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Lexikon zur beruflichen Teilhabe

Erläuterungen und Definitionen zu mehr als 450 Begriffen. Von A wie Ausgleichsabgabe bis Z wie Zuschüsse.

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Angaben zum Forschungsprojekt

Wabe-Net - Überwindung der Arbeitslosigkeit durch vernetzte Bedarfsermittlung und Leistungserbringung - Ein kooperatives Verbundprojekt in Rheinland-Pfalz und im Saarland

Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben (LTA) werden von der Deutschen Rentenversicherung (DRV) erbracht, um die Erwerbsfähigkeit der Versicherten (m/w/d) zu erhalten oder wiederherzustellen. Die DRV kennt also lediglich ein Vermittlungshemmnis, nämlich die Behinderung im Sinne des SGB IX. Das SGB III sowie das SGB II kennen mehrere Arten von Vermittlungshemmnissen, zu deren Überwindung spezielle Leistungen vorgehalten werden. Das Leistungsverbot nach § 22 Abs. 2 SGB III führt in der Praxis dazu, dass die Vermittlungshilfen der SGB II- und SGB III-Träger für die Überwindung der Arbeitslosigkeit für Rehabilitanden (m/w/d) der Rentenversicherung nicht erreichbar sind.

Das Projekt wendet sich daher an arbeitslose / arbeitsuchende Rehabilitanden der DRV Rheinland-Pfalz und der DRV Saarland mit multiplen Vermittlungshemmnissen, die sich gleichzeitig in einem Betreuungsverhältnis der beteiligten Kooperationspartner befinden (Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben - LTA und Vermittlung). Durch die Erweiterung des Leistungsportfolios der Rentenversicherung und den dadurch möglichen Abbau von veränderbaren Vermittlungshemmnissen soll eine verbesserte Reintegration in eine (sozialversicherungspflichtige) Beschäftigung erreicht werden.

Hierzu findet im Anschluss an die Fallidentifikation mit Zustimmung des Betroffenen (m/w/d) ein trägerübergreifender Informationsaustausch statt. Aus den gemeinsam erhobenen und bewerteten Informationen über den Versicherten wird ein rechtskreisübergreifender Reintegrationsvorschlag in einer individuellen Fallkonferenz abgestimmt und in Absprache mit dem Betroffenen in einem Reintegrationsplan finalisiert. Der Reintegrationsprozess wird kontinuierlich begleitet und bei Bedarf angepasst, bis eine erfolgreiche Integration ins Erwerbsleben erzielt wurde oder eine Projektteilnahme von maximal zwei Jahren erreicht wurde.



Bezug des Projekts zur internationalen Klassifikation der Funktionsfähigkeit, Behinderung und Gesundheit (ICF):
Der bio-psycho-soziale Ansatz der ICF bildet einen konzeptionellen Bezugsrahmen für das Projekt.



Beginn:

01.01.2020


Abschluss:

31.12.2024


Art:

Gefördertes Projekt / Modellprojekt


Kostenträger:


Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS); Bundesprogramm "Innovative Wege zur Teilhabe am Arbeitsleben - rehapro"



Weitere Informationen


Referenznummer:

R/FO125901


Informationsstand: 08.01.2020