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Lexikon zur beruflichen Teilhabe

Erläuterungen und Definitionen zu mehr als 450 Begriffen. Von A wie Ausgleichsabgabe bis Z wie Zuschüsse.

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Angaben zum Forschungsprojekt

Erster Teilhabeforschungs-Kongress - Projekte der Teilhabeforschung

Der "Erste Teilhabeforschungs-Kongress" bringt Wissenschaftler*innen und Forschende aus unterschiedlichen Wissenschaftsgemeinschaften zusammen, um Teilhabeforschung als interdisziplinäres Forschungsprogramm zu profilieren. Im Zentrum des Kongresses stehen konkrete Projekte der Teilhabeforschung, die in Plenumsreferaten, Foren, Workshops und Posterpräsentationen vorgestellt und diskutiert werden. Besonderes Augenmerk hat dabei der Austausch zwischen Wissenschaft, Praxis und Menschen mit Beeinträchtigungen und ihren Interessensvertretungen. Der Kongress wird die Forschung zu den Lebenslagen von Menschen mit Beeinträchtigungen und Behinderungen in Deutschland unter dem Blickwinkel von Teilhabe fördern und zu einer stärkeren Vernetzung bislang weitgehend getrennt agierender "scientific communities" beitragen. Wie eine partizipative Teilhabeforschung unter aktiver Mitwirkung von Menschen mit Behinderungen gelingen kann und welchen Mehrwert sie bietet, ist ein wesentlicher Schwerpunkt des Kongresses. Die Ergebnisse des Kongresses werden in einem Fachbuch dokumentiert und veröffentlicht. Es ist geplant, den "Teilhabeforschungs-Kongress" zu einer Marke zu entwickeln und als regelmäßig stattfindendes Wissenschaftsforum für Teilhabeforscher*innen in Deutschland zu etablieren.

Der "1. Kongress der Teilhabeforschung" fand am 26. und 27. September 2019 in der Humboldt Universität Berlin statt ( vgl. https://www.teilhabeforschung2019.de/ ). Während des Kongresses gab es einen regen Austausch zwischen Wissenschaft, Praxis, Menschen mit Beeinträchtigungen und ihren Interessenvertretungen. Insgesamt haben 241 Personen aus dem In- und Ausland teilgenommen, die zu allen avisierten Zielgruppen des Projekts gehörten: Wissenschaftler*innen aus unterschiedlichen scientific communities; Teilnehmer*innen von Verbänden und Interessenvertretungen behinderter Menschen, aus Politik, Verwaltung und der sozialen Praxis der Rehabilitation und Teilhabe. Es konnten namhafte Referent*innen für die fünf Hauptvorträge gewonnen werden sowie 117 weitere Referierende für 41 Vorträge in 11 thematisch fokussierten Foren, 5 Ideen-/Forschungswerkstätten und einer Podiumsdiskussion. Die Beiträge wurden in einem vorgeschalteten Peer Review-Verfahren ausgewählt und entsprachen somit einer hohen wissenschaftlichen Qualität. Flankiert wurden die Vorträge von einer Posterausstellung und -präsentation.

Ausgewählte Beiträge des Kongresses werden zusammen mit weiteren Beiträgen zur Teilhabeforschung in einem zweibändigen Sammelband "Teilhabeforschung. Einführung in ein neues Forschungsfeld" durch die Antragstellerin (Prof. Dr. Gudrun Wansing) und Kooperationspartner*innen aus dem "Aktionsbündnis Teilhabeforschung" (Prof. Dr. Markus Schäfers und Prof. Dr. Swantje Köbsell) veröffentlicht (2021, Springer VS). Aufgrund des hohen Interesses an wissenschaftlicher Vernetzung und des Bedürfnisses nach einem Publikationsorgan für die Teilhabeforschung, das sich im Kontext des Kongresses gezeigt hat, haben Prof. Dr. Wansing und Prof. Dr. Schäfers als Herausgebende zudem eine neue Buchreihe "Beiträge zur Teilhabeforschung" initiiert, die 2020 beim Springer VS-Verlag startet und auch Nachwuchswissenschaftler*innen die Möglichkeit der Publikation unter dem Dach der Teilhabeforschung eröffnet. Aufgrund des großen Erfolges des "1. Kongresses der Teilhabeforschung" plant das "Aktionsbündnis Teilhabeforschung" aktuell den "2. Kongress der Teilhabeforschung" (voraussichtlich 2021 in Münster).



Bezug des Projekts zur internationalen Klassifikation der Funktionsfähigkeit, Behinderung und Gesundheit (ICF):
Der bio-psycho-soziale Ansatz der ICF bildet einen konzeptionellen Bezugsrahmen für das Projekt.



Beginn:

01.02.2019


Abschluss:

31.12.2021


Art:

Gefördertes Projekt


Kostenträger:


BMAS: Förderung aus dem Bundeshaushalt zum Nationalen Aktionsplan durch das Bundesministerium für Arbeit und Soziales



Weitere Informationen


Referenznummer:

R/FO125961


Informationsstand: 31.08.2020