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Angaben zum Forschungsprojekt

Ansatzpunkte für 'Disability Management' im deutschen System der Hilfen für Behinderte

Das sehr differenzierte System der Hilfen für Behinderte in Deutschland wird von Behinderten und von Behinderung Bedrohten sowie Unternehmern oftmals als unüberschaubar empfunden. Gefordert wird eine Hilfe aus einer Hand. In der Diskussion steht daher derzeit die Idee einer Art 'Pilot', der Unternehmer wie Betroffene gleichermaßen durch die Institutionenwelt führt und sich insbesondere mit den Hilfen und Leistungen, die für Behinderte angeboten werden, auskennt. Auf internationaler Ebene zeichnet sich diesbezüglich ein Trend zu betriebsnahen Lösungen ab. Ein Ansatz, durch den veranschaulicht werden kann, wie die Verantwortung für soziale Aufgaben stärker in die Betriebe verlagert und betriebsnahe Lösungen praktiziert werden können, stellt der im angelsächsischen Raum als 'Disability Management' bezeichnete Ansatz dar, mit dem derzeit in den USA und Kanada gearbeitet wird. Ein besonders elaboriertes Konzept hat in diesem Zusammenhang das National Institute of Disability Management and Research in Port Alberni, BC Canada entworfen, das ein Ausbildungsprogramm zum Management Coordinator vorsieht.
In Anlehnung an den Ansatz des Disability Management wird im Rahmen dieser Studie untersucht, welche Anknüpfungspunkte im deutschen System der Hilfen für Behinderte bestehen, um eine koordinierende Instanz zwischen Betroffenen, Unternehmen und Trägern zu bilden, die eine stärkere Vernetzung aller am Wiedereingliederungsprozess Beteiligten bewirkt und als 'Hilfe aus einer Hand' über eine Bündelung von Informationskanälen mehr Transparenz sowie eine rasche Wiedereingliederung ermöglicht. Hierbei werden Anknüpfungspunkte auf Träger- und auf Unternehmensebene untersucht. Eine besondere Herausforderung stellen kleine und mittlere Unternehmen dar,bei denen andere Wege beschritten werden müssen als in Großunternehmen.


Art:

Gefördertes Projekt / Studie


Kostenträger:


Bundesministerium für Arbeit und Sozialordnung
Rochusstr. 1
53123 Bonn



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Abstract

Disability Management in the German System

There is broad consensus that in Germany co-ordination between the medical, vocational and social rehabililtation systems is one of the most important problems with regard to the costs of rehabilitation. Companies as well as disabled persons often complain about a situation where it is hard to identify the programmes offered by a multitude of public providers. Consequently, reintegration of disabled people into adequate workplaces often takes a long time and the economic and social burden tends to raise.

For that reason the need of more co-ordination seems to be obvious and a programme of 'single assistance' is required. Internationally, the focus is on company-based solutions. In this context, the National Institute of Disability Management and Research in Port Alberni, BC, Canada has developed a certified disability management programme that contains a special training for Disability Management Coordinators.

In this study possibilities of transferring elements of the disability management programme into the German system of rehabilitation are discussed. The study also includes the implementation of a company-based co-ordination board. The aim is to achieve a stronger connection between companies, public providers of assistance and the disabled persons to public assistance without reforming the historically established system. For that reason 'single assistance' offered by public or private providers must also be taken into consideration. Particular attention is put on small and medium-sized companies.


Referenznummer:

R/FO2246


Informationsstand: 21.08.2003