Lexikon zur beruflichen Teilhabe

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Angaben zum Forschungsprojekt

Regionales Inklusionsmanagement für arbeitslose schwerbehinderte Menschen mit der LOTUS-Jobakademie

Ziel des "regionalen Inklusionsmanagements" ist die dauerhafte und bildungsadäquate Integration von schwerbehinderten Menschen in Arbeit. Beantragt wird es vom Jobcenter Gießen und der Agentur für Arbeit Gießen für Stadt und Landkreis Gießen. Das Projekt fußt auf drei Säulen: 1.) die LOTUS Jobakademie 2.) das Inklusionsmanagement Betrieb und 3.) Öffentlichkeits- und Netzwerkarbeit.

Zu 1.) In der LOTUS Jobakademie steht nicht die Schwerbehinderung im Fokus, sondern die Suche nach einem neuen Beschäftigungsverhältnis. Motto: "Ihr Job ist es, einen Job zu finden". Den 180 Teilnehmenden wird nicht geholfen, sondern sie werden gezielt dabei unterstützt, ihre vorhandenen Potenziale und Kompetenzen selbst voll auszuschöpfen und sich in Videobewerbungen (fakultativ) potenziellen Arbeitgebern vorzustellen. Methodisch wird in Erfolgsteams und mit dem Empowerment-Ansatz gearbeitet. Ein Durchgang gliedert sich in vier Phasen und dauert 12 bzw. bis zu 20 Wochen. Jeder Teilnehmende hat am Ende seiner Teilnahme eine Anschlussperspektive. 50% der TN sollen nachhaltig in ein Beschäftigungsverhältnis einmünden.

Zu 2.) Das Inklusionsmanagement Betrieb öffnet den Teilnehmenden der LOTUS Jobakademie die Türen in die Unternehmen und gestaltet mit Hilfe des JobCarving-Ansatzes personenbezogene Arbeitsplätze für die Zielgruppe. Die Inklusionsberater informieren, unterstützen und begleiten die Unternehmen vor, während und auch noch sechs Monate nach der Einstellung der Teilnehmenden. Das Projekt arbeitet hierbei mit einem Full-Service-Dienstleistungsgedanken und unterstützt Unternehmen bei administrativen Tätigkeiten, z. B. bei der Beantragung von finanziellen Zuschüssen. In aufgeschlossenen Betrieben werden Sensibilisierungstrainings durchgeführt und jeder Teilnehmende in Beschäftigung erhält einen persönlichen, betriebsinternen Paten als Vertrauensperson. Insgesamt sollen in 50 Betrieben nachhaltige Beschäftigungsverhältnisse entstehen.

Zu 3.) Die Öffentlichkeits- und Netzwerkarbeit ist die Basis zur erfolgreichen Umsetzung des Projektes. Es wird mit Erfolgsbeispielen und "Leuchtturm-Unternehmen" öffentlich gearbeitet. Es werden verschiedene Booklets und eine Tool-Box zur Sensibilisierung eingesetzt sowie barrierefreie Online Aktionen angeboten. Unter anderem werden alle Tools auch gebündelt bei mehreren "Gewerbepark-Touren" eingesetzt, inklusive Video-Botschaften der Teilnehmenden. Die Webseite mit allen erarbeiteten Produkten wird nachhaltig zur Verfügung stehen. Die Netzwerkarbeit bündelt sich in einem Fachbeirat. Dieser wird mit Vertretern der Kooperationspartner und mit weiteren noch zu gewinnenden Partnern und Unternehmen (die TN beschäftigen) besetzt.
Das Leistungsverbot wird durchgängig im Projekt beachtet.

Es wird sichergestellt, dass kein Zweifel an der Verfügbarkeit besteht und den Teilnehmenden kein leistungsrechtlicher Nachteil entstehen kann.



Beginn:

01.04.2016


Abschluss:

31.03.2019


Art:

Gefördertes Projekt / Modellprojekt


Kostenträger:


Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) - gefördert aus Mitteln des Ausgleichsfonds
Programm der Bundesregierung zur "intensivierten Eingliederung und Beratung von schwerbehinderten Menschen"
Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt e. V. - DLR Projektträger des BMAS



Weitere Informationen


Referenznummer:

R/FO125744


Informationsstand: 11.02.2020