Lexikon zur beruflichen Teilhabe

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Angaben zum Forschungsprojekt

Partizipationswünsche von Jugendlichen und jungen Erwachsenen mit schwerer Kommunikationsbehinderung am Lebensbereich Arbeit und Beschäftigung - eine quantitative Befragung

Ziel:

Jugendliche und junge Erwachsene mit schwerer Kommunikationsbehinderung und Bedarf an Unterstützter Kommunikation haben oft keine andere berufliche Perspektive als Förder- und Betreuungsgruppen. In der vorliegenden Studie wird untersucht, inwieweit diese Perspektive auch mit deren Berufs- und Beschäftigungswünschen übereinstimmt.

Materialien und Methoden:
21 Teilnehmer mit Kommunikationsstörungen im Alter von 16 bis 65 Jahren füllten einen Online-Fragebogen zu ihrem aktuellen Beschäftigungsstatus, ihren Berufserfahrungen sowie ihren zukünftigen Berufswünschen und Präferenzen aus.

Ergebnisse und Schlussfolgerungen:
Zehn Teilnehmer (47,6%) waren in Werkstätten für behinderte Menschen (WfbM) beschäftigt, fünf (23,8%) besuchten Förder- und Betreuungsgruppen, zwei (9,5%) waren arbeitslos, zwei (9,5%) waren Studenten, und zwei (9,5%) gaben nichts an. Von allen 15 (71,4%) Teilnehmern wünschten sich eine Veränderung ihrer Beschäftigungssituation, darunter neun (42,9%), die eine Beschäftigung auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt anstrebten und sich vielfältige Arbeitsmöglichkeiten wünschten. Die häufigsten Präferenzen der Teilnehmer waren die Erledigung nützlicher Aufgaben und die Begegnung mit Menschen. Diese Studie zeigt, dass Menschen mit schwerer Kommunikationsbeeinträchtigung mit ihren unterschiedlichen Berufswünschen auf Barrieren bei der Teilhabe am Arbeitsleben stoßen. Weitere Forschung ist notwendig, um ein besseres Verständnis für spezifische Fragen im Zusammenhang mit dem Zugang zu einer sinnvollen Beschäftigung für diese Zielgruppe zu entwickeln.



Bezug des Projekts zur internationalen Klassifikation der Funktionsfähigkeit, Behinderung und Gesundheit (ICF):
Der bio-psycho-soziale Ansatz der ICF bildet einen konzeptionellen Bezugsrahmen für das Projekt.



Beginn:

01.04.2013


Abschluss:

31.03.2014


Art:

Eigenprojekt



Weitere Informationen


Abstract

Employment Situation and Career Preferences of Persons who use Augmentative and Alternative Communication (AAC) in Germany

Purpose: Despite the problem of gaining meaningful employment by people with communication impairments, the information about their situation is scarce. The purpose of this study was to explore the employment experience and career preferences of persons who use augmentative and alternative communication in Germany.

Materials and methods: Twenty-one participants with communication impairments aged 16 to 65, completed an online questionnaire regarding their current employment status, their employment experience, and future job aspirations and preferences.

Results and conclusions: Ten participants (47.6%) were employed in sheltered workshops, five (23.8%) were attending an adult day centre for people with disabilities, two (9.5%) were unemployed, two (9.5%) were students, and two (9.5%) did not specify. Out of all, 15 (71.4%) participants desired a change of their employment situation including nine (42.9%) who aspired to employment in labour market, wishing for diverse job options. The participants' most frequent preferences were performing useful tasks and meeting people. This study suggests that despite their diverse career aspirations, people who use augmentative and alternative communication may face barriers to labour market participation. Future research is needed to develop a better understanding of specific issues related to access to meaningful employment for individuals who use augmentative and alternative communication.


Referenznummer:

R/FO125888


Informationsstand: 10.01.2020