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Lexikon zur beruflichen Teilhabe

Erläuterungen und Definitionen zu mehr als 450 Begriffen. Von A wie Ausgleichsabgabe bis Z wie Zuschüsse.

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Angaben zum Forschungsprojekt

PAN - Potentialentwicklung für arbeitslose Menschen zur Neuorientierung

Das Jobcenter Plön setzt im Rahmen der Förderung des Bundesprogrammes "Innovative Wege zur Teilhabe am Arbeitsleben - rehapro" gemeinsam mit der Brücke SH gGmbH das präventive und auf Vermeidung von Erwerbsunfähigkeit bzw. Rehabilitation/Eingliederungshilfeleistungen von Kunden/-innen fokussierte Konzept PAN (Potentialentwicklung von arbeitslosen Menschen zur Neuorientierung) um. Der Schwerpunkt der Leistung ist die weiterführende Unterstützung von Menschen im Alter von 18 bis 67 Jahren mit psychischen Erkrankungen und/oder drohender Behinderung (i.S. des §14 Abs. 1 SGB IV), die in der Regel gerade eine Behandlung in einer psychiatrischen Tagesklinik beendet haben.

Gerade arbeitslose SGBII Bezieher*innen mit psychischen Erkrankungen und/oder (drohender) Behinderung benötigen andere Formen der Unterstützung. Daher ist PAN ausgerichtet auf eine ganzheitliche, systemische Unterstützungsleistung, die sich auf Arbeit fokussiert und wesentlich umfangreichere therapeutische Elemente im Bereich der Selbsterfahrung beinhaltet, um eine dauerhafte Stabilisierung zu erreichen. Leider ist das vorhandene Leistungs-/ und Maßnahmeangebot des SGB II in Verbindung mit dem SGB III für diese Zielgruppe nicht ausgelegt. Vorhandene Möglichkeiten wie Arbeitsgelegenheiten mit Mehraufwandsentschädigung, sog. 1,00€ Jobs, Weiterbildungsangebote und Maßnahmen bei einem Träger zur Aktivierung und beruflichen Eingliederung (MAT) wirken in diesen Bereichen meist überfordernd und sind nicht zielführend.

Ziel des Projektes PAN ist es, den Menschen möglichst ohne Unterbrechung im Übergang in eine (Re-) Integration in Arbeit oder in eine sinnstiftende Tätigkeit sehr eng zu begleiten und so eine dauerhafte Stabilisierung der Menschen zu erreichen. Während der Projektteilnahme können die in der Tagesklinik erreichten Behandlungserfolge gefestigt, an die Motivation aus den Kliniken angeknüpft und für eine Rückkehr in gesellschaftliche und berufliche Teilhabe genutzt werden.
Mit Beendigung der Unterstützungsleistung sind die Teilnehmenden entweder in Arbeit vermittelt oder in weiterführende Maßnahmen übergeleitet. Gegebenenfalls haben die Teilnehmenden eine erfüllende Beschäftigung in Ehrenämtern gefunden, die sie langfristig motiviert, wieder sozialversicherungspflichtig tätig zu werden. Die nachhaltige gesellschaftliche berufliche Teilhabe ist in der Regel (wieder-) hergestellt.

Unser Modellprojekt greift innovative Leistungen in einer neuen Leistungsform auf, die bestehende Elemente unterschiedlichster zuständiger Leistungsträger bedient und damit leistungskreisübergreifend angeboten werden kann. Bestehende erfolgreiche Bausteine aus Angeboten der Arbeitsförderung (Arbeitsprojekt, Diagnostik, Fallmanagement, Jobcoaching, Bewerbungstraining) werden kombiniert mit Angeboten aus Kur- und Seminarangeboten zur Selbsterfahrung im Rahmen einer wöchentlichen 'Auszeit' aus dem alltäglichen Tagesgeschehen. Die Seminare bieten eine aktive Auszeit - die ansetzend an den elementaren Bedürfnissen - verschütteten Fähigkeiten und existenziellen Wünschen der Teilnehmenden einen Weg zu neuen, konstruktiven und realistischen Lebensentwürfen bahnt. Dieser ist getragen von Selbstachtung, Sinnhaftigkeit und sozialer Einbindung. Grundlage hierfür ist ein integrativer Ansatz, der verschiedene Elemente aus der systemischen Arbeit, der humanistischen Psychologie mit körperorientierten Verfahren zu einem individuell abgestimmten Arbeitsansatz verbindet. Leitend sind hierbei die Ansätze aus dem Empowerment, Recovery, Inklusion, der Salutogenese und der therapeutischen Gemeinschaft. Um die Nachhaltigkeit der Maßnahme zu optimieren, findet sie bewusst in Wohnortnähe statt, um ein tragfähiges Unterstützungssystem im Sozialraum aufbauen zu können, welches über die Projektphase hinaus wirksam ist.



Beginn:

01.07.2019


Abschluss:

31.10.2023


Art:

Gefördertes Projekt / Modellprojekt


Kostenträger:


Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS); Bundesprogramm "Innovative Wege zur Teilhabe am Arbeitsleben - rehapro"



Weitere Informationen


Referenznummer:

R/FO125934


Informationsstand: 21.04.2020