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Lexikon zur beruflichen Teilhabe

Erläuterungen und Definitionen zu mehr als 450 Begriffen. Von A wie Ausgleichsabgabe bis Z wie Zuschüsse.

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Angaben zum Forschungsprojekt

Inklusionsinitiative Westpfalz

Das Programm der Bundesregierung zur "intensivierten Eingliederung und Beratung von schwerbehinderten Menschen" gefördert durch das Bundesministerium für Arbeit und Soziales vom 18.12.2013 bietet Möglichkeiten, neue konzeptionelle Ansätze umzusetzen, um schwerbehinderte Menschen in Arbeit zu bringen. Dazu kooperieren die Arbeitsagentur Kaiserslautern-Pirmasens und die regionalen Jobcenter mit regionalen gemeinnützigen Trägern, die vor allem im Bereich der Eingliederungshilfe seit vielen Jahren erfolgreich in der Vermittlung von schwerbehinderten Menschen tätig sind.

Die Agenturen/Jobcenter identifizieren in Absprache mit den jeweiligen Kostenträgern potentielle Projektteilnehmer. Diese werden durch die Agentur/Jobcenter zu einer Info-Veranstaltung eingeladen, die gemeinsam mit den Projektpartnern durchgeführt wird.

In der Folge können sich die Kunden individuell im persönlichen Gespräch mit einem Fachbegleiter über Möglichkeiten des Projektes informieren. Hier können eigene Ziele und Wünsche besprochen werden.

Im weiteren Verlauf entscheidet der Kunde selbst über seine Projektteilnahme. In diesem Fall erfolgt durch Arbeitsagentur/Jobcenter die Einholung der Zustimmung des zuständigen Kostenträgers.

Stimmt dieser zu, wird der Kunde in das Projekt aufgenommen und wird zum Teilnehmer. Es folgt ein Übergabegespräch mit Teilnehmer, Fachbegleiter und Betreuer von Arbeitsagentur/Jobcenter. Das Gespräch dient zum Abgleich bereits gemachter Erfahrungen, Erkenntnisse, Kenntnisse und durchgeführter Maßnahmen. Ggfs. erfolgt eine ergänzende Analyse. Diese fließen in den gemeinsam zu erstellenden Vermittlungsplan ein, und eine gemeinsame Teilnahmevereinbarung wird getroffen.

In der Person des Fachbegleiters erhält der Teilnehmer einen Ansprechpartner, der individuell und passgenau - auch aufsuchend - mit ihm arbeitet.

Parallel setzt die individuelle Arbeitsplatzakquise ein, die beispielsweise mit innovativen Instrumenten wie Jobcarving arbeitet und sich vorhandener Netzwerke bedient bzw. neue Netzwerke initiiert. Dies erfolgt unter Berücksichtigung der bisher genutzten Regelinstrumente, der Person und ihres Umfeldes im Rahmen eines ganzheitlichen Ansatzes, in enger Abstimmung mit dem Kostenträger. Bisher gewonnene Erkenntnisse und individuelle Ressourcen werden nach der Prämisse 'Stärken stärken' genutzt. Ansprechpartner des Arbeitgebers reduzieren sich auf den Fachbegleiter und den schwerbehinderten Menschen. Die Abstimmung der Unterstützungsmöglichkeiten mit den Kostenträgern durch den Fachbegleiter, unter Beachtung des Leistungsverbotes, erfolgt im Vorfeld. Dies bezieht sich auf alle Prozesse der Integration, von der Erprobung bis zur dauerhaften Übernahme. Im Einzelfall kann der Kontakt mit dem IFD bzgl. einer eventuellen Nachbetreuung hergestellt werden.

Das gesamte Projekt wird durch einen Steuerungskreis begleitet. Dieser besteht aus Vertretern der Netzwerkpartner. Durch die direkte Beteiligung z. B. im Steuerungskreis, können die Netzwerkpartner zum Erfolg des Projektes beitragen. Somit ist der Austausch von Expertenwissen gewährleistet.

Die individuelle Verlaufsdokumentation und Evaluation der Ergebnisse begleiten den Prozess kontinuierlich.

Die Gespräche mit potentiellen Projektteilnehmern finden bei den Trägern statt, eine Barrierefreiheit ist sicher gestellt. Teilnehmer können auch, wenn es erforderlich ist, zu Hause betreut werden. Es besteht die Möglichkeit, Teilnehmer mit dem PKW zu Terminen zu begleiten.



Beginn:

01.06.2016


Abschluss:

31.05.2019


Art:

Gefördertes Projekt / Modellprojekt


Kostenträger:


Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) - gefördert aus Mitteln des Ausgleichsfonds
Programm der Bundesregierung zur "intensivierten Eingliederung und Beratung von schwerbehinderten Menschen"
Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt e. V. - DLR Projektträger des BMAS



Weitere Informationen


Referenznummer:

R/FO125780


Informationsstand: 03.04.2020