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Lexikon zur beruflichen Teilhabe

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Angaben zum Forschungsprojekt

Angehörige chronisch kranker Menschen - Darstellung der Situation am Beispiel Multiple Sklerose

Im Unterschied zu anderen Krankheitsgruppen wie z. B. psychotischen Erkrankungen oder dementiellen Erkrankungen liegen bislang kaum Untersuchungen vor zur Situation von Angehörigen von Menschen, welche an Multipler Sklerose erkrankt sind. Studien weisen darauf hin, dass Heimunterbringung von MS-Betroffenen oder psychophysische Gesundheitsstörung der Pflegenden nicht kausal mit dem Schweregrad der Pflege verknüpft sind. Es herrscht Übereinstimmung darüber, dass auch Angehörige in den Coping-Prozess mit einbezogen sind und entsprechend der individuellen Krankheitsdynamik emotionale, kognitive und lebenspraktische Adaptionsleistungen erbringen müssen. Unklarheit besteht darüber, unter welchen Umständen krankheitsbedingte Einschränkungen von Angehörigen als besonders belastend erlebt werden, welche Ressourcen zur Stabilisierung der Familiensituation herangezogen werden können sowie welche Faktoren des familialen Umfelds erfolgreiches familiäres Coping erschweren.

Mittels eines umfangreichen Fragebogens wurde eine Befragung an einer repräsentativen Stichprobe von Angehörigen MS (Multiple Sklerose)-Betroffener im Raum Oberfranken durchgeführt. Die Themenbereiche umfassen die Alltagssituation und Belastungsmomente, Freizeitverhalten, familiären Status, Arbeit und Beruf, somatische und psychische Gesundheit, Partnerschaft, Stellenwert von Kindern, persönliche Wertorientierung sowie Fragen zur Inanspruchnahme außerfamiliärer Beratung und Hilfe.

Ziele sind: Darstellung der Situation in den genannten Bereichen im Vergleich zur Allgemeinbevölkerung, Darstellung der subjektiven Belastung im Vergleich zur tatsächlichen pflegerischen Belastung, Darstellung relevanter Coping-Strategien, Darstellung möglicher Ressourcen oder Krisenmomente, Entwicklung zielgruppenspezifischer Hilfs- und Betreuungsangebote.



Beginn:

01.01.1997


Abschluss:

31.12.2003


Art:

Dissertation



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Abstract

Coping of relatives in chronic illness - illustrated by the situation with MS (multiple sclerosis)

Everyone agrees that the relatives of MS patients are involved in the coping process and, depending on the individual stages of the illness, must adapt accordingly. It is uncertain under which circumstances relatives find the restrictions caused by the illness as particularly burdening, what resources can be drawn upon to stabilise the family situation and which factors within the family environment make successful coping difficult.

In 1997 and 1998 a survey was carried out and a comprehensive questionaire given at random to a representative number of relatives.

Aims: Illustrate the situation in everyday life, moments of strain, leisure activities, family status, work and profession, somatic and mental health, partnership, significance of children, personal values compared to general public, illustrate subjective strain compared to the actual nursing strain, illustrate relevant coping strategies, illustrate possible resources or moments of crisis, development of specific aid an welfare for target groups.


Referenznummer:

R/FO2360


Informationsstand: 02.12.2019