Lexikon zur beruflichen Teilhabe

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Angaben zum Forschungsprojekt

Ersatz- und Übergangsarbeitsmärkte für Behinderte

Ziel des Projektes ist es, einen Überblick über alternative Beschäftigungsformen für Schwerbehinderte zwischen wettbewerblicher Beschäftigung im regulären Arbeitsmarkt und geschützter Beschäftigung in den Werkstätten für Behinderte zu geben und diese einer ökonomischen Bewertung zu unterziehen. Ganz allgemein soll zunächst die Grundrichtung einer zielgruppenbezogenen Arbeitsmarktpolitik in Zeiten persistenter und strukturierter Arbeitslosigkeit diskutiert werden, die entweder die Ausdehnung eines subventionierten, komplementären Arbeitsmarktes zur Kompensation der Beschäftigungsnachteile oder die effektivere Ausrichtung von Arbeitsmarktprogrammen auf den ersten Arbeitsmarkt beinhalten kann. Angesichts verbreiteter Vorurteile bezüglich der Leistungsfähigkeit von Problemgruppen des Arbeitsmarktes im allgemeinen und arbeitslosen Schwerbehinderten im besonderen erscheinen insbesondere solche Beschäftigungsmodelle interessant, die den Beschäftigern eine Reduzierung der Unsicherheit bei Einstellungsentscheidungen ermöglichen und auf diesem Wege einen Beitrag zur Verbesserung der Beschäftigungschancen leisten. Dieser Logik folgen etwa Modelle der gemeinnützigen Arbeitnehmerüberlassung, die sich an das in den Niederlanden entwickelte START-Modell anlehnen und Problemgruppen den Zugang zum allgemeinen Arbeitsmarkt über den Umweg der Zeitarbeit erleichtern wollen.



Beginn:

01.08.1994


Abschluss:

31.05.1998


Art:

Gefördertes Projekt


Kostenträger:


Landesamt für Soziales, Jugend und Versorgung des Landes Rheinland-Pfalz



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Abstract

Substitute and transition labour markets for disabled people

This project gives an overview and an economic evaluation of alternative forms of employment for disabled persons between competitive work in the regular labour market on the one hand and employment in sheltered workshops on the other hand. More general, in times of persistent and structured unemployment, two possible labour market strategies can be identified for the hard-to-place-unemployed. Either an expansion of a subsidized, complementary labour market to compensate for the occupational disadvantages or a more effective integration into regular employment. In view of common prejudice concerning the productivity of disabled persons or other target groups, labour market programmes, which involve a reduction of uncertainty in the case of recruitment decisions and in this way improve the employment chances, are promising. This is exactly the rationale of non-profit temporary work agencies, which follow the Dutch START-programme and serve certain target groups as a bridge into the labour market by using the concept of temporary work.


Referenznummer:

R/FO1317


Informationsstand: 10.01.2020