitsförderung" oder Schnupperangebote zur Bewegung und Entspannung)
-Mobilitätsberatungen
-Intensivbetreuung und assistierte Vermittlung ausgewählter Bewerber
-passgenaue Vermittlung durch feingliedrige Bedarfserhebung im Ergebnis enger Firmenkontakte
-Unternehmens- und Teilnehmernachbetreuung (Nachhaltung von Integrationen)
-Netzwerkarbeit zur Unterstützung von Aktivierungs- und Integrationsarbeit in der Region des Jobcenters

Eine durchgängige und zielorientierte Zusammenarbeit der beteiligten Akteure in einem Netzwerk ist diesbezüglich bisher im Vogtlandkreis noch nicht gegeben. Insbesondere die individuellen "Förderpakete" für Unternehmen aus Eingliederungsleistungen des Jobcenters Vogtland sowie Fördermöglichkeiten des "Kommunalen Sozialverbandes Sachsen" und Sonderprogrammen des Landes Sachsen verknüpft mit den Auswirkungen auf die gegebenenfalls zu zahlende Ausgleichsabgabe (Einsparung / Mehrfachanrechnung) erhöhen in Kooperation der Netzwerkpartner die Integrationschancen spürbar.

Während der Laufzeit des Projekts sollen 48 schwerbehinderte Menschen in den ersten Arbeitsmarkt integriert werden. Die Arbeitslosigkeit schwerbehinderter Menschen soll im Vogtlandkreis zum 30.06.17 gegenüber dem 30.06.15 um 10% sinken. 75% der integrierten Menschen sollen nach einem halben Jahr und zwei Drittel nach einem Jahr noch integriert sein.

Bei den beratenen Unternehmen wird je zur einen Hälfte ein unmittelbares Interesse an der Einstellung schwerbehinderter Menschen oder eine Sensibilisierung mit Aufgeschlossenheit gegenüber dem Personenkreis in Zukunft erwartet.

Über die weiteren Kooperationspartner und die Zusammenarbeit im Netzwerk sowie die begleitende Öffentlichkeitsarbeit soll der Erfolg im Projekt "Integration inklusiv(e) im Vogtland" anhand guter Beispiele sichtbar gemacht werden - um so in der Region eine breite nachhaltige Wirkung bezüglich der Integration und Beschäftigung schwerbehinderter Menschen zu erzielen.



Beginn:

01.05.2016


Abschluss:

30.04.2018


Art:

Gefördertes Projekt / Modellprojekt


Kostenträger:


Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) - gefördert aus Mitteln des Ausgleichsfonds
Programm der Bundesregierung zur "intensivierten Eingliederung und Beratung von schwerbehinderten Menschen"
Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt e. V. - DLR Projektträger des BMAS



Weitere Informationen


Referenznummer:

R/FO125734


Informationsstand: 03.04.2020