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Lexikon zur beruflichen Teilhabe

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Angaben zum Forschungsprojekt

Berufliche (Re-)Integration als Ergebnis medizinisch-beruflicher und berufsvorbereitender Rehabilitationsmaßnahmen in einer neurologischen Phase II-Einrichtung

Aufgabe einer Phase II-Einrichtung der medizinisch-schulisch/ beruflichen Rehabilitation ist es, nahtlos und unter einem Dach im Rahmen eines integrierten Behandlungskonzepts - aufeinander bezogen und miteinander verzahnt - alle zur anschließenden schulischen, beruflichen und sozialen Wiedereingliederung erforderlichen Maßnahmen der medizinischen, schulischen, beruflichen und psychosozialen Rehabilitation anzubieten/ durchzuführen.

Im Neurologischen Rehabilitationszentrum 'Friedehorst', einer Phase II-Einrichtung, wurden vom 01.01 bis 31.12.2000 Rehabilitanden entlassen, die bei der Aufnahme älter als 15 Jahre waren, und für die nach der Entlassung eine berufliche (Re-)Integration anstand, deren Ergebnisse dargestellt werden.

Die Rehabilitanden-Charakteristika:
- Altersstruktur, Geschlecht, Diagnose-Spektrum und Schwere der Beeinträchtigung bei Aufnahme und Entlassung - graduiert nach Frühreha-Barthel-Index (FRB) und Disability Rating Scale (DRS) nach RAPPAPORT - sowie Art und Dauer der durchgeführten medizinisch-beruflichen Maßnahmen wie Anschlußheilbehandlung/ Anschlußrehabilitation, Belastungserprobung, Arbeitstherapie und Arbeitstraining (inkl. Betriebspraktika), sowie Berufsfindung, Arbeitserprobung und Förderlehrgänge werden gegenübergestellt dem beruflichen Rehabilitationsergebnis, graduiert nach:
Art der Qualifizierung; Institution, Ort der Ausbildung/ Tätigkeit; Richtung/ Berufsfeld der Ausbildung/ Tätigkeit und Niveau der beruflichen Reintegration in eine Tätigkeit.

Die Datenerhebung zeigt das gute Ergebnis einer integrierten medizinisch-beruflichen Rehabilitation in einer Phase II-Einrichtung 'unter einem Dach' gegenüber der zeitlichen Hintereinanderschaltung von 1. medizinischer und 2. beruflicher Rehabilitation in unterschiedlichen Einrichtungen: Die Schnittstelle zwischen medizinischer und beruflicher Rehabilitation gibt es nicht. Unterbrechungen und Wartezeiten werden vermieden. Die Gesamtdauer der erforderlichen Rehabilitation wird nicht unnötig verlängert, und es werden gute Ergebnisse hinsichtlich der beruflichen (Re-)Integration erzielt.



Beginn:

01.01.2000


Abschluss:

31.12.2000


Art:

Eigenprojekt



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Abstract

An integrated approach to successful occupational (re-)integration

Phase II institutions are designated to combine medical, occupational and psychosocial rehabilitation within one therapeutic setting with the aim to reintegrate the patient into his psychosocial environment.

From January 1st to December 31st 2000, we followed 100 patients, who were admitted to the neurological rehabilitation unit 'Friedehorst'. The patient`s clinical status (measured by Disability Rating Scale DRS and the 'Frühreha'-Barthel-Index), their therapeutic setting, and their outcome regarding occupational rehabilitation were documented.

The results demonstrate the advantage of an integrated medical and occupational treatment: Unnecessary and potentially negative interruptions and waiting periods of the rehabilitation process were avoided and the aim of occupational reintegration was reached in most cases.


Referenznummer:

R/FO2456


Informationsstand: 14.04.2020