Lexikon zur beruflichen Teilhabe

Erläuterungen und Definitionen zu mehr als 450 Begriffen. Von A wie Ausgleichsabgabe bis Z wie Zuschüsse.

in Projekten blättern

Angaben zum Forschungsprojekt

Rehabilitation, Teilhabe und Gleichstellung behinderter Menschen im Recht

Ziel des Projektes ist es, die Grundlage des deutschen Rehabilitationsrechtes zusammenzufassen. Dabei sind verfassungsrechtliche, sozialrechtliche, arbeitsrechtliche und zivilrechtliche Überlegungen zusammenzuführen. Grundlegend ist es zunächst, die Begriffe der Rehabilitation, Teilhabe und Gleichstellung sowie der Behinderung selbst im Recht und ihren Zusammenhang zu bestimmen. Dabei sind rehabilitationswissenschaftliche, gesundheits- und arbeitsmarktpolitische Prämissen zu beachten. Für den Behinderungsbegriff sind die objektiven und subjektiven Gehalte des 1994 in das Grundgesetz eingefügten Benachteiligungsverbots wegen Behinderungen (Art. 3 Abs. 3 Satz 2 GG) zu bestimmen. Für die Gleichstellung behinderter Menschen ist auch die Ermächtigung zu Maßnahmen gegen Diskriminierung in Art. 13 EGV und ihre Ausformung in der RL 2000/78/EG zu beachten.

Davon ausgehend ist zu untersuchen, wie Rehabilitation, Teilhabe und Gleichstellung behinderter Menschen als rechtliche Prinzipien im sozialen Rechtsstaat konstituiert sind und auf alle Rechtsbereiche, insbesondere das Sozialleistungsrecht, öffentliche Infrastrukturrecht und Arbeitsrecht einwirken. Als subjektives Recht wird der Anspruch auf Rehabilitation im bürgerlich-rechtlichen Schadensausgleich und in allen Zweigen des Sozialrechts untersucht. Von zentraler Bedeutung sind dabei die übergreifenden Prinzipien, die im SGB I, ab 2001 im SGB IX und seit 2002 im Behindertengleichstellungsgesetz (BGG) materialisiert sind.



Beginn:

01.01.1999


Abschluss:

31.12.2004


Art:

Eigenprojekt / Habilitation


Kostenträger:


Deutsche Rentenversicherung Nord
früher: Landesversicherungsanstalt (LVA) Schleswig-Holstein



Weitere Informationen


Abstract

Rehabilitation as a legal principle and as a personal right in a social constitution

The project has the goal to work out the basic principles of the German law of rehabilitation. It is dealing with constitutional questions and with questions of the law of social security, labour law and the law of compensation. At first the meaning of the terms rehabilitation and disablement and their connection in the context of law is to be defined. To do this, the results of rehabilitation research and the objectives of health care and labour policy have to be looked at. In special, the constitutional prohibition of discrimination against people with disabilities, which was invented in the German Constitution (Grundgesetz) in 1994 (Art. 3 Abs. 3 Satz 2 GG) has to be defined in its specific contents. The rehabilitation is to be inspected as a principle of the constitutional welfare state which influences all parts of the legal system, especially the law of social security, of public infrastructure and of the labour relations. As a personal right, rehabilitation is to be inspected in the compensational law and in all parts of social security, espacially in the basic principles of social security law in SGB I and SGB IX.


Referenznummer:

R/FO2492


Informationsstand: 19.06.2018