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Angaben zum Forschungsprojekt

Medizinische und psychosoziale Prädiktoren zur Beurteilung der Rehabilitationsprognose in der onkologischen Rehabilitation

Die Ermittlung von medizinischen und psychosozialen Prädikatoren in der Rehabilitationsmedizin ermöglicht Patienten zu erkennen, die von einer medizinischen Rehabilitation profitieren könnten. Die prospektive Beurteilung des Rehabilitationserfolges basiert auf der Rehabilitationsprognose.
In der onkologischen Rehabilitation wird der Rehabilitationserfolg an der günstigen Beeinflussung medizinisch-funktioneller Folgestörungen der Tumorerkrankung und Tumortherapie sowie an der Beeinflussung psycho-onkologischer Faktoren wie Krankheitsverarbeitung und Selbstwertgefühl gemessen. Die von uns untersuchten Faktoren sind den Bereichen Grunderkrankung und Therapie sowie Folgestörungen, körperliche Mobilität, psycho-physische Belastbarkeit, Motivation, Compliance, soziales Umfeld und berufliche Perspektiven zugeordnet und werden auf ihre Eignung als Prädikatoren untersucht. Es erfolgt eine Klassifikation der Patienten nach Diagnose, Tumorstadium, Therapie und Therapieerfolg, um die Prädikatoren und Rehabilitationsprognosen spezifisch für einzelne Patientenuntergruppen zu ermitteln.

Die Datenerhebung erfolgt mittels Fragebögen zur Lebensqualität (QLQ-C30 und SF-36). Es findet zusätzlich eine Evaluation im direkten ärztlichen und psychologischen standardisierten Eingangs- und Abschlussgespräch sowie in einer Aufnahme- und Schlussuntersuchung statt. Im Rahmen der Studie wird die Rehabilitationsprognose des Patienten mit dem erreichten Rehabilitationsergebnis verglichen und versucht prädisponierende Faktoren herauszustellen. Durch Berücksichtigung der während des Heilverfahrens eingesetzten Therapieansätze, die aus medizinischen, psychologischen, physiotherapeutischen, ernährungstherapeutischen und edukativen Schwerpunkten bestehen, wird das therapeutische Konzept des Heilverfahrens bei der Beurteilung berücksichtigt.

Ergebnisse:

Die oftmals unterschiedliche Beurteilung der Rehabilitationsbedürftigkeit durch den Arzt und den Patienten zeigen die Problematik der Definition der Rehabilitationsbedürftigkeit. Die Objektivierung der Rehabilitationsbedürftigkeit erfolgt durch Bestimmung der Rehabilitationsziele, Nachweis des Rehabilitationserfolges und schließlich Beurteilung der Rehabilitationsprognose unter Wertung verschiedener Prädikatoren, die in dieser Studie geprüft werden. Die Ergebnisse werden abschließend vor dem Hintergrund der vorliegenden Fachliteratur diskutiert.



Beginn:

01.10.1999


Abschluss:

31.12.2000


Art:

Eigenprojekt / Studie



Weitere Informationen


Abstract

Medical and psychosocial predictors in oncological rehabilitation prognosis

Medical and psychosocial predictors in rehabilitation medicine are useful in identification of patients who will profit by medical rehabilitation. Predictors are important in measuring prognosis of outcome in medical rehabilitation. In this study we investigate the following factors: Cancer diagnosis, cancer therapy, secondary disease, functional mobility, psycho-physical reaction, motivation, compliance, social environment and chance in profession. These factors will be evaluated for possible use in prediction of success in medical rehabilitation. Patients will be classified by cancer diagnosis, tumour staging and therapy. In this study questionnaires of life-quality (QLQ-C30 and SF-36) are used. Additionally medical and psychological conversations at the beginning and at the end of treatment are planed. It is the aim of this study to identify prognostic factors, which could be used in prediciton of prognosis in medical rehabilitation. Prognosis and results of rehabilitation are compared. Identified predictors will be discussed.


Referenznummer:

R/FO2228


Informationsstand: 31.08.1999